Was ist eine Penisverlängerung? Ein chirurgischer Eingriff zur Vergrößerung des männlichen Glieds. Dabei wird das Halteband zwischen Schambein und Schwellkörper gelöst, wodurch der im Körperinneren verborgene Teil des Penis nach außen verlagert wird. Im erschlafften Zustand sieht der Penis dadurch größer aus.
Für wen geeignet? Für Männer mit einem Mikropenis (gestreckte Länge unter 7,5 cm) oder starkem psychischem Leidensdruck. Wichtig: Die Mehrheit der Männer, die eine Vergrößerung wünschen, hat anatomisch normale Maße – hier ist oft eine psychologische Beratung sinnvoller.
Wichtigste Kontraindikation: Eine körperdysmorphe Störung (BDD), bei der Betroffene von einem eingebildeten Makel besessen sind. Bei dieser Erkrankung ist eine Operation kontraindiziert, da sie das zugrunde liegende Problem nicht löst.
Dauer & Kosten: Ca. 1,5 Stunden in Vollnarkose oder örtlicher Betäubung. Kosten in Deutschland: 4.500–7.500 Euro für die Verlängerung, 2.500–4.500 Euro für eine Verdickung mit Hyaluronsäure (Selbstzahler).
Ergebnis: Im schlaffen Zustand ein Längengewinn von 2–5 cm möglich. Im erigierten Zustand ist der Zuwachs meist geringer. Der Erektionswinkel wird flacher.
Die durchschnittliche Penisgröße liegt weltweit bei ca. 14,5 cm im erigierten Zustand (Link). Dennoch wünscht sich fast die Hälfte aller Männer eine Vergrößerung ihres Glieds. Diese Diskrepanz zwischen objektiver Realität und subjektivem Empfinden zeigt: Die Nachfrage nach Penisvergrößerungen ist weniger ein rein medizinisches als vielmehr ein tiefgreifendes psychosexuelles Phänomen.
Die Penisverlängerung kann durch einen operativen Eingriff durchgeführt werden. Neben der Verlängerung wünschen sich viele Patienten auch eine Penisverdickung. Interessanterweise zeigen Studien, dass der Umfang für die sexuelle Zufriedenheit der Partnerin oft relevanter ist als die Länge selbst.
Eine präzise Beurteilung erfordert standardisierte Messverfahren. Der klinische Goldstandard ist die sogenannte gestreckte Penislänge (SPL): Dabei wird der schlaffe Penis maximal gestreckt und der Abstand zwischen dem Schambein und der Spitze der Eichel gemessen. Diese Methode gilt als zuverlässigste Vorhersage für die erigierte Länge.
Ein Mikropenis liegt medizinisch vor, wenn die gestreckte Länge beim erwachsenen Mann unter 7,5 cm beträgt. Dies betrifft etwa 0,9 bis 2,1 Prozent der männlichen Bevölkerung. Bei diesen Patienten können funktionelle Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Geschlechtsverkehr auftreten, weshalb hier eine medizinische Indikation für eine Behandlung bestehen kann.
Die Mehrheit der Männer, die eine operative Penisvergrößerung wünschen, weist anatomisch völlig normale Maße auf. Studien zeigen eine bemerkenswerte Diskrepanz: Während etwa 84 Prozent der Frauen mit der Penisgröße ihres Partners zufrieden sind, geben nur 55 Prozent der Männer an, mit ihrem eigenen Genitalien zufrieden zu sein.
In diesen Fällen ist die Indikation nicht primär chirurgisch, sondern psychologisch begründet. Es ist Aufgabe des Arztes, zwischen einem legitimen ästhetischen Wunsch und einer krankhaften Wahrnehmungsstörung zu unterscheiden. Die sogenannte körperdysmorphe Störung (Body Dysmorphic Disorder, BDD) ist eine psychiatrische Erkrankung, bei der Betroffene von einem eingebildeten oder minimalen Makel besessen sind. Männer mit BDD verbringen oft Stunden damit, ihr Glied zu untersuchen oder den vermeintlichen Makel zu kaschieren. Für diese Patienten ist eine Operation kontraindiziert, da sie das zugrunde liegende Problem oft nicht löst, sondern verschlimmert.
Davon abzugrenzen ist die sogenannte Small Penis Anxiety – eine übermäßige Sorge um die Penisgröße, obwohl diese im Normalbereich liegt. Oft dominiert dabei die Scham im schlaffen Zustand, etwa in der Umkleidekabine oder Sauna. Wenn der Leidensdruck sehr groß ist und keine BDD vorliegt, kann nach ausführlicher Beratung eine Behandlung in Erwägung gezogen werden.
