Entfernung Brustimplantate ersatzlos Explantation

99 Beiträge - 7683 Aufrufe
 
Seppi  sagt am 09.12.2016
Mir ist noch was eingefallen, natürlich ist es auch einfacher als gesellschaftlich gesehene Mängel an sich zu akzeptieren oder zu lieben wenn man ansonsten das Gefühl hat geliebt und / oder erfolgreich zu sein. Ich habe meinen Körper immer als Ursache für das Versagen in meinem Leben und für das nicht geliebt werden gesehen. Mich quälte die Frage warum ist das bei mir so dass ich Sport und Diät mache, Tabletten nehme, Cremes , alles tue und immernoch diese Figur habe wobei andere einfach so wie vom Himmel schöne Brüste und eine schöne Figur geschenkt bekommen. Warum fällt einigen ohne nichtstun der Erfolg in die Hände, wo ich doch lerne bis zu umfallen, deswegen fast nichtmehr schlafe , in Schule und Arbeit vollen Einsatz bringe , nie krank bin?
Von daher gesehen waren meine Empfindungen und Etappen von Magersucht bis zu den Überlegungen sein Leben zu beenden (da es ja nur eine Qual ist, ich eh nichts erreiche, das Leben mir nichts zu bieten hat, ich eine Belastung für alle bin) extremer; und die Vergrößerung der Brust ist nur ein kleiner Teil für das ganze Dilemma, dass einem im Leben wiederfährt, von unsittlichen Angriffen im Kinderalter bis zu dem Leistungsdruck und dem Versagen in der Arbeitswelt.
 
Melle_van_Belle  sagt am 13.12.2016
Hallo Seppi,

vielen vielen Dank für deine ehrlichen, offenen und wie ich finde auch bewegenden Worte.
Das gibt schon einen wirklich guten Einblick in die Thematik und beantwortet uns auch schon die ein oder andere Frage.

Wenn sich weitere Fragen unsererseits ergäben, würden wir uns freuen, dich nochmal kontaktieren zu dürfen.

Einen schönen Abend und liebe Grüße, Melle van Belle
 
Bibi_88  sagt am 18.12.2016
Hallo Seppi,

hattest du denn mittlerweile ein Beratungsgespräch?

Habe habe die OP nun überstanden und bin super happy! :-)
Ich durfte das Ergebnis beim Wechsel vom Druckverband zum Sport-BH einige Stunden nach der OP bereits kurz sehen (natürlich noch mit Tapes und Pflaster) und war sehr positiv überrascht. Natürlich ist die Brust nicht mehr so prall wie vorher, aber sie hat eine richtig schöne Form und auch meine Haut ist kein bisschen schlaff oder ledrig. Ich trage jetzt einen Sport-BH in Gr. 75c und bin sehr zufrieden mit der Größe. Und schon jetzt fühlt sich die Brust viel besser und natürlicher an wie zuvor.

Ich muss mich jetzt noch einige Tage etwas schonen, aber die postoperativen Schmerzen sind sehr gut auszuhalten und ich kann sogar problemlos auf der Seite schlafen. Kein Vergleich zum Gefühl damals nach dem Einsetzen der Implantate!!!

Mein Arzt meinte zwar, dass es noch etwas dauern wird, bis ich das Endergebnis bestaunen kann und die Haut noch straffer werden wird, aber ich bin bereits jetzt überglücklich mit dem Ergebnis und froh, dass ich mich getraut habe.

Ganze liebe Grüße
Bibi
 
Seppi  sagt am 19.12.2016
Hallo Mell van Belle,

das freut mich dass ich etwas zu dem Thema beitragen kann.

Leider ist in dieser Hinsicht unsere Gesellschaft doch sehr oberflächlich, zwar geben viele vor tollerant zu sein, im näheren Gespräch merkt man aber dass dass was vorgegeben wird nicht unbedingt der Realität entspricht.

Da gibt es Leute die ein "anders sein" einer Person, gerne als nicht schön definieren, wahrscheinlich um nicht auf eigene Mängel sehen zu müssen , sich davon abzulenken oder sich nicht zugestehen zu wollen dass man bestimmtes an sich nicht mit Liebe annehmen kann. Indem sie andere in Ihrer Wertigkeit reduzieren empfinden sich sich selbst als stark, dominant und wertvoller. Opfer werden dann schnell die "andersartigen" wie die Molligen ( die man als fett betietelt) die ganz schlanken (die man als dürr betietelt); diejenigen mit Reiterhosen, vollem Hintern, sehr kleiner oder grosser Brust.
Menschen mit Selbstzweifel haben da das Nachsehen. Passt man nicht auf,straht man unbewusst seine "Schwäche" aus, die einem selbt-empfundenen-Makel entwächst. Wird die Angreifbarkeit erkannt, so findet man sich als Opfer wieder.
Der "Angreifer" findet darin Gesrächsstoff und empfindet Wertigkeit, besonders wenn er Rückmeldung erfährt dass er mit seiner Behauptung richtig liegt.
Wahrscheinlich ist es eine Frage des Characters oder der Erfahrungen die man so in seinem Leben macht, wie man letztendlich mit Dingen umgeht die einem an einen selbt nicht gefallen, ob man letztendlich Opfer oder Täter ist. In beiden Rollen kann man innerlich jedoch ganz "schwach" sein oder sich unvollkommen fühlen.


