Nasenkorrektur - Komplikationen
Eine Nasenkorrektur ist nicht ohne Risiken. Auch bei größter Sorgfalt können Komplikationen auftreten.
Keine Operation ist ohne Risiko. Auch bei größter Sorgfalt können während oder nach der Nasenkorrektur Komplikationen auftreten.
Während der Operation kann es zu stärkeren Blutungen kommen, obwohl die Blutungsneigung der Schleimhäute mit einem gefäßverengenden Mittel vermindert wird. Größere Blutverluste können eine Bluttransfusion notwendig machen. Dies ist allerdings äußerst selten. Bei Bluttransfusionen kann auch sehr selten zur Übertragung von Krankheitserregern kommen, z. B. dem HI-Virus (HIV) oder von Hepatitis-Viren (Leberentzündung). Um das Risiko einer Infektion zu vermeiden, besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob eine Eigenblutspende möglich und sinnvoll ist.
Nach der Nasenkorrektur kann zu folgenden Komplikationen kommen. Ernsthafte Komplikationen sind extrem selten.
- Verletzung des Tränenkanals: In seltenen Fällen kommt es zu einer Verletzung des Tränenkanals. Eine Nachoperation ist in diesem Fall notwendig.
- Verletzung der Schädelbasis: Auch die Schädelbasis kann verletzt werden. Hier besteht die Gefahr eine Hirnhautentzündung. Eine Nachoperation ist notwendig und unabdingbar.
- Blutergüsse treten häufig nach einer Nasenkorrektur um Augen und Nase auf. In aller Regel bilden Sie sich wieder von alleine zurück. In seltenen Fällen kann eine bleibende Hautverfärbung die Folge sein.
- Infektionen im Wundgebiet sind selten. Infektionen führen oft zu einer verzögerten Heilung der Wunden. In sehr seltenen Fällen kann auch der Nasenknorpel infiziert werden, was zu einer Deformierung des Nasenskeletts führen kann. Hier wird eine operative Nachkorrektur notwendig. Das Risiko dieser Komplikation ist aber gering.
- Druckstellen an der Haut und Entzündungen am Nasensteg kommen selten vor. Sie heilen in der Regel komplikationslos ab.
- Taubheitsgefühl kann sich durch Schädigung von Hautnerven und Weichteilen einstellen (z. B. im Bereich von Oberlippe, Nasenhaut, Nasenschleimhaut). Innerhalb von einigen Monaten kommt es im Normalfall zur vollständigen Wiederherstellung der Empfindungen der Haut. In Ausnahmenfälle können Taubheitsgefühl oder Missempfindungen verbleiben. So kann auch auf Dauer die Nasenspitze auch eine verminderte Gefühlsempfindlichkeit haben.
- Schwellungen im Operationsgebiet. Insbesondere in den ersten drei Tagen nach der Nasenkorrektur kann es im operierten Gebiet zu Schwellungen kommen. Schleimhautschwellungen können zudem die Nasenatmung vorübergehend behindern. Nach Abschwellen können Unregelmäßigkeiten sichtbar werden, die zunächst durch die Schwellung nicht sichtbar waren.
- Durchblutungs- und Wundheilungsstörungen sind selten. Es kann dann zur Ausbildung von breiten Narben kommen, die möglicherweise einen Korrektureingriff erfordern, um ein optisch optimales Ergebnis zu erzielen.
- Die Ausprägung der entstandenen Narben ist von Patient zu Patient anlagebedingt unterschiedlich. Bei entsprechender Veranlagung können bei äußeren Schnitten wulstige, dicke, verfärbte und schmerzhafte Narben (Keloid) entstehen. Solche Narben erfordern manchmal einen Korrektureingriff.
- Ein Loch in der Nasenscheidewand ist sehr selten, kann aber vorkommen. Dies erfordert einen Korrektureingriff.
- Überschüssiger Knochen kann sich nach Knochenschnitten bilden. Die Nasenform verändert sich dadurch. Eine veränderte Form tritt auch auf, wenn eingepflanzte Knochen- oder Knorpelstücke abgestoßen oder abgebaut werden.
- Blutgerinnsel (Thromben) sind selten, können aber zum Verschluss eines Blutgefäßes führen, der lebensbedrohlich werden kann (z. B. Lungenembolie) und auch zum Tod führen kann. Rauchen und die Einnahme der Antibabypille (Kontrazeptiva) sind Faktoren, die die Bildung von Thromben begünstigen. Sie können das Risiko minimieren, indem Sie einige Wochen vor der Nasenkorrektur mit dem Rauchen aufhören und Kontrazeptiva absetzen.
- Überempfindlichkeitsreaktionen auf Betäubungsmittel oder Medikamente können Brechreiz, Juckreiz oder Hautausschlag auslösen. In seltenen Fällen kann es aber auch zu lebensbedrohlichen allergischen Reaktionen kommen, die manchmal bleibende Schäden hinterlassen können. Das Risiko dieser Komplikation ist gering.
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Letzte Aktualisierung am 04.05.2010.
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