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Wie funktioniert eine Halsstraffung mit dem Laser?

Lesezeit: 2 Min.

Glatte Haut am Hals mittels Lasertechnik

Mit fortschreitendem Alter oder nach einer Diät, bei der viel Gewicht verloren wurde, kann es zu Hauterschlaffungen kommen. Im günstigsten Fall sind es „nur“ ein paar Falten, im ungünstigen Fall beginnt das Gewebe so stark zu hängen, dass sich ein „Truthahnhals“ bildet, wie ihn der Volksmund nennt.

Manche Menschen scheuen (zumindest anfangs) einen operativen Eingriff. Aber eine Halsstraffung ist mittlerweile auch ohne Operation möglich, nämlich mittels Lasertechnik. Dabei gibt es mehrere Methoden, die mit einem Laser durchgeführt werden können. Vor der Laserbehandlung wird der Arzt mit dem Patienten ein ausführliches Beratungsgespräch führen, damit auch die gewünschten Resultate erzielt werden.

Wie wird ein Laser-Halslift vorgenommen?

Eines der Verfahren ist das Laser-Halslifting. Der Laser wird unter dem Kinn durch winzige Einstichstellen eingeführt. Hierbei muss der Patient keine Angst vor Schmerzen haben, da die Behandlung unter örtlicher Betäubung stattfindet. Durch die Einstichstelle gelangt der Chirurg zu den entscheidenden Gewebestellen unter der Haut. Diese setzen sich aus Bindegewebsfasern und Fettgewebe zusammen.

Der Laser arbeitet mit zwei verschiedenen Wellenlängen, einer höheren und einer niedrigeren. Mit der niedrigeren Wellenlänge wird das überflüssige Fettgewebe „weggeschmolzen“, durch das zum Beispiel ein Doppelkinn entstanden ist. Die höhere Wellenlänge sorgt dafür, dass das Bindegewebe sich wieder zusammenzieht und der Hals gestrafft wird.

Der Laser, mit dem der Eingriff vorgenommen wird, ist extrem leistungsstark und basiert auf einer ganz anderen Technik als Laser, die zum Beispiel im Kosmetikinstitut zum Einsatz kommen.

Der Vorteil einer Laserbehandlung zum Halslift

Einer der sehr großen Vorteile des Halsliftings mittels Laser ist, dass so gut wie keine Narben zurückbleiben. Zudem wird der Eingriff ambulant ausgeführt, es ist also kein längerer Aufenthalt in einer Klinik nötig. Die „Überbleibsel“ sind nach circa einer Woche verheilt, und der Patient ist wieder gesellschaftsfähig. Bei einem operativen Eingriff kann das etwas länger dauern, gerade dann, wenn mehrere Behandlungsmaßnahmen vorgenommen wurden.

Allerdings gibt es auch Nachteile einer solchen Laserbehandlung. Das Laserlifting kann nur zum Einsatz kommen, wenn die Haut noch nicht zu sehr erschlafft ist. Ist die Hautalterung schon zu stark fortgeschritten, kann nur ein schönheitschirurgischer Eingriff Abhilfe schaffen.

Laser Skin Resurfacing

Eine weitere Methode, mittels Laser die Haut am Hals zu straffen, ist das Laser Skin Resurfacing. Diese Behandlung wird unter lokaler Betäubung durchgeführt, da unter anderem die oberste Hautschicht an den betreffenden Stellen abgetragen wird.

Gearbeitet wird mit einem Kohlendioxidlaser (YAG-Laser oder ultragepulster CO2-Laser). Der Laser dringt durch die oberste Hautschicht bis in die Dermis ein und sorgt durch seine Lichtimpulse dafür, dass Kollagen neu gebildet wird und der Wassergehalt der Haut gesteigert wird. Das Gewebe wird dadurch straffer. Durch die Behandlung der oberen Hautschicht werden bereits vorhandene Falten geglättet.

Nach der Behandlung sollte man seine Haut gut pflegen. Zudem erfolgen regelmäßige Nachkontrollen in der behandelnden Arztpraxis, um den Heilungsprozess zu verfolgen. Nach circa einer Woche ist die oberste Hautschicht verheilt. Die Rötung des behandelten Areals kann noch für circa sechs bis 12 Wochen bestehen bleiben. Das kommt unter anderem daher, dass hier die Durchblutung gesteigert wird. Zudem sollte drei Monate nach der Behandlung das direkte Sonnenlicht gemieden werden. Abhilfe kann hier ein Sunblocker mit sehr hohem Lichtschutzfaktor schaffen.



M. Weitz Miriam Weitz
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 08.07.2017
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