Was ist eine Brustverkleinerung? Ein chirurgischer Eingriff zur Reduktion von überschüssigem Brust-, Fett- und Drüsengewebe bei zu großen Brüsten (Makromastie). Die Operation lindert körperliche Beschwerden wie Rückenschmerzen und verbessert die Lebensqualität dauerhaft.
Für wen geeignet? Für Frauen mit chronischen Beschwerden durch zu große Brüste: Schmerzen im Schulter-Nacken-Bereich, Schnürfurchen durch BH-Träger, Hautekzeme in der Unterbrustfalte oder starken psychischen Belastungen. Idealerweise nach abgeschlossener Familienplanung und bei stabilem Gewicht.
Wichtigste Risiken: Narbenbildung (je nach Methode unterschiedlich sichtbar), Wundheilungsstörungen (besonders bei Rauchern), Sensibilitätsstörungen oder Verlust der Stillfähigkeit, in seltenen Fällen Nekrose der Brustwarze. Rauchen erhöht das Komplikationsrisiko erheblich.
Dauer & Kosten: 2–4 Stunden in Vollnarkose, 1–3 Tage Klinikaufenthalt. Kosten: 4.500–10.000 Euro (Selbstzahler). Bei medizinischer Notwendigkeit kann die Krankenkasse die Kosten übernehmen. Arbeitsunfähigkeit: 1–3 Wochen je nach Beruf.
Die Brust der Frau ist ein Zeichen der Weiblichkeit. Genetisch veranlagt kann die Brust in Relation zum Körperbild zu groß sein. Eine zu große Brust führt zu Bewegungseinschränkungen, zudem kann es zu Haltungsschäden und Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich kommen. Kopfschmerzen sind nicht selten die Folge davon.
Das physikalische Gewicht der Brüste – bei ausgeprägten Befunden oft mehr als ein bis zwei Kilogramm pro Seite – übt eine kontinuierliche Belastung auf den Schultergürtel und die Wirbelsäule aus. Dies führt zu chronischen Schmerzen im Bereich der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule. Ein charakteristisches Merkmal sind die tiefen Schnürfurchen im Schulterbereich, verursacht durch BH-Träger. In der Unterbrustfalte kommt es oft zu Hautreizungen, chronischen Ekzemen und wiederkehrenden Pilzinfektionen, die mit Salben allein nicht in den Griff zu bekommen sind.
Frauen mit zu großen Brüsten leiden häufig unter Störungen des Selbstbewusstseins. Es kommen nicht selten auch psychische Probleme vor. Die Brust wird oft als Belastung wahrgenommen, was zu sozialem Rückzug und Schwierigkeiten bei der Kleiderwahl führen kann.
Mit der operativen Brustverkleinerung (Mammareduktionsplastik) ist es möglich, die zu große Brust den eigenen Wünschen anzupassen. Die meisten Frauen wünschen sich in Relation zum eigenen Körper eine wohl geformte Brust. Zudem kann eine Brustasymmetrie (Ungleichheit der Brüste) ausgeglichen werden.
Ob sich Ihre Erwartungen hinsichtlich der Operation mit den Möglichkeiten der operativen Brustverkleinerung decken, sollten Sie mit ihrem Arzt besprechen.
Die operative Brustverkleinerung hinterlässt Narben. Je nach Veranlagung können diese Narben sichtbar bleiben.
Häufig wird zur Brustverkleinerung zusätzlich eine Straffungsoperation durchgeführt. Bei einer Bruststraffung (Mastopexie) werden die Brustwarzen nach oben in eine neue Position verlagert.
Wichtig zu wissen: Die Brustverkleinerung gehört zu den Operationen mit der höchsten Patientenzufriedenheit. Studien belegen, dass körperliche Beschwerden bei der überwiegenden Mehrheit der Patientinnen nach der Operation signifikant zurückgehen oder vollständig verschwinden. Auch die psychische Gesundheit und das Selbstwertgefühl verbessern sich oft deutlich.
