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Bruststraffung (Mastopexie) 

Lesezeit: 5 Min.

Eine Bruststraffung wird häufig im Rahmen einer Brustverkleinerung mitoperiert

Welche Möglichkeiten bietet mir die Bruststraffung?

Die Brust der Frau ist ein Zeichen der Weiblichkeit. Genetisch veranlagt oder durch die schwindende Elastizität der Haut im Alter kann die Brust ihre frühere Form und Straffheit verlieren. Viele Frauen empfinden dann Ihre Brust nicht mehr als attraktiv und leiden unter dieser nachteiligen Formveränderung.

Frauen mit hängenden Brüsten leiden häufig unter Störungen des Selbstbewusstseins. Es kommen nicht selten auch psychische Probleme vor.

Mit der operativen Bruststraffung (Mastopexie) ist es möglich, die hängende Brust, den eigenen Wünschen anzupassen. Die meisten Frauen wünschen sich in Relation zum eigenen Körper eine wohl geformte Brust.

Ob sich Ihre Erwartungen hinsichtlich der Operation mit den Möglichkeiten der operativen Bruststraffung decken, sollten Sie mit ihrem Arzt besprechen. Die operative Bruststraffung hinterlässt Narben. Je nach Veranlagung können diese Narben sichtbar bleiben.

Hängende Brüste werden besonders bei Frauen mit Mammahyperplasie (zu große Brüste) begünstigt. Deshalb ist die Straffungsoperation häufig mit einer Brustverkleinerung kombiniert. Bei einer Bruststraffung werden die Brustwarzen nach oben in eine neue Position verlagert.

Was muss ich vor der Bruststraffung beachten?

Um das Operationsrisiko möglichst gering zu halten, beachten Sie folgende Verhaltensrichtlinien:

    1. Fragen Sie Ihren Arzt, welche Medikamente Sie bis zur Operation weiterhin einnehmen dürfen. Medikamente, die die Blutgerinnung verzögern, müssen in der Regel 14 Tage vor der Operation abgesetzt werden. Zu den gerinnungshemmenden Substanzen gehören einige Schmerzmittel, u.a. Aspirin.

    2. Nikotin führt zu einer verminderten Durchblutung der Organe. Im Operationsbereich kann es deshalb zu einer Durchblutungsstörung kommen. Zusammen mit Medikamenten zur Empfängnisverhütung (Antibabypille) steigt das Risiko der Bildung von Blutgerinnsel. Verzichten Sie bereits zwei Wochen vor dem Eingriff und für die Zeit der Wundheilung nach dem Eingriff auf den Nikotinkonsum.

    3. In manchen Fällen ist es sinnvoll vor der Operation eine Mammografie (spezielle Form der Brustuntersuchung) und eine Ultraschalluntersuchung durchzuführen. Besprechen Sie das mit Ihrem Arzt.

    4. Bevor Sie sich für eine Bruststraffung entscheiden, sollten Sie darüber nachdenken ein bestehendes Übergewicht durch eine Diät zu beseitigen. Eine Gewichtsreduktion nach der Operation kann zu einer erneuten Erschlaffung des Brustgewebes führen.

    5. Nach einer Schwangerschaft kann sich die Brustform verändern. Deshalb empfiehlt es sich, eine Bruststraffung erst nach Abschluss der Familienplanung vorzunehmen. Zudem kann die Stillfähigkeit durch die Operation beeinträchtigt werden. Bei gesundheitlichen Beschwerden und bei Frauen, die mit der Familienplanung noch längere Zeit warten wollen, ist es sinnvoll, die Operation vorzuziehen.

Was passiert bei der Bruststraffung?

Die Operation wird in der Regel stationär (im Krankenhaus) und in Allgemeinnarkose durchgeführt. Die notwendigen Voruntersuchungen werden am Vortag Ihres Termins in der Klinik durchgeführt. Sie können die Voruntersuchungen auch im Vorfeld von Ihrem Hausarzt durchführen lassen. Rechnen Sie mit einem Klinikaufenthalt von 1 bis 3 Tagen. Sehr selten wird die Operation in örtlicher Betäubung angeboten. Der Anästhesist (Narkosearzt) bespricht mit Ihnen die Wahl der Narkose. Er ist während der gesamten Operation anwesend und steuert die Narkose.

