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Fettabsaugung - die häufigsten Fragen der Patienten

Lesezeit: 7 Min.

Wann eine Fettabsaugung wirklich hilft und worauf es zu achten gilt

Der Spezialist für Fettabsaugung in Hamburg Dr. Dr. med. Bernd Klesper verfügt als Leiter und Direktor der Beauty-Klink an der Alster über langjährige praktische Erfahrung im Bereich der Liposuktion. Im Interview beantwortet er alle wichtigen Patienten-Fragen rund um das Thema Fettabsaugung.

Wodurch kommt es zu unschönen „Rettungsringen“ oder Reiterhosen und ähnlichen hartnäckigen Fettpolstern, die jeder Diät und jedem Trainingsprogramm widerstehen?

Dr. Klesper: Bestimmte Fettdepots am Körper lassen sich auch mit viel Disziplin nicht mehr abbauen. Sowohl Frauen als auch Männer sind davon betroffen. Zum Teil sind solche Anlagerungen genetisch bedingt oder entstehen, wenn sich der Stoffwechsel hormonbedingt umstellt. Bei Frauen sind Schwangerschaften ein möglicher Auslöser. Gewöhnlich ist auch ein Bewegungsmangel bei einer gleichzeitig zu hohen Kalorienzufuhr die Ursache.

Der Organismus speichert die Überschüsse an ganz bestimmten Stellen. Bauch, Hüften, Oberschenkel, die Oberarme oder das Kinn sind solche typische Problemzonen. Viele Betroffene leiden unter dieser Veränderung ihres Körpers. Jede fehlgeschlagene Diät erhöht die Frustration weiter. Eine vernünftige Anpassung der Ernährung und mehr Sport können helfen. Doch die besagten Depots lassen sich allein damit nicht bekämpfen.

Umgekehrt ist eine Liposuktion kein Ersatz für eigene Anstrengungen. Stark fettleibigen Patienten können wir damit nicht helfen.

Eine Fettabsaugung bietet aber einen Ausweg zurück zu harmonischen Körperformen. Der Eingriff ist Routine. Wir konnten damit bereits vielen Menschen helfen. Wir beraten Interessierte diskret und sensibel, und zeigen ihnen alle Möglichkeiten auf.

Gibt es noch andere Möglichkeiten, diese hartnäckigen Fettdepots wieder loszuwerden? Muss es immer ein chirurgischer Eingriff sein?

Dr. Klesper: Es gibt einige Alternativen, die in Frage kommen. Dazu zählen die Radiofrequenztherapie, die „Fettwegspritze“ und die Kryolipolyse. Die Radiofrequenztherapie ist relativ gut erträglich, die beiden anderen Methoden sind teilweise schmerzhafter als die chirurgische Fettabsaugung.

Bei allen drei Methoden sterben Fettzellen durch die Behandlung ab. Der Organismus muss anschließend eine Menge an totem Gewebe abbauen. Über diesen Prozess existieren noch keinerlei zufriedenstellende Studien.

Mit den genannten drei Methoden lassen sich nur relativ kleine Mengen an Fettzellen entfernen.

Ein weiterer Nachteil: In keinem Fall lässt sich vorher genau bestimmen, wie viel überschüssiges Fettgewebe entfernt werden kann. Bis zum gewünschten Ergebnis sind meist mehrere Therapiesitzungen notwendig, die mit entsprechenden Kosten verbunden sind. Außerdem belasten sie die Patienten auch körperlich. Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht.

Wann wäre dann beispielsweise eine Fettwegspritze empfehlenswert?

Dr. Klesper: Sehr kleine Fettpolster lassen sich mit der Fettwegspritze behandeln. Wir sprechen von weniger als einem Liter Fettgewebe. Bei Depots am Bauch, an den Oberschenkeln oder Hüften schon ab einem oder zwei Litern ist damit kein Erfolg zu erzielen. Außerdem ist die Methode im Vergleich zur chirurgischen Fettabsaugung äußerst schmerzhaft.

Wie schmerzhaft ist eine Fettabsaugung im Vergleich zu den alternativen Methoden?

Dr. Klesper: Stellen Sie sich das Gefühl danach wie bei einem starken Muskelkater vor, weniger wie einen typischen Wundschmerz. Bei sehr großen Absaugungen oder nach der Behandlung eines Lipödems sind die Schmerzen stärker. In allen Fällen helfen in den ersten Tagen nach einer OP beispielsweise Ibuprofen-Tabletten.

Sie sprechen davon, dass bei anderen, nicht-chirurgischen Methoden nur wenig Körperfett abgesaugt werden kann. Wie viel lässt sich denn auf operativem Weg entfernen?

Dr. Klesper: Maximal acht Liter lassen sich bei einer Absaugung entfernen. Wenn das nicht genügt, muss einige Tage später ein zweiter Eingriff erfolgen.

Wo am Körper kann Fett abgesaugt werden?