Wichtig zu wissen: Ein seriöser Arzt wird vor jeder Behandlung ein psychologisches Screening durchführen und keine exakten Zentimeterangaben versprechen. Das Endergebnis hängt von der individuellen Anatomie ab, die oft erst während der Operation vollständig beurteilbar ist.
Bevor invasive chirurgische Schritte unternommen werden, stehen verschiedene konservative Ansätze zur Verfügung.
Bei der Traktionstherapie wird über mehrere Stunden täglich konstanter mechanischer Zug auf das Gewebe ausgeübt. Spezielle Geräte werden für mindestens sechs Monate getragen. Studien deuten darauf hin, dass eine Verlängerung des schlaffen Penis um 1,7 bis 2,3 cm möglich ist (Link), wenn die Behandlung über 6 Monate erfolgt. Eine signifikante Zunahme des Umfangs wird durch diese Methode in der Regel nicht erreicht. Bei unsachgemäßer Anwendung kann es zu Hautirritationen oder Gewebeschäden kommen.
Zudem soll in einer Studie untesucht werden, ob die penile Traktionstherapie bei einem krummen, verhärteten Penis (Induratio Penis Plastica) wirksam ist. (Link)
Vakuumpumpen erzeugen einen Unterdruck, wodurch Blut in die Schwellkörper gesaugt wird. Während sie hocheffektiv bei der Behandlung von Erektionsstörungen sind, ist ihr Nutzen für eine dauerhafte Vergrößerung begrenzt. Eine langfristige Verlängerung konnte wissenschaftlich noch nicht belegt werden – die Effekte sind meist nur vorübergehend.
Die Injektion von Füllmaterialien zur Umfangserweiterung hat in den letzten Jahren stark an Popularität gewonnen, da sie ambulant und ohne Vollnarkose durchgeführt werden kann. Hyaluronsäure ist der am häufigsten verwendete Filler – er ist körperverträglich und kann bei Unzufriedenheit wieder aufgelöst werden. Ein Zuwachs des Umfangs um 2 bis 4 cm ist realistisch, wobei das Ergebnis etwa 12 bis 18 Monate anhält. Anhaltender ist die Penisverdickung mit Eigenfett.
Die Operation erfolgt in der Regel unter Vollnarkose, kann aber auch unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Sie kann ambulant oder stationär erfolgen – Ihr Arzt bespricht mit Ihnen, welche Variante für Sie besser geeignet ist. Die Operation dauert durchschnittlich 1,5 Stunden.
Bei der Penisverlängerung wird das Band zwischen Schambein und Schwellkörper, das sogenannte Ligamentum suspensorium, gelöst. Dieses Band hält den Penis in einem bestimmten Winkel am Schambein fest. Ein wesentlicher Teil der Penislänge liegt nämlich verborgen im Inneren des Beckens.
Früher verwendeten manche Ärzte einen Y-förmigen Schnitt, der relativ groß ist. Diese Methode gilt heute als veraltet, weil sie größere Narben hinterlässt. Die moderne Alternative ist ein etwa zwei Zentimeter langer Schnitt im Bereich der Peniswurzel. Durch diesen Schnitt kann der Arzt tief in das Gewebe unterhalb des Schambeins eindringen und den Penis nach vorn ziehen.
Die dabei entstehende Lücke wird mit einem Platzhalter gefüllt – etwa mit körpereigenem Fettgewebe oder einem Silikonpuffer. Dies verhindert, dass die Bänder in ihrer alten Position wieder anwachsen. In vielen Fällen wird der Eingriff mit einer Fettabsaugung im Schambereich kombiniert, um den optischen Effekt zu verstärken. Am Penis selbst wird nicht operiert – Harnröhre und Samenstrang sind nicht betroffen.
Eine sorgfältige Vorbereitung ist die Grundvoraussetzung für einen komplikationsfreien Verlauf und ein optimales ästhetisches Resultat.
Vor dem Eingriff erfolgen Voruntersuchungen: Ein kleines Blutbild und Gerinnungswerte sind Standard. Bei Patienten über 40 Jahren wird oft ein EKG gefordert. Bestehende Allergien, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes müssen dem Chirurgen und dem Anästhesisten mitgeteilt werden.
Blutverdünnende Medikamente wie Aspirin oder Marcumar müssen nach Rücksprache mit dem Hausarzt etwa 10 bis 14 Tage vor der Operation abgesetzt werden, um das Risiko von Nachblutungen zu minimieren.
Der Verzicht auf Nikotin ist besonders wichtig: Patienten sollten mindestens zwei Wochen vor und acht Wochen nach der Operation auf das Rauchen verzichten. Nikotin verengt die Blutgefäße, was das Anwachsen von Fettzellen massiv beeinträchtigt und das Risiko von Wundheilungsstörungen erhöht. Auch auf Alkohol sollte in den Tagen vor der Operation verzichtet werden.
