Was ist ein Facelift? Ein chirurgischer Eingriff zur Gesichtsverjüngung, bei dem erschlafftes Gewebe angehoben und überschüssige Haut entfernt wird. Moderne Techniken repositionieren dabei das abgesunkene Gewebe in seine ursprüngliche, jugendliche Lage – für ein natürliches Ergebnis ohne "maskenhaften" Look.
Für wen geeignet? Menschen mit erschlaffter Gesichtshaut, ausgeprägten Nasolabialfalten, Hängebäckchen (Jowls) oder erschlafftem Hals. Optimales Alter: 45–65 Jahre, bei guter Hautelastizität auch früher (Mini-Lift ab Ende 30). Auch bei über 70-Jährigen möglich.
Wichtigste Techniken: Mini-Lift (oberflächlich), MACS-Lift (SMAS-Aufhängung), SMAS-Lift (Standardverfahren) und Deep Plane (längstes Ergebnis, natürlichstes Aussehen). Diese Techniken können auf verschiedene Regionen angewendet werden (nur Wangen, mit Hals = Face-Neck-Lift, oder Extended).
Dauer & Kosten: 1,5 bis 5 Stunden je nach Technik und Umfang. Kosten abhängig von Technik × Umfang: 5.500 € (Mini-Lift Wangen) bis über 17.000 € (Deep Plane Face-Neck-Lift). Gesellschaftsfähig nach etwa 1–3 Wochen.
Ergebnis: Verjüngung um etwa 10 Jahre. Haltbarkeit je nach Technik 3–15 Jahre. Der Alterungsprozess setzt danach vom verjüngten Ausgangspunkt aus fort.
Man ist so alt wie man sich fühlt: Eine Gesichtsstraffung (Facelift) ändert zwar nichts am Alter. Ihr Aussehen lässt sich durch ein Facelift verjüngen.
Die moderne Gesichtschirurgie verfolgt dabei einen anderen Ansatz als früher: Statt die Haut nur zu straffen – was oft zu einem unnatürlichen, "gezogenen" Aussehen führte –, wird heute abgesunkenes Gewebe in seine ursprüngliche Position zurückgebracht. Durch ein Facelift (Gesichtsstraffung, medizinisch: Rhytidektomie) wird überschüssiges Gewebe (Haut, Muskeln und Fett) entfernt und das übrig gebliebene Gewebe repositioniert und gestrafft.
Das menschliche Gesicht altert in verschiedenen Schichten und nicht gleichmäßig. Mehrere Faktoren wirken zusammen:
Diese Prozesse führen zu den typischen Zeichen des Alterns: Absinken des Mittelgesichts, Bildung von Hängebäckchen (Jowls), tiefe Nasolabial- und Marionettenfalten sowie erschlaffte Halspartien mit sichtbaren Platysma-Bändern ("Truthahnhals").
Eine starre Fixierung auf ein bestimmtes Alter ist medizinisch nicht sinnvoll. Entscheidend ist der Zustand Ihres Gewebes – insbesondere die Hautelastizität und die Stabilität des Bindegewebes. Dennoch lassen sich typische Phasen unterscheiden:
In dieser Phase beginnen die ersten strukturellen Veränderungen: Die Wangenkontur flacht ab, erste Nasolabialfalten werden sichtbar, die Kieferlinie verliert an Definition. Hier können Mini-Lifts oder MACS-Lifts sinnvoll sein – weniger invasive Verfahren, die auf Erhaltung und Stabilisierung abzielen. Das Ziel: Eine dezente Verjüngung, die für andere kaum bemerkbar ist.
Dies ist das Hauptalter für umfassende Facelift-Operationen. Menschen im Alter zwischen 50 und 65 Jahren mit noch ausreichender Hautelastizität haben gute Voraussetzungen für ein optimales Ergebnis. Typische Zeichen: Ausgeprägte Hängebäckchen, tiefe Falten, erschlaffter Hals, Volumenverlust im Mittelgesicht. Hier sind in der Regel SMAS- oder Deep Plane-Techniken erforderlich.
