Dauerhafte Entfernung meiner Brustimplantate

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Portrait Dr. med. Mark A. Wolter, Tätigkeitsschwerpunkt: Ästhetisch-plastische Chirurgie, Berlin, Chirurg (Facharzt für Chirurgie)
Dr. Wolter  sagt am 08.12.2013
hi angi.
nach einer explantation sehe ich keinen sinn fuer eine. festen verband. im gegenteil, moechte man ja doch etwas schwellung, die zum teil nachher bleibt und etwas mehr an volumen gibt. die brustwarzen sollten nach oben getaped werden, damit kann man die anscheinend vorhandene einziehung vielleicht noch weg bekommen. am bsten sprechen sie nochmal mit ihrem chirurgen.
mit freundlichen gruessen
dr. wolter berlin/zürich
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Angi11  sagt am 09.12.2013
Vielen Dank, Herr Dr. Wolter für Ihre schnelle Nachricht.
Habe morgen einen Arzttermin, da werde ich das Problem besprechen.

Viele Grüße Angi
 
Angi11  sagt am 10.12.2013
Liebe Experten,

meine Explantation ist jetzt fast 4 Wochen her.
Ich habe nun auch noch an der einen Brust ein wenig Schwellung (Serom). Mein Arzt wollte punktieren, doch ich versprach zu kühlen und immer brav den engen Verband zu tragen:-((

Die Heilung würde wenn man nicht punktiert länger dauern aber ich hatte solche Angst vor der Nadel...daß ich es nicht machen ließ.
Es muß doch auch so wieder abschwellen,oder?
Schmerzen oder Rötung, bzw. Fieber hab ich gottseidank nicht.
Danke für Ihre Nachrichten.
Viele Grüße Angi
Portrait Dr .med. Robinson Ferrara, robinson-esthetics, Am Westpfalzklinikum GmbH Kirchheimbolanden, Kirchheimbolanden, Gynäkologe (Facharzt für Gynäkologie)
Dr .med. Ferrara  sagt am 13.12.2013
hallo Pilotfischli!
Habe mich sehr gefreut als ich Ihren Beitrag nun zuletzt nochmals gelesen habe.
Drücke Ihnen feste die Daumen , das alles so positiv in Ihrem Leben weiterläuft.
Grüße
Dr. Robinson FERRARA
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Portrait Dr .med. Robinson Ferrara, robinson-esthetics, Am Westpfalzklinikum GmbH Kirchheimbolanden, Kirchheimbolanden, Gynäkologe (Facharzt für Gynäkologie)
Dr .med. Ferrara  sagt am 13.12.2013
Hallo Angi!
Ich kann Sie verstehen , wenn man Angst vor Nadeln hat.
Die Punktion wäre bestimmt sinnvoll, da die Heilung schneller abläuft.
Der Verband ist wichtig und noch mehr die Kompression.
Polstern Sie Ihren Verband aus sodass mehr DRuck- aber erträglicher auf die Wunde entsteht.
Meist wird eine Flüssigkeitsansammlung, Wundsekret oder Bluterguss vom Körper aufgenommen.
Kann sich aber auch mal abkapseln.
Kontrolle ist wichtig und Kompression.