Eine sorgfältige präoperative Vorbereitung ist entscheidend für den Operationserfolg und die Minimierung von Komplikationen. Um das Operationsrisiko möglichst gering zu halten, sollten Sie sich wie folgt verhalten:
Eine Brustverkleinerung wird in der Regel stationär (also im Krankenhaus oder in der Klinik) und in Vollnarkose durchgeführt. Die Voruntersuchungen werden am Tag vor dem Operationstermin in der Klinik durchgeführt. Es ist möglich, die Voruntersuchungen auch im Vorfeld vom Hausarzt durchführen zu lassen. Rechnen Sie mit einem Klinikaufenthalt von ein bis drei Tagen. Der Anästhesist (Narkosearzt) bespricht mit Ihnen die Wahl der Narkose. Er ist während der gesamten Operation anwesend und steuert die Narkose.
Eine Brustverkleinerung dauert ungefähr zwei bis vier Stunden. Es gibt unterschiedliche Operationstechniken, die von der Größe der Brust und dem Ausmaß der Hauterschlaffung abhängen. Das Grundprinzip aller Methoden ist identisch: Entfernung von überschüssigem Haut-, Fett- und Drüsengewebe, Versetzung des Warzenhofs nach oben unter Erhalt der Blutversorgung und Neuformung des verbleibenden Gewebes zu einer ästhetischen Brust.
Je nach Technik resultieren unterschiedliche Narben. Die Narben können:


Vor der Operation wird der vorgesehene Schnittverlauf durch den Operateur auf die Haut gezeichnet. Anschließend werden die Schnitte (Hautinzisionen) gesetzt und anschließend Haut und überschüssiges Drüsen- und Fettgewebe entfernt. Die Brustwarzen werden nach oben verlagert, wobei ein Gewebestiel (Pedicle) die Blutversorgung sichert. Die Wahl dieses Stiels beeinflusst nicht nur die Durchblutung, sondern auch die spätere Stillfähigkeit und Sensibilität. Schließlich wird die Haut unterhalb der Brustwarzen zusammengebracht und die Brust geformt.
Damit das Wundsekret ablaufen kann, werden dünne Drainageschläuche eingesetzt. Die Drainagen werden nach ein bis zwei Tagen entfernt, sobald die Fördermenge rückläufig ist. Unmittelbar nach der Operation wird ein fester Verband angelegt.
Alternative Methode – Fettabsaugung: Die reine Fettabsaugung zur Brustverkleinerung eignet sich fast ausschließlich für Patientinnen mit guter Hautelastizität, deren Brustvolumen primär durch Fettgewebe bedingt ist. Der Vorteil liegt in der fast narbenfreien Durchführung und schnellen Erholung. Der entscheidende Nachteil ist jedoch, dass keine Hautstraffung erfolgt und die Brustwarze nicht versetzt werden kann. Bei schlaffer Haut würde nach der Absaugung eine erschlaffte Brust zurückbleiben.
Operationen ohne Risiko gibt es nicht. Auch bei größter Sorgfalt können während oder nach dem Eingriff Komplikationen auftreten. Eine transparente Aufklärung ist essenziell für die präoperative Entscheidung.
Während der Operation kann es zu stärkeren Blutungen kommen. Größere Blutverluste, die unwahrscheinlich sind, können eine Bluttransfusion notwendig machen. Ist eine Bluttransfusion notwendig, dann kann es in seltenen Fällen zur Übertragung von Krankheitserregern durch die Bluttransfusion kommen (HIV, Hepatitis). Um das Risiko einer Infektion zu vermeiden, besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob eine Eigenblutspende möglich und sinnvoll ist.
Ebenso selten kann es zu Druckschäden an Nerven und Weichteilen kommen. Das führt zu Missempfindungen, die sich in der Regel innerhalb weniger Wochen wieder zurückbilden.
Wichtiger Hinweis: Das Risiko von Komplikationen – insbesondere Wundheilungsstörungen und Nekrosen – wird durch Rauchen massiv erhöht. Ein strikter Rauchstopp ist die wichtigste Maßnahme zur Risikominimierung.
Nehmen Sie sich die nötige Zeit, um sich von der Operation zu erholen. Für die Genesung sollten Sie etwa zwei bis drei Wochen nach der OP einplanen. Der Heilungsverlauf gliedert sich in mehrere Phasen und erfordert Geduld und Disziplin.
