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Wachsende Nachfrage in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie erfordert neue Leitlinien

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Ergebnisse der Frühjahrstagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgie (VDÄPC)

Die Frühjahrstagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgie (VDÄPC) fand dieses Jahr vom 21. bis 23. Mai in Hannover statt. Wieder ließ sich anhand der Zahlen des Jahres 2014 ein eindeutiger Aufwärtstrend bei der Nachfrage und der gesellschaftlichen Akzeptanz operativer Schönheitskorrekturen feststellen.

Wachsende Nachfrage in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie erfordert neue Leitlinien
Wachsende Nachfrage in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie erfordert neue Leitlinien

Traditionsgemäß werden auf der Frühjahrstagung der VDÄPC die Zahlen und Daten der im Vorjahr durchgeführten chirurgisch-plastischen Eingriffe veröffentlicht. Ermittelt werden diese Zahlen durch Befragung aller Mitglieder der VDÄPC sowie der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC). Bis zu 80 Prozent beträgt die Beteiligung an dieser Umfrage, das Ergebnis vermittelt also einen realistischen Querschnitt der Nachfrage, der Präferenzen und der allgemeinen Akzeptanz der chirurgisch-ästhetischen Behandlungen.

Fast 20 Prozent betrug die „Zuwachsrate“ im Jahr 2014 bei den operativen Korrekturen. Bei den männlichen Patienten (insgesamt etwa 12 Prozent) waren vor allem körperstraffende Eingriffe und Nasen-Plastiken gefragt, bei den Frauen stehen nach wie vor Brustvergrößerungen an der Spitze der Statistik, parallel zur Brustentfernung (Gynäkomastie) bei den Männern.
Beide Geschlechter unterziehen sich bevorzugt Lidkorrekturen und Fettabsaugung. Die Rhinoplastik liegt auf Rang vier unter den „Top Five“.

Mit über 32.000 minimalinvasiven Gesichtskorrekturen, etwa Faltenentfernung mit Botulinum-Injektion, sind die Zahlen in 2014 gegenüber 2013 in etwa gleich geblieben. Gefolgt wird dieser Trend in der Statistik von Faltenglättung unter Einsatz von Hyaluronsäure. Bei dieser Art der Behandlung zählen nur etwa 7 Prozent Männer zu den Patienten.

Die Zahlen, die auf der Jahrestagung veröffentlicht wurden, erfassen ausschließlich die Daten, die über die beiden deutschen Fachverbände ermittelt werden. Dennoch vermitteln sie ein verlässliches Bild auf Tendenzen und Weiterentwicklung der ästhetisch-plastischen Chirurgie.

Mit der steten Entwicklung neuer Behandlungstechniken stehen ästhetisch-plastische Chirurgen vor stets neuen Herausforderungen: Gewissenhafte Weiterbildung ist ein Muss.
Neben dem fachlichen Austausch diente die diesjährige Tagung auch der Diskussion vieler Operations- und Behandlungsverfahren. Ziel war die Entwicklung hilfreicher Leitlinien für die jeweiligen Eingriffe. Jeder Patient bringt eigene Wünsche und körperliche Voraussetzungen mit. Diese müssen mit der optimalen Operationstechnik in Einklang gebracht werden. Die Vorgehensweise und das zu erwartende Ergebnis sind Gegenstand der Patientenberatung vor dem Eingriff und erfordert Sachkenntnis und Fingerspitzengefühl vom Facharzt. Neue Leitlinien unterstützen hier schon im Vorfeld die Chirurgen bei der Entscheidung für die bestmögliche Behandlung.

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