Auch im fortgeschrittenen Alter sind Facelifts möglich und führen oft zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität. Die Herausforderung liegt hier in der sorgfältigen Voruntersuchung (Begleiterkrankungen) und der reduzierten Wundheilungskapazität. Die Haut ist oft dünner, was eine besonders behutsame Operationstechnik erfordert.
Wichtig: Bei erfolgreichem Facelift wirkt das Gesicht jünger. Die Gefahr beim Facelift ist die Überkorrektur. Durch eine Überkorrektur (zu starke Straffung) bekommt das Gesicht ein maskenhaftes, unnatürliches Aussehen. Ein erfahrener Chirurg wird das vermeiden, indem er moderne Techniken anwendet, die das Gewebe repositionieren statt nur zu straffen.
Ein Facelift kann zusätzlich mit anderen Verfahren zur Faltenbehandlung kombiniert werden (Lidstraffung, Halsstraffung, chemisches Peeling, Laser-Peeling, Dermabrasion oder Botulinumtoxin), um ein harmonisches Ergebnis zu erzielen. Insbesondere der Bereich um den Mund lässt sich durch eine Gesichtsstraffung nicht wesentlich verändern. Der Mundbereich kann aber durch eine Dermabrasio gut behandelt werden.
Da die Anforderungen jedes Einzelnen sehr unterschiedlich sind, hängt davon auch die Art der Behandlung ab.
Nicht jeder Patient ist für ein Facelift geeignet. Folgende Faktoren sprechen gegen den Eingriff:
Um Komplikationen und Risiken zu reduzieren, ist eine gute Vorbeireitung auf die Operation wichtig.
Insbesondere bei Eingriffen in Vollnarkose ist eine umfassende internistische Freigabe erforderlich:
Um das Operationsrisiko möglichst gering zu halten, beachten Sie folgende Verhaltensrichtlinien:
Der Verzicht auf Nikotin ist keine bloße Empfehlung, sondern zwingend erforderlich:
Die Terminologie rund um das Facelift ist verwirrend – selbst für Fachleute. Das liegt daran, dass verschiedene Begriffe unterschiedliche Dinge beschreiben: Manche bezeichnen die Operationstechnik (wie wird operiert?), andere den Umfang (welche Region wird behandelt?). Diese Unterscheidung ist wichtig für Ihre Beratung.
Diese Begriffe sagen aus, wie tief und auf welche Weise der Chirurg arbeitet:
| Technik | Was bedeutet das? |
|---|---|
| Mini-Lift | Oberflächlichste Technik. Hauptsächlich Hautstraffung über kurze Schnitte, wenig Arbeit an tieferen Strukturen. Für jüngere Patienten mit beginnender Erschlaffung. |
| MACS-Lift | Das SMAS (Muskel-Bindegewebe-Schicht) wird mit Schlaufennähten nach oben aufgehängt, aber nicht abgelöst. Kurze Schnitte ("Short Scar"), oft in Lokalanästhesie möglich. |
| SMAS-Lift | Die Haut wird vom SMAS getrennt. Beide Schichten werden separat behandelt: Das SMAS wird gerafft oder teilweise entfernt. Der bewährte Standard. |
| Deep Plane Lift | Tiefste Technik. Haut und SMAS bleiben als Einheit verbunden, Präparation erfolgt unter dem SMAS. Die Haltebänder (Ligamente) werden gelöst. Längstes und natürlichstes Ergebnis. |
Diese Begriffe sagen aus, welche Gesichtsregionen behandelt werden:
| Begriff | Welche Region wird behandelt? |
|---|---|
| Wangenlift | Nur der Wangenbereich |
| Mittelgesichtslift | Wangen und Jochbeinregion |
| Face-Neck-Lift | Gesicht (Wangen, Kiefer) plus Hals |
| Extended Facelift | Mehrere Regionen: Wangen, Mund, Augen, Hals, Stirn, ggf. Dekolleté |
Wichtig zu verstehen: Technik und Umfang sind unabhängig voneinander. Ein Face-Neck-Lift (Umfang) kann mit SMAS-Technik oder mit Deep Plane-Technik durchgeführt werden. Fragen Sie Ihren Chirurgen daher immer: "Welche Technik verwenden Sie?" und "Welche Regionen werden behandelt?"
