Was ist die GREEN PEEL® Kräuterschälkur? Eine kosmetische Behandlung, bei der eine Mischung aus acht Kräutern in die Haut einmassiert wird. Das beschleunigt die Hauterneuerung auf ca. 5 Tage – ohne chemische Säuren oder Laser.
Für wen geeignet? Für die meisten Hauttypen bei unreiner Haut, Narben, Pigmentflecken, Falten oder Cellulite. Nicht geeignet bei Schwangerschaft, aktiven Hauterkrankungen oder bestimmten Medikamenten.
Wichtig zu wissen: Bei der Classic-Methode schält sich die Haut sichtbar über 3–5 Tage. Danach ist Sonnenschutz für 6–8 Wochen notwendig.
Kosten: Classic ca. 250–330 €, Energy ca. 150–200 €, Fresh Up ca. 85–120 € (Raum Frankfurt).
Die GREEN PEEL® Kräuterschälkur ist eine kosmetische Behandlung zur Hauterneuerung, die in den 1950er Jahren von Christine Schrammek entwickelt wurde. Dr. med. Christine Schrammek-Drusio hat das Verfahren seither medizinisch weiterentwickelt. Heute wird es in über 50 Ländern angeboten.
Das Verfahren nutzt eine Mischung aus acht pulverisierten Kräutern – darunter Ackerschachtelhalm, Aloe Vera, Ringelblume und Kamille – die während einer Massage manuell in die Haut eingearbeitet werden. Die Pflanzenpartikel tragen dabei die oberste Hautschicht mechanisch ab. Gleichzeitig dringen Wirkstoffe wie Enzyme, Mineralien, Vitamine und Gerbstoffe in tiefere Schichten ein und regen den Zellstoffwechsel an. Dadurch wird der natürliche Hauterneuerungsprozess, der normalerweise rund 28 Tage dauert, auf etwa 5 Tage verkürzt. Im Unterschied zu chemischen Peelings oder Laserverfahren werden keine Säuren oder synthetischen Substanzen eingesetzt.
Die Behandlung ist in drei Intensitätsstufen erhältlich. Die Fresh-Up-Variante ist eine sanfte Vitalisierung ohne sichtbaren Schäleffekt – ohne Ausfall im Alltag, monatlich anwendbar. Die Energy-Methode ist etwas intensiver und eignet sich für die regelmäßige Behandlung von Problemhaut, empfohlen alle 2–3 Monate. Die Classic-Methode ist die stärkste Stufe: Die Haut schält sich über mehrere Tage sichtbar und wird danach deutlich erneuert. Sie wird in der Regel 1–2 Mal jährlich angewendet.
Die Behandlung darf nur von zertifizierten Kosmetikerinnen oder Ärzten durchgeführt werden, die eine entsprechende Schulung absolviert haben.
Die Methode kann bei fast allen Hauttypen und Altersgruppen eingesetzt werden, sofern keine medizinischen Ausschlussgründe vorliegen. Da die Kräutermischung keine chemischen Säuren enthält, kommt sie auch für Personen infrage, die auf Wirkstoffe wie Fruchtsäure oder Trichloressigsäure empfindlich reagieren.
Typische Anwendungsgebiete sind unreine Haut und Akne – die Behandlung löst Porenverstopfungen und reguliert die Talgproduktion. Bei oberflächlichen Aknenarben und anderen Narbenformen kann die Schälung das Hautbild glätten. Bei sonnengeschädigter oder reifer Haut regt das Verfahren die Kollagenbildung an, verbessert die Elastizität und mildert oberflächliche Falten. Pigmentflecken werden durch das Abtragen der obersten Hautschicht aufgehellt. An Körperstellen wie Bauch, Armen oder Beinen wird die Methode auch bei Cellulite und Dehnungsstreifen eingesetzt.
Gut zu wisen: Sehr tiefe Narben oder stark ausgeprägte Falten lassen sich mit der GREEN PEEL® Methode allein nicht vollständig behandeln. In solchen Fällen kann die Schälkur ergänzend zu anderen Verfahren eingesetzt werden.
