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Photodynamische Therapie in der Ästhetik

Lesezeit: 2 Min.

Die PDT wird eingesetzt, um reife Haut sichtbar zu verjüngen und lichtgeschädigte Haut zu behandeln

Bei der photodynamischen Therapie (PDT) handelt es sich eigentlich um einen Ansatz aus der Hautkrebstherapie. Doch auch die ästhetische Chirurgie hat sich dieses Verfahren zu Eigen gemacht, um Patienten mit reifer sowie mit sonnengeschädigter Haut eine deutliche Hautverjüngung zu ermöglichen. Lichtschädigungen der Haut lassen sich somit gezielt behandeln. Das ist unter anderem deshalb möglich, da dieser Behandlungsansatz die Neubildung von Kollagen anregt. Somit erneuert sich die Haut aus ihrem Inneren heraus. Das Ergebnis ist eine deutlich jünger und gesünder wirkende Haut, die straffer erscheint.

Wann ist die photodynamische Therapie sinnvoll?

Nicht nur bei Hautkrebs kann dieser Therapieansatz sehr sinnvoll sein. Vielmehr entscheiden sich Patienten, die über deutlichen Sonnenschädigungen der Haut im Bereich der Handrücken, des Gesichts, der Kopfhaut oder der Unterarme leiden, für diese Methode. Gesicht, die Handrücken, Unterarme und die Kopfhaut sind permanent der Sonnen ausgesetzt. Eine starke UV-Einstrahlung über einen längeren Zeitraum führt zu einer krankhaften Veränderung der Haut und zerstört Kollagen. Die Oberhaut ist dünn, faltig und rau. Die die photodynamische Therapie kann diesen Effekt rückgängig machen. Die veränderten Zellen werden bei der Behandlung zerstört und das Wachstum von gesunden, frischen Hautzellen wird angekurbelt.

Wie funktioniert die photodynamische Therapie?

Zunächst ist eine Art Peeling der Haut erforderlich. Nur wenn die Verhornungen und Schuppen an den zu behandelnden Stellen entfernt worden sind, kann die photodynamische Therapie ihr volles Potenzial entfalten. Danach kann das spezielle Licht der photodynamischen Therapie ausreichend tief und vor allem gleichmäßig in die Haut eindringen. Zur Abtragung der Schuppen und und der Verhornung kommen verschiedene Methoden zum Einsatz.

Eine Möglichkeit ist die Entfernung der Hornschicht mit einer Kürrete. Dabei trägt der Arzt die Hornschicht von Hand mit einem speziellen Instrument aus Metall ab. Ebenso kann ein Laser (zum Beispiel ein CO2-Laser) als Vorbereitung auf die photodynamische Therapie zum Einsatz kommen. Nachdem die Haut von diesen störenden Schichten befreit wurde, wird eine spezielle Creme aufgetragen. Die photosensibilisierende Creme muss anschließend von einem Verband abgedeckt drei Stunden einwirken. Dies sorgt dafür, dass die Haut lichtempfindlich wird.

Erst wenn dieser Vorgang abschlossen ist, kann die eigentliche Bestrahlung mit dem intensiven, roten Speziallicht erfolgen. Dieses zerstört selektiv die kranken Hautzellen. Die Bestrahlung dauert nur acht bis zwölf Minuten, während die Vorbereitungsphase der photodynamischen Therapie wesentlich mehr Zeit in Anspruch nimmt. Bei Bedarf kann diese Behandlung ein weiteres Mal wiederholt werden, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Die Vorbehandlung mit der Kürette ist gut auszuhalten, sodass keine Betäubung erforderlich ist. Kommt ein Laser zum Abtragen der Hornschicht zum Einsatz, wird eine lokale Betäubung in Form einer Creme häufig verwendet. Um eine möglichst schmerzfreie Behandlung zu ermöglichen, werden die Patienten mitunter in eine Art Dämmerschlaf versetzt. Während der Behandlung mit dem Speziallicht verspürt der Patient womöglich ein leichtes Brennen, welches sich auf die kranken Hautstellen konzentriert.

Wann sind die Patienten wieder gesellschaftsfähig?

Im Anschluss an diese Behandlungen ist mit Schwellungen und Rötungen der Haut zu rechnen. Es dauert circa eine Woche, bis diese zurückgehen, wobei Verkrustungen auf der Haut noch länger zurückbleiben können. Bevor die Patienten die Rötungen überschminken dürfen, vergehen ein paar Tage.

Vor- und Nachsorge

Wer sich der photodynamischen Therapie unterziehen will, sollte spätestens 14 Tage vor der Behandlung damit aufhören, sich und seine Haut einer intensiven UV-Strahlung auszusetzen. Das gilt sowohl für den Gang ins Solarium als auch für das Licht der Sonne. Nicht nur während der Behandlung, sondern auch in den folgenden vier Wochen sollte ein Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 50+ verwendet werden. Da die Haut in dieser Zeit extrem lichtempfindlich ist, ist dies unerlässlich.



M. Barnewitz Maria Barnewitz
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 20.06.2017
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