Was ist eine Fettabsaugung? Ein chirurgischer Eingriff zur dauerhaften Entfernung von lokalen Fettdepots, die sich durch Diät und Sport nicht reduzieren lassen. Die Fettzellen werden über feine Kanülen abgesaugt – der Körper wirkt danach schlanker und proportionierter.
Für wen geeignet? Für Patienten mit Normalgewicht oder leichtem Übergewicht (BMI 19–25), die unter hartnäckigen Problemzonen leiden. Wichtig: Die Fettabsaugung ist kein Mittel zur Gewichtsabnahme bei Übergewicht.
Wichtigste Voraussetzung: Eine elastische, straffe Haut – je besser die Hautelastizität, desto schöner das Ergebnis. Bei erschlaffter Haut kann eine zusätzliche Straffungsoperation notwendig sein.
Dauer & Kosten: Je nach Umfang 1–5 Stunden. Kosten: ca. 900–4.500 Euro je nach Anzahl der Zonen (Selbstzahler). Arbeitsfähig meist nach 2–7 Tagen.
Ergebnis: Dauerhaft – die entfernten Fettzellen bilden sich nicht neu. Das endgültige Resultat ist nach 6–9 Monaten sichtbar.
Die Fettabsaugung (medizinisch: Liposuktion oder Aspirationslipektomie) gehört zu den beliebtesten Schönheitsoperationen in Deutschland – jährlich werden etwa 250.000 Operationen durchgeführt. Viele Patienten haben jedoch unrealistische Erwartungen: Die Fettabsaugung ist kein Mittel, um Gewicht abzunehmen, sondern ein präzises Verfahren zur Korrektur von Problemzonen und zur Verbesserung der Körperkontur.
Manche Fettpolster am Körper lassen sich selbst mit strengen Diäten, regelmäßigem Sport und Cellulite-Behandlungen nicht bekämpfen. Dazu gehört das häufig bei Frauen auftretende Phänomen der Reithosen (Fettablagerungen an Hüften und Oberschenkeln). Aber auch die Bauchregion, Flanken, Oberarme und das Doppelkinn zählen zu den typischen Problemzonen.
Eine Fettabsaugung ermöglicht es, Konturprobleme dauerhaft zu verbessern. Mit der Entfernung störender Fettpolster werden überschüssige Fettzellen abgesaugt – und diese bilden sich nicht neu. Der Körper wirkt danach schlanker, die Proportionen gewinnen an Harmonie.
Wichtig zu verstehen: Die Liposuktion entfernt nur das Fett unter der Haut (subkutanes Fett). Das Bauchfett um die inneren Organe (viszerales Fett) kann nicht abgesaugt werden. Deshalb ist die Fettabsaugung bei allgemeinem Übergewicht oder Adipositas nicht geeignet – hier sind zunächst konservative Maßnahmen oder bariatrische Eingriffe angezeigt.
Das Ausmaß der Fettabsaugung ist durch den Verlust von Blut und Körperflüssigkeit begrenzt. Pro Sitzung werden in der Regel maximal 6–8 Liter Fett abgesaugt – bei größeren Mengen steigen die Risiken erheblich. Deshalb ist die Liposuktion nicht geeignet, um ein allgemeines Übergewicht zu bekämpfen.
Nach der Fettabsaugung zieht sich die Haut langsam zusammen und passt sich der neuen Körperform an. Unterstützt wird dies durch ein elastisches Kompressionsmieder, das Sie nach der Operation für etwa 4–6 Wochen tragen müssen. Reicht die Elastizität der Haut nicht aus – etwa nach starkem Gewichtsverlust oder altersbedingt – kann eine zusätzliche Straffungsoperation erforderlich sein.
Durch die Operation werden die Fettzellen dauerhaft beseitigt. Die verbliebenen Fettzellen sind allerdings in ihrer Funktion nicht beeinträchtigt. Bei einer starken Gewichtszunahme können diese Zellen weiterhin Fett speichern, sodass es auch im operierten Bereich zu einer Volumenzunahme kommen kann – ein gesunder Lebensstil ist daher wichtig für den langfristigen Erfolg.
