Implantat unterschiedlich eingesetzt, dadurch kein symetrisches Aussehen. Was nun?

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gudrunerika  fragt am 09.12.2010
Hallo liebes Ärzteteam, hallo liebe sonstigen Leser,

Meine Brust-OP fand im April statt. Nach einem ausführlichen Gespräch mit dem behandelnden Arzt, eigentlich einem Gynäkologen, auf den ich durch ein Internetportal aufmerksam wurde, einigten wir uns auf ein tropfenförmiges Implantat mit 250 mg Inhalt/Umfang. Eigentlich wollte ich das Implantat unter den Muskel legen lassen, jedoch überredete oder überzeugte mich der Arzt, dass es besser sei es auf den Muskel legen zu lassen.
Bei der 2 Wochen später stattfindenden OP gab es dann offensichtlich Probleme. Ich wachte erst nach ca. 3 Stunden auf. Ich war ganz schön geplättet von der OP. Schmerzen hatte ich nicht, dafür musste ich aber feststellen, dass meine zuvor gleich großen Brüste jetzt plötzlich unübersehbar unterschiedlich groß waren. Ich habe den Arzt (nachdem ich mich übergeben hatte) dann zur Rede gestellt. Er meinte es sei alles in Ordnung. Er habe das Implantat jedoch bei der linken Brust nicht auf den Muskel legen können, da hier nicht genug Gewebe vorhanden war. Aus diesem Grund musste er es unter den Muskel legen. Ich solle mir keine Sorgen machen, wenn die Schwellung raus sei und sich die Brüste eingehängt hätten, würden sie auch gleich aussehen.
Bei der Nachbehandlung waren die Brüste weiterhin unterschiedlich in Größe und Form. Die eine Brustwarze schaute nach vorne, die andere zur Seite.
Da ich glücklicherweise erst den halben Behandlungspreis bezahlt hatte, gab ich an, dass ich den anderen Teil nur bezahlen würde, wenn er mir schriftlich geben würde, dass im Falle einer dauerhaften Unzufriedenheit, er eine kostenlose Nach-OP durchführen würde.
Er war damit einverstanden.
Die OP ist jetzt schon einige Monate her. Die Brüste haben sich inzwischen gut eingehängt.
Jede Brust für sich ist eigentlich schön geworden. Jedoch ist das Gesamtbild uneinheitlich. Die Brust, bei der das Implantat unter den Muskel gelegt wurde sitzt knackig und stramm und hat eine leichte mittige Wölbung. Die andere Brust bei der das Implantat nicht vom Muskel gehalten wird sieht eigentlich ganz natürlich aus, hängt aber ca. 1 cm weiter runter. Besonders wenn ich die Brust nicht anspanne ist dies deutlich zu erkennen. Sie ist in der ganzen Form auch er länglicher im Gegensatz zu der anderen Brust die runder aussieht.
Die Brustwarzen beider Brüste sind glücklicherweise gleich hoch und zeigen inzwischen kaum mehr in unterschiedliche Richtungen.

Ich hatte jetzt einen erneuten Termin mit dem Arzt, in dem ich ihm meine Unzufriedenheit mitteilte und um eine Nach-OP, zwecks Angleichung, bat. Mein Gedanke war, dass das Implantat der rechten Brust ebenfalls unter den Muskel gelegt wird.
Der Arzt sah das als nicht erforderlich an; es würde reichen von der unteren Brustlinie etwas Haut wegzunehmen, so dass die beide unteren Brustrundungen gleich hoch wären.
Zufrieden machte mich dieser Vorschlag nicht, da mir die gesamte Form der linken Brust besser gefiel. Ich fragte, warum er nicht einfach bei der rechten Brust das Implantat auch unter den Muskel legen könne. Seien lapidare Antwort war daraufhin, dass dadurch das gesamte Dekolleté „verhunzt“ werden würde. Ich war leider nicht schlagfertig genug, zu fragen, was er damit meinte.
Meine Frage: Hat hier jemand schon mal Erfahrung in dieser Richtung gemacht? Ist das was ich verlange nicht möglich? Ich meine, so eine Brust muss sich ja erst mal einhängen bis sie richtig sitzt. Insofern wird es auch schwierig sein, dass Implantat so einzusetzen, dass es hinterher genauso aussieht wie das bereits unter dem Muskel liegende.
Ich weiß nicht, ob ich darauf bestehen soll, dass er das Implantat unter den Muskel legt, oder ob ich mich dafür entscheiden soll, nur etwas Haut unterhalb der Brust wegnehmen zu lassen. Ich weiß, am besten wäre es, wen ich eine Zweitmeinung einholen würde. Aber das kostet ja schon wieder.
Die ganzen Fahrten die ich zusätzlich zu dem beh. Arzt gemacht habe (über 500 km je Arztbesuch) haben mich schon genug geärgert. Gibt es eine Stelle, wo man kostenlos Rat einholen kann?
Würde mich sehr über Eure Meinung freuen.