Ein Facelift wird in der Regel stationär und in Allgemeinnarkose durchgeführt. Die notwendigen Voruntersuchungen werden am Vortag Ihres Termins in der Klinik durchgeführt. Sie können die Voruntersuchungen auch im Vorfeld von Ihrem Hausarzt durchführen lassen. Vor der Operation bespricht der Anästhesist (Narkosearzt) mit Ihnen die Narkose. Er ist während der gesamten Operation anwesend und steuert diese.
Das Facelift kann einige Stunden dauern (durchschnittlich 2,5 bis 5 Stunden). Es hängt im Wesentlichen davon ab, welche Technik angewandt und welche Regionen behandelt werden.
Man unterscheidet ein Oberes Facelift (Stirnlift) und ein Unteres Facelift (Wangen/Halsstraffung).
Als oberes Facelift wird in den meisten Fällen ein Stirnlift oder Augenbrauenlift bezeichnet. Ein Stirnlift ist dann sinnvoll, wenn der Einsatz von Botolinumtoxin nicht mehr ausreicht. Die Operation kann klassisch oder endoskopisch durchgeführt werden. Heutzutage wird vor allem die endoskopische Operation bevorzugt, weil sie weniger Narben hinterlässt. Der Schnitt verläuft entlang der Stirn-Haar-Grenze von Ohr zu Ohr. Neben der Haut wird in der Regel auch die Stirnmuskulatur gelöst. Dadurch können auch Zornesfalten entfernt werden. Ein Stirnlift kann mit einem Augenbrauenlift kombiniert werden und bewirkt einen frischen und strahlenden Gesichtsausdruck.
Das untere Facelift – also die Straffung von Wangen, Kieferlinie und ggf. Hals – ist das, was die meisten Menschen meinen, wenn sie von einem "Facelift" sprechen. Zunächst wählt der Chirurg eine Technik (wie tief wird operiert?), dann den Umfang der Behandlung (welche Regionen?).
Um die Unterschiede zwischen den Techniken zu verstehen, ist es hilfreich zu wissen, wie das Gesicht aufgebaut ist: Unter der Haut liegt eine Schicht aus Bindegewebe, Fett und Muskeln – das sogenannte SMAS (dazu gleich mehr). Darunter befinden sich weitere Strukturen bis hin zum Knochen. Je tiefer eine Technik arbeitet, desto nachhaltiger ist in der Regel das Ergebnis – aber auch desto aufwändiger der Eingriff.
Das Mini-Lift ist die einfachste Form der Gesichtsstraffung und konzentriert sich auf die obere Hautschicht.
Wie funktioniert es? Über einen feinen, kurzen Schnitt vor dem Ohr wird die Haut angehoben, gestrafft und der Überschuss entfernt. Die tieferen Strukturen (Bindegewebe, Muskeln) werden dabei nicht behandelt.
Für wen geeignet?
Vorteile: Kürzester Eingriff, schnellste Erholung (ca. 1 Woche), kleinste Narben, oft in Lokalanästhesie möglich.
Nachteile: Da nur die Haut gestrafft wird, ist die Wirkung begrenzt und die Haltbarkeit am kürzesten (3–5 Jahre). Bei stärkerer Erschlaffung oder wenn auch der Hals betroffen ist, reicht diese Technik nicht aus.
Gut zu wissen: Der Name "Mini-Lift" bezieht sich auf den minimalen Umfang des Eingriffs – mit Hilfe eines kleinen Schnittes am Ohr wird die Haut gestrafft. Falten im mittleren Gesichtsbereich werden geglättet.
Was bedeutet MACS? Die Abkürzung steht für Minimal Access Cranial Suspension – auf Deutsch etwa "Minimaler Zugang mit Aufhängung nach oben". Der Name beschreibt das Prinzip: Über kleine Schnitte wird das Gewebe nach oben (Richtung Schädel) aufgehängt.
