Was ist eine Lidstraffung? Ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung von überschüssiger Haut, Muskel- und Fettgewebe an den Augenlidern. Die Operation verjüngt die Augenpartie dauerhaft und kann bei ausgeprägten Fällen auch die Sicht verbessern.
Für wen geeignet? Für Patienten mit Schlupflidern (hängende Oberlider), Tränensäcken (vorgewölbtes Fettgewebe am Unterlid) oder bei Gesichtsfeldeinschränkung durch überschüssige Lidhaut. Typisches Alter: ab 40 Jahren, kann aber auch früher oder später durchgeführt werden.
Wichtigste Voraussetzung: Realistische Erwartungen und gute Gesundheit. Medikamente wie Aspirin® müssen nach Absprache mit dem Arzt rechtzeitig abgesetzt werden. Raucher sollten mindestens 2 Wochen vor und nach der OP auf Nikotin verzichten.
Dauer & Kosten: 30–60 Minuten pro Lid in örtlicher Betäubung oder Dämmerschlaf, meist ambulant. Kosten: 1.500–3.500 Euro (Selbstzahler). Bei medizinischer Notwendigkeit (Gesichtsfeldeinschränkung) mögliche Kostenübernahme durch Krankenkasse.
Ergebnis: Langfristig (8–10 Jahre oder länger). Die Augen wirken offener, frischer und jünger. Gesellschaftsfähig nach 10–14 Tagen.
Die Haut an den Augenlidern ist besonders dünn und zart. Der Alterungsprozess lässt sich an dieser Stelle häufig am schnellsten erkennen. Die Augenregion ist das erste, was andere Menschen im Gesicht wahrnehmen – und gleichzeitig der Bereich, in dem sich die Zeichen der Zeit am deutlichsten zeigen.
Die Alterung der Augenpartie hat mehrere Ursachen: Die Haut verliert ihre Elastizität (Dermatochalasis), das Bindegewebe erschlafft, und das Fettgewebe in der Augenhöhle wölbt sich nach vorne. Verstärkt wird dieser Prozess durch häufiges Sonnenbaden, eine ausgeprägte Mimik oder entsprechende Veranlagung.
Die Folgen sind typische Alterserscheinungen wie Fältchen, Schlupflider (hängende Oberlider, bei denen die überschüssige Haut über die natürliche Lidfalte fällt) oder sogenannte Tränensäckchen (Vorwölbung des Fettgewebes am Unterlid). Diese Veränderungen lassen das Gesicht müde, erschöpft oder traurig wirken – selbst wenn man sich vital und ausgeruht fühlt.
In ausgeprägten Fällen kann die überschüssige Haut am Oberlid so weit über die Wimpern herabhängen, dass es zu einer Gesichtsfeldeinschränkung kommt. Betroffene müssen die Stirn anheben oder den Kopf nach hinten neigen, um besser sehen zu können. Dies kann zu Spannungskopfschmerzen und tiefen Stirnfalten führen.
Häufig sind die Oberlider betroffen, aber oft genug auch die Unterlider – oder beide gleichzeitig.
Durch die Lidstraffung (Blepharoplastik) werden überschüssige Haut-, Muskel- und Fettpolster entfernt oder umverteilt. Das ist am Oberlid und auch am Unterlid möglich. Die Augenpartie und somit das gesamte Gesicht wirken anschließend frischer, wacher und jünger.
Die Operation erfordert viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung. Eine präzise Planung ist entscheidend: Wird zu viel Haut entfernt, kann das Auge nicht mehr richtig schließen. Wird zu wenig entfernt, bleibt das gewünschte Ergebnis aus.
Der Erfolg einer Lidstraffung beginnt mit der sorgfältigen Vorbereitung. In einem ausführlichen Beratungsgespräch untersucht der Arzt Ihre Augenpartie und bespricht mit Ihnen, welche Ergebnisse realistisch sind. Dabei werden auch funktionelle Beschwerden wie Gesichtsfeldeinschränkungen oder Druckgefühl auf den Augen abgeklärt.
