Was ist Thermage®? Thermage® strafft die Haut mithilfe von Radiofrequenzenergie – ohne Operation, ohne Narben, ohne Skalpell. Die Wärme regt den Körper an, neues Kollagen zu bilden.
Für wen geeignet? Für Patienten mit leichter bis mittlerer Hauterschlaffung an Gesicht, Augen oder Körper. Funktioniert bei allen Hauttypen.
Wichtig zu wissen: Meist reicht eine einzige Sitzung. Das volle Ergebnis zeigt sich erst nach zwei bis sechs Monaten, hält dann aber etwa zwei bis fünf Jahre. Nicht geeignet bei Herzschrittmachern, in der Schwangerschaft oder bei aktiven Hautinfektionen.
Dauer & Kosten: Je nach Areal zwischen 30 und 90 Minuten. Die Preise liegen zwischen circa 870 und 3.850 Euro.
Alternative:Ultherapy® (HIFU) oder RF-Microneedling (z. B. Morpheus8) verfolgen ähnliche Ziele, setzen aber andere Schwerpunkte.
Schlaffe, faltige Haut gehört zu den sichtbarsten Zeichen des Älterwerdens – und für viele Menschen ist das belastend. Dabei sind der Verlust an Elastizität und Spannkraft ganz natürliche Prozesse. Wer sich trotzdem eine straffere Haut wünscht, muss aber nicht gleich zum Chirurgen. Das Thermage®-Verfahren ermöglicht ein Hautlifting ohne OP, ohne Narben und ohne Skalpell. Die Methode ist seit über 21 Jahren im Einsatz und lässt sich an verschiedenen Körperstellen anwenden.
Thermage® strafft die Haut, ohne dass Sie sich einer Operation unterziehen müssen. Das Verfahren eignet sich für Patienten, die sich eine natürliche Verjüngung wünschen: Die Mimik und die persönliche Gesichtskontur bleiben erhalten, während sich Hautqualität und Spannkraft verbessern. Eingesetzt wird Thermage® vor allem an drei Bereichen:
Die Straffung entsteht, weil die Radiofrequenzenergie den Körper dazu anregt, frisches Kollagen zu produzieren. Dieses neue Kollagen macht die Haut fester und lässt sie jünger aussehen. Allerdings braucht der Prozess Zeit: Bis der volle Glättungseffekt eintritt, vergehen zwei bis sechs Monate. Erste Verbesserungen sehen die meisten Patienten nach etwa vier Wochen.
Gut zu wissen: Bei rund 10 bis 20 Prozent der Behandelten strafft sich die Haut sogar sofort sichtbar. Wenn das Ergebnis einmal da ist, hält es in der Regel zwei bis fünf Jahre – erst danach macht sich der natürliche Alterungsprozess wieder stärker bemerkbar.
Thermage® arbeitet mit monopolarer Radiofrequenzenergie (kurz RF). Anders als Laser, die auf bestimmte Hautpigmente angewiesen sind, wirkt RF unabhängig von der Hautfarbe. Das Verfahren eignet sich deshalb für alle Hauttypen – von sehr hell bis sehr dunkel.
Während der Behandlung wird ein Handstück auf die Haut gesetzt. Am Rücken des Patienten klebt ein flaches Erdungspad, das den Stromkreis schließt. Dadurch muss die Energie alle Hautschichten durchdringen und erreicht eine Tiefe von bis zu 4,3 Millimetern. Das ist deutlich mehr als bei bipolaren Systemen, die nur die oberen 1 bis 2 Millimeter erwärmen. Weil Thermage® so tief wirkt, lassen sich auch die Bindegewebsstrukturen unter der Haut straffen.
Die Radiofrequenzenergie erwärmt die tieferen Hautschichten gezielt auf etwa 60 bis 65 Grad Celsius. Das löst zwei Prozesse aus:
Gut zu wissen: Die Hautoberfläche selbst wird währenddessen durchgehend gekühlt, damit sie keinen Schaden nimmt. Weil weder Schnitte noch Nadeln zum Einsatz kommen, ist Thermage® ein nicht-invasives Verfahren.
Thermage® gibt es seit 2002. Seitdem hat sich die Technik weiterentwickelt. Heute begegnen Ihnen in Praxen vor allem zwei Gerätegenerationen:
Bei älteren RF-Systemen war der Schmerz oft das größte Problem. Die CPT-Generation hat das geändert: Ein vibrierendes Handstück überlagert das Wärmeempfinden – die Vibrationen „überdecken“ sozusagen die Schmerzsignale auf dem Weg zum Gehirn. Ergänzt wird das durch ein kühlendes Spray, das die Hautoberfläche bei jedem Impuls schützt. Die meisten Patienten kommen dadurch ohne Betäubung aus.