PS: Wollte noch hinzufügen,dass der beh. Arzt laut Forum fast ausschließlich sehr gute Bewertungen erhalten hat. Dies war auch der Grund, weshalb ich mich für ihn entschieden hatte.


 
suca  sagt am 09.12.2010
hallo gudrunerika,
Bitte investier die 30-50 Euro für eine Zweitmeinung, manche Chirurgen bieten auch kostenfreie BGs an, wenn Du Glück hast.
Ich versteh nicht, hatte der Arzt das nicht schon vorher einschätzen können, dass es "zu wenig" Gewebe ist?
Sehr ungewöhnlich, dass man eine Seite UBM und die andere ÜBM operiert? Im Langzeitverhalten wird das spätestens dann auch Unterschiede machen.
Und was die Bewertungen so angeht, da kannst Du auch nicht alles glauben, da geht es auch nicht immer ehrlich zu.
Alles Gute
 
sami05  sagt am 09.12.2010
Liebe Gudrunerika

Das ist ja eine unglaubliche Geschichte! Eine Seite ubm und die andere übm. Das habe ich noch nie gehört... Ich würde auch eine 2. Meinung einholen und bin auch gespannt was hier die Experten dazu meinen. Für dich alles Gute!
Portrait Dr .med. Robinson Ferrara, robinson-esthetics, Am Westpfalzklinikum GmbH Kirchheimbolanden, Kirchheimbolanden, Gynäkologe (Facharzt für Gynäkologie)
Dr .med. Ferrara  sagt am 09.12.2010
Hallo Gudrunerila!

Schluck!

Auch ich habe soetwas noch nicht so berichtet bekommen.
Sie sollten unbedingt einen Zweitmeinung einholen .
Es gibt feste bindende Richtlinien die Sie mit dem Operateur vereinbart habne , an die er sich halten muss.
wenn etwas nicht funktioniert muss es mehr als Plausibel sein.
hier fehlts mir!

Eine erneute Op bedeutet erneutes Risiko und Stress.
Die Kosten sind wohl auch nicht klar geregelt.
Besser ist immer ein einheitliches Bild und Technik.
Auch um später nicht doch aufgrund unterschiedlicher implantatlager Probleme zu bekommen.
Wenn Sie zunächst damit leben können , würde ich erstmal zuwarten.

eher würde ich mir doch ein einheitliches bild wünschen.
Mir ist aber trotz guten Willens die begründung unverständlich.
Wenn sie möchten können Sie mir gerne bilder schicken, dann im entspannten ausdruck ( Arme eionmal hängned und dann zur Seite , dann am besten Hände zusammen und Muskel angespannt).
So kann man doch sehen was das Impli macht.
Wo wohnen Sie?

Mit ganz lieben Grüßen aus der verschneiten Pfalz
Ihr
Dr. Robinson FERRARA
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suca  sagt am 10.12.2010
@sami
hallo sami, das klingt zwar unglaublich, aber es kommt doch vor.
Das Ungewöhnliche hier ist eher, dass der Arzt dies der Patientin noch sagt, es gibt andere Fälle, da wurde das so gemacht, die Patientin wundert sich über eine Asymetrie, und der nachfolgende Arzt, der das korrigieren soll, stellt fest, dass eine Seite ÜBM und die andere UBM ist. Oder beide ÜBM, wenn vorher UBM ausgemacht wurde, kommt alles vor :O(
Das Ungewöhnlichste, was ich mal so mitbekommen habe, war: Implantate erst zu hoch, dann zu tief, und dann eine Seite rund und die andere anatomisch :OO, als ob während der OP das richtige auf den Boden gefallen ist, und man aus dem Regal noch das geholt hat, was eben noch so übrig war. Sachen gibt´s, da wundert man sich nur noch?
Und das passiert nicht nur im Ausland :O(
Portrait Dr .med. Robinson Ferrara, robinson-esthetics, Am Westpfalzklinikum GmbH Kirchheimbolanden, Kirchheimbolanden, Gynäkologe (Facharzt für Gynäkologie)
Dr .med. Ferrara  sagt am 10.12.2010
Hallo suca!

Wenns häufiger vorkommt ist es ja noch trauriger!!

Eine klare Op Planung und Umsetzung ist Voraussetzung für ein zufriedenes Ergebnis.

Einen ganz lieben Gruß
aus dem tauenden Schneezentrum Pfalz
Ihr
Dr. Robinson FERRARA
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sami05  sagt am 10.12.2010
@suca
Das ist ja wirklich der Oberhammer! Ich selber bin super zufrieden mit meinem PC... Aber solche Geschichten sind schon sehr speziell! Ich habe in einem anderen Forum auch gelesen dass jemand auf einer Seite ein rundes Implantat hat und auf der anderen Seite ein anatomisches. Dort war es aufgrund einer asymmetrie gewollt und wurde dadurch sehr gut ausgeglichen...