Um das Operationsrisiko möglichst gering zu halten, beachten Sie folgende Verhaltensrichtlinien:
Fragen Sie Ihren Arzt, welche Medikamente Sie bis zur Operation weiterhin einnehmen dürfen. Medikamente, die die Blutgerinnung verzögern, müssen nach ärztlicher Absprache rechtzeitig vor der Operation abgesetzt werden.
Besonders wichtig ist das Management von Acetylsalicylsäure (ASS, z.B. Aspirin®):
Auch Nahrungsergänzungsmittel können die Blutungsneigung verstärken: Vitamin E, Fischöl (Omega-3-Fettsäuren), Ginkgo und Knoblauchkapseln sollten 10–14 Tage vor dem Eingriff pausiert werden.
Wichtig: Setzen Sie verschreibungspflichtige Medikamente niemals eigenständig ab, sondern besprechen Sie jede Änderung mit Ihrem Arzt. Teilen Sie ihm alle Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel mit, die Sie einnehmen.
Nikotin führt zu einer verminderten Durchblutung der Organe. Im Operationsbereich kann es deshalb zu Durchblutungsstörungen und Wundheilungsproblemen kommen. Das Risiko für Wundrandnekrosen (Absterben des Gewebes am Wundrand) ist bei Rauchern signifikant erhöht.
Zusammen mit Medikamenten zur Empfängnisverhütung (Antibabypille) steigt zudem das Risiko der Bildung von Blutgerinnseln.
Verzichten Sie mindestens 2 Wochen vor dem Eingriff und für die Zeit der Wundheilung (idealerweise 4 Wochen nach der OP) aufs Rauchen. Auch Alkohol sollte in dieser Zeit gemieden werden.
Die Operation wird in der Regel ambulant durchgeführt. Die meisten Eingriffe erfolgen in örtlicher Betäubung mit einem Lokalanästhetikum (oft eine Mischung aus Lidocain und Adrenalin zur Blutstillung), das direkt unter die Lidhaut gespritzt wird. Die Injektion selbst brennt kurz, danach ist das Areal vollständig taub.
Für ängstliche Patienten bietet sich die Option eines Dämmerschlafs (Analgosedierung) an, bei dem ein Anästhesist Beruhigungsmittel über die Vene verabreicht. Eine Vollnarkose ist für eine isolierte Oberlidplastik selten medizinisch notwendig, wird aber auf Wunsch oder bei kombinierten Eingriffen durchgeführt.
Die notwendigen Voruntersuchungen werden am Vortag Ihres Termins in der Klinik durchgeführt. Sie können die Voruntersuchungen auch im Vorfeld von Ihrem Hausarzt durchführen lassen. Vor der Operation bespricht der Anästhesist (Narkosearzt) mit Ihnen die Narkose. Er ist während der gesamten Operation anwesend und überwacht Ihre Vitalfunktionen.
Die Operation dauert ungefähr 30 bis 45 Minuten pro Lid. Bei einer kombinierten Ober- und Unterlidstraffung verlängert sich die Operationszeit auf etwa 1,5 bis 2 Stunden. In einzelnen Fällen kann die Operation auch länger dauern.
Vor der Operation zeichnet der Arzt am wachen, sitzenden Patienten die zu entfernende Haut präzise auf. Diese Markierung ist der wohl wichtigste Schritt, denn im Liegen würden die Weichteile durch die Schwerkraft verrutschen.
Bei der Oberlidstraffung geht es darum, Schlupflider zu beseitigen. Schlupflider entstehen aus zwei Gründen:

Bei der Oberlidstraffung verläuft die Schnittführung in den natürlichen Hautfalten des Oberlids. Die Narbe liegt später versteckt in der Lidfalte und ist kaum sichtbar. Die Hautschnitte werden manchmal seitlich erweitert, wenn auch Lachfältchen und Krähenfüße behandelt werden sollen.
Der chirurgische Ablauf im Detail:

Der chirurgische Eingriff ist die effektivste und dauerhafteste Methode, um das Oberlid zu straffen und Schlupflider zu beseitigen. Wer auf eine Operation verzichten möchte, kann alternative Verfahren ausprobieren. Diese sind jedoch bei ausgeprägten Befunden deutlich weniger wirksam.