Das FLX-System ist seit 2017 auf dem Markt und geht noch einen Schritt weiter. Der größte Unterschied: Ein spezielle Technologie misst vor jedem einzelnen Impuls den Hautwiderstand und passt die Energie automatisch an. Die Haut an den Schläfen ist dünner als an den Wangen – das System erkennt das und dosiert entsprechend. Das macht die Behandlung sicherer und die Ergebnisse gleichmäßiger.
Außerdem ist der Behandlungsaufsatz beim FLX um 33 Prozent größer. Praktisch heißt das: Eine Gesichtsbehandlung dauert nur noch rund 45 bis 60 Minuten statt vorher 60 bis 90 Minuten.
Thermage® wird im Gesicht vor allem dort eingesetzt, wo die Konturen an Schärfe verloren haben. Typisch sind abgesunkene Wangenpartien (manchmal als „Hamsterbäckchen“ bezeichnet) oder ein sich abzeichnendes Doppelkinn. Die Behandlung konturiert die Kinnlinie, glättet feine Falten im Mund- und Schläfenbereich und verbessert das Hautbild insgesamt.
Thermage® ist eines der wenigen Verfahren mit FDA-Zulassung für die Behandlung direkt auf den Augenlidern. Mit einem speziellen Augen-Aufsatz lassen sich Schlupflider straffen, die Augenbrauen leicht anheben und Krähenfüße mildern. Auch leichte Tränensäcke und die feine Haut am Unterlid können behandelt werden – das Ergebnis ist oft ein wacherer, offenerer Blick.
Auch am Körper kommt Thermage® zum Einsatz, gerade nach Schwangerschaften oder deutlichem Gewichtsverlust. Behandelt werden können unter anderem der Bauch bei leichter bis mittlerer Erschlaffung, schlaffe Oberarme (die sogenannten „Winkearme“), Oberschenkelinnenseiten und Gesäß, Knitterfältchen über den Knien sowie die Handrücken. Auch bei Cellulite kann Thermage® die Hautstruktur verbessern, weil es die darunter liegenden Bindegewebsstränge strafft.
Allerdings gibt es Grenzen: Hautschädigungen, Verfärbungen der Handrücken oder stark eingefallenes Gewebe lassen sich mit Thermage® nicht korrigieren.
Thermage® gilt als „Lunchtime-Verfahren“ – Sie brauchen keine besondere Vorbereitung und können danach direkt weiter Ihren Tag gestalten.
Zunächst wird die Haut gereinigt. Dann klebt der Behandler ein Markierungsraster auf, das als Orientierung dient, damit die Energie gleichmäßig verteilt wird. Nach dem Auftragen eines Kopplungsgels führt der Arzt das Handstück systematisch über den Behandlungsbereich. Bei jeder Berührung spüren Sie eine kurze, tiefe Wärme, direkt gefolgt von einem kühlenden Impuls. Die Intensität wird individuell angepasst – ein moderates Wärmegefühl ist dabei normal und gewünscht, weil es zeigt, dass die therapeutisch wirksamen Temperaturen in der Tiefe erreicht werden.
Wie lange die Sitzung dauert, hängt vom Areal ab. Für die Augenpartie rechnen Sie mit etwa 30 Minuten, für ein komplettes Gesicht mit dem FLX-System rund 45 bis 60 Minuten. Größere Bereiche wie der ganze Bauch können bis zu 90 Minuten dauern. Ein Klinikaufenthalt ist nicht nötig, und in der Regel genügt eine einzige Sitzung.
Sofort. Deshalb wird Thermage® manchmal als „Facelift to go“ bezeichnet. Die Haut kann direkt nach der Sitzung leicht gerötet sein – ähnlich wie nach einem kurzen Aufenthalt in der Sonne. Das verschwindet meist innerhalb von 30 bis 60 Minuten. Schwellungen, Blutergüsse oder Krusten treten nicht auf. Sie können also direkt wieder arbeiten, ausgehen oder Sport treiben.
