Was ist ein Stirnlift? Ein chirurgischer Eingriff zur Anhebung abgesunkener Augenbrauen und Glättung der Stirnfalten. Das endoskopische Stirnlift gilt heute als Goldstandard – eine minimal-invasive Methode mit kleinen Schnitten im behaarten Kopfbereich, die kaum sichtbare Narben hinterlässt.
Für wen geeignet? Für Patienten mit tiefen Stirnfalten, abgesunkenen Augenbrauen oder „Schlupflidern", die eigentlich durch die herabgesunkene Stirn verursacht werden. Typisches Alter: 40–60 Jahre. Der „Finger-Test" zeigt, ob ein Stirnlift hilft: Legen Sie einen Finger auf die Augenbraue und heben Sie sie sanft an – öffnet sich dadurch der Blick deutlich, liegt die Ursache in der Stirnregion.
Wichtigste Kontraindikation: Eine sehr hohe Stirn (hoher Haaransatz) ist eine wichtige Einschränkung für das klassische offene Stirnlift, da dieses den Haaransatz weiter nach hinten verlagert. Hier sind endoskopische Verfahren vorzuziehen.
Dauer & Kosten: 1–2 Stunden in Vollnarkose, meist ambulant oder mit einer Übernachtung. Kosten in Deutschland: ca. 5.000–8.000 Euro (Selbstzahler). Gesellschaftsfähig nach etwa 10–14 Tagen.
Ergebnis: Langlebig (5–10 Jahre), deutlich effektiver als nicht-invasive Alternativen. Während Botulinumtoxin die Braue durchschnittlich nur um 1–2 mm anhebt, erreicht das chirurgische Stirnlift eine Anhebung von etwa 5 mm.
Schlaffe Augenbrauen, Zornesfalten und Furchen der Stirn verursachen einen müden und grimmigen Gesichtsausdruck. Ein Stirnlift – medizinisch auch als oberes Facelift oder Brauenstraffung bezeichnet – kann Ihr Aussehen deutlich verjüngen. Es glättet Falten und Furchen der Stirn und korrigiert schlaffe, hängende Augenbrauen.
Das Stirnlift geht weit über eine einfache Faltenbehandlung hinaus: Es hebt die gesamte Stirn- und Augenbrauenregion wieder in ihre ursprüngliche Position an. Dabei wird nicht nur die Haut gestrafft, sondern auch das darunter liegende Muskel- und Bindegewebe neu positioniert. Dies öffnet den Blick, beseitigt das sogenannte „Pseudo-Schlupflid" (wenn die abgesunkene Stirn das Oberlid zusammendrückt) und harmonisiert den gesamten Gesichtsausdruck.
Der Finger-Test – ein einfaches Diagnosewerkzeug: Legen Sie einen Finger seitlich auf die Augenbraue und heben Sie diese sanft an. Öffnet sich dadurch der Blick signifikant und verschwindet das Schlupflid, liegt die Ursache in der Stirnregion. In diesem Fall wäre eine isolierte Oberlidstraffung kontraindiziert, da sie den Brauentiefstand fixieren oder verschlimmern könnte. Ein Stirnlift ist hier die ursächliche Therapie.
Das Ergebnis kann durch eine Kombination mit einem Facelift oder einer Augenlidkorrektur optimiert werden. Auch eine Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin oder eine Faltenbehandlung mit Dermal Filler kann zusammen mit einem Stirnlifting das bessere Ergebnis liefern. Profitieren Sie von einem insgesamt jüngeren und frischeren Aussehen.
Ziel des Stirnlifts ist, sichtbare Zeichen des Alterns zu reduzieren. Das übliche Alter für ein Stirnlift liegt bei 40 bis 60 Jahren. Auch für jüngere oder ältere Menschen kann dieser Eingriff sinnvoll sein.
Besonders geeignet sind Sie, wenn:
Nicht geeignet ist der Eingriff, wenn:
Bei erfahrenen Chirurgen sind die Risiken gering. Auch bei größter Sorgfalt können allerdings wie bei jeder Operation Komplikationen auftreten:
Allgemeine Risiken:
Besondere Risiken des Stirnlifts:
Wie bei jeder Operation besteht zusätzlich das Risiko der Narkose.
Ihr Chirurg informiert Sie über Details, die vor dem Eingriff zu bedenken sind.
Die Wahl der Anästhesie hängt vom Umfang des Eingriffs und dem Wunsch des Patienten ab.
