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Operative Gesichtsstraffung, Facelift, Facelifting

Lesezeit: 5 Min.

Man ist so alt wie man sich fühlt: Ein Facelift (Gesichtsstraffung) ändert zwar nichts am Alter. Ihr Aussehen lässt sich durch ein Facelift verjüngen.

Was ist ein Facelift?

Durch ein Facelift (Gesichtsstraffung) wird überschüssiges Gewebe (Haut, Muskeln und Fett) entfernt und das übrig gebliebene Gewebe anschließend gestrafft.

Welche Möglichkeiten bietet mir ein Facelift?

Menschen im Alter zwischen 40 und 60 Jahren mit relativ gut verbliebener Hautelastizität haben gute Voraussetzungen für ein optimales Ergebnis. Bei erfolgreichem Facelift wirkt das Gesicht jünger. Die Gefahr beim Facelift ist die Überkorrektur. Durch eine Überkorrektur (zu starke Straffung) kriegt das Gesicht ein maskenartiges, unnatürliches Aussehen.

Ein Facelift kann zusätzlich mit anderen Verfahren zur Faltenbehandlung kombiniert werden (z.B. Lidstraffung, Halsstraffung, chemisches Peeling, Laser-Peeling, Dermabrasion, Botox), um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Insbesondere der Bereich um den Mund lässt sich durch eine Gesichtsstraffung nicht wesentlich verändern. Der Mundbereich kann aber durch eine Dermabrasio gut behandelt werden.

Da die Anforderungen jedes Einzelnen sehr unterschiedlich sind, hängt davon auch die Art der Behandlung ab.

Was muss ich vor einem Facelift beachten?

Um das Operationsrisiko möglichst gering zu halten, beachten Sie folgende Verhaltensrichtlinien:

  1. Fragen Sie Ihren Arzt, welche Medikamente Sie bis zur Operation weiterhin einnehmen dürfen. Medikamente, die die Blutgerinnung verzögern, müssen in der Regel 14 Tage vor der Operation abgesetzt werden. Zu den gerinnungshemmenden Substanzen gehören einige Schmerzmittel, u.a. Aspirin.

  2. Nikotin führt zu einer verminderten Durchblutung der Organe. Im Operationsbereich kann es deshalb zu einer Durchblutungsstörung kommen. Zusammen mit Medikamenten zur Empfängnisverhütung (Antibabypille) steigt das Risiko der Bildung von Blutgerinnsel. Verzichten Sie bereits zwei Wochen vor dem Eingriff und für die Zeit der Wundheilung nach dem Eingriff auf den Nikotinkonsum.

Was passiert bei einem Facelift?

Ein Facelift wird in der Regel stationär und in Allgemeinnarkose durchgeführt. Die notwendigen Voruntersuchungen werden am Vortag Ihres Termins in der Klinik durchgeführt. Sie können die Voruntersuchungen auch im Vorfeld von Ihrem Hausarzt durchführen lassen. Vor der Operation bespricht der Anästhesist (Narkosearzt) mit Ihnen die Narkose. Er ist während der gesamten Operation anwesend und steuert diese.

Das Facelift kann einige Stunden dauern. Es hängt im Wesentlichen davon ab, was genau operiert wird.

Man unterscheidet ein Oberes Facelift (Stirnlift) und ein Unteres Facelift (Wangen/Halsstraffung).

Oberes Facelift

Der Schnitt verläuft entlang der Stirn-Haar-Grenze von Ohr zu Ohr. Neben der Haut wird in der Regel auch die Stirnmuskulatur gelöst. Dadurch können auch Zornesfalten entfernt werden. Bei Eignung kann das Stirnlift auch endoskopisch durchgeführt werden.

Unteres Facelift

Das untere Facelift unterscheidet sich sowohl in der Schnittführung als auch in Art und Umfang. Das hängt von dem Ausmaß des geplanten Facelift ab:

  • Mini-Lift: beim Mini-Lift wird nur die Haut im Bereich der Wangen geliftet, nicht aber das Unterhautgewebe (Bindegewebe, Fett und Muskeln). Dieses Lifting-Verfahren wird vor allem bei jungen Patienten angewandt.