Und Geduld!!!
Grüße
Dr. Robinson FERRARA
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suca  sagt am 13.12.2013
immer interressant, wie unterschiedlich die Empfehlungen sind, genauso wie Kapsel muss raus oder muss nicht raus, usw... bei mir ist die Explantation mittlerweile 7 Wochen her und ich hatte auch auf einer Seite ein Serom, was inzwischen nur noch ganz ganz wenig ist, und der Mini- Rest wird sicher auch noch resorbiert. Der PC, der mich operiert hat, meinte dass man die Bildung eines Seroms auch nicht durch Druckverbände verhindern kann, und wenn man zu früh punktieren würde, dann läuft es oft genug wieder nach und bringt gar nichts. In diesem Fall habe ich ihm vertraut und muss sagen, er hatte recht. Solange die Brust nicht heiß ist, man Schmerzen oder Fieber (ab 38,5 Grad C) hat, muss man einfach viel Geduld haben.
Aber insgesamt war´s die allerbeste Entscheidung in meinem Leben, ich bin endlich wieder ich, und meine Brust ist weich und ich liebe sie. Keine Ängste mehr, keine Folge-OPs mehr, das ist wie Weihnachten :)
Ich kann allen Frauen nur Mut machen!
Portrait Dr .med. Robinson Ferrara, robinson-esthetics, Am Westpfalzklinikum GmbH Kirchheimbolanden, Kirchheimbolanden, Gynäkologe (Facharzt für Gynäkologie)
Dr .med. Ferrara  sagt am 13.12.2013
Halo Suca!
DieIdee ist immer die optimale Wundheilung zu erhalten.Alles was stört verzögert diese.
Wenn weniger Sekret vorhanden ist umso schneller verklebt das Gewebe. Auch Abkapselungen von Seromen gibt es und man hat einen neue Baustelle.
Auch der Druckverband halte ich für das Verkleben für wichtig , damit die Höhle( mit oder ohne Kapsel) schneller verklebt.
Die Ursache der Serombildung ist meist interessanter.Diese ist nämlich vielfältig und auch von Op Technik und Kapselerhalt oder Entfernung abhängig.
Freut mich das Ihnen gut geht und wünsche alles Gute.
Grüße
Dr. Robinson FERRARA
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Portrait Dr. med. Petra Berger, Ästhetische Chirurgie - Plastische Chirurgie Frankfurt Zürich Palma de Mallorca, Frankfurt, Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie
Dr. Berger  sagt am 13.12.2013
guten tag,

in der tat sind viele frauen nach der implantatsentfernung sehr erleichtert. meiner meinung nach ist wegen des wunsches zur entfernung auch keine therapie notwendig, denn die frauen wissen ganz genau,, was sie wollen. sie wollen die Implantate raus. was den postoperativen heilverlauf angeht so hat suca das schon richtig formuliert: erstmal abwarten, dann entscheiden. man kann auch zu einem späteren zeitpunkt noch einmal mit etwas eigenfett auffüllen, je nachdem, wie die patientin sich entscheidet.

beste grüsse,

dr petra berger, frankfurt/ zürich
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snoopydo  sagt am 21.12.2013
Hi, vielen Dank für Eure Beträge! Ich lebe mit diesem Problem schon seit 21 Jahren (zuerst eine Vergrösserung mit 19J., danach eine Narbenentfernung, einen Implantatwechsel mit 27J., zur Zeit Implantate 290 mm, Narben jew. 8 cm lang in der Brustumschlagfalte). Danke pilotfischli für Deine Schilderungen - das ist so ziemlich eine 1 zu 1 Beschreibung der Gedanken, die mich auch beschäftigen. Ich lasse sie mir auch definitiv entfernen, die Frage ist nur "wann?". Hin und wieder quälen mich diese Gedanken, besonders die Sorge dass plötzlich eine Kapselfibrose auftreten könnte. Die linke Seite ist auch etwas härter als die rechte, würde sagen links BakerII, rechts Baker I. Habe von einer Ultraschall-Methode gehört, welche die Kapseln auflösen soll, aber in amerikanischen Foren wurde von dieser Methode abgeraten; sie sei unseriös. Und dann ist ja noch die Sache mit den Narben, meine sind recht lang und sie werden mit jeder OP länger.
Wenn ich nun die Implantate entfernen lasse werden die langen Narben weit unter der Brust liegen und offen sichtbar sein. Das war auch der Grund, warum ich die Kissen, damals als ich 27 war, nicht entfernen sondern nur austauschen ließ. Ich hatte die Hoffnung, dass es mittels Stammzellen etc. eine Methode geben wird, welche die Narbenentstehung reduziert..und so warte ich immer noch;)..aber wie "sieht" es bei Euch "danach" aus (also auch bezüglich der Narben)? Wie fühlt Ihr Euch inzwischen?
 