Realistische Erwartungen: Ein ausführliches Beratungsgespräch dient dazu, realistische Erwartungen zu definieren. Ein seriöser Chirurg wird keine exakten Zentimeterangaben versprechen, da das Endergebnis von der individuellen Anatomie des Bandapparates abhängt.
Wie bei jeder Operation kann es auch bei der Penisvergrößerung zu Komplikationen kommen. Im Intimbereich können diese sowohl physische als auch psychische Belastungen verursachen.
Häufigere Komplikationen:
Infektionen stellen im Genitalbereich aufgrund der Nähe zum After und der Harnröhre ein permanentes Risiko dar und können zu verzögerter Wundheilung führen. Nachblutungen und Hämatome (Blutergüsse) am Penis können sehr ausgeprägt sein und die Heilung verzögern. Sensibilitätsstörungen wie vorübergehende Taubheitsgefühle oder Überempfindlichkeiten der Eichel treten häufig auf und bilden sich meist innerhalb von Wochen bis Monaten zurück. Dauerhafte Gefühlsverluste sind selten, aber als schwerwiegende Komplikation dokumentiert.
Veränderung des Erektionswinkels: Durch die Durchtrennung der Haltebänder verliert der erigierte Penis seine Aufhängung. Er steht nicht mehr so steil nach oben wie zuvor, sondern erigiert etwas waagerechter. Dies kann beim Geschlechtsverkehr je nach Stellung Anpassungen erfordern, beeinträchtigt aber nicht die Funktion selbst. Der Y-förmige Schnitt kann zudem zu stark ausgebildeten Narben führen.
Psychosoziale Risiken: Das größte Risiko bei ästhetischen Eingriffen ist oft Unzufriedenheit nach der Operation. In wissenschaftlichen Langzeitstudien waren nur etwa ein Drittel der Männer mit dem Endergebnis einer operativen Verlängerung vollends zufrieden. Viele gaben an, der geringe Zuwachs stehe in keinem Verhältnis zu den Risiken und Kosten. Über Risiken und Chancen dieser Operation kann Sie ein erfahrener Arzt aufklären.
Durch das Herausholen des „inneren" Penis gewinnt der Patient zwischen zwei und fünf Zentimetern an Länge – allerdings nur im erschlafften Zustand. Im erigierten Zustand bleibt die Länge der Schwellkörper physikalisch gleich, weshalb hier oft kein oder nur ein minimaler Zuwachs messbar ist. Das individuelle Ergebnis hängt stark von der Anatomie des Bandapparates ab.
Bei der Verdickung mit Hyaluronsäure ist ein sofortiges Ergebnis sichtbar, das etwa 12 bis 18 Monate anhält. Beim Eigenfett-Transfer ist das Endergebnis erst nach etwa sechs Monaten beurteilbar, wenn sich das eingewachsene Fett stabilisiert hat.
Die Phase nach der Operation ist für den langfristigen Erfolg ebenso wichtig wie der Eingriff selbst. Patienten müssen hier Disziplin und Geduld aufbringen.
Nach dem Eingriff bleiben Patienten oft für eine Nacht stationär zur Überwachung. Leichte bis mäßige Wundschmerzen sind normal und lassen sich gut mit gängigen Schmerzmitteln kontrollieren. Ein lockerer Schutzverband schützt die Wunde in den ersten Tagen. Duschen ist meist nach 24 bis 48 Stunden wieder möglich, sofern die Wundstellen ausgespart werden.
Nach der Operation ist für etwa drei bis sechs Monate ein Extensionsgerät (Expander oder Streckgerät) empfohlen. Es muss täglich für mehrere Stunden getragen werden und verhindert das Zusammenwachsen des Haltebandes – und damit das Schrumpfen des verlängerten Penis. Diese Maßnahme stabilisiert die neue Position und trägt maßgeblich zum dauerhaften Erfolg bei.
Um das Ergebnis nicht zu gefährden, müssen strikte Fristen eingehalten werden: Geschlechtsverkehr sollte für vier bis sechs Wochen vermieden werden, da mechanische Belastung Nähte lösen oder Fettgewebe verschieben kann. Intensiver Sport ist erst nach drei bis sechs Wochen wieder möglich. Baden, Sauna und Solarium sollten sechs Wochen gemieden werden, da Wärme und Feuchtigkeit Infektionen fördern. Die Arbeitsfähigkeit ist je nach Tätigkeit nach zwei bis sieben Tagen wiederhergestellt.
Nicht jeder Mann, der unter seiner Penisgröße leidet, benötigt ein Skalpell. Oft sind nicht-invasive Alternativen nachhaltiger und risikoärmer.