Wie funktioniert es? Beim MACS-Lift wird nicht nur die Haut behandelt, sondern auch das darunterliegende SMAS (die Bindegewebe-Muskel-Schicht). Allerdings wird das SMAS nicht abgelöst, sondern mit speziellen Schlaufennähten gerafft und nach oben gezogen – vergleichbar mit einer Ziehharmonika, die zusammengeschoben wird. Diese Nähte werden an der stabilen Faszie (Bindegewebshülle) an der Schläfe verankert.
Für wen geeignet?
Vorteile:
Nachteile: Der Hals wird weniger stark korrigiert als beim klassischen SMAS-Lift. Bei starkem Hautüberschuss kann das Ergebnis unbefriedigend sein.
OP-Ablauf: Der Eingriff wird in Narkose durchgeführt und dauert je nach Umfang 2–4 Stunden. Eine Übernachtung in der Klinik ist üblich. Die Fäden werden nach etwa einer Woche entfernt. Ein erstes Ergebnis ist nach 4–6 Wochen sichtbar, das endgültige Ergebnis nach 4–6 Monaten.
Was bedeutet SMAS? Die Abkürzung steht für Superficial Musculo-Aponeurotic System – auf Deutsch "oberflächliches Muskel-Bindegewebe-System". Damit ist eine zusammenhängende Schicht aus Bindegewebe und Muskelfasern gemeint, die wie ein "zweites Gesicht" unter der Haut liegt. Diese Schicht verbindet die mimischen Muskeln und ist für die Konturen des Gesichts mitverantwortlich.
Wie funktioniert es? Im Gegensatz zu früheren Techniken, bei denen nur die Haut gestrafft wurde (was oft zu einem maskenhaften Aussehen führte), werden beim SMAS-Lift zwei Schichten separat behandelt:
Der entscheidende Vorteil: Die Spannung liegt auf dem stabilen SMAS, nicht auf der Haut. Dadurch heilen die Narben besser und das Ergebnis hält länger.
Für wen geeignet?
Vorteile:
Ergänzende Maßnahmen: Gelegentlich wird das SMAS-Lift durch einen kleinen Schnitt unter dem Kinn ergänzt, um ausgeprägte Halsbänder zu korrigieren. Auch eine Fettabsaugung im Kinn-Hals-Bereich kann das Ergebnis harmonischer gestalten.
Hinweis zur Begrifflichkeit: Manchmal wird der Begriff "Wangenlift" oder "Midi-Lift" verwendet, wenn beim SMAS-Lift nur die Wangen, aber nicht der Hals behandelt werden. Das ist bei jüngeren Patienten sinnvoll, deren Halshaut noch straff ist. Die Technik ist dabei weitgehend identisch mit dem vollständigen SMAS-Lift.
Was bedeutet Deep Plane? "Deep Plane" heißt übersetzt "tiefe Ebene" und beschreibt, dass der Chirurg in einer tieferen Schicht arbeitet als beim klassischen SMAS-Lift – nämlich unter dem SMAS.
Wie funktioniert es? Der entscheidende Unterschied zu allen anderen Techniken: Beim Deep Plane Lift werden Haut und SMAS nicht voneinander getrennt. Stattdessen wird der gesamte Gewebeblock – Haut, Fett und SMAS zusammen – als Einheit mobilisiert. Der Chirurg präpariert unterhalb des SMAS und löst dabei die sogenannten Ligamente (Haltebänder), die das Weichgewebe am Gesichtsknochen fixieren.
Stellen Sie sich vor, Ihr Gesicht wäre ein Vorhang, der an mehreren Haken an der Wand befestigt ist und im Laufe der Jahre durchhängt. Beim klassischen SMAS-Lift würde man versuchen, den Vorhangstoff zu raffen. Beim Deep Plane Lift löst man die Haken, hebt den gesamten Vorhang an und befestigt ihn höher – das Ergebnis ist natürlicher und haltbarer.
Was bringt das?
Für wen geeignet?