pilotfischli  sagt am 21.12.2013
Hallo snoopydo und Kolleginnen, ich freue mich jedesmal, wenn jemand auf meinen Beitrag aufmerksam wird, im deutschen Internet findet man ja fast gar nichts über die Entfernung von Brustimplantaten...was ich wirklich sehr merkwürdig finde, denn viele Frauen quälen sich mit dieser Entscheidung. Bei mir hat es auch einige Zeit (mehrere Jahre) gedauert, bis ich den endgültigen Entschluss fassen konnte. Alles braucht seine Zeit und man darf sich mit so einer Entscheidung nicht unter Druck setzten. Irgendwann kommt der Tag, da weiß man einfach, was zu tun ist! Ich kenne die Ängste und Bedenken, bin ja selber durch diese Hölle gegangen...rückblickend ist das der richtige Ausdruck dafür. Im Nachhinhein muss ich sagen: Alle meine Bedenken haben sich in Luft aufgelöst und ich bin ohne meine Brustimplantate sehr glücklich, obwohl meine Brüste wirklich sehr klein sind. Doch ich habe durch die Zeit mit den Implantaten erst richtig gelernt, meine "Kleinen" zu lieben und schäme mich überhaupt nicht mehr. Ganz im Gegenteil: Ich finde sie sexy und schön und bin stolz darauf ;-) Die Narben sieht man bei mir natürlich auch, denn ich habe ja keinen Busen, der drüber liegt ;-) Aber die Narben haben sich super gemacht und sind schon beinahe komplett verblasst. Ohne die Implantate heilen die Narben viel schneller und sind bald Geschichte! Auch mein Brustgewebe hat sich toll gemacht. Nach ein paar Wochen sah meine Brust so aus, als hätte nie einer dran rumgeschnippelt! Ich denke oft: Eigentlich gibt es ganz schön viele Frauen mit kleinem Busen, mit hängendem Busen, mit ungleichen Brüsten usw. Die Natur ist eben kreativ und es gibt nichts langweiligeres, als Menschen, die alle gleich aussehen und perfekt sind. Würden alle Frauen ihre Brüste einfach so lassen, wie sie sind, käme auch nicht dieser verdammte Perfektionismuswahn auf. Leute, steht dazu, wie ihr seid kann ich nur sagen!!! Diese Schönheits-OPs führen letztlich nur dazu, dass man in eine Abhängigkeit gerät und nicht mehr frei ist, weil man immer wieder OPs vor sich hat. Doch dadurch wird es nicht besser. Hätte ich meine Implis austauschen lassen, hätten sie wahrscheinlich unter den Muskel gemusst, ich will gar nicht wissen, was da noch alles auf mich zugekommen wäre...von den Kosten mal ganz zu schweigen. Nun habe ich diese ganzen Gedanken über Bord geworfen und freue mich jeden Tag, dass ich raus bin aus dem Teufelskreis. Die Brust wird mit jeder OP "schlechter", das muss man einfach wissen. Desto früher man die Implantate entfernen lässt, desto grösser ist die Chance, dass die Brust sich wieder erholt und man ein gutes Ergebnis bekommt. Steht zu euch!!! Man braucht keine Brustimplantate, um glücklich zu sein!!!
 