Ich hatte eine Zeit wo ich sogar in mein Tagebuch geschrieben habe, dass ich mich jetzt sogar so mag und akzeptiere wie ich bin und zwar incl. kleiner Brust. Als ich allerdings dahinter kam dass mein damaliger Freund immernoch hinter meiner vollbusigen Freundin her war (immernoch nach fast 4 Jahrenwo wir schon zusammen waren) und ich nach der Trennung durch die anstehende Prüfung fiel war natürlich auch der Selbsthass wieder präsent. Dem folgte eine von Gewalt gepräte Beziehung meines Partners gegen mich mit den 2 Kindern. Nach der Trennung musste ich feststellen dass mein "Marktwert" durch die Kinder extrem beim männlichen Geschlecht gesunken war.
Ich dachte dass ich ohne ein perfektes Erscheinungsbild keine Aussicht mehr auf einen Partner und einem Familienleben haben könnte. Als Lösung folgte die BV - die dadurch erhoffte Liebe zu erfahren, angenommen zu werden , geliebt zu werden. Kurioserweise nicht die Lösung auf Dauer denn dass Gefühl "nicht geliebt und nicht angenommen" zu werden ändert sich lediglich in "ich werde nicht so geliebt und angenommen wie ich bin". Eine Lösung für den "Selbthass" kann eine BV also nicht sein.

Vielleicht kann meine erweiterte Schilderung Ihnen noch zu etwas Material verhelfen. :-)

LG
Seppi
 
Seppi  sagt am 19.12.2016
Hi Bibi 88,

ich beneide dich so sehr dass du es schon hinter dir hast und freue mich sehr für dich dass du so positiv überrascht bist :-D. Auch wie du dein "neues" Körpergefühl beschreibst macht viel Mut. Ich freue mich auch schon sehr darauf und hoffe sehr dass es letztendlich nicht am Preis scheitern wird. Der Gedanke sie evtl länger noch mit mir rum tragen zu müssen macht mich todtraurig. Ich bin echt gespannt wie es bei mir aussehen wird. Meine Implantate sind ja mit 450 un 505 ziemlich groß und nach dem jetztigen d werde ich danach ein a oder bestenfalls sehr kleines b haben, dass ist aber voll ok. Bin halt nur mal gespannt wie "leer" und evtl. labbrig es dann ausshen wird, eigentlich ist mir das fast egal, mache mir eher Gedanken wie mein Freund das dann finden könnte ob er total geschockt ist oder das locker sehen kann falls das Ergebnis nicht so schön ist. Darf ich fragen ob du einen Freund hast oder eine Freundin die das Egebnis kennt und wie er das findet? Manchmal nehmen wir uns ganz anders wahr wie unser Umfeld. Ich weiss noch dass damals meine Freundinnen mich vor der BV auch voll ok , also dass sogar schön fanden - sie sagten nur "wenn es Dir nicht gefällt dann mach es , ich find es gut wie es ist aber du musst dich in deinem Körper wohl fühlen."

Ich habe erst am Mittwochabend das Beratungsgepräch und bin total aufgeregt. Ich habe geträumt dass das der OP Tag wäre und ich micht total drauf gefreut hätte. Ja nun "nurnoch" bis übermorgen warten. Dabei hat sich die letzte Woche total gezogen. Ja bin total nervös und habe natürlich auch Angst dass mir der Chirurg Dinge sagen könnte die ich nicht hören möchte. Mein Freund ist ja dabei und ich will die Dinger unbedingt raus haben, auch wenn ich dann die erste Zeit eventuell wie ein abgemagertes Hängebauchschweinchen aussehen könnte, dass ist mir total egal, aber das kann ich natürlich dann schlecht so sagen wenn mein Freund dabei ist. Ich beruhigte ihn ein wenig indem ich ihm schilderte dass die 2 Schwangerschaften incl. beidermaligem Stillen meine Brust keineswegs ausleiherten und auch bei meinem Bauch sieht man nichts von den Schwangerschaften, desalb bin ich auch sehr sicher dass es sich gut zurück bildet und wenn nicht... dann kann ich immrnoch sehen, aber die Dinger will ich nichtmehr . Zudem sind die meisten Beiträge durchweg positiv. Nicht alle direkt nach der Entfernung aber einige Zeit danach sind fast alle sehr zufrieden und glücklich damit und das will ich auch sein. Mir gefällt auch dieses künstliche runde feste nichtmehr, man könnte denken man würde die Brust eines Mannes berühren so fest sind sie. Und ich kann mir mittlerweile auch garnichtmehr vorstellen dass man auch als Mann eine unechte einer echten Brust vorziehen könnte , egal wie groß oder klein diese ist.

Vielen Dank für Deine Rückmeldung. Ich werde mich auf jeden Fall melden wenn es was neues gibt. :-)

LG
seppi
 
Bibi_88  sagt am 19.12.2016
Hallo Seppi,

ja, ich habe einen Mann und ehrlich gesagt hatte ich zu Beginn wirklich Angst davor, wie er mich nach der OP finden wird oder ob ihm das ganze Thema nicht vielleicht total unangenehm ist...

Er ist aber auch ganz begeistert vom Ergebnis und findet, dass die jetzige Größe viel besser zu mir passt! Außerdem freut er sich schon auf´s Anfassen. Da muss er sich aber noch ein paar Tage gedulden. ;-)

Also er geht ganz locker mit dem Thema um, lustigerweise zum Thema sogar lockerer als ich. Also ich glaube für ihn passt es wirklich gut so und ich glaube ein Partner, der einen wirklich liebt, so wie man ist, der findet einen dann am schönsten, wenn man sich selbst am wohlsten fühlt. Und der steht solche Strapazen auch mit einem durch! Also damit möchte ich nicht sagen, dass seine Reaktion für mich selbstverständlich ist, aber dass ich dasselbe für ihn tun würde und ich diese Unterstützung sehr wichtig finde.

Ich glaube, mir ging es ähnlich wie dir. Ich war beim ersten Beratungsgespräch allein, da mir das Thema vor meinem Mann doch noch etwas unangenehm war und ich ganz offen (auch über die unschönen Details) mit dem Arzt reden wollte. Erst als ich mich für die OP entschieden habe und daher ein 2. Gespräch stattfand, habe ich ihn mitgenommen, damit er auch über alle Details, das richtige Verhalten nach der OP usw. informiert ist.

