Was ist die Handverjüngung mit dem Laser? Per Laserbehandlung lassen sich Altersflecken, Pigmentstörungen und feine Falten an den Handrücken gezielt behandeln. Je nach Befund kommen unterschiedliche Lasersysteme zum Einsatz.
Für wen geeignet? Für Patienten mit sichtbaren Pigmentflecken, ungleichmäßiger Hauttextur oder feinen Falten am Handrücken. Der behandelnde Arzt wählt das passende Verfahren anhand des individuellen Hautbefunds.
Wichtig zu wissen: Der Laser verbessert die Hautoberfläche, kann aber keinen Volumenverlust ausgleichen. Konsequenter Sonnenschutz nach der Behandlung ist Pflicht.
Dauer & Kosten: Eine Sitzung dauert 10 bis 30 Minuten. Die Kosten beginnen bei etwa 200 Euro pro Handrücken, abhängig vom gewählten Laser.
Alternative: Bei mageren Handrücken mit hervortretenden Venen ist eine Unterspritzung mit Hyaluronsäure oder Eigenfett oft die bessere Wahl.
Die Hände eines Menschen geben häufig Aufschluss über sein Alter. Altersflecken, unregelmäßige Pigmentierungen und Falten lassen nicht nur die Hände, sondern den ganzen Menschen älter wirken. Alterswarzen stören das Hautbild mitunter ebenfalls. Dazu kommt: Während das Gesicht oft durch Cremes und Sonnenschutz geschützt wird, sind die Hände ständig UV-Strahlung, Kälte und chemischen Reizen ausgesetzt. Die Haut am Handrücken ist von Natur aus dünn, hat wenig Talgdrüsen und kaum Unterhautfettgewebe – sie altert deshalb schneller als an vielen anderen Körperstellen.
Wer nicht möchte, dass die Hände das wahre Alter verraten, setzt daher auf die Handverjüngung mit dem Laser. Die Möglichkeit der Handrückenverschönerung verhilft den Händen in wenigen Sitzungen zu einem jüngeren Aussehen.
Ab etwa dem 40. Lebensjahr lässt die Produktion von Hyaluronsäure, Kollagen und Elastin spürbar nach. Die Haut wird dünner, trockener und verliert ihre Spannkraft. Gleichzeitig baut sich das Fettgewebe unter der Haut ab. Die Folge: Knochen, Sehnen und Venen treten immer stärker hervor, der Handrücken wirkt knochig.
Typische Zeichen der Handalterung sind Altersflecken (sogenannte Lentigines solares), eine ungleichmäßige Hauttextur, feine Falten und ein Volumenverlust. Je nachdem, wie weit die Alterung fortgeschritten ist, empfehlen Ärzte unterschiedliche Behandlungen – von sanften Lichttherapien bei ersten Pigmentflecken bis hin zu einer Kombination aus Laser und Volumenaufbau bei stark ausgedünnter Haut.
Es gibt eine Reihe von Lasern, die sich für die Handverjüngung anbieten. Dabei sind vor allem die folgenden Laser zu nennen:
Welcher Laser zum Einsatz kommt, hängt davon ab, welche Zeichen der Hautalterung zu behandeln sind. Allen Lasern ist ein Grundprinzip gemeinsam: Die sogenannte selektive Photothermolyse. Dabei wird eine bestimmte Lichtfrequenz gewählt, die genau vom Ziel in der Haut – zum Beispiel Melanin bei Pigmentflecken oder Wasser bei Falten – aufgenommen wird. Das umliegende Gewebe bleibt weitgehend unversehrt. Nur ein fachkundiger Arzt kann entscheiden, welcher Laser die beste Wahl für den jeweiligen Patienten ist.
Wichtig zu wissen: Vor jeder Laserbehandlung muss sichergestellt sein, dass es sich bei den Pigmentveränderungen am Handrücken nicht um bösartige Hautschäden handelt. Bösartige Hautveränderungen, zum Beispiel durch langjährige Sonnenschäden, benötigen eine gesonderte medizinische Therapie.
Beide Laser tragen die obere Hautschicht ab und zählen deshalb zu den sogenannten ablativen Verfahren. Sie kommen bei Altersflecken, aktinischen Keratosen und feinen Falten zum Einsatz.