Thermage® erfordert keine medizinische Nachbehandlung. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die Sie beachten sollten, damit das Ergebnis optimal wird:
Wichtig: Den behandelten Bereich in den ersten 24 Stunden nicht kühlen – also keine Coolpacks oder Eisbeutel auflegen. Die erzeugte Wärme ist der Auslöser für die Kollagenneubildung. Wenn Sie sofort kühlen, bremsen Sie genau den Prozess aus, der für das Ergebnis sorgt.
In den ersten 24 Stunden sollten Sie außerdem auf Sauna, Dampfbad und sehr heiße Duschen verzichten, um die Haut nicht zusätzlich zu reizen. Langfristig hilft ein Sonnenschutz mit mindestens LSF 30 dabei, die frisch gebildeten Kollagenfasern zu schützen. Eine sanfte, feuchtigkeitsspendende Pflege unterstützt die Regeneration. Spezielle Produkte oder Medikamente brauchen Sie nicht.
Thermage® ist ein risikoarmes Verfahren. Weltweit liegt die Komplikationsrate bei unter einem Prozent, und die meisten Nebenwirkungen sind harmlos und vorübergehend:
Dauerhafte Verbrennungen oder Narben sind extrem selten und hängen fast immer mit einer fehlerhaften Anwendung zusammen. Beim modernen FLX-System reduziert die automatische Impedanzmessung solche Risiken zusätzlich.
Es gibt allerdings auch Patienten, die nach der Behandlung keine spürbare Veränderung feststellen – weder positiv noch negativ. Das sollte man im Beratungsgespräch offen ansprechen.
In bestimmten Fällen ist eine Behandlung ausgeschlossen. Thermage® darf nicht durchgeführt werden bei Patienten mit aktiven elektrischen Implantaten wie Herzschrittmachern oder Defibrillatoren, bei schweren Autoimmunerkrankungen (zum Beispiel Sklerodermie), in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei aktiven Infektionen oder offenen Wunden im Behandlungsbereich sowie bei großen Metallprothesen im behandelten Gebiet.
Wichtig: Informieren Sie Ihren Arzt vor der Behandlung über alle Vorerkrankungen, Implantate und Medikamente.
Die Kosten richten sich nach der behandelten Körperregion, dem Umfang und der verwendeten Gerätegeneration. Ein Beratungsgespräch beim Arzt ist der beste Weg, um den genauen Preis zu erfahren. Zur Orientierung hier einige Richtwerte für Deutschland:
In Großstädten wie München oder Frankfurt zahlen Sie tendenziell mehr. Einige Kliniken bieten Finanzierung oder Online-Rabatte an. Da es sich um eine rein ästhetische Behandlung handelt, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten nicht.
Thermage® ist nicht das einzige Verfahren zur nicht-operativen Hautstraffung. Zwei Alternativen tauchen besonders häufig auf:
Ultherapy® arbeitet mit fokussiertem Ultraschall und dringt noch etwas tiefer ein (bis 4,5 mm). Es zielt direkt auf die Faszienschicht unter der Haut und eignet sich gut, wenn das Gewebe schon stärker abgesunken ist. Thermage® wirkt breiter und verbessert die Hauttextur insgesamt. Allerdings empfinden einige Patienten Ultherapy® als schmerzhafter.
RF-Microneedling-Verfahren kombinieren feine Nadeln mit Radiofrequenz. Gerade bei Narben oder grober Hautstruktur sind sie oft wirksamer als Thermage®. Dafür brauchen sie mehrere Sitzungen, und die Haut benötigt danach zwei bis fünf Tage Erholung. Wer eine Straffung ganz ohne Nadeln und ohne Ausfallzeit möchte, fährt mit Thermage® besser.
| Info | Antwort |
|---|---|
| Behandlungsdauer | 30 bis 90 Minuten, je nach Areal |
| Narkose | Keine nötig – Vibration und Kühlung im Handstück reichen aus |
| Klinikaufenthalt | Nein, ambulant |
| Narben | Keine – keine Schnitte, keine Nadeln |
| Schmerzen | Moderates Wärmegefühl, meist gut auszuhalten |
| Arbeitsfähigkeit | Sofort |
| Gesellschaftsfähig | Sofort – leichte Rötung klingt nach 30 bis 60 Minuten ab |
| Sport | Sofort möglich |
| Ergebnis sichtbar | Erste Verbesserungen nach circa 4 Wochen, volles Ergebnis nach 2 bis 6 Monaten |
| Haltbarkeit | Circa 2 bis 5 Jahre |
| Kosten | 870 bis 3.850 Euro je nach Areal – keine Kassenübernahme |
aktualisiert am 17.02.2026