Die Fettabsaugung richtet sich an Patienten mit lokalen Fettdepots, die trotz gesunder Ernährung und Sport nicht verschwinden. Sie ist keine Frage des Alters, aber bestimmte Voraussetzungen beeinflussen das Ergebnis maßgeblich.
Besonders geeignet sind Sie, wenn:
Je straffer und elastischer Ihre Haut ist, desto besser wird das Ergebnis der Operation. Bei Patienten mit fortgeschrittener Hauterschlaffung – etwa nach massivem Gewichtsverlust – kann die Liposuktion allein zu einem „leeren Hautsack" führen. In diesen Fällen ist eine Kombination mit einer Straffungsoperation (z.B. Bauchdeckenstraffung oder Oberschenkelstraffung) sinnvoll.
Die Fettabsaugung kann an fast jeder Körperregion mit subkutanen Fettdepots durchgeführt werden:
Am häufigsten wird eine Fettabsaugung am Bauch, an den Hüften, der Taile und den Oberschenkeln durchgeführt.
Nicht geeignet ist der Eingriff, wenn:
Wichtig: Bei einem BMI über 30 sollte primär eine Gewichtsreduktion angestrebt werden. Die Fettabsaugung ist ein Konturierungsverfahren, keine Methode zur Behandlung von Übergewicht.
Die Fettabsaugung kann in Allgemeinnarkose, regionaler Betäubung (Spinal-/Periduralanästhesie) oder in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Die Entscheidung trifft der Arzt gemeinsam mit Ihnen und dem Anästhesisten.
Bei der Fettabsaugung wird zunächst das Operationsgebiet desinfiziert. Anschließend setzt der Operateur kleine Hautschnitte (Inzisionen), die selten länger als ein halber Zentimeter sind und möglichst unauffällig platziert werden. Durch diese wird eine dünne Kanüle eingeführt, um das Fettgewebe unterhalb der Haut abzusaugen. Der notwendige Sog entsteht durch eine Vakuumpumpe. Zum Schluss werden die kleinen Hautschnitte vernäht und das Wundgebiet mit einem Kompressionsverband versorgt.
Es gibt verschiedene Operationsmethoden, die je nach Behandlungsregion und individueller Situation zum Einsatz kommen:
Die TLA gilt heute als internationaler Standard und sicherstes Verfahren. Dabei wird eine große Menge einer verdünnten Lösung in das Unterhautfettgewebe eingebracht. Diese Lösung besteht aus physiologischer Kochsalzlösung, einem örtlichen Betäubungsmittel (z.B. Lidocain), einem gefäßverengenden Mittel (Adrenalin) und einem Pufferstoff. Durch die Flüssigkeit schwillt das Gewebe an – daher der Name Tumeszenz, was Schwellung bedeutet. Die Fettzellen lösen sich dadurch leichter aus dem Bindegewebe, und der Blutverlust wird auf ein Minimum reduziert. Die Vorteile dieser Methode liegen im geringeren Risiko gegenüber einer Vollnarkose, der verlängerten Schmerzfreiheit nach der Operation und der Möglichkeit für den Patienten, während des Eingriffs die Position zu wechseln, um das Ergebnis zu kontrollieren.
Bei der PAL wird die Absaugkanüle durch einen Motor in hochfrequente Schwingungen von bis zu 6.000 Zyklen pro Minute versetzt. Es ist eine Weiterentwicklung der TLA-Mehtode. Die Vibration zertrümmert die Fettzellen im Vorbeigehen, was das Gleiten der Kanüle durch festes Gewebe erheblich erleichtert. Diese Methode eignet sich besonders für die Absaugung großer Volumina und bei bindegewebsreichem Fettgewebe, etwa am Rücken oder bei der männlichen Brust. Auch bei Revisionseingriffen mit Narbengewebe bietet die PAL Vorteile. Die Operationszeit verkürzt sich.
