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PIP - Spezialistensuche für Implantataustausch

Lesezeit: 1 Min.

Portal der Schönheit stellt Liste online

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) empfiehlt seit Anfang des Jahres, Brustimplantate der Firma Poly Implant Prothese (PIP) vorsichtshalber entfernen zu lassen. PIP-Implantate haben sich als minderwertig herausgestellt. Sie neigen unter anderem dazu, leichter zu reißen, sind zudem mit Industriesilikon gefüllt. Das Portal der Schönheit bietet ab sofort betroffenen Frauen eine Spezialistensuche an. Wer einen Facharzt sucht, findet hier Fachärzte, die sich auf den Wechsel von Implantaten spezialisiert haben.

PIP Implantataustausch Spezialistensuche
PIP Implantataustausch Spezialistensuche

Bekannt ist, dass die Firma Poly Implant Prothese (PIP) in den letzten Jahren mehrere hunderttausend Brustimplantate weltweit verkauft hat. Bis heute gibt es aber noch keine gesicherten Informationen darüber, wie viele Frauen in Deutschland die minderwertigen Implantate in sich tragen. Neben den PIP-Implantaten, sind auch TiBREEZE-Implantate und zum Teil auch ROFIL-Implantate betroffen. Der Implantat-Pass, der nach einer Operation ausgehändigt wird, klärt darüber auf, wer betroffen ist.

Für die meisten Betroffenen ist es sinnvoll, sich an den behandelnden Arzt zu wenden, aber nicht alle Frauen haben die Möglichkeit dazu. Viele Operationen liegen schon einige Jahre zurück und einige der damals tätigen Ärzte sind nun im Ruhestand. Wer sich im Ausland operiert hat, verspürt häufig auch den Wunsch, nach einer regionalen Betreuung und ist nicht mehr bereit, den beschwerlichen Weg auf sich nehmen.

Aus diesem Grund hat das Portal der Schönheit eine Auflistung von Ärzten ins Internet gestellt, die sich auf den Austausch von Implantaten spezialisiert haben. Die Liste kann hieraufgerufen werden.

Bevor der Entschluss fällt, die Implantate auszutauschen, sollte die Kostenfrage geklärtwerden. Laut dem deutschen Gesundheitsministerium sind die Kassen in der Pflicht, die Operation zu bezahlen, da sie medizinisch notwendig ist und eine Gesundheitsgefährdung festgestellt wurde. Aber Vorsicht: die Kassen können Patientinnen, die sich aus rein ästhetischen Gründen zu einer Brustvergrößerung entschieden haben, an den Kosten des Austausches beteiligen.

Wer noch Fragen zu diesem Thema hat, kann sich an die Fachärzte im Forum unseres Portals wenden.

Letzte Aktualisierung am 29.07.2015.
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