Dr. Klesper: Im Prinzip in allen Körperregionen. Typischerweise sitzen die auffälligsten Fettpolster am Bauch, am Po, an der Hüfte, am Rücken, an den Oberarmen und Oberschenkeln. Gelegentlich behandeln wir auch die Wangen- oder Kinnpartie oder die Waden.

Ab wann sieht der Patient das endgültige Ergebnis? Denn das Operations-Areal ist sicher für eine Weile angeschwollen?

Dr. Klesper: Im Gegensatz zu den alternativen Methoden ist der Erfolg nach einer Fettabsaugung schon unmittelbar nach der Operation sichtbar. Je nach Umfang des Eingriffs können Schwellungen zwischen zwei und sechs Wochen anhalten. Wir empfehlen in dieser Zeit Lymphdrainagen. Auch Ananasextrakt, in Kapselform erhältlich, mit dem Wirkstoff Bromelain, hat sich als hilfreich erwiesen. Bromelain wirkt unter anderem entzündungshemmend und verhindert die Bildung von Schwellungen und Hämatomen. Nach sechs bis acht Wochen ist das endgültige Ergebnis zu sehen: Die Körperkonturen sind wieder harmonisch. 

Auch bei der chirurgischen Fettabsaugung gibt es Unterschiede. Welche Methode führen Sie bevorzugt durch?

Dr. Klesper: Nicht jeder spricht auf jede Methode gleich gut an. Das muss der behandelnde Arzt immer individuell entscheiden. An meiner Klinik sind wir auf das Vibrationsverfahren kombiniert mit der Tumeszenzlokalanästhesie (TLA) spezialisiert. Dazu genügt eine Teilnarkose und die Ergebnisse sind überzeugend. Fettansammlungen lassen sich damit gleichmäßig und langfristig entfernen und die Körperform lässt sich sehr gut modellieren.

Das Vibrationsverfahren ist sehr gewebeschonend und kann auch gut im Gesichtsbereich oder für sehr kleine, begrenzte Areale eingesetzt werden.

Wie lange dauert diese Art der Fettabsaugung?

Dr. Klesper: Das ist immer abhängig von der Menge der Fettzellen, die „bewältigt“ werden muss. Kleinere Fett-Depots am Bauch lassen sich in 45 Minuten absaugen. Größere Polster an Bauch und Hüften beispielsweise nehmen durchaus bis zu zwei Stunden in Anspruch.

Mit welchen Risiken müssen Ihre Patienten rechnen?

Dr. Klesper: Der Eingriff wird stets gut geplant und das Risiko ist minimal. Vorbeugend verabreichen wir Antibiotika, um postoperativen Infektionen vorzubeugen, besonders bei den größeren Absaugungen. Und zur Sicherheit behalten wir unsere Patienten über Nacht in der Klinik.

Ist der Erfolg einer Fettabsaugung nachhaltig? Wachsen die Fettpolster nicht wieder nach?

Dr. Klesper: Die Menge der verfügbaren Fettzellen im Körper entsteht zum Teil in der Kindheit, zum Teil ist sie genetisch festgelegt. Wird im Erwachsenenalter ein bestimmtes Quantum entfernt, bilden sie sich an dieser Stelle nicht mehr neu. Aber es bleiben immer Fettzellen im Gewebe übrig. Wenn jemand also nicht auf seine Ernährung achtet oder sich grundsätzlich zu wenig bewegt, wachsen die verbleibenden Fettzellen. Dann bilden sich erneut unerwünschte Pölsterchen.

Welche Verhaltensmaßregeln geben Sie Patienten nach einer Fettabsaugung mit?

Dr. Klesper: Unsere wichtigste Regel heißt: Tragen Sie die Miederware für zwei Wochen zu jeder Tages- und Nachtzeit, bis sich das Gewebe wieder stabilisiert hat. Anschließend genügt es, den Schutz nur noch tagsüber zu tragen. Er muss immer glatt anliegen und darf keine Falten werfen.

Das Mieder übt Druck auf das operierte Gewebe aus und hilft damit, die Schwellungen einzudämmen. Außerdem gibt es die neue Silhouette vor, es formt sie mit.

Damit der Eingriff ein Erfolg wird, muss jede körperliche Anstrengung jeder Art für mehrere Tage unterbleiben.

Wie sieht es mit Sport aus?

Dr. Klesper: Spazierengehen oder Walken sind kein Thema. Verboten sind Joggen, Krafttraining und alles, was mit Erschütterungen verbunden ist, beispielweise Reiten. Das muss für mindestens drei bis vier Wochen lang zurückgestellt werden.

Einige PatientInnen berichten von Verhärtungen nach einer Liposuktion. Wie lange bleiben diese bestehen?

Dr. Klesper: Nach einer Absaugung muss sich Gewebe und Gewebefasern neu bilden. Dabei entsteht das, was wir Chirurgen „Narbenstränge“ nennen. Sie sind eine vorübergehende Erscheinung, die sich nach einigen Wochen wieder zurückbildet. Das ist individuell verschieden, je nach Regenerationsfähigkeit des Gewebes.

