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Plastische Chirurgie

Lesezeit: 2 Min.

Die Plastische Chirurgie ist ein altes Fachgebiet. Bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. haben in Indien Ärzte menschliche Körperflächen rekonstruiert.

Was genau ist die Plastische Chirurgie?

Die Plastische Chirurgie basiert auf vier Säulen:

  • Ästhetische Chirurgie
  • Rekonstruktive Chirurgie
  • Verbrennungschirurgie
  • Handchirurgie

Es gibt Fachärzte für Plastische Chirurgie (bzw. Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie), die sich unterschiedlich spezialisiert haben. Einige haben ihren Schwerpunkt in der ästhetischen Chirurgie, einige in der Verbrennungschirurgie, einige in der Handchirurgie. Nicht jeder Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie ist gleich gut für die ästhetische Chirurgie geeignet. Es gibt aber Fachärzte unter den Plastischen Chirurgen, die sich auf die Ästhetische Chirurgie spezialisiert haben. Diese Fachärzte sind in der Regel in der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) organisiert.

Die Plastische Chirurgie ist kein neues Fachgebiet. Bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. gab es in Indien Ärzte, die menschliche Körperoberflächen rekonstruiert haben. Der indische Arzt Sushruta beschrieb die Wiederherstellung der Nase und der Ohrmuschel durch einen gestielten Lappen aus der Stirn. Damals war es üblich, Diebe die Nase abzuschlagen. Mit Hilfe der Plastischen Chirurgie war eine Wiederherstellung möglich.

Die Facharztweiterbildung zum Facharzt für Plastische Chirurgie gibt es in Deutschland erst seit 1993. Davor war die Plastische Chirurgie ein Teilgebiet der Chirurgie.

Laien verwechseln häufig die Begriffe "plastisch" und "ästhetisch". Der Begriff "Plastik" kommt vom altgriechischen Verb "plásso" (formen, umgestalten). Bei einer plastischen Operation geht es darum, Formen oder Funktionen durch Resektion (entfernen), Transplantation und Implantation wiederherzustellen und zu verbessern. Plastische Operationen nach Unfällen oder Tumoren sind häufig.

Der Begriff "Ästhetik" leitet sich aus dem altgriechischem Verb "aisthánomai" (fühlen, wahrnehmen) ab. Heute steht der Begriff Ästhetik mehr als Gefühl für das Schöne.

Die Begriffe: ästhetische Chirurgie und kosmetische Chirurgie sind in Deutschland nicht geschützt. Alle Ärzte können diese Bezeichnung tragen. Dagegen ist die Facharztbezeichnung "Facharzt für Plastische Chirurgie" (bzw. Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie) geschützt.

Mit großer Mehrheit haben die Delegierten des 108. Deutschen Ärztetages in Berlin am 06. Mai 2005 beschlossen, die Facharztbezeichnung "Facharzt für Plastische Chirurgie" um den Zusatz "Ästhetisch" zu ergänzen. Somit lautet die neue Bezeichnung "Facharzt/Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie". Dieser Beschluss muss noch von einigen Landesärztekammern umgesetzt werden.

Neben Fachärzten für Plastische und Ästhetische Chirurgie gibt es auch andere Fachärzte, die Plastische Operationen anbieten. Fachärzte für HNO (Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde) und Fachärzte für MKG (Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie) können in einer zweijährigen Weiterbildung die Zusatzbezeichnung "Plastische Operationen" erlangen.

Schönheitsoperationen werden von vielen Facharztgruppen angeboten. Das ist auch sinnvoll und verständlich. Jede Facharztgruppe hat unterschiedliche Schwerpunkte. So liegen die Schwerpunkte von Fachärzten für HNO und MKG im Bereich des Gesichtes. Es ist also nachvollziehbar, dass auch diese Facharztgruppen Schönheitsoperationen anbieten. Die Empfehlungen der GÄCD helfen Patienten, sich zu orientieren.



Letzte Aktualisierung am 29.07.2015.
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