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In welchen Fällen übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer Oberarmstraffung?

Lesezeit: 3 Min.

Bei medizinischer Notwendigkeit ist eine Kostenübernahme möglich

Es gibt unterschiedliche Gründe, sich für eine Oberarmstraffung zu entscheiden. Die Haut verliert mit zunehmendem Alter an Spannkraft, es bilden sich Falten und überschüssige Haut an den Oberarmen hängt herab. Einige Menschen sehen dies für sich selbst als körperliche und psychische Belastung an. Durch massiven Gewichtsverlust passiert es nicht selten, dass sich die Haut nicht wieder vollständig an den neuen Umfang der Oberarme anpasst und erschlafft. Mithilfe der Oberarmstraffung ist es möglich, die überschüssige Haut nach Gewichtsverlust zu beseitigen oder die Folgen der Bindegewebsschwäche zu korrigieren. Die Kosten für eine Oberarmstraffung sind unterschiedlich und werden nur in seltenen Fällen von der Krankenkasse übernommen. Üblicherweise werden Schönheitsoperationen nicht von der Krankenkasse übernommen und müssen vom Patienten selbst getragen werden.

Wann erfolgt die Kostenübernahme durch die Krankenkasse?

Es kann nicht pauschal gesagt werden, was eine Oberarmstraffung kostet. Hierbei spielen sowohl die individuelle Situation des Patienten als auch die Preise von der Klinik, die den Eingriff durchführt, eine Rolle. Je nachdem, welcher Eingriff für den Patienten am sinnvollsten ist, entstehen Kosten in unterschiedlicher Höhe. Gewöhnlicherweise werden die Kosten für die Schönheitsoperation nicht von der Krankenversicherung übernommen, sofern sie keinem medizinischen Aspekt dienen. Da sich die meisten Menschen allein aus ästhetischen Gründen für eine Oberarmstraffung entscheiden, müssen sie die Kosten selbst tragen.

Es gibt jedoch einige Ausnahmen, bei denen die Krankenkasse die Kosten trägt. Besonders Patienten, bei denen der Hautüberschuss durch erheblichen Gewichtsverlust zu medizinischen Problemen führt, haben gute Chancen. Zu medizinischen Problemen durch überschüssige Haut und erschlafftes Gewebe zählen Hautirritationen und Folgeerkrankungen an der Haut. Die Haut kann in den Falten scheuern und wund werden. Die Gefahr von Entzündungen steigt in diesen Fällen. Ekzeme können sich an diesen Bereichen ebenfalls bilden. Darüber hinaus können Probleme bei der Hygiene dazu führen, dass die Operation als Kassenleistung angesehen wird.

In einem ausführlichen Vorgespräch mit dem plastischen Chirurgen wird dies thematisiert. Patienten können bei solchen Voraussetzungen bei der Krankenkasse einen Antrag auf Kostenübernahme einreichen. Die Versicherung kann gegebenenfalls die Kosten ganz oder teilweise zahlen, in anderen Fällen wird der Betrag jedoch nicht übernommen.

Möglichkeiten der Oberarmstraffung und zu erwartende Kosten

Zur Oberarmstraffung stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Bei der klassischen Operation wird überschüssige Haut mit einem Schnitt entfernt. Zusätzlich ist es möglich, Fettgewebe an den Oberarmen zu entfernen. Durch die Entnahme der Haut werden die Oberarme wieder straff, allerdings entstehen teils ausgedehnte Narben und der Heilungsprozess ist langwierig. Die Operation wird zudem in Vollnarkose durchgeführt. Damit sind die Kosten erheblich höher als bei schonenderen Methoden. Im Schnitt kann bei der OP zur Oberarmstraffung mit bis zu 5000 Euro gerechnet werden. Die Kosten variieren je nach Klinik und Umfang des Eingriffs.

Weniger umfangreiche Methoden zur Straffung der Oberarme

Neben der klassischen Operation, die sehr gute Effekte erzielt, ist es möglich, straffes Gewebe am Oberarm mit kleineren Eingriffen zu erzielen. Dazu zählt beispielsweise das Fadenlifting, bei dem kleine Fäden mit Widerhaken unter die Haut eingeführt werden. Das hat den Effekt, dass die Arme gestrafft werden und das Bindegewebe dazu animiert wird, sich zu regenerieren. Hierzu ist keine Vollnarkose notwendig und üblicherweise entstehen kaum Narben und die Heilungszeit ist geringer als bei einer Operation. Damit ist das Fadenlifting zur Oberarmstraffung mit weniger Kosten verbunden als die Operation.

Eine weitere Möglichkeit, die Arme zu straffen, ist die Lasertherapie, die den Vorteil hat, normalerweise keine Narben zu hinterlassen. Auch hier fallen die Preise weitaus geringer aus, jedoch kann der positive Effekt bei stark herabhängender Haut und sehr schwachem Bindegewebe nicht ausreichend sein.

Ziele der Oberarmstraffung

In den meisten Fällen steht kein medizinischer Aspekt im Vordergrund, der es notwendig macht, eine Oberarmstraffung durchzuführen. Die Eingriffe dienen üblicherweise ästhetischen Zwecken. Durch eine Oberarmstraffung soll die natürliche Form des Arms wiederhergestellt werden. Das soll zum einen das jugendliche Aussehen zurückgewinnen, kann aber auch dazu dienen, die Bewegung und Funktion durch weniger störendes Weichteilgewebe zu verbessern. Patienten sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Krankenkasse bei rein ästhetischen Zwecken keine Kosten übernimmt.



D. Metzner Denise Metzner
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 01.09.2018
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