snoopydo  sagt am 21.12.2013
Hallo pilotfischli, vielen Dank für Deine Antwort, das macht mir wirklich Mut. Das Schlimme an dieser Art chronischen Problemen ist, dass man mit niemanden darüber sprechen mag, hat man in seiner unmittelbaren Umgebung keine "Leidensgenossen". Und man verschenkt so viel Energie und Zeit mit diesem Thema, das einen ständig begleitet. Ich habe mir inzwischen die von Dir empfohlene Seite angesehen, so viele Fotos, man könnte den ganzen Tag zubringen die Berichte zu lesen. So werde ich mir, anstatt diesen frustrierenden Gedanken weiter nachzugehen, Gedanken machen, wo, wie und wann ich mich von die Kissen endlich befreien lasse, hab vielen, lieben Dank:-)
 
pilotfischli  sagt am 21.12.2013
Du bist auf dem richtigen Weg, ich kenne alles sooo gut, was du beschreibst! Auch, dass man mit kaum jemanden drüber reden kann, sich ständig versteckt, schämt etc. Ja, schau dir die Bilder auf der US-Seite an, mir hat das total geholfen!!! Genau: und stecke deine Energie nicht länger in die Implantate, das Leben hat so viel mehr zu bieten und man verpasst vieles, wenn man in diesem Gedankenkarussel gefangen ist. Sag dir einfach: So, ich kauf mir jetzt schon ne tolle Bodylotion und creme jeden Abend meine Brüste ein um sie gut auf die OP vorzubereiten...das hat mir total geholfen ;-) Tu dir was Gutes, die Entfernung ist nichts, wovor man Angst zu haben braucht. Ich hab mich danach wie auf Wolken gefühlt...wirklich. Und wenn man das Ganze mal logisch sieht: Es gibt keine Alternative. Operationen alle 10 Jahre oder noch einmal und dann nie wieder einen Gedanken daran verschwenden. Ich wünsche dir alles Gute und schöne Weihnachtstage! :-)
 
Gedankenkarus...  sagt am 03.10.2014
Hallo, ich stehe vor der gleichen Entscheidung und bin sehr froh dieses Forum gefunden zu haben. Denn Erfahrungsberichte gibt es, wie Ihr auch schon geschrieben habt, so gut wie keine. Eure Beiträge haben mich zum Nachdenken gebracht und machen mir Mut, den Schritt zu gehen. Aber, es gibt auch viele Abers, die mir durch den Kopf gehen. Es würde mich sehr interessieren, ob ihr auch nach einem Jahr mit Eurer Entscheidung glücklich seid, ob sich Euer Leben verändert hat. Die Erfahrungen von jemandem zu hören, der sich getraut hat, würde mir bei meiner Entscheidungsfindung sehr helfen.
Gibt es jemanden, der Bereit wäre, sich per Mail oder Telefon auszutauschen?
 
anonym9845  sagt am 05.10.2014
Mich würde mal von den Ärzten (!) interessieren wie viele % der Frauen, die Implantate haben, diese wieder entfernen lassen?
Kommt sowas oft vor?
 