Ist ein leichter Hautüberschuss vorhanden, kann eine Oberlidstraffung auch mit dem CO2-Laser erfolgen. Der Laser trägt die obersten Hautschichten ab und glättet die Haut. Gleichzeitig regt er die Bildung von Kollagen und Elastin an. An das Ergebnis einer chirurgischen Oberlidstraffung kommt der Laser jedoch nicht heran – er kann keine Fettpolster entfernen und keine Muskeln straffen.
Hier lesen Sie weitere Informationen zur Behandlung mit einem Laser.
Der Plasma-Pen (Plasmage) ist eine neuartige Technologie. Dabei wird durch Ionisierung der Luft eine punktuelle Hitzequelle erzeugt, die bei Anwendung die Haut zum Schrumpfen bringt und so einen straffenden Effekt hat.
Für die Behandlung mit dem Plasma-Pen sind keine Hautschnitte erforderlich. Auch ein direkter Kontakt mit der Haut ist nicht notwendig. Vielmehr wird durch die punktuelle Anwendung ein Raster aus mikroskopisch kleinen Verbrennungspunkten gesetzt, die überschüssige Haut nach und nach schrumpfen lassen.
Plasma-Pen vs. operative Straffung: Der Plasma Pen ist kein gleichwertiger Ersatz für eine Operation bei ausgeprägten Befunden. Er eignet sich nur bei leichtem Hautüberschuss und Knitterfältchen. Die Behandlung ist mit 5–7 Tagen Ausfallzeit (sichtbare braune Krustenpunkte) verbunden, und das Ergebnis hält nur 1–3 Jahre. Oft sind mehrere Sitzungen im Abstand von 8 Wochen nötig. Bei starker Schlupflidbildung ist der chirurgische Weg alternativlos für ein zufriedenstellendes Ergebnis.
Thermage® ist eine Behandlungsmethode, die mit hochfrequenten Radiowellen arbeitet. Die Radiowellen dringen in tiefere Hautschichten ein und fördern den natürlichen Regenerationsprozess der Haut. Das Ergebnis ist aber nicht sofort sichtbar – es dauert einige Monate, bis sich der Effekt zeigt. Die Wirkung ist zudem zeitlich begrenzt.
Bei einem leichten Hautüberschuss kann eine Oberlidstraffung auch durch eine Unterspritzung mit Dermal Fillern gelingen. Das Oberlid wird optisch angehoben, wodurch das Auge offener und frischer wirkt. Eine Unterspritzung wirkt nur vorübergehend, da die Dermal Filler mit der Zeit abgebaut werden (nach etwa 6–12 Monaten).
Mit Botulinumtoxin ist es möglich, die Augenbrauen und damit auch die Haut des Oberlids leicht zu heben. Auch das ist eine Methode, die nur vorübergehend zum gewünschten Ergebnis führt. Die Wirkung von Botulinumtoxin lässt innerhalb von 3 bis 6 Monaten wieder nach.
Kleine transparente Pflaster können so angebracht werden, dass das Augenlid angehoben wird. Die Tapes wirken nur so lange, wie sie angeklebt bleiben. Es ist also eine rein optische Methode, die nichts am Hautbild verändert. Ein Chirurg oder Arzt ist dafür nicht notwendig – die Tapes können gekauft und selbst angewendet werden. Sie werden von unterschiedlichen Herstellern angeboten.
Die Unterlidstraffung ist technisch anspruchsvoller und risikobehafteter als die Oberlidplastik. Sie hat das Ziel, Tränensäcke zu entfernen oder umzuverteilen und die Augenpartie zu verjüngen.
Tränensäcke entstehen dadurch, dass sich das Septum orbitale (die Trennwand zwischen Lidoberfläche und Augenhöhle) mit der Zeit schwächt. Das Fettgewebe in der Augenhöhle wölbt sich nach vorne, da der geringste Widerstand nach außen besteht – die Rück- und Seitenwände der Augenhöhle sind knöchern. So entstehen die charakteristischen Vorwölbungen unter dem Auge. Der Fachbegriff dafür ist "Prolaps" oder "Herniation" des Fettgewebes.