Bei der WAL-Methode werden die Fettzellen durch einen fächerförmigen Wasserstrahl sanft aus dem Gewebe gespült. Diese Technik ist besonders schonend für Lymphgefäße und Nerven und eignet sich daher ideal für den Eigenfetttransfer (Lipofilling), da die Fettzellen weniger traumatisiert werden und eine höhere Überlebensrate aufweisen. Zudem wird weniger Tumeszenzflüssigkeit benötigt, was die intraoperative Beurteilung der Kontur erleichtert. Die WAL hat sich besonders bei der Behandlung des Lipödems bewährt, wo die maximale Schonung der Lymphbahnen von entscheidender Bedeutung ist.
Bei der ultraschall-assistierten Liposuktion werden Ultraschallwellen über die Kanülenspitze abgegeben, die die Fettzellen durch Kavitation verflüssigen. Neben der effizienten Fettlösung auch bei festem Gewebe erzeugt die Ultraschallenergie Wärme, die eine Kontraktion der Kollagenfasern bewirkt – dies führt zu einem messbaren Hautstraffungseffekt. Allerdings besteht ein höheres Risiko für thermische Schäden wie Hautverbrennungen und für die Bildung von Seromen, weshalb diese Technik eine hohe Expertise des Operateurs erfordert.
Bei der laser-assistierten Liposuktion wird Laserenergie eingesetzt, um das Fett zu verflüssigen und gleichzeitig kleine Blutgefäße zu verschließen. Diese Methode eignet sich besonders für kleine Areale wie das Kinn und bietet einen gewissen Straffungseffekt durch die thermische Wirkung auf das Gewebe. Die LAL wird vor allem für Feinmodellierungen und kleinere Korrekturen eingesetzt.
Die Sicherheit einer Fettabsaugung beginnt mit einer sorgfältigen Vorbereitung. Vor dem Eingriff erfolgen verschiedene Untersuchungen:
Diagnose im Vorfeld der Operation:
Um das Operationsrisiko möglichst gering zu halten, beachten Sie folgende Punkte:
Für die Zeit nach der Fettabsaugung benötigen Sie ein Kompressionsmieder und eventuell Stützstrümpfe – besprechen Sie dies mit Ihrem behandelnden Arzt.
Planen Sie nach dem Eingriff etwa eine Woche für die Erholung ein. Die genaue Dauer hängt vom Umfang der Fettabsaugung ab – bei größeren Eingriffen kann es auch länger dauern.
Keine Operation ist ohne Risiko. Auch bei größter Sorgfalt können während oder nach der Fettabsaugung Komplikationen auftreten. Eine transparente Aufklärung ist integraler Bestandteil der Patientensicherheit.
Folgende Erscheinungen treten bei fast allen Patienten auf und sind kein Grund zur Sorge:
Risikominimierung: Die Wahl eines erfahrenen Facharztes für Plastische und Ästhetische Chirurgie, die Einhaltung der präoperativen Anweisungen (insbesondere Nikotinverzicht) und eine konsequente Nachsorge reduzieren die Komplikationsrisiken erheblich.
Der Erfolg einer Fettabsaugung hängt maßgeblich von Ihrem Verhalten in den Wochen nach dem Eingriff ab. Beachten Sie bei der Nachsorge folgende Punkte:
Unmittelbar nach der Operation ist bereits eine Veränderung erkennbar, die jedoch schnell durch Schwellungen überlagert wird. Die Schwellungen klingen über mehrere Wochen ab – manchmal dauert es bis zu sechs Monate, bis sie vollständig zurückgegangen sind.
Ein realistischer Zeitrahmen für das endgültige Resultat liegt bei 6–9 Monaten.
Das Ergebnis ist dauerhaft: Die entfernten Fettzellen bilden sich nicht neu. Allerdings können bei starker Gewichtszunahme die verbliebenen Fettzellen größer werden, was das Ergebnis beeinträchtigen kann. Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und regelmäßiger Bewegung ist daher wichtig für den langfristigen Erhalt des Ergebnisses.
