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Wer hätte auch lange Schmerzen nach BV

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Trinella  fragt am 08.01.2019
Hallo

Ich bin 3 Wochen Post OP. Vergrößerung mit je 365g.

Ich kämpfe noch immer täglich mit starken Schmerzen bei denen mir die vom Arzt mitgegebenen Medis nichts nützen. Ich bin verzweifelt und zermürbt und bereue den Eingriff so fest wie noch nichts in meinem Leben... Die Brust sieht gut aus, laut Arzt sei alles iO. Die eine ist noch etwas größer, weiter oben und geschwollener. Aber ansonsten sei alles ok.

Aber diese Schmerzen. Nicht mehr so krass wie ganz am Anfang wo ich dachte ich müsse sterben. Aber schlimm genug. Busfahren oder zu Fuß gehen tut bereits weh... Gemäß Arzt bin ich die erste Patientin, bei der es so schlimm ist. Das nimmt mich zusätzlich mit :-(

Deshalb suche ich Frauen, die mir ähnliches berichten können. Wenn ich nur schon wüsste, dass das vorkommen kann und man halt u.U. mehr Geduld braucht, dann könnte ich eher damit umgehen. Aber ich höre ja nur immer von Frauen denen es nach spätestens 2 Wochen blendend ging...

Danke für eure Rückmeldungen :-(
 
Serenissima  sagt am 08.01.2019
Liebe Trinella, mach dir keine Sorgen. Jeder Mensch empfindet anders. Ich kenne Frauen die am Tag nach der Operation selbst Auto gefahren sind und welche die ihre Hose nicht anziehen konnten , obwohl der gleiche Operateur tätig war. Ich selber war auch lange eingeschränkt und es ist nur langsam besser geworden. Wenn es arg schlimm ist , stell dich vor den Spiegel und erfreue dich an dem Anblick. Vielleicht hilft auch ein Medikamentenwechsel. Bei manchen hilft Ibuprofen , bei manchen Novalgin oder Paracetamol. Vor allem mach dich nicht mit dem Vergleich zu Anderen fertig. Du bist du und dein Chirurg sollte einen Weg mit dir finden , der es dir leichter macht. Eines ist gewiss , die Schmerzen vergehen , die Freude bleibt.
Alles Liebe für dich.
 
Trinella  sagt am 08.01.2019
Danke, Serenissima, für deine Antwort. Es tut gut, das zu hören. Ich mache mir natürlich alle möglichen Sorgen von wegen ob vielleicht was ganz Schlimmes bei mir vorliegt, das auch der Arzt nicht sieht oder ich das Leben lang Schmerzen haben werde und und und.

Ich habe nun die Medis gewechselt auf Tramadol. Anders ist der Schmerz nicht zu bändigen. Ibuprofen, paracetamol und Mefenacid (Ponstan) habe ich zwar massenhaft genommen, erwiesen sich aber im Endeffekt als wirkungslos.

Ich kann mich noch nicht ab der schönen Brust freuen, der Schmerz überwiegt so sehr. Ich hoffe das kommt irgendwann einfach wieder gut...

Danke nochmals.
 
Serenissima  sagt am 08.01.2019
Wenn eine Infektion ausgeschlossen wurde und die Implantate korrekt positioniert sind , sollte es Stückweise besser werden , das reicht schon. Schau , wenn du vor 3 Wochen eine Gebärmutterentfernung oder ähnliches gehabt hättest , würdest du heute auch nicht erwarten , dass du nichts mehr spürst. Wichtig ist , dass eine Besserung zu spüren ist. Die submuskuläre Brustvergrösserung ist eine der schmerzhaftesten Operation in der ästhetischen Chirurgie. Das schlimmste ist die Angst. Versuche dich und deine Muskulatur zu entspannen, vielleicht hilft dir auch Diclofenac.
 
Anne_Boleyn  sagt am 08.01.2019
Es ist extrem unterschiedlich, wie lange die Schmerzen anhalten.
Ich wurde zeitgleich mit einer Freundin vom selben Arzt operiert. Sie war nach 3 Tagen das erste Mal in der Stadt und nach 1 Woche ist sie Auto gefahren.
Nach 3 Tagen bin ich noch langsam ein paar Schritte im Flur gelaufen und Auto fahren konnte ich nach 3 Wochen. Die erste Woche war zwar die schlimmste, aber ich konnte wegen Schmerzen auch nach 3 Wochen nur langsam und vorsichtig laufen. An der Arbeit hab ich einen Hexenschuss vorgetäuscht um zu erklären, warum ich mich so komisch bewege.
Und je mehr man sich Sorgen macht umso verspannter wird die Muskulatur und umso mehr tut es weh. Bei mir wurde es ab Woche 4 deutlich besser und ich lief nicht mehr wie eine alte Oma rum. So wirklich richtig schmerzfrei war ich erst nach 6 Wochen.

Bei jedem ist der Heilungsverlauf anders und wenn dein Arzt sagt, dass alles in Ordnung ist, dann sei geduldig und bald kannst du dich richtig über deine neue Brust freuen.
 
Trinella  sagt am 09.01.2019
Anne_Boleyn, danke für diese Antwort. Das hilft mir so sehr. Wenn nämlich auch mein Arzt mir sagen würde, dass das noch im Bereich des Normalen sei, dann wäre ich ruhiger. Aber er, der schon Tausende BV machte, sagte selber, so jemanden wie mich habe er noch nie gehabt... Und das verunsichert und frustriert unglaublich. Frage mich ob das tatsächlich so ist oder ob viele Frauen nicht zugeben, dass sie höllische Schmerzen hatten bzw. sich das Ganze später schönreden oder es verdrängen?