Parallel dazu verschiebt sich mit zunehmendem Alter das Volumen im Mittelgesicht: Das Absinken des Wangenfettkörpers lässt den knöchernen unteren Rand der Augenhöhle sichtbar werden. Es entsteht eine tiefe Rinne zwischen der Vorwölbung (Tränensack) und der Wange – die sogenannte Tränenrinne (Tear Trough). Dunkle Augenringe entstehen oft durch den Schattenwurf dieser Rinne.

Eine Unterlidstraffung kann klassisch oder mit einem Laser durchgeführt werden. Die Wahl des Zugangs hängt primär davon ab, ob nur Tränensäcke vorhanden sind oder zusätzlich ein Hautüberschuss besteht.
Bei der transkonjunktivalen Straffung erfolgt der Zugang durch die Unterlidinnenseite. Diese Methode ist ideal für jüngere Patienten, die unter isolierten Tränensäcken (Fettprolaps) leiden, aber noch eine elastische, straffe Haut haben.
Vorteile:
Einschränkung: Hautüberschüsse können so nicht entfernt werden. Oft wird dieser Zugang mit einer Laserbehandlung oder einem chemischen Peeling der Außenhaut kombiniert, um diese zu straffen.
Bei der klassischen Unterlidstraffung verläuft die Schnittführung 1–2 mm unterhalb der Wimpern des Unterlids und läuft seitlich in eine natürliche Lachfalte aus. Dieser Zugang ist notwendig bei Patienten mit deutlichem Hautüberschuss und tiefen Falten.
Möglichkeiten:
Risiko: Durch die Durchtrennung feiner Nervenfasern und die Narbenbildung besteht ein höheres Risiko für ein Herabziehen des Unterlids (Scleral Show – das Weiße unter der Iris wird sichtbar) oder ein Ektropium (Auswärtskehrung des Lides). Daher wird dieser Zugang oft mit einer Stabilisierung des äußeren Lidwinkels (Kanthopexie) kombiniert.
Ein Paradigmenwechsel in der Unterlidchirurgie ist die Abkehr von der reinen Fettentfernung hin zur Fettumverteilung (Fat Transposition) – dem modernen Goldstandard.
Das Problem der reinen Fettentfernung: Das bloße Entfernen der Tränensäcke beseitigt zwar die Vorwölbung, lässt aber oft die darunterliegende Tränenrinne und den knöchernen Augenhöhlenrand noch deutlicher hervortreten. Das Auge wirkt "leer" und skelettiert – ein unnatürliches, überoperiert wirkendes Ergebnis.
Die Lösung – Fat Transposition (Loeb/Hamra-Technik): Das Fettgewebe der Tränensäcke wird nicht weggeschnitten, sondern gestielt mobilisiert und über den unteren knöchernen Augenhöhlenrand in die Tränenrinne hineingeklappt und dort vernäht.
Effekt:
Nach der Operation werden die Schnitte durch sehr feine Nähte intrakutan (also von außen nicht sichtbar) genäht, um ein möglichst optimales Ergebnis zu erzielen.
In vielen Fällen ist es sinnvoll, eine Oberlidstraffung mit einer Unterlidstraffung zu kombinieren – es ist sogar klinischer Standard, wenn beide Areale betroffen sind. Wenn Tränensäcke vorhanden sind, kann eine alleinige Oberlidstraffung unnatürlich und unharmonisch aussehen. Eine Kombination der beiden Operationen führt zu einem harmonischeren Gesamtergebnis.
Vorteile der Kombination:
Logistik: Die Operationszeit verlängert sich auf ca. 1,5 bis 2 Stunden. Aufgrund der längeren Dauer und der Manipulation an beiden Lidern ist hier oft ein Dämmerschlaf oder eine kurze Vollnarkose sowie gegebenenfalls eine stationäre Übernachtung zur Überwachung empfehlenswert.