  • Midi-Lift: beim Midi-Lift wird die SMAS-Technik angewandt. D.h. neben der Haut werden auch Strukturen des Unterhautgewebes gestrafft. Das ist das gängigste Verfahren und verspricht optimale Erfolge, weil gleichzeitig auch im tiefen Gewebe eine Straffung durchgeführt wird. Vor allem bei Personen ab 40 wird das Midi-Lift angewandt.

  • Face-Neck-Lift: Bei dieser Form des Facelift wird neben dem Wangen- auch der Halsbereich gestrafft. Bei diesem Verfahren wird nicht selten ein zusätzlicher Schnitt unterhalb des Kinns notwendig, um überschüssiges Fett im Halsbereich zu entfernen und Korrekturen an der Halsmuskulatur vorzunehmen.

Vor dem Facelift zeichnet der Arzt den Hautüberschuss auf der Haut auf. Nach der Operation werden die Schnitte durch sehr feine Nähte intrakutan (also von außen nicht sichtbar) genäht, um ein möglichst optimales Ergebnis zu erzielen.

Welche Komplikationen können durch ein Facelift auftreten?

Keine Operation ist ohne Risiko. Auch bei größter Sorgfalt können während oder nach einem Facelift Komplikationen auftreten.

Während der Operation kann es zu folgenden Komplikationen kommen:

  • Blutungen: es können stärkere Blutungen auftreten, die meist gut gestillt werden können.

  • Nervenverletzungen: Werden Nerven verletzt, können bleibende Lähmungen auftreten. Beim Stirnlift kann die Verletzung des Gesichtsnervs zeitweise oder dauerhaft zur Lähmung der Stirnmuskulatur führen. Beim unteren Facelift kann es zur Verletzung des Nervus facialis (Gesichtsnerv) kommen, die zur vorübergehenden oder dauerhaften Lähmung einer Gesichtshälfte (Mundwinkel) führt.

  • Druckschäden an Nerven und Weichteilen: Durch die Lagerung während der Operation können Druckschäden an Nerven und Weichteile auftreten. Diese zeigen sich in Form eines Taubheitsgefühls. In Einzelfällen kann das Taubheitsgefühl verbleiben.

  • Hautschäden: Hautschäden können durch Desinfektionsmittel, elektrischen Strom und mechanischer Wirkung auftreten. Im ungünstigsten Fall verbleiben Narben.

Nach der Operation kann es zu folgenden Komplikationen kommen:

  • Nachblutungen und Blutergüsse: Manchmal kommt es zu Nachblutungen und Blutergüssen mehrere Tage nach der Operation. Unter Umständen wird ein zweiter operativer Eingriff notwendig.

  • Infektionen im Wundgebiet sind selten, können aber vorkommen.

  • Wundheilungsstörungen sind selten, können aber vorkommen. Besonders wenn Sie rauchen oder an Diabetes leiden, kann es zu einer verzögerten Heilung von Wunden kommen. Im ungünstigsten Fall verbleiben Narben, die evtl. nachkorrigiert werden müssen.

  • Gefühlsstörungen: Im Bereich der abgelösten Hautpartien kann es vorübergehend zur verminderten Gefühlsempfindung kommen. Hinter und an den Ohren kommen immer wieder auch Gefühlsstörungen und Schmerzen vor.

  • Beim Stirnlift kann es zu einem dauerhaften Haarausfall im Bereich der Narben kommen.

  • Nekrosen: Insgesamt sehr selten sterben ganze Hautareale ab. Es können Narben entstehen. Weitere Eingriffe werden notwendig.
  • Beim unteren Facelift ist ein veränderter Haaransatz hinter dem Ohr nicht immer zu vermeiden.

  • Spannung: Ein Gefühl der Spannung kann sich einstellen, dass Sie über Monate begleiten kann.

  • Die Ausprägung von Narben ist von Patient zu Patient anlagebedingt unterschiedlich. Bei entsprechender Veranlagung können bei äußeren Schnitten wulstige, dicke, verfärbte und schmerzhafte Narben (Keloid) entstehen. Solche Narben erfordern manchmal einen Korrektureingriff.

  • Überkorrektur: Übermäßige Hautentfernung oder Zug durch ungünstige Narbenbildung können zu einer sog. Überkorrektur führen. Neben stärkeren Spannungsgefühlen, wirkt das Gesicht maskenartig und verliert seine Natürlichkeit.