Das Stirnlift kann als offene, klassische Operation oder endoskopische Operation erfolgen. Ihr Arzt berät Sie bei der Wahl der Operationsmethode. In der modernen ästhetischen Chirurgie hat sich das endoskopische Stirnlift weitgehend als Goldstandard etabliert.
Das endoskopische Stirnlift ist das bevorzugte Verfahren für Patienten mit erster bis mittlerer Hauterschlaffung, die eine minimale Narbenbildung wünschen.
Ablauf: Der Eingriff erfolgt über drei bis fünf kleine Einschnitte (ca. 1,5 bis 2 cm Länge), die diskret im behaarten Kopfbereich positioniert werden. Statt des großen Schnittes werden nur diese kleinen Zugänge gesetzt. Durch einen Einschnitt wird das Endoskop (sein Umfang entspricht ungefähr dem eines Kugelschreibers) eingeführt. Es ist an einen Monitor angeschlossen und überträgt das Operationsfeld auf einen Bildschirm. So sieht der Operateur Muskeln und Gewebe unterhalb der Stirnhaut. Mit speziellen endoskopischen Instrumenten, die durch weitere Einschnitte eingeführt werden, wird die gesamte Stirnhaut samt Muskulatur und Knochenhaut vom Schädelknochen gelöst.
Ein entscheidender Schritt ist die Durchtrennung der ligamentären Verbindungen am oberen Augenhöhlenrand und an der Schläfe. Erst diese vollständige Mobilisation erlaubt eine spannungsfreie Verschiebung des Gewebes nach oben. Unter visueller Kontrolle werden zudem die Senkmuskeln (Corrugator, Procerus) selektiv geschwächt oder teilweise entfernt, um die Zornesfalten dauerhaft zu glätten.
Fixation: Da – im Gegensatz zur offenen Methode – keine Haut entfernt wird, muss das mobilisierte Gewebe in der neuen, höheren Position fixiert werden, bis es dort wieder festwächst. Hierfür existieren verschiedene Methoden: resorbierbare Implantate mit Widerhaken (Endotines), Fixierung durch Nähte an der Knochenhaut oder selten kleine Schrauben.
Vorteile: Kaum sichtbare Narben, geringeres Risiko für permanente Sensibilitätsstörungen, reduzierter Blutverlust und eine schnellere Erholung. Der Haaransatz bleibt stabil oder verschiebt sich nur minimal.
Nachteile: Die Methode stößt an ihre Grenzen bei extremem Hautüberschuss oder sehr dicker, schwerer Stirnhaut, da hier die bloße Umverteilung ohne Hautentfernung oft nicht ausreicht.
Bei der offenen Operation wird der Schnittbereich vorher rasiert. Der Schnitt verläuft von Ohr zu Ohr (wie ein Kopfhörer) über den Scheitel, meist hinter der Stirn-Haar-Grenze, damit die Narbe nach der Operation nicht auffällt. Die gesamte Stirnhaut wird wie ein Vorhang nach unten abgeklappt. Dies bietet dem Chirurgen eine unübertroffene Sicht auf die gesamte Anatomie. Der Arzt löst Gewebe und Muskeln und verlegt sie nach oben. Im Gegensatz zur endoskopischen Technik wird hier der Hautüberschuss, der durch die Straffung entsteht, physisch herausgeschnitten. Oft wird ein Streifen von 1–3 cm behaarter Kopfhaut entfernt.
Vorteile: Die offene Methode ermöglicht die maximal mögliche Straffung und Glättung, auch bei schwersten Befunden. Die Ergebnisse sind extrem langlebig (oft >10 Jahre), da die überschüssige Haut effektiv entfernt wird.
Nachteile: Die Invasivität ist deutlich höher. Der lange Schnitt hinterlässt eine große Narbe. Da bei der Inzision sensorische Nerven durchtrennt werden, klagen fast alle Patienten über ein taubes Gefühl der Kopfhaut hinter dem Schnitt, das oft permanent bleibt. Zudem wird der Haaransatz durch die Entfernung von Haut nach hinten verlagert, was die Stirn optisch vergrößert.
Das temporale Lift ist eine weniger invasive Variante, die sich auf das seitliche Drittel der Stirn konzentriert. Über zwei kürzere Schnitte in der behaarten Schläfenregion wird das Gewebe über dem Jochbogen und der seitlichen Braue mobilisiert und gestrafft.