Super, dann ist es ja bald so weit! :-) ich bin schon gespannt, was du berichtest. Wenn du zwei Schwangerschaften soll toll überstanden hast, klingt das für mich aber nach sehr guten Voraussetzungen für ein schönes Ergebnis! Ich bin noch kinderlos und hoffe, dass ich mir die Brust durch eine Schwangerschaft nicht wieder ruiniere... :-/

Liebe Grüße
Bibi
 
Seppi  sagt am 20.12.2016
Hi Bibi,

vielen Dank für Deine Worte :-). Das ist sehr ermutigend dass auch dein Freund das Ergebnis sogar schöner findet :-). Mit 75 C hast du aber finde ich eine tolle Größe, du bist wohl auch eher schlank?
Wie gesagt bei mir bleibt nur ein a oder kleines b, deswegen hoffe ich dass der Chirurg mir da nicht total von abrät, das könnte dazu führen dass mein Freund dann vielleicht nichtmehr hinter mir steht. Wird dann sehr schwierig für mich. Finanziell gesehen hängen wir da auch zusammen wegen dem Haus und auch deswegen wäre das schlimm. Was mir aber Mut macht ist dass du geschrieben hast dass deine Haut auch nicht schlaff oder so ist, denke wenn das bei mir so wäre dann würde dass schon ziemlich unschön aussehen. Ich vertraue aber darauf dass sich das gut zurück bildet, hoffe dass der Chirurg ähnliches sagen wird denn ohne die Unterstützng von meinem Freund wird das sehr schwierig.

Ja füreinander da sein - ist in der Beziehung manchmal garnicht so einfach.

Ach ja wie alt bist du denn? Also ich war bei den Schwangerschaften 24 und 27 Jahre. Jetzt bin ich 37. Als ich mein erstes Kind stillte hatte ich zu der Zeit auch 75 d, bei dem zweiten nur b , sie hat nicht so viel getrunken. Und nach beiden Schwangerschaften hatte ich letztendlich ein wenig mehr wie davor, die Form ist bei mir nach dem Stillen schöner geworden, besonders bei der Brust wo sie viel getrunken hat und die auch mehr Milch hatte. Eine Garantie gibt es natürlich nicht. Manche sagen nach der Schwangerschaft könnte die Brust kleiner werden, ich selbst kenne allerdings keine bei der das so gewesen wäre. Zwar kenne ich Frauen die sagen dass sie später weniger Busen hätten als als Teenager , aber die sind ehrlich gesagt auch schon extrem schlank, da ist es natürlich dass man auch an der Brust abnimmt. Na und alle sagen eigentlich dass sie mit den Wechseljahren mehr Busen bekommen hätten. Ich kann das auf der Arbeit auch gut beobachten. Selbt die beiden Kolleginnen mit a und b haben jetzt mindestens c . Die eine meinte ja jetzt wo ich das nichtmehr brauche und früher hab ich mich so danach gesehnt :-D .
Und was ja auch ist, ist dass du wenn du stillst auch ganz schnell wieder deine Killos verlierst und das OHNE Hungern. War zumindest bei mir so. Und der Körper sammelt seine Killos eigentlich ja auch für das stillen und auch der Appetit ist demzufolge richtig gut, also stillt man nicht dann ist es natürlich schwierig abzunehmen . Also von daher würde ich das mit dem Stillen nicht von der Brust abhängig machen. Denke nicht das stillen die Brust ruiniert.

Ja wegen morgen bin ich natürlich aufgeregt und viele Gedanken kreisen da so einem im Kopf herrum. Habe irgendwie das Gefühl dass mein Chirurg einen Preis um die 3000 nennt. Das ist ziemlich viel und mein Freund wird wohl raten andere zu fragen die dann bestimmt noch mehr nehmen würden. Ziemlich schwierig alles. Hoffe dass das Gespräch morgen nicht meine freien Tage ruinieren wird. Wünsche Dir noch alles Gute. :-)

Liebe Grüße und bis dann, berichte auf jeden Fall wieder :-)
 
Seppi  sagt am 16.01.2017
Hallo ihr lieben,

es hat sich ja scheinbar nichtsmehr getan in dem Forum, trotzdem werde ich natürlich von meinem Beratungsgespräch berichten und hoffe weiterhin mit Gleichgesinnten in Kontakt zu bleiben bzw. noch in Kontakt zu kommen:-).

Also das Gespräch mit meinem Chirurgen war recht positiv. Mein Freund war ja auch dabei und ich bin mit dem Gesprächsverlauf doch sehr zufrieden. :-).
Mein Chirurg, der auch die 2 Brustvergrößerungen damals durchführte war doch sehr erstaunt aber er lehnte keinesfalls davon ab. Er meinte nur dass letztendlich der Patient mit dem Ergebnis zufrieden sein müsse. Er nannte dazu auch ein paar Beispiele die ich irgendwie sehr belustigend fand, aber genau das doch differenzierte Schönheits- und Wohlfühlempfinden jeder einzelnen Person wiederspiegelt. Er erzählte von Frauen denen er erläuterte dass nach einer solch starken Vergrößerung die Form unnatürlich wirken könnte, manche waren dann aber ewig total glücklich mit ihren 2 Fußbällen :-).

Wegen der Form meinte er dass sie bei mir eigentlich sehr schön und natürlich aussehen würde. Ich schilderte von meinen Rückenschmerzen und überlegte die Finanzierung über die Krankenkasse zu versuchen, doch eine Übernahme durch die Krankenkasse sei wohl sehr unwahrscheinlich. Die Belastung der Implantate von insgesammt 1,05 kg auf den Rücken sei wohl weniger das Problem für die Schmerzen. Vielleicht wird es nach der Entfernung etwas besser, vielleicht aber werden die Rückenschmerzen gleich bleiben. Rückenschmerzen wären eher eine Folge eines großen natürlichen Busens, da dieser eher durch die Schwerkraft nach unten zieht. Ein Implantat liegt näher am Brustkorb.