Liebe Grüsse
Portrait Dr .med. Robinson Ferrara, robinson-esthetics, Am Westpfalzklinikum GmbH Kirchheimbolanden, Kirchheimbolanden, Gynäkologe (Facharzt für Gynäkologie)
Dr .med. Ferrara  sagt am 10.12.2010
Hallo suca!

da ist es ja gewollt und war wahrscheinlich auch geplant.
Eine gewisse Interpretation ist immer möglich. Aber nicht wie bei gudrun geschehen.


Schönen Abend
Ihr
Dr. Robinson FERRARA
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suca  sagt am 11.12.2010
@sami,
sowas habe ich auch mal gesehen, bin mir aber nicht sicher gewesen, ob die Frau damit wirklich glücklich war? Ich wäre es nicht gewesen, aber vielleicht meinst Du jemand ganz anderes? Dann ist es ja gut geworden, ich finde so etwas sehr schwierig.
Die junge Frau, die ich oben meinte, hatte defintiv davor eine wunderschöne symmetrische Ausgangslage und alle KorrekturOPs in sehr kurzer Zeit, da darf sowas echt nicht passieren. Mit jeder neuen OP hat man wieder das volle Risikoprogramm!
Bei mir blieb es leider auch nicht bei einer OP, aber solche unnötigen Dinge kann man sich sparen, neben all den anderen Dingen, die auch schief gehen können, die aber leider niemand beeinflussen kann.


@gudrunerika
Bist Du denn schon weiter?
LG
 
gudrunerika  sagt am 11.12.2010
Hallo suca,

warum hattest Du denn eine Korrektur-OP?
Ob ich weiter gekommen bin? Eigentlich nicht, außer, dass mir bewusst geworden ist, dass ich dringend eine Zweitmeinung einholen muss.
Ich habe inzwischen das Gefühle, dass ich zu den wenigen Aussnahmen gehöre, wo der Arzt eine optimale Ausgangslage hatte und es trotzdem daneben gegangen ist ........ vielleicht weil die 4. OP an einem Vormittag doch etwas heftig war.
Ich weiß noch wie er zu mir sagte: Die Ausgangslage ist super - das wird perfekt.
Mir hatte schon mal ein anderer Operateur das selbe gesagt, insofern dachte ich - zwei können sich nicht irren.
Aber wer rechnet damit, dass so eine Arzt auf die Idee kommt, die Implantate unterschiedlich einzusetzen.
:-(
Leider habe ich bisher noch von keinem vergleichbarem Fall gehört.
Daher habe ich immer noch diese Frage im Kopf: Kann ein Operateur, wenn er das Implantat jetzt unter den Muskel legt, die richtige Lage finden, so dass es später, also auch noch nach 1 Jahr, ein harmonisches Gesamtbild gibt.
Wenn ich das wüsste, dann würde ich mich sofort nachopperieren lassen.
Ansonsten habe ich weiter die Sorge: Wird das Ergebnis besser oder womögich noch schlechter?

Es ist schon blöd, man beschäftigt sich ständig mit dem Thema und findet keine Ruhe :-(
Aber was soll ich klagen, habe ja selbst den Anlass gesetzt.

LG
Gudrunerika

 
sami05  sagt am 11.12.2010
Hallo Gudrunerika

Von wo bist du denn genau?
 
gudrunerika  sagt am 12.12.2010
Ich wohne in der Nähe von Düsseldorf.
 
gudrunerika  sagt am 12.12.2010
Ich wohne in der Nähe von Düsseldorf.
 
sami05  sagt am 12.12.2010
Ich bin mir sicher dass die Experten hier dir offline einen guten Plastischen Chirurgen im Raum Düsseldorf für eine Zweitmeinung angeben können....

LG
Portrait Dr. med. Mark A. Wolter, Tätigkeitsschwerpunkt: Ästhetisch-plastische Chirurgie, Berlin, Chirurg (Facharzt für Chirurgie)
Dr. Wolter  sagt am 13.12.2010
hallo gudrunerika.

gerne können sie mich kontaktieren für einen namen in ddorf.

mit freundlichen grüßen

dr. wolter.

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gudrunerika  sagt am 20.12.2010
Vielen Dank, ich habe aber bereits einen Termin mit einem Arzt in essen ausgemacht, Dr. Bolatzky.

Trotzdem besten Dank
 
gudrunerika  sagt am 20.12.2010
Vielen Dank, ich habe aber bereits einen Termin mit einem Arzt in essen ausgemacht, Dr. Bolatzky.

Trotzdem besten Dank
Portrait Dr .med. Robinson Ferrara, robinson-esthetics, Am Westpfalzklinikum GmbH Kirchheimbolanden, Kirchheimbolanden, Gynäkologe (Facharzt für Gynäkologie)
Dr .med. Ferrara  sagt am 20.12.2010
Hallo gudrunerika!
Binmal gespannt was Sie geraten bekommen.
Halten Sie mich auf dem laufenden.

eine ganz lieben Gruß
aus dem total sich einschneienden Nordpfalzzipfel
Ihr
Dr. Robinson FERRARA

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