Ultraschall war auffällig und kein Arzt will mir helfen ...

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Tosh89  fragt am 15.08.2019
Ich war beim Ultraschall und der Arzt meinte zu mir das das eine Implantat merkwürdig aussieht. Deswegen hat er mir geraten ein MRT zu machen. Im Befund hat er jedoch geschrieben das alles unauffällig sei. Mein Frauenarzt will mir keine Überweisung zum MRt geben, weil er meint das er nachher auf den Kosten sitzen bleibt. Die Krankenkasse möchte auch nicht zahlen. Mein Frauenarzt meinte dann zu mir ich soll keine Sorgen machen, schließlich steht auf dem Befund das alles in Ordnung ist. Ich versteh nicht warum ich ein Mrt machen sollte wenn doch alles in Ordnung ist und außerdem hat er ja beim Ultraschall gesagt das es komisch aussieht und es sein kann das das Implantat undicht ist.

Hatte jemand schon mal das Problem und kann mir ein Rat geben ?
 
Serenissima  sagt am 15.08.2019
Hallo , du kannst jederzeit ein MRT machen lassen , zur Überprüfung der Implantate .Allerdings ist das eine Selbstzahlerleistung, wenn auch die BV ästhetisch motiviert war und selbst bezahlt wurde. Die Allgemeinheit sprich die KK kommt nicht für Kosten auf , die in Folge einer nicht medizinisch infizierter Op entstehen.
Lieben Gruß Serenissima
 
Serenissima  sagt am 15.08.2019
Sorry, indizierter.
 
Tosh89  sagt am 15.08.2019
Aber was mich zum nachdenken bringt ist das im Befund steht das alles in Ordnung aber auf der Überweisung stand Verdacht auf ein undichtes Implantat.

Kann ich jetzt einfach ein halbes Jahr warten und dann nochmal untersuchen lassen ob es weg ist oder ist es zu riskant?
 
Tosh89  sagt am 15.08.2019
Danke für die schnelle Antwort!
 
Serenissima  sagt am 15.08.2019
Ein Implantatbruch ist im Ultraschall nicht sicher zu erkennen . Es gibt sowohl falsch pisitive; als auch falsch negative Befunde. Am sichersten der Bildgebenden Verfahren ist das MRT , aber auch nicht zu 100%. Sicher ist man erst wenn man reinschaut. Ein Implantatbruch an sich ist nicht gefährlich , denn die Implantate der neueren Generation ist kohäsiv und in der Regel gibt es eine Bindegewebshülle die alles zusammen hält. Wichtig wäre , was trägst du für Implantate und wie lange? Hast du Beschwerden ? Hat sich deine Brust optisch oder vom Tastbefund her verändert? Gibt es tastbare Lymphknoten in der Achselhöhle?
 
Tosh89  sagt am 15.08.2019
Die Brustvergrößerung ist 4 Jahre her. Allergan, style 410. Angeblich ist das Gewebe und die Lymphdrüsen in Ordnung. Hatte stechen in der Brust 2 Tage lang und ein taubheitsgefühl im Arm dachte nur das das vom Herzen kommt.
 
Tosh89  sagt am 15.08.2019
Und sonst tut nichts weh auch nicht wenn man darauf drückt und die Brüste sehen auch aus wie immer.
 
Serenissima  sagt am 15.08.2019
Die wenigsten Gynäkologen sind geübt darin Implantate mit Sonografie zu beurteilen; sowie die PC 's selten versiert sind im Umgang mit Ultraschall. Das ist ja das Schwierige an der Sache , es nutzt einem die beste Technik nichts, wenn der befundene Arzt kein Spezialist ist. Im allgemeinem wird ein MRT alle 2 Jahre auch als Ersatz zur Mammographie empfohlen , aber die meisten Patienten scheuen sich aus kostengründen davor und lassen es erst machen , wenn ein Implatatwechsel damit vermieden werden kann.
 
Tosh89  sagt am 15.08.2019
Ja mich Schrecken die hohen Kosten für ein MRT auch ab. Ich denke ich werde jetzt mal den Ärzten vertrauen, wenn sie sagen ich soll mir keine Sorgen machen, auch wenn ich im Ultraschall was anderes gesehen hab. Ich war ja bei einem Spezialisten in einer medizinischen Hochschule.
 
Serenissima  sagt am 15.08.2019
Und wieviel Brüste mit Implantat hat der Spezialist in der medizinischen Hochschule schon gesehen ?
 
Tosh89  sagt am 16.08.2019
Ich fühl mich total im Stich gelassen, ich habe die Op damals von der Krankenkasse bezahlt bekommen, weil ich psychisch belastet war. Ich habe das Gefühl das der Frauenarzt und die mhh es runterspielt damit nachher keiner für mich aufkommen muss. Mein Frauenarzt meinte auch er muss wirtschaftlichen denken, weil sie nunmal ein Unternehmen sind und deswegen kann er mir keine Überweisung aufstellen denn dann bleiben die nachher auf den Kosten sitzen. Was ist denn wenn ich mich einfach ins Krankenhaus einweisen lasse ? Können die dann später die Behandlungen von mir zurück fordern ?
 
Serenissima  sagt am 16.08.2019
Wenn die op von der KK bezahlt wurde, egal aus welchem Grund, sieht die Sache völlig anders aus. Dann bezahlt die Kasse auch alle Folgeleistingen die mit dem Eingriff zusammen hängen. Ruf bei deiner Kasse an und erkundige dich , wie du Vorgehen sollst .
 
Serenissima  sagt am 16.08.2019
Einen Einweisungsgrund für eine stationäre Aufnahme im Krkhs gibt es nicht.
Portrait Dr. med. Mark A. Wolter, Tätigkeitsschwerpunkt: Ästhetisch-plastische Chirurgie, Berlin, Chirurg (Facharzt für Chirurgie)
Dr. Wolter  sagt am 08.09.2019
Hallo tosh
Ich schließe mich serenissima an- wenn ihre op medizinisch indiziert war, ist die Krankenkasse auch für die Folgen mit verantwortlich und muss die entsprechenden Untersuchungen bezahlen. Warum haben sie den Ultraschall machen lassen? Wenn das Gefühl in einer oder neiden Brüsten sich verändert hat und das der Grund für die Untersuchung war, ist aus meiner Erfahrung das impli mit relativ großer Wahrscheinlichkeit defekt. Wenn es ein Routine Ultraschall war, dann kann man aus der Ferne wenig dazu sagen, weil das Ergebnis des Ultraschall so sehr vom untersuchen abhängt. Und wie serenissima berechtigt nachfragt- wie viele operierte Brüste sieht ein untersucher in der Uniklinik?!? Meist kaum welche.... ich schicke meine Patientinnen deswegen nur zu 2 Gynäkologen, die alleine von mir über 100 pat im Jahr sehen und außerdem interessiert sind und sich deswegen auch gut auskennen.
Zusammenfassend würde ich Ihnen, gerade bei Allergan implis, auch sehr raten, den Befund weiter und vermutlich am besten mit einem mrt abklären zu lassen und das vorher mit der kk zu klären.
Alles gute.
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Mark Wolter
Ästhetische Chirurgie Berlin/Zürich
[Link anzeigen]
+49-30-88001855

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