Wegen der Optik meint er dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist dass sich die Brust gut zurück bilden wird so dass man keine Straffung brauchen wird. Dies sei meist auch garnicht empfehlenswert dass in Kombination mit der Entfernung zu machen. Unnötige Narben und Einbußen des natürlichen Fettgewebes wären die Folge, auch die Form ist nicht klar voraussehbar, denn das Gewebe wird sich zurück bilden, das könnte sogar ein ungleichmäßiges Bild ergeben.
Mein Gewebe ist wohl eher straff und dass ist eine gute Voraussetzung für die Rückbildung. Wohl kann es sein dass sie etwas mehr hängen könnten aber Albträume werden mich wohl nicht erwarten ;-). Ich erzählte auch von den Schwangerschaften und dass ich beide Kinder 3 Jahre lang gestillt habe. Die Brust wird von der Größe her wohl nicht kleiner sein, aber auch nicht größer wie er mir sagte. Natürlich wieder auch abhängig vom Gewicht zu- und abnehmen und der Veranlagung wo man zu - bzw. abnimmt.

Der Druck des Implantates auf das Brustgewebe wäre wohl nicht so stark , so dass ich keine Angst haben bräuchte dass das natürliche Fettgewebe durch den Druck des Implantates weniger werden könnte. Nur mal so interessehalber, aber ich bleibe natürlich bei meiner Entscheidung sie zu entfernen :-).

Die Kosten für die Entfernung belaufen sich bei 1600 Euro, das ist ein guter Preis. Habe ein wenig gehandelt , zuerst lag er bei 1900 Euro.
Ich werde wohl Drainagen bekommen, damit sich kein Wundwasser in der Höhle einlagern kann. Der Körper baut das zwar ab, aber es kann sein dass ein Rest des Wundwassers immer in der Höhle verbleibt dann kann das Imunsystem geschwächt sein weil der Körper immer mit der Wundflüssigkeit beschäftigt ist .
Kann mir garnicht vorstellen wie das dann ist mit Röhrchen unter dem Arm , schon irgendwie eklig. Ja und wenn dann kein Wundwasser mehr abläuft, dann zieht man die Röhrchen einfach wieder , ohne Betäubung - soll ganz schnell gehen ...

Bei der Sache mit dem Wundwasser habe ich gehört dass es wohl möglich ist dass sich verlbleibendes Wundwasser in der Höhle in Gewebe umwandelt und die Brust danach etwas größer ist. Das ist eine Beobachtung, also Studien gibt es dazu wohl nicht. Dieser Punkt wäre allerdings noch wichtig für mich. Vielleicht kann mir das jemand genau sagen. Das würde dann wohl aber heißen "keine Drainagen" legen zu lassen.
Die OP wird im Dämmerschlaf gemacht und ich muss auch keine großen Voruntersuchungen durchführen lassen. Anders wie damals bei der Vergrößerung ist die Entfernung recht einfach. Keine Voruntersuchungen, keine Vollnarkose.

Die OP plane ich in den Osterferien. Ich möchte noch ein wenig sparen, um dann vielleicht doch nicht einen Kredit aufnehmen zu müssen. Immerhin läuft ja auch noch ein Kredit für die damalige 2. Vergrößerung und das noch bis 2020 :-( !!
Es gibt bei meiner Klinik die Möglichkeit einen Kredit über die Klinik zu finanzieren dieser ist wesentlich günstiger.

Ich habe auch nochmal Bilder vor den 2 Vergrößerungen gesehen und das war ein wirklich interessantes Erlebnis, vor allem weil ja mein Freund neben mir saß und ich unsicher war wie er das Vorher-Ergebnis finden würde. Und der erste Gedanke bei dem Anblick war: Oh Gott so klein waren die !?! Und der 2. jetzt ist mein Freund geschockt und rät mir ab dass ich das bloß nicht machen soll....
Nachdem ich die Bilder allerdings länger auf mich hab wirken lassen, haben sie mir doch wieder ganz gut gefallen. Das war halt echt komisch weil ich die Bilder auf meinem Handy oft anschaute und deshalb nicht dachte dass ich da so empfinde... Andrerseits war das bei meinem Handy genauso erst dachte ich ohje wie klein und je öfter ich mir sie anschaute umso besser gefielen sie mir und jetzt sogar viel besser wie die Fotos mit den großen Bomben:-).
Mein Freund reagierte ganz locker und garnicht geschockt. Auch als wir die Praxis verlassen hatten war die Stimmung zwischen uns ganz locker und ich habe jetzt auch noch das Gefühl dass er mir zur Seite stehen wird wenn es soweit ist. Obwohl er ja manchmal schon so sagt wenn die jetzt weg sind, kenne dich ja nur mit den großen ....

Bis dann, hoffe von Euch zu hören
seppi
 
Bibi_88  sagt am 16.01.2017
Hallo Seppi,

das klingt ja richtig toll! Auch den Preis finde ich sehr günstig. Ich freue mich für dich, dass es so gut gelaufen ist und du den Schritt wagen willst! :-)

Die Aussagen deines Arztes decken sich in weiten Teilen mit denen meines Arztes. Bezüglich der Aussage, dass die Krankenkasse deine OP nicht zahlen wird, kann ich leider nur zustimmen. Selbst wenn die Implantate verantwortlich für deine Rückschmerzen sind, würde die Krankenkasse die Entfernung nicht zahlen. Denn die Rückenschmerzen wären dann eine Folge aus dem kosmetischen Eingriff und für alle Folgen muss man selbst aufkommen, wenn nicht der ursprüngliche Eingriff bereits medizinisch indiziert war. So wurde es mir jedenfalls erklärt.