Die Operation dauert ca. 2 bis 3 Stunden. Es gibt unterschiedliche Operationstechniken. Je nach Technik resultieren unterschiedliche Narben. Die Narben können:

  1. um die Brustwarze,
  2. um die Brustwarze und senkrecht nach unten,
  3. um die Brustwarze, senkrecht nach unten und zur Seite (umgekehrt L-förmig),
  4. um die Brustwarze, senkrecht nach unten und zur Seite (umgekehrt T-förmig) bei sehr ausgeprägter Erschlaffung der Brust verlaufen.

Im Vorfeld werden die vorgesehen Schnittverläufe durch den Operateur auf die Haut gezeichnet. Dann werden die Schnitte (Hautinzisionen) gesetzt und anschließend Haut und überschüssiges Drüsen- und Fettgewebe entfernt. Die Brustwarzen werden häufig nach oben verlagert. Schließlich wird die Haut unterhalb der Brustwarzen zusammengebracht und die Brust somit geformt.

Bevor die Wunden verschlossen werden, werden dünne Drainageschläuche eingesetzt, damit das Wundsekret ablaufen kann. Die Drainagen werden nach einigen Tagen entfernt.

Gleich nach der Operation wird ein fester Verband angelegt.

Welche Komplikationen können bei der Bruststraffung auftreten?

Keine Operation ist ohne Risiko. Auch bei größter Sorgfalt können während oder nach dem Eingriff Komplikationen auftreten.

Während der Operation kann es zu stärkeren Blutungen kommen. Größere Blutverluste können eine Bluttransfusion notwendig machen. Dies ist allerdings sehr selten. Auch äußerst selten kann es bei Bluttransfusionen zur Übertragung von Krankheitserregern kommen, z. B. dem HI-Virus (HIV) oder von Hepatitis-Viren (Leberentzündung). Um das Risiko einer Infektion zu vermeiden, besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob eine Eigenblutspende möglich und sinnvoll ist.

In seltenen Fällen können Druckschäden an Nerven und Weichteilen entstehen. Sie bilden sich in der Regel innerhalb weniger Wochen wieder zurück.

Nach der Operation kann zu folgenden Komplikationen kommen:

  • Nachblutungen (selten), auch mehrere Tage nach der Operation (in aller Regel bilden sich Nachblutungen innerhalb weniger Wochen wieder selbständig zurück).

  • Blutergüsse sind selten. Auch diese bilden sich in aller Regel innerhalb weniger Wochen selbständig zurück.

  • Taubheitsgefühl kann sich durch Schädigung von Hautnerven einstellen. Innerhalb von einigen Monaten kommt es im Normalfall zur vollständigen Wiederherstellung der Empfindungen der Haut. In Ausnahmenfälle kann ein Taubheitsgefühl verbleiben.

  • Schwellungen im Operationsgebiet. Insbesondere in den ersten drei Tagen nach der Operation kann es im operierten Gebiet zu Schwellungen kommen.

  • Durchblutungs- und Wundheilungsstörungen sind selten. Es kann dann zur Ausbildung von breiten Narben kommen, die möglicherweise einen Korrektureingriff erfordern, um ein optisch optimales Ergebnis zu erzielen.

  • Die Ausprägung von Narben ist von Patient zu Patient anlagebedingt unterschiedlich. Bei entsprechender Veranlagung können wulstige, dicke, verfärbte und schmerzhafte Narben (Keloid) entstehen. Solche Narben erfordern manchmal einen Korrektureingriff.

  • Blutgerinnsel (Thromben) sind selten, können aber zum Verschluss eines Blutgefäßes führen, der lebensbedrohlich werden kann (z.B. Lungenembolie) und auch zum Tod führen kann. Rauchen und die Einnahme der Antibabypille (Kontrazeptiva) sind Faktoren, die die Bildung von Thromben begünstigen.

  • Überempfindlichkeitsreaktionen auf Betäubungsmittel oder Medikamente können Brechreiz, Juckreiz oder Hautausschlag auslösen. In seltenen Fällen kann es aber auch zu lebensbedrohlichen allergischen Reaktionen kommen, die manchmal bleibende Schäden hinterlassen können.