Physiotherapeuten können mit einer Bindegewebsmassage diese Phase beschleunigen. Die Behandlung ist etwas schmerzhaft und Abwarten bringt das gleiche Ergebnis.

Viele Frauen fühlen sich direkt nach einer Schwangerschaft „unförmig“ und wünschen sich zeitnah eine Fettabsaugung. Was ist davon zu halten?

Dr. Klesper: Der Körper sollte bis zu einem Jahr nach einer Geburt Zeit und Ruhe haben, um sich von den Veränderungen während der Schwangerschaft zu erholen. In dieser Zeit normalisiert sich der Körper wieder, beispielsweise dann, wenn Frauen stillen. Wer zudem auf die Ernährung achtet und Sport treibt, kann vorab viele überflüssige Pfunde verlieren. Wie schon erwähnt, kann die Liposuktion nicht alle überflüssigen Pfunde entfernen.

Wie lange ist ein Patient nach einer Fettabsaugung arbeitsunfähig?

Dr. Klesper: Das entscheiden der Umfang des Eingriffs und die Art der Tätigkeit. Körperliche Anstrengungen sind für knapp eine Woche strikt verboten. Je nachdem, ob die Person sich wohl fühlt oder Schmerzen hat, kann eine körperlich leichte Arbeit schon nach wenigen Tagen wieder aufgenommen werden. Eine Krankschreibung von zwei oder drei Tagen sollte im Regelfall genügen.

Gibt es Beispiele, also Vorher-Nachher-Bilder, um sich die zu erwartenden Ergebnisse besser vorzustellen?

Dr. Klesper: Solche Fotografien und Simulationen zeigen wir den Interessenten in einem unverbindlichen Beratungsgespräch.

Viele Menschen suchen sich für eine Schönheits-OP eine Klinik im Ausland. Dafür wird auch geworben. Was ist von solchen Angeboten zu halten?

Dr. Klesper: Das muss natürlich jeder Einzelne für sich selbst entscheiden. Nicht alle Auslands-Anbieter arbeiten seriös. Bei Komplikationen oder auch nur einer Nachsorge ist eine erneute Anreise nötig. Diese und die Aufenthaltskosten sind oft im Angebot nicht mit einkalkuliert. Und wir behandeln jedes Jahr eine ganze Reihe solcher Auslands-PatientInnen in meiner Klinik nach.

Wie finden Interessierte einen guten Facharzt für eine Fettabsaugung?

Dr. Klesper: Patienten sollten sich für die Suche Zeit nehmen und ruhig mehrere Vorab-Gespräche mit verschiedenen Ärzten führen. Speziell ausgebildete Fachärzte sind den Verbänden für ästhetisch-plastische Chirurgie angeschlossen. Das gilt übrigens auch für Mediziner im Ausland.

Wer über viele Jahre der praktischen Erfahrung verfügt und sich auf die Fettabsaugung spezialisiert hat, kann gute Ergebnisse garantieren. Letztlich müssen Interessierte sich gut aufgehoben und gut beraten fühlen, bevor sie sich für den Eingriff entscheiden.

Welche Kosten kommen bei einer Fettabsaugung auf die Patienten zu? Es existiert ja keine medizinische Indikation, die den Eingriff rechtfertigt, richtig?

Dr. Klesper: Richtig. Doch viele Menschen fühlen sich mit den Fettablagerungen an diversen Körperstellen sehr unwohl und ihre Lebensqualität leidet. Wenn das der Fall ist, lohnt sich der Eingriff auf jeden Fall.

Die Kosten bewegen sich in einem realistischen Rahmen. Kostenfragen werden schon im Erstberatungsgespräch so weit wie möglich abgeklärt. Denn Transparenz ist uns wichtig. Wir bieten auch die Möglichkeit einer Finanzierung über Partnerbanken wie Medipay oder Medkred an.

Die Kosten sind natürlich unterschiedlich hoch, je nachdem, wie umfangreich der Eingriff ist.

Die jeweiligen Behandlungspreise beinhalten immer die gesamte Behandlung. Das heißt, die Anästhesie durch einen Facharzt (lokal oder Vollnarkose nach Patientenwunsch), ein Tag Klinikaufenthalt, Kontrolluntersuchungen und Fädenziehen werden gleich mit einkalkuliert. Ich nenne Ihnen ein paar Beispiele: Eine Fettabsaugung am Bauch bewegt sich zwischen 2200 und 3200 Euro, je nach Umfang, Gleiches gilt für die Außenseite der Beine oder den Hüftbereich. Beininnenseiten, Po, Kinn oder Waden können ab etwa 1800 Euro behandelt werden.

Weitere Informationen unter:

Beauty Klinik an der Alster
Mittelweg 18
20148 Hamburg

Tel.: 040 41355661
Fax: 040 41356370
E-Mail: info@beauty-hamburg.de
Internet: www.plastische-chirurgie-alster.de

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