Zusatzbehandlungen: Oft wird die Operation mit Botulinumtoxin (gegen Krähenfüße) oder einem Brauenlift kombiniert. Ein alleiniges Lidlift bei tiefstehenden Brauen würde das Problem nicht lösen und optisch sogar verschlechtern, da der Abstand zwischen Wimpern und Braue noch kleiner würde.

Keine Operation ist ohne Risiko. Auch wenn die Lidstraffung als "kleiner Eingriff mit großer Wirkung" bezeichnet wird, können auch bei größter Sorgfalt während oder nach dem Eingriff Komplikationen auftreten. Eine ehrliche Aufklärung ist essentiell für realistische Erwartungen.
Wichtig: Die Wahl eines erfahrenen Facharztes, der sowohl die anatomischen Finessen als auch das Komplikationsmanagement beherrscht, ist der wichtigste Faktor für den Erfolg und die Sicherheit der Behandlung.
Die postoperative Betreuung ist entscheidend für das Endergebnis und die Minimierung von Komplikationen. Der Heilungsprozess folgt einem biologisch determinierten Zeitplan und erfordert Geduld.
Direkt nach dem Eingriff reagiert das Gewebe mit einer Entzündungsreaktion. Schwellungen (Ödeme) und Blutergüsse (Hämatome) sind unvermeidlich und erreichen meist am 2. oder 3. Tag ihren Höhepunkt.
Die Schwellung beginnt abzuklingen. Das Spannungsgefühl lässt nach. Kompressen können bereits sehr kurz nach der Operation entfernt werden.

Nehmen Sie sich die nötige Zeit, um sich von der Operation zu erholen. Sie sollten etwa eine Woche zur Genesung nach dem Eingriff planen.
Obwohl der Patient nach 2 Wochen "normal" aussieht, dauert die vollständige Gewebeheilung und Narbenreifung Monate. Das Narbengewebe durchläuft eine Umbauphase (Remodellierung), in der es weicher und blasser wird. Das endgültige Ergebnis ist typischerweise nach 3 bis 6 Monaten zu beurteilen.
In den Händen erfahrener Spezialisten sind die Erfolgsaussichten sehr gut. Sie hängen auch von Ihrer körperlichen Verfassung ab (Allgemeinzustand, Hautzustand). Eine realistische Erwartung bewahrt Sie vor Enttäuschungen. Feine Lachfältchen im Unterlid und seitlich zur Schläfe können auch nach der Operation sichtbar sein – eine Lidstraffung kann nicht alle Falten beseitigen.
Gestraffte Lider lassen sich in der Regel besser schminken. Bei realistischer Erwartung sind die Patienten in der Regel mit dem erreichten Ergebnis sehr zufrieden.
Haltbarkeit des Ergebnisses: Das Ergebnis einer operativen Lidstraffung hält viele Jahre an, oft 8 bis 10 Jahre oder länger. Der natürliche Alterungsprozess wird zwar nicht gestoppt, aber der Patient profitiert dauerhaft von einem "Reset" – man altert von einem verjüngten Ausgangspunkt aus weiter.


Die Kosten für eine Lidstraffung sind variabel und hängen von der Expertise des Chirurgen, dem Standort (Metropolen sind oft teurer), der Narkoseform und dem Umfang des Eingriffs ab.
Kostenrahmen in Deutschland:
Da die Operation ambulant durchgeführt wird, entfallen in der Regel Kosten für einen längeren Klinikaufenthalt. Viele Kliniken bieten Ratenzahlungen (Finanzierung) an.
Die gesetzliche Krankenkasse (GKV) übernimmt die Kosten nur bei medizinischer Notwendigkeit. Rein ästhetische Gründe ("ich sehe müde aus", "ich möchte jünger aussehen") sind ausgeschlossen.
Kriterien für die medizinische Indikation:
Prozess der Antragsstellung: Der Patient benötigt einen Befundbericht und eine Überweisung des Augenarztes mit dokumentierter Gesichtsfeldeinschränkung. Damit stellt er einen Antrag auf Kostenübernahme bei der Kasse vor der Operation. Oft wird der Medizinische Dienst (MDK) zur Begutachtung hinzugezogen. Die Bewilligung kann mehrere Wochen dauern.
