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Lipomassage

Lesezeit: 3 Min.

Diese Methode eignet sich im Kampf gegen Cellulite

Die Lipomassage ist eine mögliche Form der Cellulite-Behandlung, die viele Vorteile nach sich zieht. Denn wenn Sport und Diäten keinen Erfolg bringen, sorgt diese Methode für ein glatteres, strafferes Hautbild. Außerdem geht die Lipomassage mit einem Schlankheitseffekt einher, da die Fettzellen bei der speziellen Massagebehandlung stimuliert werden. Im Vergleich zur herkömmlichen Fettabsaugung handelt es sich um eine wesentlich schonendere, nahezu schmerzfreie Methode. Die Kombination einer Fettabsaugung mit der Lipomassage ist ebenso möglich.

Die Lipomassage kann nahezu nebenwirkungsfrei durchgeführt werden. Um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen, sind mehrere Sitzungen erforderlich. Diese Behandlungsform wird auch als LPG-Endermologie bezeichnet. Hierbei handelt es sich um eine Technik zur mechanischen Bindegewebsmassage, die bis in die Tiefen der Haut wirkt. Somit können die hauteigenen Erneuerungsmechanismen durch den Massageimpuls von außen angekurbelt werden.

Wirkung der Lipomassage

Da rund 50 Prozent aller Frauen von Cellulite betroffen sind, ist die Lipomassage für viele Damen interessant. Dabei handelt es sich um eine besondere Massagetechnik, die mit einem speziellen Gerät durchgeführt wird. Ziel ist es, die betroffenen Hautstellen dazu anzuregen, Kollagen sowie Elastin zu produzieren. Denn dann verbessert sich das Hautbild von innen heraus. Immerhin sorgt die Produktion dieser Stoffe für eine festere und gleichzeitig elastischere Haut. Die Haut wird bei der Lipomassage dazu angeregt, von innen heraus ein neues Stützkorsett aufzubauen. An der Hautoberfläche macht sich dies durch eine straffere, glattere Haut bemerkbar. Die strafferen Hautpartien wirken gleichzeitig schlanker.

Das liegt daran, dass der Fettzellenabbau ebenso angekurbelt wird. Dabei handelt es sich um hartnäckige Fettzellen, die sich nicht wegtrainieren oder weghungern lassen. Durch den Abbau derartiger Fettpolster können sich die Patienten über eine schlankere Figur freuen. Allerdings macht sich die Gewichtsabnahme vor allem optisch und weniger auf der Waage bemerkbar. Dass die Cellulite komplett verschwindet, ist nicht garantiert. Eine deutliche Minderung und Verbesserung des bisherigen Hautbildes kann erzielt werden.

Ablauf der Lipomassage

Zunächst müssen die Patienten einen sogenannten Endermo-Wear-Anzug anlegen, der eng anliegt und sich wie eine Ganzkörperstrumpfhose anfühlt. Durch den Spezialanzug wird die Haut bei der Behandlung nicht nur weniger in Mitleidenschaft gezogen. Vielmehr kann der spezielle Massageroller die zu behandelnden Hautstellen dank des Anzugs besser greifen. Es wird ein spezieller Knetroller verwendet, der über einen Motor verfügt. Dieser sagt die Haut an und stimuliert sie in der Tiefe.

Während die Patienten auf dem Bauch liegen, fühlt sich die Behandlung mit dem Lipomassage-Roller so an, als würde die Haut mit einem Staubsauger absaugt werden. Der Arzt hat die Möglichkeit, die Einstellungen des Massagerollers zu regulieren. Die Dauer der Lipomassage, die Drehrichtung des Rollers sowie die Stärke des Unterdrucks, der beim Ansaugen der Haut erzeugt wird, werden variiert. Somit kann das für den Patienten optimale Ergebnis mittels erzielt werden. Dabei wird die Haut wahlweise gerollt oder geknetet. Die genannten Einstellungen wirken sich außerdem darauf aus, wie schmerzhaft die Prozedur für den Patienten ist. Die Schmerzen sind gut auszuhalten.

Besondere Vorsicht ist vor allem dann geboten, wenn die Haut bereits behandelt wurde. Ob es sich um eine Fettabsaugung oder eine andere Operation gehandelt hat, dies sollte dem Lipomassage-Anwender auf jeden Fall mitgeteilt werden. Schließlich sind dann andere Einstellungen erforderlich, damit die Haut geschont wird.

Bei welchen Körperzonen kann die Lipomassage durchgeführt werden?

Cellulite kann nicht nur im Bereich der Beine und des Pos zum Problem werden. Zudem eignet sich die Lipomassage nicht nur zur Cellulite-Behandlung, sondern auch zum Fettzellenabbau. Bei Männern kommt diese Massageform daher oft im Bereich des Bauchs, bei einem Doppelkinn oder zur Behandlung von Brustansätzen zum Einsatz. Bei Frauen werden die folgenden Regionen häufig per Lipomassage bearbeitet:

  • Reiterhosen
  • Gesäß
  • Hüfte
  • Schenkel
  • Bauch
  • Arme
  • Rücken

Anzahl der Sitzungen

Meist werden zunächst zwölf Lipomassage-Behandlungen eingeplant. Zwei bis drei wöchentliche Sitzungen sind die Norm. Später beträgt der Abstand zwischen den Behandlungen zwei bis circa vier Wochen. Wenn der Patient mit dem Ergebnis zufrieden ist, kann die Behandlung eingestellt werden. Sport, viel Bewegung und ein gesunder, ausgewogener Ernährungsplan fördern die gewünschten Resultate ebenso. Es bedarf rund 20 bis 25 Sitzungen, bis sich die Patienten zufrieden zeigen. Zwischen 30 Minuten und einer Stunde sollten pro Termin für die Lipomassage eingeplant werden.

Mögliche Nebenwirkungen

Da es sich bei der Lipomassage um einen nicht-invasiven Behandlungsansatz handelt, ist mit minimalen Schmerzen zu rechnen. Unter Umständen kommt es im Bereich der behandelten Hautstellen zu blauen Flecken. Weitere Nebenwirkungen sind nicht zu erwarten.

Was kostet die Lipomassage?

Die Kosten für die Lipomassage verstehen sich pro Sitzung. Für jede Sitzung werden zwischen 60 und 75 Euro fällig. Teilweise sind Vergünstigungen möglich, wenn die Betroffenen ein Paket bestehend aus mehreren Sitzungen buchen. 1000 Euro oder mehr wird die komplette Behandlung kosten. Diese Kosten werden nicht von der Krankenkasse übernommen.



M. Barnewitz Maria Barnewitz
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 23.05.2017
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