Der Preis für eine Fettabsaugung setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen:
Die Preise variieren je nach Region, Klinik und behandelndem Arzt erheblich. Orientierungswerte:
| Leistung | Preisspanne | Besonderheiten |
|---|---|---|
| 1 Zone (z.B. nur am Bauch) | 1.000 – 4.000 € | Oft in Lokalanästhesie möglich |
| 2 Zonen | 1.500 – 5.000 € | Häufig Bauch & Hüfte |
| 3 Zonen | 2.500 – 6.000 € | Ganzheitliche Rumpfmodellierung |
Manche Patienten erwägen eine Fettabsaugung im Ausland, um Kosten zu sparen. Solche Angebote sind mit Vorsicht zu genießen. In vielen Ländern sind die Standards im operativen Sektor nicht so hoch wie in Deutschland. Viel wichtiger als der Preis ist die Wahl eines qualifizierten, erfahrenen Facharztes für Plastische und Ästhetische Chirurgie.
Kostenübernahme: Ästhetische Fettabsaugungen werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Viele Kliniken bieten Finanzierungsmodelle mit Ratenzahlung an. Bei Lipödem gelten seit 2026 die oben genannten Regelungen zur Kassenleistung.
| Info | Antwort |
|---|---|
| OP-Dauer | 1–5 Stunden (je nach Umfang) |
| Narkose | Tumeszenz-Lokalanästhesie, Regionalanästhesie oder Vollnarkose |
| Klinikaufenthalt | Meist ambulant, bei größeren Eingriffen 1–2 Nächte stationär |
| Narben | Minimale Einstichstellen (ca. 0,5 cm), nach Abheilung kaum sichtbar |
| Schmerzen | Vergleichbar mit starkem Muskelkater, gut mit Schmerzmitteln kontrollierbar |
| Schwellungen | Maximum nach 48–72 Stunden, Rückgang über 2–4 Wochen (teils bis 6 Monate) |
| Kompression | 4–6 Wochen, in den ersten 10–14 Tagen Tag und Nacht |
| Aktivitäten | Sport frühestens nach 3–6 Wochen, leichte Bewegung ab OP-Tag |
| Arbeitsfähigkeit | Nach 2–7 Tagen (je nach Umfang) |
| Endergebnis sichtbar | Nach 6–9 Monaten |
| Haltbarkeit | Dauerhaft (entfernte Fettzellen bilden sich nicht neu) |
| Maximale Absaugmenge | 6–8 Liter pro Sitzung |
| Idealer BMI | 19–25 kg/m² |
| Kosten | 900–4.500 € je nach Umfang (Selbstzahler bei ästhetischer Indikation) |
| Kassenleistung | Seit 2026 bei Lipödem unter bestimmten Voraussetzungen |
| Wichtigste Kontraindikation | Adipositas (BMI über 30), Schwangerschaft, schwere Vorerkrankungen |
Die Fettabsaugung ist ein chirurgischer Eingriff mit entsprechenden Risiken. Eine realistische Erwartungshaltung ist die wichtigste Voraussetzung für Ihre Zufriedenheit mit dem Ergebnis. Die Liposuktion korrigiert Problemzonen – sie ersetzt weder eine gesunde Ernährung noch regelmäßige Bewegung.
Nein. Die Anzahl der Fettzellen im erwachsenen Körper ist weitgehend stabil. Einmal abgesaugte Zellen bilden sich nicht neu. Bei starker Gewichtszunahme können jedoch die verbleibenden Fettzellen an Volumen zunehmen.
Eindeutig nein. Die Fettabsaugung dient der Konturierung, nicht der Gewichtsabnahme. Eine gesunde Lebensweise ist Voraussetzung für den langfristigen Erhalt des Ergebnisses.
Unter Tumeszenz-Lokalanästhesie oder Narkose ist der Eingriff schmerzfrei. Postoperativ wird der Schmerz oft mit einem starken Muskelkater verglichen, der nach wenigen Tagen deutlich abklingt.
In der Regel 4–6 Wochen, in den ersten 10–14 Tagen Tag und Nacht. Das konsequente Tragen ist entscheidend für ein gutes Ergebnis.
aktualisiert am 30.01.2026