Der CO2-Laser arbeitet mit einer Wellenlänge von 10.600 Nanometern. Er erzeugt beim Abtragen der Haut eine spürbare Wärmezone, die vorhandene Kollagenfasern sofort zusammenzieht und gleichzeitig die Neubildung von Kollagen anregt. Moderne Geräte arbeiten fraktioniert: Sie lasern nur winzige Punkte und lassen dazwischen unbehandelte Hautbereiche stehen. Von diesen gesunden Arealen aus regeneriert sich die Haut schneller. Der Straffungseffekt ist beim CO2-Laser vergleichsweise stark, allerdings braucht die Haut auch länger zum Abheilen.
Der Erbium-Yag-Laser arbeitet mit 2.940 Nanometern – das liegt genau auf dem Absorptionsmaximum von Wasser. Er trägt die Haut präzise ab, entwickelt dabei aber weniger Hitze. Die Haut heilt schneller, und das Risiko für Pigmentverschiebungen nach der Behandlung ist geringer. Für den empfindlichen Handrücken ist das ein Vorteil. Auf der anderen Seite fällt der Straffungseffekt schwächer aus als beim CO2-Laser.
Der Nd:Yag-Laser und der Rubinlaser werden häufig gezielt zur Entfernung von Altersflecken eingesetzt. In der sogenannten gütegeschalteten (Q-switched) oder Pikosekunden-Variante zerstören sie Pigmentpartikel durch kurze, starke Lichtimpulse. Die zerkleinerten Partikel baut der Körper anschließend über das Lymphsystem ab.
Sofern es sich um geplatzte Äderchen handelt, die den Handrücken älter aussehen lassen, bietet sich der Diodenlaser für die Behandlung an. Auch für Patienten, die von Couperose im Bereich der Hände betroffen sind, ist diese Laserart eine gute Wahl.
Die IPL-Behandlung ist genau genommen kein Laser, sondern nutzt breitbandiges Licht mit Wellenlängen zwischen 500 und 1.200 Nanometern. IPL behandelt Pigment- und Gefäßveränderungen gleichzeitig und eignet sich besonders für flächige Pigmentstörungen. Handelt es sich um einen Handrücken, der lediglich die ersten Zeichen des Alterns aufweist, ist IPL oft eine gute Wahl. Die Behandlung kurbelt die Bildung neuen Kollagens an und verbessert die Hautdicke – allerdings über mehrere Sitzungen hinweg. Bei tiefen Falten oder ausgepragtem Volumenverlust stößt IPL an seine Grenzen.
Vier Wochen vor dem Termin sollten Sie intensive Sonneneinstrahlung und Solarien meiden. Vorgebärunte Haut reagiert empfindlicher auf den Laser und erhöht das Risiko für unerwünschte Pigmentverschiebungen. Medikamente, die die Lichtempfindlichkeit steigern oder die Blutgerinnung beeinflussen (etwa Aspirin), sollten Sie nach Rücksprache mit Ihrem Arzt absetzen. Falls Sie zu Lippenherpes neigen, kann der Arzt vorbeugend ein Virusmittel verordnen.
Nach der Reinigung des Handrückens trägt der Arzt bei ablativen Verfahren eine betäubende Creme auf, die etwa 30 bis 60 Minuten einwirkt. Die eigentliche Laserbehandlung dauert dann zwischen 10 und 30 Minuten. Während der Behandlung spüren Sie ein leichtes Stechen oder Wärmegefühl – viele Patienten vergleichen es mit dem Schnalzen eines Gummibandes. Moderne Geräte verfügen über eingebaute Kühlsysteme, die den Komfort erhöhen.
Direkt nach der Behandlung ist die Haut gerötet und leicht geschwollen. Das ist normal und zeigt an, dass die Behandlung gewirkt hat. In den folgenden Tagen und Wochen ist sorgfältige Nachsorge gefragt:
Sofern mehrere Laserbehandlungen erforderlich sind, sollten diese im Abstand von vier bis sechs Wochen erfolgen. Nur wenn sich die Haut dazwischen ausreichend erholt, lässt sich ein gutes Ergebnis mit geringem Risiko erzielen.