pilotfischli  sagt am 05.10.2014
Hallo ihr Lieben, ich möchte gerne auf die beiden letzen Beiträge antworten. Zunächst einmal freue ich mich, das mein erster Beitrag im Netz anscheinend immer noch auf viel Beachtung stößt und von Frauen gefunden wird, die in einer ähnlichen Lage sind und unter ihren Brustimplantaten leiden. Denn es stimmt: Es gibt auf deutschen Seiten im Internet kaum Hilfe, wenn man über eine dauerhafte Entfernung der Implantate nachdenkt. Man findet alles über vorteile von Brustimplantaten, jedoch sehr wenig über Nachteile, Komplikationen und Folgen. Schon gar nicht wird man darauf hingewiesen, dass kein einziges Brustimplantat - und möge es auch noch so hochwertig sein - ein Leben lang im Körper bleiben kann. Folge-OPs verbunden mit Folgekosten und einem noch viel höheren Preis für Körper und Seele sind immer Konsequenz des ersten Eingriffs. Doch nun zum vorletzen Beitrag: Meine Explantation ist nun bereits anderthalb Jahre her und war für mich ein voller Erfolg. Das lähmende Gedankenkarussel hat endlich aufgehört, ich denke über meinen Busen fast nicht mehr nach und freue mich stattdessen darüber, dass ich noch einmal heil aus der Sache rausgekommen bin. Ich kann wieder alles machen, schlafe auf dem Bauch, springe vom 5-Meter-Brett oder jogge ohne Sport-BH durch den Wald. Meine Brust sieht beinahe so aus wie vorher und ich bin jeden Tag dankbar, dass kein Fremdkörper mehr in meinem Körper ist!!! Noch dazu bin ich seit dem Eingriff nicht mehr krank gewesen, nicht einmal ein Schnupfen, nichts! Mit den Implantaten war mein Immunsystem extrem geschwächt, ich hatte immer wieder schwere Mandelentzündungen, Pfeiffersches Drüsenfieber, Grippe, einmal sogar eine Brustdrüsenentzündung usw. Mein HNO hat mich letzens gefragt, was mit meinen Mandeln passiert sei, die würden total gesund aussehen!!! Doch welcher Plastische Chirurg teilt einem schon in aller Ausführlichkeit mit, dass der Körper durch Brustimplantate dauerhaft geschwächt wird, weil das Immunsystem ständig gegen einen Fremdkörper kämpft???
Und zum letzten Beitrag möchte ich sagen: Die Dunkelziffer der Frauen, die sich die Implis wieder entfernen lassen, ist meiner Meinung nach relativ hoch. Es gibt eine US-amerikanische Seite, wo Frauen dies sogar öffentlich machen, diese Seite ist sehr hilfreich. Zusammenfassend möchte ich sagen, dass Brustimplantate für mich rückblickend ein absoluter Irrsinn sind: Sie sind ein Gesundheitsrisiko, nehmen einem die Freiheit und machen abhängig von Ärzten. ES GIBT KEINE SCHÖNERE BRUST ALS DIE EIGENE! Wer sich austauschen möchte oder weitere Fragen hat, kann mir gerne eine private Nachrischt schicken. Ein schönes Wochenende, Pilotfischli :-)
 
pilotfischli  sagt am 05.10.2014
Wozu mit Eigenfett auffüllen Frau Berger? Währe es nicht besser, seinen Körper so zu akzeptieren, wie er ist?
 
suca  sagt am 05.10.2014
Liebe pilotfischli, wie schön von Dir zu hören und dass Du so glücklich bist mit Deiner Entscheidung! Ich habe es inzwischen auch "geschafft" nach jahrelanger Abhängigkeit von Ärzten, und bin nun fast ein Jahr nach der Explantation. Es war die beste Entscheidung meines Lebens, das kann ich für mich auch sagen.
Es gibt möglicherweise Fälle, bei denen eine OP berechtigt ist, z.B. sehr starke Asymmetrien, starke Missbildungen oder Frauen mit Brustkrebs, aber bei gesunden Frauen ist das Risiko und die Folgen einfach nur unnötig. "Girls compete, woman encourage" war einer der Sätze, die sich bei mir tief eingeprägt haben, Frauen sind wunderschön und haben einen wunderschönen Körper mit so vielfältigen Empfindungen mitbekommen, wir bekommen so oft gesagt, wie unperfekt wir sind, aber wir sind es nicht, denn wir sind alle, jede für sich, einzigartig!

Das Versprechen der "lebenslangen Garantie" bei Brustimplantaten ist nichts anderes als ein kleinlautes Zugeben, dass sie eben NICHT lebenslang halten, sondern man nur kostenlosen Ersatz erhält, wenn sie kaputt gehen. An dem noch aktuellen Fall PIP hat man gut sehen können, dass kaum einer da ist, der selbstlos helfen will oder gar die Verantwortung übernehmen will, man hat damals über die von Dow Corning betroffenen Frauen gelächelt, wer kann garantieren, dass es nicht wieder einen Skandal geben wird in der Zukunft?