Trotz ihrer pflanzlichen Basis ist die Schälkur eine intensive Hautbehandlung. Es gibt eine Reihe von Erkrankungen und Umständen, bei denen sie nicht durchgeführt werden darf.
Absolute Ausschlusskriterien sind Schwangerschaft und Stillzeit sowie aktive Hauterkrankungen wie Psoriasis, Neurodermitis oder ausgeprägte Rosazea. Auch bei bakteriellen Eiterungen, viralen Infektionen wie Herpes, Pilzerkrankungen der Haut, frischem Sonnenbrand oder offenen Wunden im Behandlungsbereich ist die Behandlung nicht möglich. Eine bekannte Allergie gegen einen der pflanzlichen Inhaltsstoffe muss vorab abgeklärt werden.
Bestimmte Medikamente schließen die Behandlung ebenfalls aus oder erfordern eine Wartezeit. Bei laufender Einnahme von Antibiotika oder Cortison – innerlich wie äußerlich – sollte nicht behandelt werden. Für Vitamin-A-Säure (Retinoide) gilt: Nach oraler Einnahme ist eine Pause von 8 Wochen notwendig, nach lokaler Anwendung 4–6 Wochen.
Vor einer GREEN PEEL® Behandlung sollten ausreichend Abstände zu anderen Hautbehandlungen eingehalten werden. Nach Botox- oder Hyaluroninjektionen, Microneedling, Microdermabrasion oder Fruchtsäurepeeling sind mindestens 4–6 Wochen Pause nötig. Wer eine Lasertherapie oder einen operativen Eingriff im Gesicht hatte, sollte 4–6 Monate warten.
Medikamentöse Einschränkungen sollten frühzeitig mit der behandelnden Fachkraft besprochen werden. Nach einer Antibiotika-Einnahme wird eine Pause von 2–4 Wochen empfohlen, nach einer Cortisontherapie 4–6 Wochen.
Beim Ersttermin findet ein Beratungsgespräch mit Hautanalyse statt, in dem Behandlungsziel und mögliche Risiken besprochen werden. Vorerkrankungen, Medikamente und bekannte Allergien sollten dabei offen angesprochen werden. Bei der Hair-Boost-Variante für die Kopfhaut gilt zusätzlich: Die Haare dürfen weder 7 Tage vor noch 7 Tage nach der Behandlung gefärbt oder getönt werden.
Der Ablauf der Classic-Methode erstreckt sich über zwei Termine.
Am ersten Tag wird die Haut gereinigt und entfettet. Dann wird die frisch angerührte Kräutermischung aufgetragen und etwa 7–10 Minuten in die Haut einmassiert. Druck und Intensität werden individuell auf den Hauttyp abgestimmt. Nach der Behandlung ist die Haut gerötet und reagiert mit einem Wärme- und Brenngefühl – ähnlich einem milden Sonnenbrand. Das ist eine normale Reaktion und kein Hinweis auf eine Komplikation.
In den Folgetagen läuft der Zellstoffwechsel beschleunigt ab. Die Rötungen gehen meist am zweiten Tag zurück, die Haut fühlt sich gespannt an. Ab dem dritten oder vierten Tag beginnt die sichtbare Schälung. Wie stark die Haut schuppen, ist individuell unterschiedlich und hängt unter anderem von der Dicke der Hornschicht ab. Eine schwache Schälung bedeutet nicht, dass die Behandlung weniger wirksam war.
Am fünften oder sechsten Tag findet der zweite Termin statt, der sogenannte Beauty Finish. Verbliebene Hautreste werden sanft entfernt, die frisch erneuerte Haut mit Wirkstoffampullen und Masken versorgt.
Die Fresh-Up- und Energy-Methoden folgen einem ähnlichen Ablauf, sind aber deutlich schonender. Es tritt kaum bis kein sichtbarer Schäleffekt auf, eine mehrtägige Heimphase ist nicht notwendig.
Bei der Classic-Methode ist die Nachsorge besonders wichtig. In den ersten fünf Tagen darf das Gesicht nicht mit Wasser gereinigt werden – Wasser würde die aktiven Kräuterpartikel aus der Haut schwemmen und den Regenerationsprozess stören. Zur Reinigung wird stattdessen eine spezielle Kräuterlotion verwendet. Die behandelnde Fachkraft gibt in der Regel ein Home Care Set mit, das genau auf diese Phase abgestimmt ist.