Wie bei jedem medizinischen Eingriff sind Nebenwirkungen möglich. Rötungen und Schwellungen treten fast immer auf und klingen in der Regel innerhalb weniger Tage ab. Darüber hinaus gibt es weitere Risiken, die Sie kennen sollten:
Pigmentverschiebungen: Die häufigste Komplikation ist eine vorübergehende Braunverfärbung der behandelten Stellen (postinflammatorische Hyperpigmentierung). Sie tritt vor allem bei dunkleren Hauttypen oder bei unzureichendem Sonnenschutz nach der Behandlung auf. In den meisten Fällen bildet sie sich von selbst zurück, kann aber einige Monate andauern.
Blasenbildung: Besonders bei der Behandlung von Altersflecken mit Q-switched Lasern kann es an den Händen zu Blasen kommen, weil die Haut dort so dünn ist. Diese Blasen müssen sorgfältig versorgt werden.
Infektionen: In seltenen Fällen können sich die behandelten Stellen infizieren oder ein bestehender Herpes kann reaktiviert werden. Eitrige Stellen oder zunehmende Schmerzen sind ein Grund, sofort den Arzt aufzusuchen.
Narbenbildung: Wer generell zu starker Narbenbildung neigt, trägt auch bei der Laserbehandlung ein höheres Risiko. Je intensiver der Laser einwirkt, desto größer ist dieses Risiko. Dauerhafte Narben oder eine bleibende Aufhellung der Haut (Hypopigmentierung) sind allerdings sehr selten – sie betreffen weniger als 1 % der Patienten.
Wichtig zu wissen: Kratzen Sie nach der Behandlung nicht an den behandelten Stellen, auch wenn sie jucken. Schonen Sie Ihre Hände und schützen Sie sie konsequent vor der Sonne.
Bei der Handverjüngung per Laser geht es vor allem darum, Altersflecken und Pigmentstörungen zu entfernen und die Hauttextur zu glätten. Das Laserlicht zerstört gezielt Pigmentpartikel, die der Körper danach abbaut. In begrenztem Rahmen regt der Laser auch die Kollagenneubildung an, was die Haut etwas straffer wirken lässt.
Allerdings: Wenn die Hände durch den Abbau von Fettgewebe knochig wirken und Sehnen sowie Venen stark hervortreten, kann der Laser wenig ausrichten. Für diesen Volumenverlust braucht es andere Verfahren – etwa eine Unterspritzung oder ein Lipofilling. Außerdem hält das Ergebnis einer Laserbehandlung nicht ewig. Der Alterungsprozess geht weiter, und ohne Sonnenschutz entstehen neue Pigmentflecken.
Oft bringt eine Kombination verschiedener Verfahren das beste Ergebnis. Welche Behandlungen sinnvoll zusammenpassen, entscheidet der behandelnde Arzt je nach Befund.
Einen Überblick aller Methode finden Sie in dem Artikel Handverjüngung.
Wer eine gezielte Aufpolsterung seiner Handrücken wünscht, ist mit einer Unterspritzung besser beraten als mit dem Laser. Dabei stehen verschiedene Substanzen zur Verfügung:
Hyaluronsäure füllt eingefallene Bereiche zwischen den Sehnen auf und spendet der Haut Feuchtigkeit von innen. Das Ergebnis ist sofort sichtbar und hält etwa 9 bis 12 Monate. Der Körper baut die Hyaluronsäure danach auf natürlichem Weg wieder ab – die Behandlung ist also umkehrbar.
Calcium-Hydroxylapatit ist ein weiterer, sehr guter Filler für die Hände. Neben dem sofortigen Aufpolsterungseffekt regt Radiesse die körpereigene Kollagenproduktion an. Das führt langfristig zu einer spürbar festeren Haut. Die Wirkung hält in der Regel 12 bis 18 Monate an.
Die Behandlung mit Eigenfett ist aufwendiger und kostspieliger, bietet dafür aber die nachhaltigste Lösung. Einmal angewachsen, bleiben die Fettzellen dauerhaft erhalten. Die Handrücken wirken anschließend voller und glatter, Venen treten weniger hervor. Zusätzlich enthält das transplantierte Fettgewebe Stammzellen, die sich positiv auf die Hautqualität auswirken können.