In den Händen erfahrener Spezialisten sind die Erfolgsaussichten gut. Sie hängen auch von Ihrer körperlichen Verfassung ab (Alter, Wundheilung, Allgemeinzustand, Hautzustand). Eine realistische Erwartung bewahrt Sie vor Enttäuschungen.
Die Mammareduktionsplastik gehört zu den plastisch-chirurgischen Eingriffen mit der nachhaltigsten positiven Auswirkung auf die Lebensqualität der Patientinnen. Studien belegen eindrücklich, dass die körperlichen Beschwerden (Rücken-, Nackenschmerzen) bei der überwiegenden Mehrheit der Patientinnen postoperativ signifikant zurückgehen oder vollständig verschwinden. Auch die dermatologischen Probleme in der Unterbrustfalte werden durch die Entfernung des Hautüberschusses dauerhaft behoben.
Psychometrische Untersuchungen zeigen parallel dazu eine signifikante Verbesserung des Selbstwertgefühls, der Körperwahrnehmung und der allgemeinen psychischen Gesundheit. Depressionen und Angstzustände, die durch die Makromastie verursacht wurden, bessern sich oft drastisch. Sportliche Aktivitäten, die zuvor unmöglich waren, können wieder aufgenommen werden.
Bedenken Sie, dass eine Brustverkleinerung Narben hinterlässt. Im ungünstigsten Fall werden die Narben deutlich zu sehen sein. In den meisten Fällen verblassen die Narben nach ungefähr einem Jahr. Durch eine konsequente Narbenpflege mit einem Narbencreme können Sie diesen Prozess unterstützen.

Die Brustverkleinerung gilt als anspruchsvolle Operation mit vielen möglichen Komplikationen. Um diese gering zu halten, sollten Sie sich nur durch einen erfahrenen und gut ausgebildeten Arzt operieren lassen.
Die Brustverkleinerung kann Brusthyperplasien (zu große Brust) und Brustasymmetrien (ungleiche Brust) ausgleichen und Ihnen ein neues Lebensgefühl vermitteln.
Die Kosten für eine Brustverkleinerung können sehr unterschiedlich sein. Sie sind abhängig von der verwendeten Methode, dem Umfang der Operation, der Klinik und dem Arzt. Eine Brustverkleinerung kostet im Durchschnitt zwischen 4.500 und 10.000 Euro.
Die Kosten setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen:
Zusätzlich müssen Kosten für das Beratungsgespräch (50–200 €) einkalkuliert werden.
Wichtig für Selbstzahler: Ein kritischer Aspekt ist das Risiko von Komplikationen. Tritt nach einer medizinisch nicht indizierten (ästhetischen) Operation eine Komplikation auf, die eine weitere Behandlung erfordert, kann die gesetzliche Krankenkasse Sie an den Kosten beteiligen (§ 52 Abs. 2 SGB V). Um dieses finanzielle Risiko abzusichern, wird dringend der Abschluss einer Folgekostenversicherung empfohlen. Diese Policen kosten je nach Deckungssumme etwa 100 bis 300 Euro jährlich.
Die Krankenkasse darf nur Erkrankungen im Sinne der Rechtsversicherungsordnung bezahlen. Damit die Krankenkasse die Kosten für eine Brustverkleinerung übernimmt, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Es muss eine krankhafte oder funktionelle Störung der Brust vorliegen.
Eine zu große Brust allein reicht nicht aus, damit die Krankenkasse die OP-Kosten übernimmt. Die Hürden für eine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse (GKV) sind in Deutschland hoch. Der Eingriff muss eine "medizinische Notwendigkeit" darstellen.
Der Prozess der Beantragung erfordert eine lückenlose Dokumentation:
Wenn Sie ein chronisches körperliches Leiden haben (chronische Haltungsschäden durch schwere Brüste, Unterbrustfaltenentzündung), dann sind die Chancen besser, dass die Krankenkasse den Eingriff erstattet. Der MDK prüft die Unterlagen und lädt die Patientin gegebenenfalls zur körperlichen Begutachtung. Bei einer Ablehnung lohnt sich oft ein Widerspruch, sofern medizinische Argumente nachgereicht werden können.