Verwunderlich finde ich allerdings die Aussage deines Arztes, dass du Drainagen brauchst. Mein Arzt meinte, dass diese bei so einem kleinen Eingriff nicht nötig sind bzw. sich im schlimmsten Fall sogar negativ auf die spätere Brustform auswirken. Mir wurde nämlich auch gesagt, dass sich, wie du beschreibst, das Wundwasser teilweise in Gewebe umwandelt und so in Kombination mit der im Körper verbleibenden Kapsel für eine schöne Form der „neuen“ natürlichen Brust sorgen. Ich will dir da jetzt keinen Floh ins Ohr setzen, aber das war meine Information zum Thema Drainagen. Ich hatte 3 Beratungsgespräche und alle 3 Ärzte haben damals das Legen von Drainangen verneint. Ich kann nur sagen, dass meine Brust jetzt eine schönere (etwas breitere) Form hat wie früher vor den Implantaten und auch die Körpchengröße kein bisschen kleiner geworden ist.

Ich bin mittlerweile übrigens 4,5 Wochen post OP und mir geht es richtig super! Ich war bereits fleißig neue BHs shoppen, Schmerzen habe ich keine mehr, die Narben sehen toll aus (ganz fein und liegen direkt in der Brustfalte) und seit drei Tage darf ich wieder Sport machen. :-)

Also ich kann aus meiner Erfahrung nur dazu raten, den Schritt zu wagen, wenn man unglücklich mit seinen Implantaten ist.

Liebe Grüße und alles Gute!
Bibi
 
Seppi  sagt am 17.01.2017
Hallo ihr lieben,

ja ich bin sehr verunsichert wegen der Drainagen :-/.

Ich habe gerade im Internet gelesen:
- dass sich die Infektionsgefahr erhöht
- das Ziehen der Drainagen oder der Druck die Wundheilung behindern könnte
- gesundes und natürliches Gewebe mit entfernt werden könnte , durch den Sog - weiss aber nicht ob es da einen Sog gibt - wahrscheinlich ja ....
- as Wundsekret und das damit enstehende Feuchtgebiet wichtig für die Wundheilung sein können, da wäre also die Drainage eher schlecht ...
- die Hygiene ist sehr wichtig wegen Infektionen, und durch die Prüfung der Hygiene die meist ja nicht so gut ist ...
-"Ist die Redonflasche gefüllt oder befindet sich kein Vakuum mehr darin, muss sie unter aseptischen Bedingungen ausgetauscht werden. Die neue Flasche ist vor dem Wechsel zu überprüfen, ob das Vakuum intakt (Faltenbalg zusammengezogen), der Behälter unbeschädigt und steril ist." das habe ich im Internet gefunden, und da ich ja nicht stationär bin... wer soll schauen oder merken wenn was nicht stimmt ??
- "Durch die Drainage besteht ein Risiko für eine aufsteigende Infektion. Deshalb wird sie nach spätestens drei Tagen gezogen. Dazu ist eine vorherige, rechtzeitige Schmerzmittelgabe empfehlenswert, da das Ziehen der Drainage schmerzhaft sein kann."
- "Verstopfte Drainage: Arztinformation" -
- "Für- und Wider ihres Einsatzes gehen inzwischen auseinander"
- "Förderung der Wundheilung nicht direkt bewiesen werden kann. Auch als Verursacher von unerwünschten Komplikationen können Drainagen verantwortlich sein."
- "Wunddrainagen sind zwar Pforten zur Ableitung krankhafter Körperflüssigkeiten, können jedoch auf gleichem Wege Zugang von infektiösen Keimen hin zur Wunde fördern. Dies wiederum führt im schlimmsten Falle zu gefährlichen Wundinfektionen. Auch kann der Körper auf das Drainagesystem mit Abwehr reagieren, da es als Fremdkörper erkannt wird. Verbleiben Drainagen über einen längeren Zeitraum im Körper kann es zudem zu Verwachsungen kommen. Blutungen können entstehen, Druckprobleme durch die Lage des Schlauches oder Komplikationen durch ein Abknicken durch den Patienten selbst können ebenfalls nicht ausgeschlossen werden."
- "Wundwasser, Wundsekret oder auch Wundflüssigkeit sind Sammelbegriffe für bei der Wundheilung abgesonderte Körpersubstanzen. Sie bestehen meist aus einer Mischung weißer Blutkörperchen (Leukozythen), Blutzellen (Monozyten) und Lymphflüssigkeit (Lymphe) und bilden gemeinsam ein körpereigenes Serum, das zur Wiederherstellung zerstörter Gewebeschichten unerlässlich ist."
- ". Im Verlauf beider Phasen, werden durch den Austritt von Wundflüssigkeit zunächst schädliche Fremdkörper und Keime aus der Wunde gespült. Im zweiten Schritt der Wundheilungsphase setzt dann die Schließung der Wunde mittels Zellneubildung ein. Hierfür reifen die Monozyten des Wundwassers zu Makrophagen heran, welche die letzten Zellrückstände der Wunde entfernen und somit den Weg für die Fibrolasten des Bindegewebes frei räumen. Diese sind zum Aufbau der neuen Zellmatrix unerlässlich und benötigen für ihre Entwicklung zu zellbildenen Fibrozyten ein dauerhaft feuchtes Wundmilieu. Wundsekret ist demnach nicht nur zur Reinigung von Wunden, sondern auch zur Wundschließung zwingend notwendig."
- ". Meist ist der Vorgang ohne Risiko, allerdings lässt sich in seltenen Fällen eine Arrosionsblutung beobachten, die entsteht, wenn das stabile Ende eines künstlichen Hohlraums im Inneren liegende Hautregionen schädigt. Weiterhin erhöht sich durch die Drainage das Infektionsrisiko, da Keime schneller in den Organismus vordringen können. Achten Sie bei Ihrer Entscheidung für eine Drainage deshalb unbedingt auf hohe Hygienestandards des Krankenhauses und lassen Sie sich in der richtigen Pflege Ihrer Drainagevorrichtung unterweisen."
- "Wunddrainagen – Im Zweifel bitte nicht!"
-"Beweise dafür, dass sie wirklich nützen, gibt es kaum. Dennoch halten sich Wunddrainagen nach chirurgischen Eingriffen hartnäckig als Regelversorgung. Allen voran solche, die mit einem Vakuum arbeiten. Experten fordern ein Ende dieser Praxis."
-"Keine Frage, für das Spülen von septischen Wunden, Entzündungsherden bleiben Drainagen wichtiges Hilfsmittel. Ganz anders ist heute hingegen die offizielle Sicht auf ihren Einsatz nach "aseptischen" Operationen. Viele Experten monieren, dass sie längst keine Routine mehr sein dürften, wo sie es noch sind."
- "Soweit wie möglich sollte auf das Einlegen von Drainagen verzichtet werden."
- "Nur bei wenigen Indikationen, etwa der Ösophaguschirurgie bleibe die Frage mangels Studien offen. Sonst aber gelte: "Verzichten Sie auf einen Einsatz!""
- "keine Belege für Vorteile, evtl. aber längere Verweildauern im Krankenhaus"
- "keine Unterschiede bei Infektionen mit oder ohne Drainage"
- "keine Belege für einen Nutzen von Drainagen"
- "Drainagen schaden eher, als dass sie nützen."
- "Die antiquierten Drainagen widersprächen obendrein dem heutigen Grundsatz einer schnellen Mobilisation, resümiert Neugebauer. "Womöglich dislozieren sie dann sogar, wenn sich der Patient wieder bewegt – das behindert die rasche Genesung.""
- ""Wir sollten auf Drainagen weitestgehend verzichten.
- "Denn der Unterdruck bis zu 900 mmHg führe dazu, dass sogar gesundes Gewebe in den Schlauch gesogen wird, Schmerzen und schlimmstenfalls auch neue Blutungen entstünden." Redon-Drainagen sollte man meines Erachtens generell nicht mehr einsetzen." "Wenn überhaupt, dann bitte soglose Drainagen", fordert auch Neugebauer. "Redon-Drainagen können Sie aufgrund der Schmerzen beim Ziehen einem Pa tienten nicht zumuten, wenn Sie ja auch gar keine Evidenz für einen Nutzen haben."