Polymilchsäure wirkt anders als klassische Filler. Es wird in mehreren Sitzungen injiziert und regt den Körper dazu an, selbst neues Kollagen zu bilden. Der Aufbau geschieht schrittweise und wirkt dadurch sehr natürlich. Das Ergebnis kann bis zu zwei Jahre halten.
Beim RF-Microneedling dringen feine Nadeln in die Haut ein und geben dort Radiofrequenz-Energie ab. Die Kombination aus mechanischem Reiz und Wärme regt die Kollagenbildung an. Die Ausfallzeit ist gering – eine gute Option für Patienten, die eine Hautstraffung wünschen, aber keine längere Erholungsphase einplanen können.
Zahlreiche Kosmetikstudios bieten spezielle Cremebehandlungen der Hände an. In Asien sind starke Bleichmittel zur Korrektur von Altersflecken verbreitet. In Deutschland sind solche Cremes nur in geringerer Dosis erlaubt. Allein mit Cremes lässt sich meist kein durchgreifendes Ergebnis erzielen – sie eignen sich eher zur Vorbeugung.
Auch bei dieser Methode sind die Ergebnisse begrenzt. Ein Peeling wird gegen tiefe Falten oder tief liegende Altersflecken kaum etwas ausrichten können. Außerdem ist Vorsicht geboten, weil die Haut am Handrücken dünn ist. Über mehrere Sitzungen hinweg können folgende Ergebnisse erzielt werden:
Die sogenannte Besenreiserverödung ist im Beinbereich schon lange im Einsatz. Ein ähnliches Verfahren steht auch für Handvenen zur Verfügung, die als deutliches Zeichen des Alterns gelten. Allerdings ist das Verfahren riskant und wird selten angewendet. Die Handvenen lassen sich damit nicht komplett zum Verschwinden bringen. Eine Unterspritzung der Handrücken ist in den meisten Fällen die sinnvollere und sicherere Wahl.
Die Kosten hängen davon ab, welches Verfahren zum Einsatz kommt und wie viele Sitzungen nötig sind. Da es sich um ästhetische Behandlungen handelt, übernehmen die Krankenkassen die Kosten in der Regel nicht.
Für Laserbehandlungen müssen Sie mit folgenden Preisen rechnen:
Handverjüngung per Laser - Infos auf einen Blick
| Info | Antwort |
|---|---|
| Behandlungsdauer | 10 bis 30 Minuten pro Sitzung (zzgl. 30–60 Min. Einwirkzeit der Betäubungscreme bei ablativen Verfahren) |
| Betäubung | Topische Betäubungscreme (z. B. Lidocain/Prilocain); bei nicht-ablativen Verfahren oft nicht nötig |
| Klinikaufenthalt | Keiner – ambulante Behandlung |
| Narben | Sehr selten (unter 1 %); erhöhtes Risiko bei Neigung zu überschießender Narbenbildung |
| Schmerzen | Leichtes Stechen oder Wärmegefühl während der Behandlung; danach Rötung und leichte Schwellung für einige Tage |
| Arbeitsfähigkeit | Bei nicht-ablativen Verfahren sofort; bei ablativen Lasern nach ca. 5–7 Tagen |
| Gesellschaftsfähig | Bei IPL/nicht-ablativen Lasern nach 1–2 Tagen; bei CO2-Laser nach ca. 7–14 Tagen |
| Sport | Leichte Aktivität nach wenigen Tagen; intensive Belastung der Hände erst nach vollständiger Abheilung |
| Sichtbarkeit Ergebnis | Erste Verbesserung nach 2–4 Wochen; volles Ergebnis nach 2–3 Monaten (Kollagenneubildung braucht Zeit) |
| Haltbarkeit | 1 bis 3 Jahre, abhängig von Sonnenschutzverhalten und Hautpflege |
| Kosten | Ab ca. 200 € pro Handrücken (Pigmentflecken); ab ca. 450–600 € pro Sitzung (fraktionierte Laser); keine Kostenübernahme durch die Krankenkasse |
aktualisiert am 11.03.2026