Die sich ablösenden Schuppen dürfen nicht mechanisch entfernt oder aufgekratzt werden. Das erhöht das Infektionsrisiko und kann Narben hinterlassen. Solarienbesuche und direkte Sonneneinstrahlung müssen während der Schälphase strikt vermieden werden.
Nach Abschluss des Schälprozesses ist die neue Haut für 6–8 Wochen lichtempfindlich. Ein täglicher Sonnenschutz mit LSF 50+ ist in dieser Zeit notwendig – auch an bewölkten Tagen. Wer das vernachlässigt, riskiert Pigmentverschiebungen.
Bei fachgerechter Durchführung und Einhaltung der Pflegehinweise gilt die GREEN PEEL® Kräuterschälkur als sicheres Verfahren. Vorübergehende Rötungen, ein leichtes Spannungsgefühl und moderate Schwellungen in den ersten Tagen sind normale Reaktionen.
Komplikationen entstehen in den meisten Fällen, wenn Pflegeanweisungen nicht eingehalten werden. Dunkle Pigmentflecken treten fast ausschließlich dann auf, wenn kein ausreichender Sonnenschutz verwendet wird oder Solarien besucht werden. Infektionen entstehen, wenn die schälende Haut aufgekratzt wird oder die Behandlung unter unhygienischen Bedingungen stattfand. Narbenbildung ist sehr selten und tritt praktisch nur bei grober mechanischer Manipulation der Haut während der Heilungsphase auf.
Allergische Reaktionen auf die Kräutermischung sind möglich, aber selten. Personen mit bekannten Pflanzenallergien sollten das vor der Behandlung ansprechen. Eine Behandlung trotz bestehender Kontraindikationen – etwa bei sehr dünner Haut mit sichtbaren Gefäßerweiterungen – erhöht das Risiko für Komplikationen.
Die Kosten richten sich nach Methode, Institut und Region. Im Raum Frankfurt am Main liegen die Preise für die Classic-Methode in der Regel zwischen 250 und 330 Euro. Darin enthalten sind üblicherweise beide Termine – die Schälkur und der Beauty-Finish-Termin nach fünf Tagen – sowie das Home Care Set für die häusliche Pflege. Die Energy-Methode kostet dort zwischen 150 und 200 Euro, die Fresh-Up-Methode zwischen 85 und 120 Euro.
Manche Anbieter bieten Paketpreise für mehrere Behandlungen an, was bei langfristigen Zielen wie der Narbenbehandlung günstiger sein kann. Da es sich um eine kosmetische Behandlung handelt, tragen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten in der Regel nicht. Eine Beratung gibt Auskunft über den genauen Preis und den empfohlenen Behandlungsplan.
| Info | Antwort |
|---|---|
| Behandlungsdauer | Ca. 60–90 Min. (Ersttermin); Gesamtprozess Classic: 5–6 Tage |
| Narkose | Keine |
| Klinikaufenthalt | Keiner – ambulante Behandlung im Kosmetikinstitut |
| Schmerzen | Leichtes Brennen und Spannungsgefühl für einige Tage |
| Arbeitsfähigkeit | Classic: eingeschränkt ca. 5 Tage; Fresh Up / Energy: sofort |
| Gesellschaftsfähig | Classic: ab Tag 5–6; Fresh Up / Energy: sofort |
| Sport | Während der Schälphase nicht empfohlen; danach uneingeschränkt |
| Sonnenschutz | LSF 50+ für 6–8 Wochen nach der Behandlung |
| Sichtbarkeit Ergebnis | Ab Tag 5–6 sichtbar; volles Ergebnis nach 4–6 Wochen |
| Häufigkeit | Classic 1–2x jährlich; Fresh Up monatlich möglich |
| Kosten | Classic: ca. 250–330 € | Energy: ca. 150–200 € | Fresh Up: ca. 85–120 € (Raum Frankfurt) |
| Kostenübernahme | Keine Kassenleistung; private Selbstzahlerleistung |
aktualisiert am 20.02.2026