- Dann wieder dass die Wundheilung durch Drainagen verbessert werden soll und Hämatome oder Serombildung verhindern soll, das war dann aber auch der einzige Vorteil.
- "Eine Wunddrainage lässt Blut und Wundsekret abfließen und zieht die Wundränder zusammen. So kann der Heilungsprozess wesentlich unterstützt werden."
-". Infektionen und Hämatombildungen werden vermieden, die Wundheilung kann überwacht und Komplikationen ausgeschlossen werden."
-"Eine Wunddrainage lässt Blut und Wundsekret abfließen und zieht die Wundränder zusammen. So kann der Heilungsprozess wesentlich unterstützt werden."
-"Eine Wunddrainage lässt Blut und Wundsekret abfließen und zieht die Wundränder zusammen. So kann der Heilungsprozess wesentlich unterstützt werden."

Dann wieder die Aussage "im Zweifel besser keine Drainagen!" - ja wenn ich das wüsste - wahrscheinlich besser doch nicht ...?!!
Aber nachdem ich so viel negatives darüber gelesen habe, frage ich mich wieso mein Chirurg mir zu Drainagen rät, vielleicht wegen der großen Implantate? 450 und 505 gramm. Nach der ganzen Info habe ich nun ein schlechtes Gefühl mit den Drainagen. Würde mich freuen zu hören wie das bei Euch so verlaufen ist, mit und ohne Drainage und welche Info ihr dazu erhalten habt.

Vielen Dank :-) ! Hoffe auf viele Antworten. :-)
 
Seppi  sagt am 17.01.2017
Hi Bibi,

vielen Dank für Deine Antwort. :-). Wie du siehst hat mich deine Schilderung, betreffend der Drainagen, sehr zum Nachdenken angeregt. Jetzt waren ja bei dir die Implantate kleiner 345 ml. Bei mir sind es 450 und 505 ml :-/ , hast du eine Idee oder weisst du ob man auf Drainagen bei der Entfernung solch großer Implantate verzichten kann?

Liebe Grüsse , ich freue mich auf Deine Antwort
seppi
 
Bibi_88  sagt am 17.01.2017
Hallo Seppi,

ich kann leider nur von meiner laienhaften Erfahrung als Patientin berichten. Ich glaube nicht, dass 100ml Implantat mehr oder weniger entscheidet sind, ob man Drainagen benötigt. mein Arzt hat es mir eher anhand der "Größe der Verletzung", d.h. den inneren Wunden und dem Schnitt erklärt. Da der Eingriff beim Entfernen viel geringer ist als beim Einlegen von Implantaten, sagte er, dass ich keine Drainagen brauche bzw. diese sogar negative Auswirkungen auf die spätere Form haben könnten.

Vielleicht besprichst du das Thema nochmal dezidiert mit deinem Arzt oder holst dir eine zweite professionelle Meinung ein?

Liebe Grüße
Bibi
 
Seppi  sagt am 17.01.2017
Hi Bibi,

vielen Dank für Deine Antwort :-). Ja ich muss nochmal schauen und evtl nochmal nachfragen. Ich meine aber auch gelesen zu haben dass die meisten Ärzte wohl die ersatzlose Entfernung ohne Drainagen machen. Ich war deshalb auch total erstaunt als mein Chirurg das mit der Drainage empfahl. Habe hier auch nochmal die Ärzte angeschrieben und bin gespannt welche Meinung sie wohl dazu haben werden.