Vorteile:
Was Sie wissen sollten: Das Deep Plane Facelift ist technisch anspruchsvoller, da der Chirurg in der Nähe der Gesichtsnerven arbeitet. Bei erfahrenen Operateuren zeigen Studien jedoch keine höhere Komplikationsrate als beim SMAS-Lift – im Gegenteil: Die Nerven sind in der tieferen Schicht oft besser sichtbar und damit geschützter.
Das Superextended Facelift ist keine eigenständige Technik, sondern die umfangreichste Anwendung – meist in Deep Plane-Technik. Es kombiniert die Straffung von Gesicht, Hals und Dekolleté und eignet sich für Patienten mit fortgeschrittener Alterung in mehreren Bereichen gleichzeitig.
Bei diesem Eingriff werden das gesamte SMAS und der gesamte Halsmuskel (Platysma) von unten gelöst. Das Gesicht kann so vom Schlüsselbein über Hals und Wangen bis zur Stirn angehoben werden. Je nach individuellem Befund kann sich der Eingriff auf einzelne Regionen konzentrieren oder alle Bereiche umfassen.
Ein harmonisches Verjüngungsergebnis erfordert oft mehr als nur Straffung:
Vor dem Facelift zeichnet der Arzt den Hautüberschuss auf der Haut auf. Nach der Operation werden die Schnitte durch sehr feine Nähte intrakutan (also von außen nicht sichtbar) genäht, um ein möglichst optimales Ergebnis zu erzielen.
Welche Methode die beste ist, ist von der individuellen Situation des Patienten abhängig. Nicht immer muss die umfangreichste Operation das beste Ergebnis liefern. Auch verwenden nicht alle Fachärzte die gleichen Operationsmethoden. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich von einem erfahrenen Facharzt beraten zu lassen.
Die folgende Tabelle vergleicht die vier Haupttechniken. Der Behandlungsumfang (nur Wangen, mit Hals, Extended) ist davon unabhängig und verlängert jeweils die OP-Dauer.
| Merkmal | Mini-Lift | MACS-Lift | SMAS-Lift | Deep Plane |
|---|---|---|---|---|
| Präparationstiefe | Oberflächlich (Haut) | Mittel (SMAS-Aufhängung) | Mittel (SMAS-Ablösung) | Tief (unter SMAS) |
| Ligamente gelöst? | Nein | Nein | Nein | Ja |
| Invasivität | Gering | Gering bis mittel | Mittel bis hoch | Hoch |
| Hauptindikation | Jüngere Patienten, leichte Erschlaffung | Beginnende Jowls, gute Hautelastizität | Moderate bis starke Erschlaffung | Tiefes Mittelgesicht, starke Nasolabialfalten |
| OP-Dauer (Wangen) | 1 – 1,5 Std. | 1,5 – 2,5 Std. | 2,5 – 4 Std. | 3 – 5 Std. |
| Narkose | Lokal/Dämmer-schlaf oder Vollnarkose | Lokal/Dämmer-schlaf oder Vollnarkose | Vollnarkose | Vollnarkose |
| Haltbarkeit | 3 – 5 Jahre | 5 – 10 Jahre | 5 – 10 Jahre, oft länger | 10 – 15 Jahre |
| Erholungszeit | 1 Woche | 1 – 2 Wochen | 2 – 3 Wochen | 2 – 4 Wochen |
| Narben | Kurz (vor dem Ohr) | Kurz (Short Scar) | Standard (prä-/retroaurikulär) | Standard (prä-/retroaurikulär) |
Keine Operation ist ohne Risiko. Auch bei größter Sorgfalt können während oder nach einem Facelift Komplikationen auftreten. Eine transparente Risikoaufklärung ist wichtig. Statistisch betrachtet ist die Komplikationsrate bei Durchführung durch Fachärzte niedrig.
