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Laser: Haarentfernung (Epilation)

Lesezeit: 2 Min.

Laserbehandlungen gehören inzwischen zum Standard in der Dermatologie

Viele Menschen leiden unter störendem Haarwuchs besonders im Gesicht. Durch eine Laserbehandlung ist eine dauerhafte Haarentfernung (Epilation) möglich.

Laserlicht entsteht indem einem Lichtstrahl elektromagnetische Energie zugeführt wird. Laser steht für die Abkürzung: "Light amplification by stimulated emission of radiation". Im Gegensatz zum normalen Licht, hat Laserlicht nur eine einzige Wellenlänge. Abhängig von der Wellenlänge wirkt jedes Laserlicht auf unterschiedliche Bestandteile der Haut, z. B. auf das Hämoglobin (roter Blutfarbstoff),auf Melanin (Hautpigment) oder auf Tätowierungsfarbstoffe. Nur die Bestandteile, die die Energie aufnehmen, wandeln sie in Wärme um und werden dadurch gezielt beschädigt/zerstört. Das umliegende Gewebe wird geschont.

Um die Schmerzen, die bei der Behandlung auftreten können, zu mindern, werden Kühlungssysteme verwendet.

Bei den Lasergeräten unterscheidet man zwischen Dauerstrichlasern und gepulsten Lasern. Ein Dauerstrichlaser gibt Licht kontinuierlich ab, während ein gepulster Laser das Licht stoßartig ausgibt.

Wann ist eine Lasertherapie sinnvoll?

Laser können in der Dermatologie in folgenden Bereichen eingesetzt werden:

  • Dauerhafte Haarentfernung - Epilation (z. B. bei einem "Damenbart", man spricht auch von einer Epilation), 
  • Entfernung von Tätowierungen
  • Pigmentstörungen (z. B. Altersflecken) 
  • Faltenbehandlung
  • Narbenbehandlung (z. B. Akne-Narben)
  • Mutermalentfernung
  • Entfernung von Äderchen im Gesicht ("Couperose" ) oder an den Beinen ("Besenreiser)
  • Entfernung Feuermale oder Blutschwämmchen

Der Arzt muss nach sorgfältiger Diagnose entscheiden, wann eine Lasertherapie zum Erfolg führen kann. Nicht jede Lasertherapie bringt den gewünschten Erfolg. Der Erfolg zeigt sich auch nicht sofort. In der Regel müssen Monate vergehen, um das Ergebnis einer Lasertherapie beurteilen zu können. Geduld ist bei dieser Behandlungsmethode wichtig.

Was passiert bei einer Laserbehandlung?

Eine Laserbehandlung wird in der Regel ambulant durchgeführt. Eine Narkose ist nicht notwendig. Auf der Haut fühlen sich die Pulse wie Nadelstiche an.

Die Dauer der Behandlung ist von der Größe des Hautareals abhängig. In der Regel sind mehrere Behandlungen nötig. Der Erfolg der Behandlung stellt sich erst nach Wochen, bzw. Monaten ein.

Unmittelbar nach der Behandlung fühlt sich die Haut wie nach einem Sonnenbrand an und ist leicht gerötet. Auch eine Pigmentveränderung kann sich einstellen. Diese Begleiterscheinungen klingen in der Regel nach einigen Tagen/Wochen wieder von alleine ab.

Die Patienten bleiben in der Regel arbeitsfähig.

Welche Lasergeräte werden eingesetzt?

Es gibt ganz unterschiedliche Lasersysteme. Je nach Lasergerät und Wellenlänge lassen sich unterschiedliche Bereiche behandeln.

Die geläufigsten Lasergeräte sind:

  • Gepulster Farbstofflaser
  • Argon-Laser
  • Neodym-YAG-Laser
  • Rubinlaser
  • Alexandritlaser
  • CO2-Laser
  • Erbium-YAG-Laser

Je nach Wellenlänge können die Laser unterschiedlich eingesetzt werden. Hier eine kurze Übersicht:

  • Farbstofflaser (Wellenlänge 585, 590, 595, 600 nm) –bei Gefäßveränderungen der Haut, z. B. Besenreiser
  • Argonlaser (488, 514, 577 nm) –bei Gefäßveränderungen (Beseitigung von Äderchen)
  • Neodym-YAG-Laser (532, 1064 nm) –zur Behandlung von Feuermalen, Hämangiomen, Tätowierungen, Pigmentveränderungen
  • Rubinlaser (694 nm) –bei Pigmentveränderungen
  • Alexandritlaser (755 nm) –bei Pigmentveränderungen, zur Haarentfernung
  • CO2-Laser (10600 nm) –zur Narbenbehandlung, Faltenglättung und Entfernung gutartiger Hauttumore
  • Erbium-YAG-Laser (2949 nm) –zur Narbenbehandlung oder Faltenglättung

Dem Laser verwandt sind so genannte Lichtblitzgeräte (IPL-Technologie),die Wellenlänge des Lichts kann aber nicht mit derselben Exaktheit eingestellt werden wie beim Laser.



Letzte Aktualisierung am 12.05.2016.
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