Sprechen Sie vor der Operation mit Ihrer Krankenkasse, um die Kostenübernahme zu klären.
| Info | Antwort |
|---|---|
| OP-Dauer | 2 bis 4 Stunden (abhängig von der OP-Technik und Ausgangsbefund) |
| Narkose | Vollnarkose |
| Klinikaufenthalt | Ja, ein bis drei Übernachtungen |
| Operationsmethoden | Lejour-Methode (vertikal), Strömbeck-Methode (T-Schnitt), ggf. ergänzende Liposuktion |
| Narben | Je nach Methode: vertikal oder T-förmig, um die Brustwarze; verblassen nach 6–12 Monaten |
| Schmerzen | Muskelkaterartig, gut mit Schmerzmitteln kontrollierbar |
| Aktivitäten | Sport: frühestens 4–6 Wochen nach OP Sauna / Solarium / Sonne: frühestens 6 Wochen nach OP, Sonnenschutz für 12 Monate |
| Arbeitsfähigkeit | 1 bis 2 Wochen nach OP (Bürotätigkeit), 3–4 Wochen bei körperlich fordernden Berufen |
| Nachsorge | Drainagen-Entfernung nach 1–2 Tagen Fädenziehen nach 10 bis 14 Tagen Kompressions-BH für 3 bis 6 Wochen (Tag und Nacht) Narbenpflege ab Woche 6 |
| Endergebnis sichtbar | Nach 6 bis 12 Monaten (Narbenreifung und endgültige Form) |
| Risiken | Wundheilungsstörungen (besonders bei Rauchern), Nekrosen, Sensibilitätsstörungen, Verlust der Stillfähigkeit, Asymmetrien, sichtbare Narben |
| Wichtigste Vorbereitung | Rauchstopp 2–4 Wochen vor und nach OP, stabiles Gewicht, Absetzen blutverdünnender Medikamente |
| Kosten | Zwischen 4.500 und 10.000 Euro (Selbstzahler). Bei medizinischer Indikation können die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden. |
| Kostenübernahme Krankenkasse | Möglich bei nachgewiesener medizinischer Notwendigkeit: chronische therapieresistente Beschwerden, dokumentierte konservative Therapieversuche, BMI im Normalbereich, fachärztliche Gutachten |
| Erfolgsaussichten | Sehr gut – hohe Patientenzufriedenheit, dauerhafte Beschwerdelinderung, deutliche Verbesserung der Lebensqualität |
| Alternativen | In manchen Fällen ist es möglich, durch Gewichtabnahme eine Brustverkleinerung zu erzielen. Bei moderater Ptosis ohne großes Volumen kann eine reine Straffung ausreichen. |
Menschen haben ein individuelles Schmerzempfinden. Schmerzen nach der Brustverkleinerung werden oft als muskelkaterartig beschrieben und sind in der Regel gering bis mäßig. Treten Schmerzen auf, können sie mit gängigen Schmerzmitteln gut therapiert werden.
Durch eine Brustverkleinerung kann es dazu kommen, dass die Stillfähigkeit eingeschränkt ist oder auch gänzlich verloren geht. Moderne Techniken versuchen, die Milchgänge zu erhalten, aber eine Garantie kann nicht gegeben werden. Frauen, die Stillen wollen, sollten das bei der Operationsplanung berücksichtigen und idealerweise die Operation erst nach abgeschlossener Familienplanung durchführen lassen.
Ja, meistens ist das notwendig, um ein ästhetisch gutes Ergebnis zu erzielen. Die Brustwarzen werden nach oben verlagert, wobei ein Gewebestiel die Blutversorgung sichert. Im ungünstigsten Fall kann es passieren, dass die Sensibilität der Brustwarzen dauerhaft beeinträchtigt wird oder in sehr seltenen Fällen eine Nekrose auftritt.
Ja, Sie sollten nach der Brustverkleinerung mit einem Klinikaufenthalt von ein bis drei Tagen rechnen.
Sie sollten die ersten vier bis sechs Wochen nach einer Brustverkleinerung keinen Sport treiben, um das Ergebnis der Operation nicht zu gefährden. Nach etwa sechs Wochen können sportliche Aktivitäten langsam wieder aufgenommen werden – besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.
aktualisiert am 22.01.2026