Was ist Gesichtsverjüngung mit dem Laser? Lichtenergie wird dabei gezielt genutzt, um die Haut zu erneuern, Falten zu glätten und das Hautbild zu verbessern – ganz ohne Operation.
Für wen geeignet? Vor allem für helle bis mittlere Hauttypen (Fitzpatrick I–III) mit Falten, Pigmentflecken, Aknenarben oder unebener Textur. Für dunklere Hauttypen gibt es speziell angepasste Verfahren.
Wichtig zu wissen: Der Laser ersetzt kein Facelift. Bei stark erschlaffter Haut oder ausgeprägtem Volumenverlust sind andere Methoden wirkungsvoller. Sonnenschutz nach der Behandlung ist keine Empfehlung – er ist Pflicht.
Dauer & Kosten: 10–60 Minuten je nach Areal, ab ca. 125 € (IPL/BBL) bis 2.000 € (CO₂-Laser) pro Sitzung. Oft sind mehrere Termine nötig. Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht.
Alternative:Facelift, Microneedling, chemische Peelings oder Biostimulatoren können je nach Befund sinnvoller oder ergänzend sein.
Die Gesichtsverjüngung mit dem Laser ist heute weit mehr als reine Faltenbehandlung. Laser werden genutzt, um Pigmentflecken zu entfernen, Narben zu verbessern und die Haut zur Neubildung von Kollagen anzuregen – dem Stützprotein, das mit den Jahren abnimmt. Das Ergebnis: eine Haut, die frischer und gleichmäßiger wirkt. Je nach Ziel können auch verschiedene Laser miteinander kombiniert werden.
Die Wahl des Lasers hängt davon ab, was an der Haut stört. Grundsätzlich gibt es zwei Richtungen: ablative Verfahren tragen die Oberhaut gezielt ab, nicht-ablative Verfahren erwärmen tiefer liegende Schichten, ohne die Hautoberfläche zu verletzen. Dazwischen stehen die fraktionierten Laser – die in der Praxis am häufigsten eingesetzten Systeme.
Ablative Laser entfernen die Epidermis (Oberhaut) und Teile der Dermis (Lederhaut). Sie sind wirkungsvoll bei tiefen Falten und ausgeprägten Lichtschäden – aber die Erholungszeit ist entsprechend länger.
Fraktionierte Laser behandeln nicht die gesamte Hautfläche, sondern setzen ein Gittermuster aus winzigen Behandlungspunkten – die Haut dazwischen bleibt unberührt. Das intakte Gewebe übernimmt die Heilung und macht den Prozess deutlich schneller als bei vollflächig ablativen Verfahren. Es gibt drei Varianten:
Diese Verfahren lassen die Hautoberfläche unangetastet. Sie wirken durch Wärme in der Tiefe – mit kürzerer Ausfallzeit und niedrigerem Komplikationsrisiko.
Gut zu wissen: Helle Hauttypen vertragen ablative Verfahren gut. Bei dunkleren Hauttypen sind spezialisierte Systeme wie fraktionierter Erbium- oder Nd:YAG-Laser mit angepassten Einstellungen nötig – das Risiko für Pigmentveränderungen ist sonst zu hoch. Ihr Arzt wird das mit Ihnen besprechen.
Welchen Laser Sie brauchen, hängt davon ab, was Sie stört – und wie intensiv das Ergebnis sein soll. Das klären Sie gemeinsam mit dem Arzt. Oberflächliche fraktionierte Laser werden zum Beispiel bei Altersflecken, kleineren Aknenarben, Pigmentflecken und Knitterfältchen eingesetzt – nicht nur im Gesicht, sondern auch an Hals, Händen, Oberarmen oder Dekolleté.
Werden zwei fraktionierte Laser kombiniert, sind damit auch folgende Ziele erreichbar:
Tiefe Falten und Narben erfordern intensivere Laser – und oft eine Betäubung. Je nach Eingriff kommt eine Betäubungscreme (z. B. eine Lidocain-Salbe), eine lokale Injektion oder eine Kühlung zum Einsatz.
Bei leichten bis mittleren Alterszeichen erzielt die Laserbehandlung gute Ergebnisse. Realistisch erreichbar sind:
Massiven Hautüberschuss an Kieferlinie oder Hals kann der Laser aber nicht beseitigen – das ist Aufgabe eines Facelifts. Verlorenes Fettvolumen in Wangen oder Schläfen lässt sich nur mit Dermal-Fillern oder Eigenfetttransfers zurückbringen. Und stark ausgeprägte Falten wie die Zornesfalte sprechen besser auf Botulinumtoxin an als auf Laser allein.
Die besten Ergebnisse entstehen deshalb oft durch Kombination: Laser für die Hautoberfläche, Filler fürs Volumen, Botulinumtoxin für die Dynamik. Eine einzige Sitzung reicht meist nicht – planen Sie einen längeren Behandlungszyklus ein, mit mehreren Wochen Pause zwischen den Terminen.
Nach einer Laserbehandlung sind bestimmte Reaktionen normal und klingen innerhalb weniger Tage bis Wochen ab:
Seltener, aber möglich, sind folgende Komplikationen:
Wichtig zu wissen: Kratzen Sie Krusten oder Schorf nicht ab – auch wenn es juckt. Das erhöht das Narbenrisiko erheblich und kann die Heilung um Wochen verzögern.
Einige Wochen Vorbereitung machen den Unterschied. Bitte beachten Sie:
Die Haut braucht Zeit. Die Heilung verläuft in drei klar erkennbaren Phasen:
Wichtig zu wissen: Sonnenschutz LSF 50+ ist nach einer Laserbehandlung mindestens 3–6 Monate lang täglich erforderlich. Direkte Sonne auf frisch behandelter Haut kann zu dauerhaften Pigmentflecken führen.
| Info | Antwort |
|---|---|
| Behandlungsdauer | 10–60 Minuten je nach behandeltem Areal |
| Narkose | Betäubungscreme, lokale Injektion oder Kühlung – je nach Intensität |
| Klinikaufenthalt | Ambulant, kein Aufenthalt nötig |
| Narben | Sehr selten; bei korrekter Durchführung und Nachsorge kaum zu erwarten |
| Schmerzen | Kribbeln oder Wärme während der Behandlung, danach Sonnenbrandgefühl möglich |
| Arbeitsfähigkeit | Sofort (nicht-ablativ) bis nach ca. 3–7 Tagen (ablativ) |
| Gesellschaftsfähig | Nach 3–14 Tagen, je nach Lasersystem |
| Sport | Pause von ca. 2–3 Wochen |
| Sichtbarkeit Ergebnis | Erste Verbesserungen nach 2–4 Wochen; volles Ergebnis nach 3–6 Monaten |
| Haltbarkeit | 1–5 Jahre je nach Verfahren und Lebensweise; Auffrischbehandlungen sinnvoll |
| Kosten | Ab ca. 125 € (IPL/BBL) bis 2.000 € (CO₂-Laser) pro Sitzung; keine Kassenleistung |
aktualisiert am 19.02.2026