Liebe Grüße
seppi
 
Seppi  sagt am 17.01.2017
Hi ihr lieben,

ich schreibe nochmal auf dieser Seite. Könnt ihr mir schildern wie das mit den Drainagen war? Mein Chirurg wollte mit Drainagen entfernen aber ich habe kein gutes Gefühl dabei nachdem ich mich im Internet informiert habe... :-/ . Wie war das bei Euch mit oder ohne Drainage ? Und welche Info habt ihr dazu dass bei Drainage die Brust wohl nicht so schön werden soll ( kleiner , weniger schöne Form ) ?

Ist eine Drainage ein Muss bei der Entfernung großer Implantate ? Bei mir 505 und 450 gramm.

LG
seppi
 
SallySally  sagt am 24.02.2017
Hey, hast du die Op schon hinter dir? Lg
 
SallySally  sagt am 24.02.2017
Hallo, hast du die Op schon hinter dir? Lg
 
SallySally  sagt am 24.02.2017
Hey,können wir vielleicht mal telefonieren? Ich stehe auch vor der Entscheidung. Lg
 
Seppi  sagt am 14.03.2017
Hi Sally,

meine Telefonnummer möchte ich ungern raus geben. Aber ich würde mich sehr freuen wenn wir beide über dieses Forum schreiben könnten.

Nein, ich habe leider noch nicht die OP gehabt. Hat sich alles ewig in die Länge gezogen, wegen der Finanzierung. Ich nehme für die OP einen Kredit auf . Das ist so ein medizinischer Kredit der über die Klinik läuft. Denn für 1600,00 Euro bekomme ich bei meiner Bank keinen Kredit, erst ab 2500 E . Uns so viel möcht ich nicht aufnehmen, die Zinsen wären bestimmt auch höher. An mein Erspartes möchte ich auch nicht, das hab ich für eine andere Sache am Haus gedacht. Bei dem medizinischen würde ich ca. monatlich 153,00 Euro zurück zahlen, 11 Monate lang. Also insgesammt wären das dann 91 Euro die ich zu den 1600 Euro zurück zahle, also wirklich o.k. Allerdings bekam ich nur so einen Standartvertrag mit Kreditkartenvertrag zugeschickt und ich möchte ja keine Karte sondern lediglich den Finanzierungskredit. Ein anderes Formular gäb es nicht und ich solle es entsprechend ändern, deswegen hoffe ich dass mit der Finanzierung alles klappen wird, erst dann mache ich den Termin für die OP. Hoffe das alles endlich ins Rollen kommt. Hatte leider auch mit der Post Probleme bis dann endlich mal der Vertrag da war.... :-/.

Schon komisch - da fragt man sich manchmal ob das jetzt ein Zeichen sein soll die Dinger doch nicht raus zu machen.
Aber ich will sie auf garkeinen Fall mehr - leider hat mich das ganze nur unglücklich gemacht und richtig annehmen konnte ich sie irgendwie die ganze Zeit nicht - dachte damals nicht dass mir die Implantate seelich solchen Kummer machen würden, im Gegenteil dacht ich natürlich dass ich glücklich sein würde.
Jetzt hoffe ich dass die Bank dem Kredit zustimmt, damit ich den Beratungs- und den OP Termin vereinbaren kann.

Freue mich von dir zu hören.

Lg
seppi
 
Noel  sagt am 29.04.2017
Hallo Bibi,
ich möchte mich auch einer ersatzlosen Implantatentfernung unterziehen, laufe aber nur von Arzt zu Artz. Anscheinend wollen das nicht alle durchführen. Bin echt schon am Verzweifeln!
Kannst du mir bitte einen Arzt empfehlen?
LG
Portrait Dr. med. Mark A. Wolter, Tätigkeitsschwerpunkt: Ästhetisch-plastische Chirurgie, Berlin, Chirurg (Facharzt für Chirurgie)
Dr. Wolter  sagt am 30.04.2017
Hallo noel.
Gerne können Sie mir Bilder und ihren Wohnort an drwolter@[Link anzeigen] schicken. Entweder kann ich Ihnen jemanden in ihrer Nähe empfehlen oder sie direkt beraten/behandeln, wenn sie möchten.
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Wolter Berlin/Zürich

[Link anzeigen]

+49-30-88001855
 
claudia1268  sagt am 01.05.2017
Hallo Seppi, ich bin aus München und hatte vor 7 Wochen meine OP. Hatte 75A und je 240 ml reinbekommen. Meiner Meinung nach würde ich schlecht beraten, denn ich leide noch immer unter fast unerträglichen Schmerzen, ich kann meine Implantate im unteren Brustbereich ertasten und hin-und herbewegen, und ich spüre die Implantate bei jeder Bewegung. So hatte ich mir das nicht vorgestellt, dass ich damit soviel weniger Lebensqualität und Bewegungseinschränkung habe. Bis letzte Woche war ich jede Woche bei meinem PC und er weiß nicht mehr, wie er helfen kann. Die besten Aussagrn waren sicher, ich solle mir einen besser sitzenden Stütz-BH kaufen und Physiotherapie machen... ich fühle ein ständiges Stechen und Zwicken im Busen und fühle Schmerzen, sobald ich meine Brustmuskeln belaste, zB Fenstergriff öffnen oder meinen Sohn auf der Schaukel anschubsen. Mein Fazit ist, dass die Dinger wieder raus müssen. Ich bin 1,62 cm groß, habe 48 kg und bin sehr aktiv/sportlich. Diese Einschränkungen machen mich völlig fertig. ich hasse meinen Körper mehr als vorher und kann nicht mal Sex haben, weil meine Brüste beim Anfassen wehtun. Hat wer ähnliche Erfahrung? Ich habe noch diese Woche das Gespräch zur Explantation, weil ich mit diesem Zustand nicht leben kann. 4,000€ in den Sand gesetzt bisher - für 7 Wochen unglücklich sein - ich bin soooo enttäuscht!!!
 