Als ich vor der Entscheidung zur Explantation stand, war ich auch dankbar für jeden Bericht, den ich finden konnte, und ich freu mich darüber, dass es immer mehr Frauen gibt, die davon berichten und so vielen anderen wahrscheinlich eine große Hilfe sind, ohne dass sie es jemals vielleicht wissen dürfen. Und pilotfischli, ich bin froh, dass es Dich gibt!

Liebe Grüße!
Portrait Dr. med. Petra Berger, Ästhetische Chirurgie - Plastische Chirurgie Frankfurt Zürich Palma de Mallorca, Frankfurt, Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie
Dr. Berger  sagt am 05.10.2014
guten tag,

suca hat es genau ausgedrückt. geben sie sich einfach noch ein wenig zeit.
straffen kann man dann immer noch.

alles liebe

dr petra berger, frankfurt, zürich

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0041 44 500 8882
#dr_petra_berger
 
suca  sagt am 05.10.2014
hm, ich dachte, die letzte Frage auf dieser Seite von anonym an die Ärzte war eher:
Mich würde mal von den Ärzten (!) interessieren wie viele % der Frauen, die Implantate haben, diese wieder entfernen lassen?
Kommt sowas oft vor?

:)
Portrait Dr. med. Mark A. Wolter, Tätigkeitsschwerpunkt: Ästhetisch-plastische Chirurgie, Berlin, Chirurg (Facharzt für Chirurgie)
Dr. Wolter  sagt am 09.10.2014
hallo anonym/suca.
es gibt zu den ersatzlosen entfernungen keine statistiken-aber es sind gemessen an der anzahl von brustvergroesserungen einzelfaelle...
mit freundlichen gruessen

dr. wolter berlin/zürich

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Portrait Dr. med. Petra Berger, Ästhetische Chirurgie - Plastische Chirurgie Frankfurt Zürich Palma de Mallorca, Frankfurt, Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie
Dr. Berger  sagt am 09.10.2014
guten abend,

ich verstehe nicht was eine statistik bei dieser art von problem hilft. wenn eine patientin die implantate entfernt haben möchte, dann ist das eben so.

beste grüsse

dr petra berger, frankfurt, zürich

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pilotfischli  sagt am 10.10.2014
Sehr geehrte Frau Dr. Berger,

es geht nicht darum, ob eine Statistik den Frauen hilft, die eine Explantation wünschen. Diese Frauen haben sich meist bereits klar gegen die Implantate entschieden. Ich denke, eine Statistik würde sie im Wunsch, den Fremdkörper loszuwerden, nicht beeinflussen. Es wäre aber interessant zu erfahren, wie viele Frauen im Laufe der Zeit (nicht bereits nach 5 Jahren) Probleme mit den Implantaten bekommen und sich dann für eine Explantation entscheiden. Es geht darum zu erfahren, wie gefährlich es wirklich ist, Brustimplantate im Körper zu tragen und bei wie vielen Frauen diese Implantate zu ernsthaften physischen sowie psychischen Probleme führen und dann ausgetauscht bzw. dauerhaft entfernt werden müssen. Leider finde ich, dass diese Probleme von Ärzten und Medien verschleiert werden. Hierbei geht es mir nicht um PIP-Implantate, meiner Meinung nach geht von jeglicher Art von Implantaten ein ernsthaftes Risiko für die Gesundheit aus. Darüber werden die Patientinnen nicht aufgeklärt. Auch nicht darüber, dass Implantate alle 10 bis 15 Jahre ausgetauscht werden müssen, dass Brustgewebe absterben kann, dass Implantate bei Austausch häufig unter den Muskel gelegt werden müssen usw. Herzliche Grüße!
 
suca  sagt am 10.10.2014
Hab leider nur eine Zusammenfassung aus dem Jahre 2003 des Medizinischer Dienst
des Spitzenverbandes Bund
der Krankenkassen e.V. (MDS)
gefunden, da werden folgende Zahlen erwähnt:


Diese ergaben für das Jahr 2000
• im ambulanten Bereich, ermittelt über die EBM-Ziffer 2133, Operativer Austausch einer
Mammaprothese, als selbstständige Leistung: ca. 255 Fälle
und für das Jahr 2001:
• Leider liegt uns hier keine Übersicht aus dem ambulanten Bereich vor.
• Im stationären Bereich wurden uns folgende Zahlen gemäß Bundespflegesatzverordnung,
Leistungs- und Kalkulationsaufstellung (LKA), L5-Statistik (Operationsstatistik
für Fachabteilungen, vollstationär behandelte und entlassene Patienten) angegeben:
Es wurden von 1.256 Krankenhäusern Fälle gemeldet und auf 2.100 Krankenhäuser
hochgerechnet.u Folgende OPS-Ziffern können in Zusammenhang mit Komplikationen
mit Mammaprothesen gebracht werden:
o 5-881.2, Durchtrennung der Kapsel bei Mammaprothese: 776 Fälle
o 5-889.0, Entfernung einer Mammaprothese: 7.544 Fälle
o 5-889.1, Entfernung einer Mammaprothese mit Exzision einer Kapselfibrose:
8.320 Fälle
o 5-889.2, Entfernung einer Mammaprothese mit Exzision einer Kapselfibrose
und Prothesenwechsel: 9.350 Fälle
o 5-889.3, Entfernung einer Mammaprothese mit Exzision einer Kapselfibrose
und Prothesenwechsel und Formierung einer neuen Tasche: 6.193 Fälle
o 5-889.4, Wechsel einer Mammaprothese: 15.262 Fälle

.....
Zahlen aus dem ambulanten Bereich gibt es kaum, die Zahlen aus dem stationären Bereich finde ich erschreckend. Ob das die letzten 10 Jahre besser geworden ist???
Die Zahlen aus Privatkliniken fehlen gänzlich, es gibt in D keine Meldepflicht an die Bfarm usw.
Deswegen werden wir nie die ganze Wahrheit erfahren.....
 
pilotfischli  sagt am 10.10.2014
Danke für deinen Beitrag Succa! Du hast Recht, die Zahlen sind erschreckend...ich glaube nicht, dass es besser geworden ist. Ich habe gelesen, dass die neuen Implantate mit der texturierten Oberfläche und der "Gummibärchen-Struktur" das Risiko erhöhen, dass sich Bakterien in der Hülle um das Implantat festsetzen....was mehr Sicherheit gegen Kapselfibrose bringen sollte, schafft also auf der anderen Seite ein höheres Risiko für Entzündungen... Ich wollte an dieser Stelle allen Frauen, die es interessiert, noch einmal den link zur amerikanischen Seite schicken:

[Link anzeigen]

Euch allen ein schönes Wochenende!
 
Danif  sagt am 11.10.2014
Hallo suca, hallo pilotfischli!
In zwei Wochen habe ich meine Entfernung.
Meine BV hatte ich vor 6 Monaten und ich bereue jeden Tag dass ich es gemacht habe.
Das Ergebnis macht mich so unglücklich und ich müsste sowieso nochmals operiert werden.
Diese Tatsache hat mir die Augen geöffnet, was ich mir und meinem Körper eigentlich angetan habe.
Tja nun warte ich auf die Entfernung und je näher sie rückt, aber umso mehr Angst bekomm ich , obwohl ich mir der Sache sicher bin.
Einerseits wegen der neuerlichen OP (die sowieso sein muss) anderseits vor dem Anblick danach.
Ich habe so große Angst trotzdem es meine Entscheidung ist, bei dem Anblick in ein tiefes Loch zu fallen.
Wie habt ihr das gemeistert?
Habt ihr ein paar Tips für mich ?
LG Danif

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