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Lipofilling wird immer beliebter

Lesezeit: 2 Min.

Vorteile der Methode liegen auf der Hand

In den letzten Jahren gehörte die Brustvergrößerung zu den beliebtesten Schönheitsoperationen deutscher Frauen. Im Jahr 2016 wurden laut Statistik der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) 5.411 Brustvergrößerungen bei weiblichen Patientinnen durchgeführt. Getoppt wurde dieses Ergebnis allerdings durch die Fettabsaugung mit 5847 durchgeführten Eingriffen. Auch bei den Männern stand die Fettabsaugung auf Rang 1 der durchgeführten ästhetisch-plastischen Operationen. Da verwundert es nicht, dass auch das Lipofilling immer mehr an Beliebtheit gewinnt. Rund 3.750 Operationen konnten hier verzeichnet werden.

Wenn das Fettpolster umzieht

Das Lipofilling kann im weitesten Sinne als eine Kombination aus Brustvergrößerung und Fettabsaugung gesehen werden. Dabei wird körpereigenes Biomaterial eingesetzt, um bestimmte Körperstellen zu formen oder zu vergrößern. Ganz besonders beliebt ist dabei die Brustvergrößerung, aber auch im Gesicht kann das körpereigene Material eingesetzt werden, um mehr Volumen zu erzeugen oder kleine Fältchen verschwinden zu lassen. Die Ästhetisch-Plastischen Chirurgie sieht in diesen Operationen vielversprechende Ergebnisse für die Zukunft, denn immer mehr Möglichkeiten für den Einsatz von eigenem Körperfett werden bereits diskutiert und erforscht.

Vorteile des Lipofillings

Die Vorteile des sogenannten Lipofillings liegen auf der Hand. Zum einen ist es nicht nötig, Fremdmaterialien in den Körper einzusetzen, um entsprechende Körperstellen zu vergrößern oder zu formen. Stattdessen wird auf Eigenfett gesetzt, das an passenden Körperstellen entnommen wird. Damit werden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Unliebsame Fettpolster an Beinen, Po oder der Hüfte können gezielt verkleinert werden, wenn sie als Materialspender infrage kommen. Dieser Punkt ist nicht zu verachten und wird von Frauen geschätzt, die damit zwei Schönheitsoperationen vereinen können. Risiken wie Kapselfibrosen, die nach Einsatz von Silikonimplantaten in der Brust bestehen, schwinden bei der Verwendung von körpereigenen Zellen.

Im Gesicht hat die Verwendung der körpereigenen Materialien ebenfalls positive Effekte. Im entnommenen Körperfett sind Stammzellen enthalten, die Wachstumsfaktoren bilden. Damit ist es möglich, das Gesicht zu füllen, ohne dass es unnatürlich aussieht. Mithilfe des Lipofillings ist es möglich, eine natürliche Verjüngung der Haut zu erzielen, die besonders durch ihre Langlebigkeit beeindruckt. Ein weiterer Vorteil des Lipofillings an der Brust ist, dass im Gegensatz zum Einsetzen eines Implantates, nur sehr kleine Narben entstehen.

Wie läuft der Lipotransfer ab?

Beim Lipolifting werden intakte Körperzellen abgesaugt. Dafür kommen mehrere Bereiche infrage, wobei meist Problemzonen gewählt werden, um das dort überflüssige Fett „umzulagern“. Meist kommt die Wasserstrahl-Fettabsaugung zum Einsatz, ein schonendes Verfahren, das lediglich etwa eine halbe Stunde dauert und keine Narkose notwendig werden lässt. Die Körperzellen werden zunächst aufbereitet und danach dort eingebracht, wo es gewünscht wird. Besonders zur Brustvergrößerung ist das körpereigene Material geeignet. Das Fett wird in mehrere Kanäle gespritzt, wo ein großer Teil davon im Fettgewebe der Brust anwächst. Damit sind keine Silikonimplantate mehr notwendig, um die Brust zu formen, und Frauen haben nicht das Gefühl, einen Fremdkörper eingesetzt bekommen zu haben. Zudem schwindet das Risiko von Komplikationen wie die Bildung von Kapselfibrosen. Das Fettgewebe, das eingesetzt wurde, unterliegt Gewichtsabnahme oder Zunahme des Patienten. Demnach besteht eine natürlichere Form der Brust auf schonenderem Weg. Eine Krankschreibung ist danach nicht notwendig.

D. Klimpel Denise Klimpel
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 19.05.2017
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