Worauf muss ich nach dem Facelift achten?

  • Nehmen Sie sich die nötige Zeit, um sich von dem Facelift zu erholen. Sie sollten etwa zwei Wochen zur Genesung nach dem Eingriff planen.

  • Stehen Sie möglichst frühzeitig nach der Operation auf, um die Bildung von Blutgerinnsel zu vermeiden. In den ersten Tagen nach dem Facelift sollten Sie Ihren Kopf ruhig und gerade halten, um die Schwellung zu minimieren. Gönnen Sie sich viel Ruhe.

  • Der Kopfverband wird bereits nach sehr kurzer Zeit entfernt (1-2 Tage). Die während der Operation eingelegten Drainagen werden in der Regel einen Tag nach der Operation entfernt.

  • Schwellungen, Blutergüsse, ein Taubheitsgefühl und Schmerzen hinter dem Ohr sind nicht unüblich. Schmerzen können mit Medikamenten gelindert werden. Die Schwellung vergeht in der Regel innerhalb der ersten Wochen nach der Operation.

  • Die ersten Hautfäden werden nach 5-7 Tagen entfernt. Je nach Region und Heilungsverlauf kann es auch länger dauern.

  • Verzichten Sie ca. 6 Wochen nach dem Facelift auf jede körperliche Anstrengung, insbesondere auf Sport. Besprechen Sie dies mit Ihrem behandelnden Arzt.

  • Vermeiden Sie die direkte Sonnenbestrahlung der Narben (bei äußeren Narben), da sich diese dadurch bräunlich verfärben können. Prinzipiell sollten Sie die ersten acht Wochen auf Sonnenbäder verzichten. Verzichten Sie auch auf Nikotin und Alkohol, um den Heilungserfolg nicht zu gefährden.

  • Narben und Rötungen können mit einem speziellen Camouflage-Make-up gedeckt werden.

Wie sind die Erfolgsaussichten eines Facelifts?

In den Händen erfahrener Spezialisten sind die Erfolgsaussichten eines Facelifts gut. Sie hängen auch von Ihrer körperlichen Verfassung ab (Allgemeinzustand, Hautzustand, etc.). Eine realistische Erwartung bewahrt Sie vor Enttäuschungen.

Die Patienten sind in der Regel mit dem erreichten Ergebnis zufrieden.



Letzte Aktualisierung am 04.07.2016.
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Fragen, Antworten und zusätzliche Informationen zu Facelift

 
Wangen/Halslifting   1 Antworten   Letzte Antwort
sagt maruschka08   vor 11 Tage  29

Muss noch hinzufügen, dass ich noch einen Druckverband trage!

Portrait Dr. med. Mark A. Wolter, Tätigkeitsschwerpunkt: Ästhetisch-plastische Chirurgie, Berlin, Chirurg (Facharzt für Chirurgie)
sagt Dr. Wolter   vor 25 Tage  49063

Hallo Solar.
Ich hatte im anderen Chat schon geantwortet...
mit freundlichen grüßen

dr. wolter berlin/zürich ... mehr

Portrait Dr. med. Mark A. Wolter, Tätigkeitsschwerpunkt: Ästhetisch-plastische Chirurgie, Berlin, Chirurg (Facharzt für Chirurgie)
sagt Dr. Wolter   vor 2 Monate  20523

Hallo miss inked.
Etwas spät die Antwort, aber vielleicht noch relevant...
Man sollte ein paar Tage warten, bis man wieder neu auffüllt. Sonst ... mehr

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18 Fragen zu Facelift
Schönheitschirurg für Facelift
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Alle anzeigen Zufall
Kurzbeschreibung Facelift

OP-Dauer
(Facelift / Gesichtsstraffung):
ca. 3-5 Stunden

Narkose
(Facelift / Gesichtsstraffung):
in der Regel Vollnarkose

Klinikaufenthalt
(
Facelift / Gesichtsstraffung):
stationär, kurzstationärer Aufenthalt notwendig

Nachsorge
(Facelift / Gesichtsstraffung):
Kopfverband für 1-2 Tage, 6 Wochen kein Sport, keine direkte Sonnenbestrahlung

Gesellschaftsfähig
(Facelift / Gesichtsstraffung):
nach 2-3 Wochen