Folgende Erscheinungen sind normal und keine echten Komplikationen:
| Komplikation | Häufigkeit | Hauptrisikofaktoren |
|---|---|---|
| Kleine Blutergüsse | Sehr häufig | Normale Reaktion |
| Bluterguss, der operativ entfernt werden muss | 2 – 8% | Bluthochdruck, ASS-Einnahme, Husten/Erbrechen |
| Wundinfektion | Selten | Mangelnde Hygiene, Diabetes, Rauchen |
| Hautnekrose | Selten (bei Rauchern häufiger) | Rauchen, zu starke Spannung, Diabetes |
| Dauerhafte Nervenschädigung | Sehr selten (< 1–2%) | Anatomische Varianten |
Der Heilungsprozess verläuft in biologisch definierten Phasen. Das Verständnis dieser Phasen hilft Ihnen, Geduld zu bewahren.
Dies ist die Phase der größten körperlichen Einschränkung:
In dieser Phase beginnt die sichtbare Erholung:
Wichtig: Schwellungen, Blutergüsse, ein Taubheitsgefühl und Schmerzen hinter dem Ohr sind nicht unüblich und kein Grund zur Panik. Die Schwellung kann asymmetrisch abklingen – auch das ist normal. Gönnen Sie sich viel Ruhe und haben Sie Geduld mit Ihrem Körper.
In den Händen erfahrener Spezialisten sind die Erfolgsaussichten eines Facelifts gut. Ein Facelift stoppt die Zeit nicht – es dreht sie zurück. Der Alterungsprozess setzt ab dem verjüngten Ausgangspunkt wieder ein.
Die individuelle Haltbarkeit wird stark durch äußere Faktoren beeinflusst:
Revisionseingriffe (Secondary Facelifts) sind möglich und sicher durchführbar, oft nach 10–15 Jahren, wenn die Hautalterung erneut fortgeschritten ist.
Die Erfolgsaussichten hängen auch von Ihrer körperlichen Verfassung ab (Allgemeinzustand und Hautzustand). Eine realistische Erwartung bewahrt Sie vor Enttäuschungen. Vorher-Nachher-Fotos können Ihnen dabei helfen, das Ergebnis einzuschätzen. Lassen Sie sich aber nicht von Vorher-Nachher-Fotos täuschen. Das dort gezeigte Ergebnis muss nicht mit dem Ergebnis übereinstimmen, das bei Ihnen erzielt werden kann.

Die meisten Patienten sind in der Regel mit dem erreichten Ergebnis zufrieden. Studien zeigen bei modernen Techniken wie dem Deep Plane Lift Zufriedenheitsraten von über 94%.
Nicht jeder Patient benötigt oder wünscht einen chirurgischen Eingriff. Je nach Ausgangssituation und Erwartungen können auch nicht-operative Verfahren sinnvolle Ergebnisse erzielen – allerdings mit Einschränkungen hinsichtlich Wirkungstiefe und Haltbarkeit.
| Alternativen können ausreichen bei: | Ein Facelift ist sinnvoller bei: |
|---|---|
| Beginnender Volumenverlust (Filler) | Ausgeprägten Hängebäckchen (Jowls) |
| Feinen, oberflächlichen Falten | Starkem Hautüberschuss |
| Dynamischen Mimikfalten (Botox) | Tiefen Nasolabial- und Marionettenfalten |
| Leichter Hauterschlaffung (Fadenlifting) | Erschlafftem "Truthahnhals" |
| Wunsch nach kurzfristiger Auffrischung | Wunsch nach langfristigem Ergebnis (10+ Jahre) |
Wichtig: Nicht-operative Verfahren können ein chirurgisches Facelift nicht ersetzen, wenn bereits deutliche Erschlaffung und Hautüberschuss vorliegen. Sie können jedoch den Zeitpunkt eines Facelifts hinauszögern oder das Ergebnis eines Facelifts ergänzen und verlängern. Viele Patienten kombinieren beide Ansätze: Ein Facelift für die strukturelle Korrektur, anschließend regelmäßige Filler- oder Botox-Behandlungen zur Erhaltung.
Ein Facelift ist eine aufwändige Operation und damit auch eine sehr teure Schönheitsoperation. Die Kosten sind reine Selbstzahlerleistungen und hängen von zwei Faktoren ab:
Zusätzlich beeinflusst die Spezialisierung und Erfahrung des Operateurs den Preis.