Private Krankenversicherungen (PKV) prüfen ebenfalls die medizinische Notwendigkeit, sind aber in der Anerkennung von funktionellen Beeinträchtigungen teils flexibler. Die genauen Konditionen hängen vom individuellen Tarif ab. Eine vorherige Anfrage bei der Versicherung ist empfehlenswert.
Wichtig: Eine Gesichtsfeldeinschränkung durch Schlupflider führt in der Regel nicht zu einem Grad der Behinderung (GdB), da der Zustand operativ korrigierbar ist. Behinderungsgrade werden für dauerhafte, nicht korrigierbare Seheinschränkungen vergeben.
| Info | Antwort |
|---|---|
| OP-Dauer | 30–45 Minuten pro Lid; bei kombinierter Ober- und Unterlidstraffung ca. 1,5 bis 2 Stunden |
| Narkose | Örtliche Betäubung (Standard) oder Dämmerschlaf; bei kombinierter OP manchmal Vollnarkose |
| Klinikaufenthalt | Ambulante Behandlung (ca. 2 Std. Überwachung); bei kombinierter OP manchmal 1 Nacht stationär |
| Schmerzen | Gering bis mäßig, gut mit Schmerzmitteln kontrollierbar; Spannungsgefühl normal |
| Fäden ziehen | Nach 5–7 Tagen (schmerzfrei) |
| Aktivitäten | In den ersten 3 Wochen nach dem Eingriff kein Sport, keine Sauna und kein Solarium; leichte Spaziergänge ab Tag 2–3 möglich |
| Gesellschaftsfähig / Arbeitsfähigkeit | Nach 7–10 Tagen ist man wieder gesellschaftsfähig; Restliche Schwellungen können mit Make-up oder Sonnenbrille kaschiert werden |
| Narben | Oberlid: Unsichtbar in der natürlichen Lidfalte; Unterlid: Unsichtbar (transkonjunktival) oder feine Linie unter den Wimpern |
| Nachsorge | 2 bis 3 Tage nach der Lidstraffung Augenbereich kühlen (Eisbrille). In der ersten Woche nach der OP in Rückenlage mit erhöhtem Kopf schlafen. Auf Augencremes sowie Make-up verzichten. Nach 7–10 Tagen werden die Fäden gezogen. Narbenpflege mit Cremes/Silikon wird empfohlen. Sonnenschutz für 8 Wochen. |
| Endergebnis sichtbar | Nach 3–6 Monaten (vollständige Narbenreifung und Abschwellung) |
| Haltbarkeit | Langfristig: 8–10 Jahre oder länger |
| Kosten | Oberlidstraffung: 1.500–3.500 Euro; Unterlidstraffung: 3.000–5.000 Euro; Kombinierte OP: 4.500–7.000 Euro |
| Kostenübernahme Krankenkasse | Nur bei medizinischer Notwendigkeit (nachgewiesene Gesichtsfeldeinschränkung durch Perimetrie beim Augenarzt); Antrag vor OP erforderlich |
| Alternativen | Oberlidstraffung mit Laser, Oberlidstraffung mit Plasma-Pen, Thermage, Oberlidstraffung durch Unterspritzung, Oberlidstraffung mit Botulinumtoxin, Oberlidstraffung mit Tapes, Unterlidstraffung mit Laser. Hinweis: Diese Alternativen sind bei ausgeprägten Befunden deutlich weniger wirksam als die chirurgische Straffung. |
Wichtiger Hinweis: Die Lidstraffung ist, wenn fachgerecht durchgeführt, einer der dankbarsten Eingriffe der ästhetischen Chirurgie. Sie bietet einen signifikanten Verjüngungseffekt bei vergleichsweise geringer Belastung. Der Trend der modernen Lidchirurgie geht weg von der radikalen Entfernung hin zur gewebeschonenden Umverteilung, um ein dauerhaftes, natürliches und nicht-operiert wirkendes Ergebnis zu erzielen. Die Wahl eines erfahrenen Facharztes für Plastische und Ästhetische Chirurgie ist der wichtigste Faktor für den Erfolg der Behandlung.
aktualisiert am 13.01.2026