Für mich ist das eine der schlimmsten und traumatischsten körperlichen Erfahrungen. Und ich hatte schon so manchen Eingriff oder OP...
 
Trinella  sagt am 09.01.2019
Anne_Boylen: Genau die Muskulatur verkrampft sich zusätzlich. Es ist jetzt etwas besser, aber in der ersten Woche hielt ich zeitweise die Luft an vor lauter Schmerzen. Schultern und Nacken verkrampften sich dabei so unsäglich, dass ich den Kopf ein paar Tage nicht mehr richtig heben und drehen konnte. Ich wusste nicht mehr was mehr weh tat; Brust oder Oberkörper...
 
Manuelka  sagt am 15.01.2019
Ich hatte vor 13 Jahren meine BV.
Ich dachte ich wäre von einem LKW überrollt worden.
Starke schlimme Schmerzen. Aber es wird besser!
In 2Wochen kommt alles wieder raus.
Gute Besserung!
 
Trinella  sagt am 15.01.2019
Hallo Manuelka

Kannst du dich auch noch erinnern, wie lange du so starke Schmerzen hattest? Mit viel gutem Willen kann ich sagen, dass ich mich etwas besser fühle. Aber jedes mal wenn ich denke "jetzt bin ich auf dem Weg der Besserung", dann geht es ein paar Stunden und die Schmerzen sind wieder da...

Nimmst du also die Implantate jetzt raus? Einfach weil die Zeit dafür reif ist oder weil du keine Lust mehr hast? Und warst du 13 Jahr lang zufrieden?

LG

Trinella
 
Manuelka  sagt am 16.01.2019
Ich hatte wirklich lange zu kämpfen. Ich hatte seitlich starke Blutergüsse. Auf der linken Seite hatte in den ersten Monaten eine Kapselfbrose. Mein damaliger PC hat die Kapsel gesprengt. Das war schmerzhaft, ersparte mir aber eine neue OP. Seit 2016 macht mir die rechte Seite Probleme. Erst Wassereinlagerungen, die punktiert werden mussten. Jetzt Kapselfibrose 2-3. Starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Sport unmöglich.
Auf das Operationenkarussel habe ich keine Lust mehr.
Ich werde mit dem Ergebnis sicher auch zu kämpfen haben, aber es gibt keine Alternative für mich.
Dir wünsche ich alles Gute und eine unkomplizierte Zeit.
 
Trinella  sagt am 17.01.2019
Ohje, Manuelka, das klingt nicht so toll und macht mir nicht gerade Mut. Ich zwinge mich zwar immer, positiv zu denken, aber mit jedem Tag der vorbei geht ohne dass es besser wird, ist das schwierig... Ich bin zwar noch nie eine Sportskanone gewesen, aber die Vorstellung, jahrelang gar nichts tun zu dürfen, fände ich erschreckend. Nun sind es 4 Wochen seit der OP. Durch den geringen Kalorienverbrauch und entsprechendes Frustessen habe ich bereits deutlich zugenommen. Ein einziger Teufelskreis. Die Gewichtszunahme nähme ich allerdings noch gerne in Kauf wenn ich dafür wüsste, dass die Schmerzen irgendwann weg sind :-( Aber gerade diese Nacht hatte ich wieder stechende Schmerzen beim Liegen... Dabei dachte ich, dass DIE wenigstens vorbei sind...

Ich muss wirklich zugeben, dass ich die OP bis jetzt sehr bereue. Niemals hätte ich damit gerechnet, so damit zu kämpfen. Immerhin sehen meine Brüste schön aus, die eine noch grösser und weiter oben als die andere, aber das ist - so glaube ich zumindest - noch im Rahmen des Normalen... Wenn die zu allem hin auch noch verpfuscht wären oder so... ich würd wohl zum Psycho werden... :-(
 
Trinella  sagt am 22.01.2019
Hallihallo, nun ist es eine Weile her, insgesamt über 4 Wochen seit der OP. Ich kann sagen, dass es besser geworden ist und mein Alltag sich schon etwas leichter anfühlt. Nichtsdestotrotz habe ich noch Schmerzen, nehme allerdings nur noch ganz selten Medikamente dagegen, da die meisten mir sowieso nix genützt haben. Wenn ich mich im Haushalt übertue, kriege ich Schmerzen. Ansonsten sind beide Brüste einfach noch extrem empfindlich, jede Berührung verursacht unangenehme Schmerzen und Duschen geht nur mit ganz schwachem Strahl...:-(

Ich habe eine eigene kleine Theorie aufgestellt, welche ich gerne den Experten unterbreiten würde:

Das erste was ich nach der OP beim Aufwachen gespürt habe, war SCHMERZ. Das erste was ich gesagt habe war "ES TUT WEH". Die Stunde danach bettelte ich regelrecht um Medis, obwohl sie sagten sie könnten mir nicht mehr geben, es sei sonst zuviel. Die Tage danach waren für mich der Horror, obwohl ich das absolute Maximum an Medis einnahm. Mit keinem Medikament konnte ich den Schmerz in den Brüsten genügend bändigen.

Nun meine Frage: Kann es sein, dass ich auf Schmerzmedikamente einfach nicht anspreche? Gibt es das? Ich nehme generell nicht allzuviel Mittel ein, hie und da etwas gegen Kopfschmerzen, aber selten etwas Starkes. Und ist dieses Nicht-Ansprechen-Auf-Schmerzmittel allenfalls die Ursache dafür, dass bei mir der Genesungsprozess soooo lange zu dauern scheint?

Gerne höre ich was die Experten hierzu meinen?

Liebe Grüsse
 
laramarie  sagt am 23.01.2019
Hi Trinella, das ist ja der absolute Horror! Ich hoffe das alles Gut geht und die Schmerzen bald nachlassen!!!! toitoitoi

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