Die folgende Tabelle zeigt, wie sich die Kosten aus der Kombination von Technik und Behandlungsumfang ergeben. Alle Preise sind Richtwerte und können je nach Klinik variieren.
| Technik | Nur Wangen | Mit Hals (Face-Neck) | Extended |
|---|---|---|---|
| Mini-Lift | 3.000 – 6.000 € | – | – |
| MACS-Lift | 6.000 – 9.000 € | 8.000 – 12.500 € | – |
| SMAS-Lift | 8.000 – 10.000 € | 8.000 – 12.000 € | – |
| Deep Plane | – | 10.000 – 15.000 € | 16.000 – 20.000 €+ |
Wichtig: Wenn Sie ein Angebot erhalten, fragen Sie immer nach der verwendeten Technik. Der Preisunterschied zwischen SMAS und Deep Plane kann mehrere tausend Euro betragen – bei unterschiedlicher Haltbarkeit des Ergebnisses.
Diese Eingriffe können einzeln oder in Kombination mit dem unteren Facelift durchgeführt werden:
| Eingriff | Kosten |
|---|---|
| Augenbrauenlift | 2.000 – 3.500 € |
| Stirnlift | 3.000 – 5.000 € |
| Mittelgesichtslift (isoliert) | ca. 6.500 – 7.500 € |
| Isolierte Halsstraffung (Platysmaplastik) | 3.500 – 5.000 € |
| Eigenfettunterspritzung (Lipofilling) | 1.200 – 2.000 € pro Region |
| Lidstraffung (Ober- oder Unterlid) | 1.000 – 2.500 € pro Bereich |
Bei Kostenvoranschlägen sollten Sie genau prüfen, was inkludiert ist. Oft kommen hinzu:
Viele Kliniken bieten Finanzierungsmodelle mit Ratenzahlung an.
| Info | Antwort |
|---|---|
| Ideales Alter | 45+ für SMAS/Deep Plane; ab Ende 30 für Mini-/MACS-Lifts möglich. Kein striktes Limit nach oben. |
| Techniken | Mini-Lift (oberflächlich), MACS-Lift (SMAS-Aufhängung), SMAS-Lift (Standard), Deep Plane (tiefste Technik, längstes Ergebnis) |
| Umfang | Wangenlift, Face-Neck-Lift (mit Hals), Extended Facelift (mehrere Regionen). Technik und Umfang sind unabhängig wählbar. |
| OP-Dauer | 1,5 bis 5 Stunden, abhängig von Technik und Umfang |
| Narkose | Vollnarkose empfohlen; Dämmerschlaf oder Lokalanästhesie bei Mini-/MACS-Lift möglich |
| Klinikaufenthalt | 1–2 Nächte stationär empfohlen zur Überwachung (bei Mini-Lift oft ambulant) |
| Schmerzen | Meist gering; Spannungsgefühl dominiert. Schmerzmittelbedarf oft nur kurzfristig. |
| Aktivitäten | 6 Wochen nach dem Facelift Sport, Sonne und Solarium meiden, Schlafen in Rückenlage, kein Rauchen |
| Gesellschaftsfähig | Nach etwa 1–3 Wochen (je nach Technik). Volle Integration nach 3–4 Wochen. |
| Nachsorge | Fäden ziehen nach 5–14 Tagen, Kompressionsverband für ca. 1–2 Tage, konsequenter Sonnenschutz, Nachuntersuchungen |
| Endergebnis | Nach ungefähr 3–6 Monaten stabil |
| Haltbarkeit | 3–5 Jahre (Mini-Lift), 5–10 Jahre (MACS/SMAS), 10–15 Jahre (Deep Plane) |
| Kosten | Abhängig von Technik × Umfang: 3.000 € (Mini-Lift Wangen) bis 17.000 €+ (Deep Plane Face-Neck-Lift) |
Das Facelift bleibt der Goldstandard der Gesichtsverjüngung. Während nicht-invasive Methoden (Filler, Botox) gute Dienste bei beginnender Alterung leisten, kann nur die Chirurgie überschüssiges Gewebe entfernen und abgesunkene Strukturen effektiv repositionieren.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt in:
aktualisiert am 10.01.2026