  • Die Sensibilität der Brustwarze kann durch die Gewebedehnung beeinträchtigt sein. Das ist die Folge der notwendigen Durchtrennung von Hautnerven. Diese Störung kann bis zu einem Jahr dauern und verbessert sich in der Regel im Laufe der Zeit.

  • Bei gestörter Blutversorgung kann die Brustwarze komplett absterben. In diesem Fall wird eine Verpflanzung von dunkel pigmentierter / tätowierter Haut notwendig.

  • Infektionen der Wunde können zu einer Verzögerung der Wundheilung führen. Zudem kann es zur Ausbildung von Abszessen (Eiteransammlungen) und Nekrosen (Absterben von Gewebe) kommen.

  • Die Stillfähigkeit kann durch eine Brustverkleinerung oder Straffungsoperation beeinträchtigt werden.

  • Symmetrie: Beide Brüste sind weder vor noch nach der Operation vollkommen symmetrisch. Der Operateur bemüht sich, eine bestmögliche Symmetrie herzustellen. Bei auffälliger Asymmetrie (Ungleichheit der Brust) muss möglicherweise ein Korrektureingriff vorgenommen werden.

Worauf muss ich nach der Bruststraffung achten?

Nehmen Sie sich die nötige Zeit, um sich von der Operation zu erholen. Sie sollten etwa ein bis zwei Wochen zur Genesung nach dem Eingriff planen.

  • Stehen Sie möglichst frühzeitig nach der Operation auf, um die Bildung von Blutgerinnsel zu vermeiden.

  • Die Brüste werden in den ersten Tagen anschwellen und empfindlich sein. Kühlende Maßnahmen helfen, die Schwellung zu verringern.

  • Während der Operation eingelegte Drainagen werden in den ersten Tagen nach der Operation entfernt.

  • Schmerzen im Wundgebiet sind normal und können durch Medikamente gelindert werden.

  • Tragen Sie den Stütz-BH drei bis sechs Wochen lang (Tag und Nacht). Es hilft, ein optimales Ergebnis zu erzielen.

  • Acht bis 14 Tage nach der Operation werden die Hautfäden entfernt.

  • Verzichten Sie mindestens die ersten sechs Wochen auf jede körperliche Anstrengung, vor allem auch auf Sport. Besprechen Sie dies mit Ihrem behandelnden Arzt.

  • Vermeiden Sie in den ersten sechs Monaten die direkte Sonnenbestrahlung der Narben, da sich diese dadurch bräunlich verfärben können.

  • Sind sie ambulant operiert worden? Bedenken Sie die vorübergehende Einschränkung Ihrer Sraßenverkehrstauglichkeit. Lassen Sie sich deshalb bitte abholen.

Wie sind die Erfolgsaussichten?

In den Händen erfahrener Spezialisten sind die Erfolgsaussichten gut. Sie hängen auch von Ihrer körperlichen Verfassung ab (Allgemeinzustand, Hautzustand, etc.). Eine realistische Erwartung bewahrt Sie vor Enttäuschungen.

Die Bruststraffung gilt als anspruchsvolle Operation mit vielen möglichen Komplikationen. Um diese gering zu halten, sollten Sie sich nur durch einen erfahrenen und gut ausgebildeten Arzt operieren lassen.

Die Bruststraffung kann hängende Brüste und Brustasymmetrien (ungleiche Brüste) ausgleichen und Ihnen ein neues Lebensgefühl vermitteln.



Letzte Aktualisierung am 14.01.2016.
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13 Fragen zu Bruststraffung
Schönheitschirurg für Bruststraffung
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Alle anzeigen Zufall
Kurzbeschreibung Bruststraffung

OP-Dauer
2-3 Stunden

Narkose
in der Regel Allgemeinnarkose

Klinikaufenthalt
2-3 Tage

Nachsorge
Stütz-BH für 6 Wochen, 6 Monate keine direkte Sonnenbestrahlung der Narben, Cremes zur Narbenpflege

Gesellschaftsfähig
keine gesellschaftliche Beeinträchtigung


Abb. Hängende Brüste, operative Indikation für eine Bruststraffung