Bibi_88  sagt am 02.05.2017
Hallo Noel,

ich habe mich in Wien operieren lassen. Bin nicht sicher, ob dir das etas nutzt, aber ich schreibe dir gern eine PN mit dem Namen des Arztes. Ich bin sehr zufrieden! :-)

LG Bibi
 
Bibi_88  sagt am 02.05.2017
Hallo Claudia,

7 Wochen sind definitv zu kurz um das Ergebnis beurteilen zu können! Es ist leider völlig normal, dass man nach dieser Zeit noch bewegungseingeschränkt ist und z.T. Schmerzen hat, insbesondere bei Anstrengungen. Ich bin kein Arzt, aber ich kann dir aus meiner Erfahrung und meinem "Wissen" zum Thema nur raten, unbedingt noch geduldig zu sein, weiter deinen Stütz-BH zu tragen und größere Anstrengungen im Oberkörper zu vermeiden (die Schaukel anstupsen ist für deine Brust gerade sehr anstrengend).

Ich durfte damals nach 6 Wochen wieder leichten Sport (aber kein Krafttraining, kein Heben etc.) treiben und erst nach 12 Wochen wieder alles tun. Solange hat es auch gedauert, bis ich mich wieder "normal" gefühlt habe und auch dass die Brust in dieser Zeit beim Anfassen weh tun, ist ganz normal.

Oh und da die Implantate nur im oberen Brustbereich direkt unter dem Muskel liegen, wirst du sie bei genauen Fühlen im unteren Bereich immer ertasten können. Das ist (leider) ganz normal.

Schade, dass dich dein Arzt scheinbar leider nicht ausreichend über die postoperative Phase aufgeklärt hat... über eine Explanation solltest du aber frühestens nach 6 Monaten nachdenken. Eher wird das kein verantwortungsbewusster Arzt durchführen.

Alles Gute wünsche ich dir und natürlich baldige Besserung!

LG Bibi
 
Seppi  sagt am 08.05.2017
Hallo Claudia,

ich kann sehr gut verstehen wie Du Dich fühlst. Ja leider empfinde ich die unechte Brust auch als unangenehm. Es ist halt leider doch ganz anders wie eine echte.

Gerade unter der Brustfalte fühle ich auch das Implantat. Sogar dass es unterhalb etwas wällig ist kann ich fühlen.
Das mit der Bewegungsfreiheit kenne ich auch. Ich war eigentlich auch immer sehr aktiv.

Es ist wohl eine individuelle Frage ob man damit glücklich sein kann. Ich musste leider feststellen dass die Implantate mich nicht glücklich machten. Ich kann sie nicht annehmen.

Bei meinem Freund merke ich dass er mich bei meinen Wunsch Sie zu entfernen unterstützt . Allerdings hat er auch Zweifel wie es danach aussehen wird und ich merke dass er es eigentlich lieber hätte wenn ich sie drin lassen würde. Das zu wissen oder zu spüren macht schon etwas wütend und traurig wenn man feststellen muss wie oberflächlich manche Männer doch sein können. Ich möchte das jetzt nichtmehr, ich möchte einfach so angenommen und geliebt werden wie ich bin.

Ja also mit dem Entfernen würde ich es auch nicht unbedingt überstürzen, es sei denn du bist dir 10%ig sicher dass Du das nichtmehr willst. Bei mir war es so dass umso länger ich sie hatte umso größer wurde der Wunsch auch sie los zu werden.

Das Gefühl nach der OP kenne ich sehr gut. Mir ist es lange sehr schwer gefallen die Kupplung beim Autofahren zu bedienen. Die Kraft war einfach weg, man fühlt sich auf einmal schwach und auch jetzt noch denke ich dass ich immernoch nicht meine alte Kraft in den Armen wiedererlangt habe. Auch besonders anfangs merkte ich bei jeder Bewegung den durchtrennten Muskel. Mittlerweile hat er sich wohl zurück gebildet, so das das Gefühl jetzt weg ist.
Es dauert auf jeden Fall einige Zeit bis das so sein wird, einige Monate waren es glaube ich.

Ich würde auf jeden Fall abklären ob das mit den starken Schmerzen normal ist. Und dann in Ruhe entscheiden.

Wie war eigentlich Dein Gespräch?

LG
seppi
Portrait Dr. med. Mark A. Wolter, Tätigkeitsschwerpunkt: Ästhetisch-plastische Chirurgie, Berlin, Chirurg (Facharzt für Chirurgie)
Dr. Wolter  sagt am 20.05.2017
Hallo Claudia.
Nach der kurzen Zeit kann eine Überempfindlichkeit der Brüste, besonders der Brustwarzen normal sein. Wenn das das Hauptproblem wöre, würde ich abwarten und Vitamin b komplex nehmen, was die nervenregeneration fördert. Anders als ein taubhetsgefühl, was selten auch mal bleiben kann, geht die Überempfindlichkeit eigentlich immer wieder weg. Aus der Ferne kann man natürlich nicht sagen, was die Ursache für die Schmerzen ist. Insofern sollten sie vielleicht noch eine 2. meinung vor Ort einholen oder ggf auch zu einem Neurologen gehen, der sich mit der Behandlung zur nervenregeneration noch besser auskennt und ggf auch eine bessere schmerztherapie machen kann.
Gute Besserung und noch etwas Geduld, bevor sie aus den genannten Gründen die implis wieder entfernen lassen...
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Wolter Berlin/Zürich

[Link anzeigen]

+49-30-88001855

Jetzt antworten

Teilen