Indikation: Diese Technik ist ideal für Patienten, die primär unter einem Absinken der seitlichen Augenbrauen leiden, aber im zentralen Stirnbereich noch zufrieden sind. Sie wird oft verwendet, um den modischen „Cat-Eye" oder „Foxy-Eyes" Look zu kreieren.
Limitation: Das temporale Lift hat keinen Effekt auf die mittlere Stirn oder die Zornesfalten zwischen den Augenbrauen. Es ist daher oft Teil eines Kombinations-Eingriffs.
Der Arzt entscheidet, wie die Wunden versorgt werden. Unmittelbar nach der Operation wird oft ein straffer Kopfverband („Turban") angelegt, der für 24 bis 48 Stunden verbleibt. Er dient der Kompression, um Schwellungen und Blutergüsse zu minimieren. Wurden die Wunden zusätzlich verbunden, werden diese Verbände zwei bis drei Tage nach der Operation entfernt. Manche Ärzte empfehlen, einen Stirnverband zwei Wochen lang nach der Operation zu tragen.
Nach dem Eingriff können leichte Blutungen und Schwellungen auftreten. Sie sind kein Grund, beunruhigt zu sein. Schwellungen erreichen meist am 2. oder 3. Tag ihr Maximum und können bis in die Augenlider absinken. Konsequentes Kühlen (ohne direkten Eiskontakt zur Haut) und eine Oberkörperhochlagerung (auch nachts) fördern den Lymphabfluss.
Schmerzen: Die Schmerzen werden meist als moderat beschrieben und fühlen sich oft wie ein starker Spannungskopfschmerz an. Gängige Schmerzmittel (Ibuprofen, Paracetamol) sind in der Regel ausreichend.
Auch Missempfindungen (z.B. Juckreiz, Kribbeln, Taubheit) können auftreten und einige Zeit andauern. Das Gefühl der Taubheit auf der Kopfhaut ist normal und ein Zeichen der Nervenregeneration. Es kann Monate dauern, bis das normale Gefühl vollständig zurückkehrt.
Gesellschaftsfähigkeit: Die meisten Patienten sind nach ca. 10 bis 14 Tagen wieder gesellschaftsfähig, wenn die gröbsten Schwellungen abgeklungen sind. Die Fäden werden in der Regel zwischen dem 7. und 10. Tag nach der Operation gezogen. Das hängt von der Wundheilung ab. Ein spezielles Camouflage-Make-up kann Schwellungen und Rötungen verdecken.
Bitte beachten Sie: Unmittelbar nach dem Eingriff dürfen Sie nicht selbst Auto fahren. Organisieren Sie, dass Sie nach einem ambulanten Eingriff abgeholt werden.
In der ersten Woche nach dem Stirnlift sollten Sie sich schonen. Danach können fast alle Patienten wie gewohnt tätig sein.
Das endgültige ästhetische Ergebnis ist oft erst nach 3 bis 6 Monaten beurteilbar, wenn alle Restschwellungen vollständig verschwunden sind.
Die meisten Patienten sind – unabhängig von der Operationsmethode – mit dem Ergebnis zufrieden. Sie sehen oft nicht nur jünger aus, sie fühlen sich auch jünger. So entsteht für viele ein neues Lebensgefühl.
Studien belegen die Überlegenheit chirurgischer Verfahren gegenüber nicht-invasiven Alternativen bei fortgeschrittener Alterung. Während Botulinumtoxin-Injektionen die Braue im Durchschnitt nur um ca. 1 bis maximal 2 Millimeter anheben können („chemisches Lift"), erzielen chirurgische Stirnlifts eine durchschnittliche Elevation von etwa 5 mm. Dieser Unterschied ist klinisch signifikant: Eine Anhebung um 5 mm verändert die gesamte Geometrie des oberen Gesichts, beseitigt Schlupflider und öffnet das visuelle Feld nachhaltig.
Das Stirnlift stoppt die Alterung nicht, es setzt die Uhr jedoch um Jahre zurück.
Vorher-Nachher-Fotos: Diese können einen Eindruck über die Möglichkeiten des Stirnlifts bieten. Allerdings gibt es keine Garantie, dass das hier gezeigte Ergebnis bei jedem Patienten so zutreffen wird.

Die Kosten für eine Stirnstraffung können erheblich variieren. Abhängig von der OP-Methode, von der Art der Narkose und vom Arzt belaufen sich die Kosten zwischen 3.000 und 8.000 Euro.