Psychotherapie und Sexualberatung: Da das Problem oft in der Selbstwahrnehmung liegt, ist Psychotherapie eine hocheffektive Alternative. Kognitive Verhaltenstherapie hilft dabei, zwanghafte Gedanken über das Genital zu kontrollieren. Sexualtherapie kann Techniken vermitteln, die das sexuelle Selbstvertrauen unabhängig von der Penisgröße stärken.
Gewichtsreduktion: Bei übergewichtigen Männern kann eine Reduktion des Körperfettanteils deutliche Effekte erzielen. Das Fettpolster am Schamhügel verringert sich, wodurch der Penis automatisch weiter aus dem Körper hervortritt. Eine isolierte Fettabsaugung des Schamhügels ist oft effektiver und risikoärmer als eine Bandlösung.
Intimrasur: Eine gepflegte Schambehaarung kann das Genital optisch freier und damit größer erscheinen lassen.
Penisvergrößerungen sind in Deutschland fast ausnahmslos Selbstzahlerleistungen, die vom Patienten privat getragen werden müssen.
Für die operative Verlängerung müssen Sie mit 4.500 bis 7.500 Euro rechnen. Der Expander kostet zusätzlich etwa 500 bis 1.000 Euro. Eine Verdickung mit Hyaluronsäure kostet je nach Materialmenge zwischen 2.500 und 4.500 Euro. Das Lipofilling mit Eigenfett liegt bei 4.000 bis 6.500 Euro inklusive Fettabsaugung. Kombinationseingriffe (Länge und Umfang) können 8.000 bis 12.000 Euro kosten.
Manche spezialisierte Kliniken bieten Ratenzahlungen an. Eine Übernahme durch die Krankenkasse ist nur bei nachgewiesenem Mikropenis (unter 7,5 cm gestreckte Länge) und massiver psychischer Beeinträchtigung möglich – dies erfordert jedoch oft langwierige Gutachten.
Eingriffe sollten nur von erfahrenen Spezialisten durchgeführt werden:
In Deutschland gibt es noch relativ wenige Ärzte und Kliniken, die Penisvergrößerungen anbieten. Grund hierfür ist auch das Fehlen aussagekräftiger Langzeitstudien zur Häufigkeit von Komplikationen. Bei Interesse wenden Sie sich an eine spezialisierte Klinik mit erfahrenen Fachärzten und achten Sie auf nachweisbare Expertise.
Gut zu wissen: Die moderne Medizin bietet effektive Werkzeuge, um Männern mit echtem anatomischem Bedarf oder hohem subjektivem Leidensdruck zu helfen. Dennoch bleibt die wichtigste „Vergrößerung" oft die des Selbstvertrauens – diese kann durch eine ehrliche ärztliche Beratung und gegebenenfalls psychologische Unterstützung oft nachhaltiger erzielt werden als durch operative Korrekturen.
| Info | Antwort |
|---|---|
| OP-Dauer | Ca. 1,5 Stunden |
| Narkose | Vollnarkose oder örtliche Betäubung |
| Klinikaufenthalt | Ambulant oder 1 Nacht stationär |
| Narben | Ca. 2 cm an der Peniswurzel (bei moderner Technik) |
| Schmerzen | Leicht bis mäßig, gut mit Schmerzmitteln kontrollierbar |
| Geschlechtsverkehr | Frühestens 4–6 Wochen nach OP |
| Sport | Intensiver Sport: frühestens 3–6 Wochen nach OP |
| Arbeitsfähigkeit | Nach etwa 2–7 Tagen (je nach Tätigkeit) |
| Nachsorge | Extensionsgerät für 3–6 Monate täglich tragen |
| Ergebnis (Verlängerung) | 2–5 cm im schlaffen Zustand; im erigierten Zustand geringer |
| Ergebnis (Verdickung HA) | 2–4 cm Umfangszuwachs, hält 12–18 Monate |
| Ergebnis (Verdickung Eigenfett) | Bis zu 40% Umfangszuwachs, dauerhaft (nach Resorption) |
| Wichtige Nebenwirkung | Flacherer Erektionswinkel nach Bandlösung |
| Kosten Verlängerung | 4.500–7.500 Euro (+ 500–1.000 Euro Expander) |
| Kosten Verdickung (HA) | 2.500–4.500 Euro |
| Kosten Verdickung (Eigenfett) | 4.000–6.500 Euro |
| Kassenleistung | Nur bei Mikropenis (< 7,5 cm SPL) und psychischer Beeinträchtigung |
| Wichtigste Kontraindikation | Körperdysmorphe Störung (BDD) |
| Zufriedenheitsrate | Ca. 1/3 der Patienten vollends zufrieden (Langzeitstudien) |
aktualisiert am 12.02.2026