Kostenübersicht (Schätzwerte):
Da es sich meist um einen rein ästhetischen Eingriff handelt, müssen die Kosten vom Patienten selbst getragen werden („Selbstzahler"). Krankenkassen übernehmen die Kosten nur in extremen Ausnahmefällen bei medizinisch nachgewiesener Gesichtsfeldeinschränkung. Patienten müssen zudem Zusatzkosten für Anästhesie und eventuelle Folgekosten einkalkulieren.
Für jüngere Patienten oder solche, die eine Operation ablehnen, existieren minimal-invasive Alternativen. Diese haben jedoch Grenzen in ihrer Effektivität.
Botulinumtoxin ist die häufigste Alternative. Es wirkt funktionell, indem es die Senkmuskeln lähmt. Dadurch gewinnt der Stirnheber das Übergewicht und zieht die Brauen leicht nach oben.
Beim Fadenlifting werden Fäden mit Widerhaken unter die Haut geschoben, um das Gewebe mechanisch anzuheben.
Filler wie Hyaluronsäure können Volumenverluste an der Schläfe oder unter der Braue ausgleichen und so die Braue optisch stützen. Sie heben das Gewebe jedoch nicht aktiv an, sondern füllen es auf („Liquid Lift").
| Info | Antwort |
|---|---|
| OP-Dauer | 1 bis 2 Stunden (temporales Lift: 45–60 Minuten) |
| Narkose | Vollnarkose (Standard), bei kleineren Eingriffen Dämmerschlaf möglich |
| Klinikaufenthalt | Meist ambulant oder eine Nacht stationär |
| Schnittführung | Endoskopisch: 3–5 kleine Schnitte im behaarten Kopfbereich Klassisch: Von Ohr zu Ohr über den Scheitel Temporal: Zwei Schnitte in der Schläfenregion |
| Narben | Endoskopisch: kaum sichtbar Klassisch: lang, meist im Haar versteckt Temporal: versteckt im Haar |
| Schmerzen | Moderat, meist wie starker Spannungskopfschmerz, gut mit Schmerzmitteln kontrollierbar |
| Gesellschaftsfähigkeit | Nach ca. 10 bis 14 Tagen |
| Fadenentfernung | Zwischen dem 7. und 10. Tag |
| Aktivitäten | Schonen in erster Woche, kein Sport für 2–3 Wochen (Kontaktsport 6 Wochen), kein Rauchen 4 Wochen vor und nach OP, Schlafen mit erhöhtem Oberkörper |
| Einschränkungen | 4–6 Wochen Verzicht auf Sonne, Sauna und Solarium. Konsequenter Sonnenschutz (LSF 50+) für 6 Monate |
| Nachsorge | Kopfverband für 24–48 Stunden, optional Stirnverband für 2 Wochen. Schwellungen und blaue Flecken normal (Maximum nach 2–3 Tagen). Narbenpflege mit Silikongel ab Woche 2 |
| Endergebnis sichtbar | Nach 3 bis 6 Monaten, wenn alle Restschwellungen verschwunden sind |
| Haltbarkeit | 5–10 Jahre (bei offener Methode oft länger), abhängig von Hautqualität, Lebensstil und Genetik |
| Wirksamkeit | Chirurgisches Lift hebt Braue um ca. 5 mm (vs. Botox: nur 1–2 mm) |
| Kosten | Endoskopisches Stirnlift: 5.000–8.000 Euro Temporales Lift: 3.000–4.000 Euro Kombinations-Eingriffe: oft >10.000 Euro (Selbstzahler, keine Kassenleistung) |
| Ideales Alter | 40–60 Jahre (aber auch jünger oder älter möglich) |
| Wichtigste Kontraindikationen | Hohe Stirn (für klassisches Lift), fehlender Lidschluss, aktives Rauchen, unrealistische Erwartungen |
| Alternativen | Facelift, Liquid Lifting, Faltenunterspritzung mit Dermal Filler, Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin, Gesichtsverjüngung mit Laser, Fadenlifting (Thread Lift) |
Das Stirnlift ist ein chirurgischer Eingriff mit dauerhafter Wirkung. Die Entscheidung sollte wohlüberlegt sein und auf realistischen Erwartungen basieren.
Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Entscheidung:
Ein seriöser Arzt wird Sie auch von der Operation abraten, wenn er sie für ungeeignet hält oder wenn nicht-invasive Alternativen ausreichen könnten. Das ist ein Zeichen von Qualität und Erfahrung.
aktualisiert am 17.01.2026