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Schrothkur


Schrothkur - benannt nach Ihrem Erfinder Johann Schroth

Die Schrothkur wurde nach ihrem Erfinder Johann Schroth benannt, der bereits vor über 150 Jahren dieses Naturheilverfahren entwickelt und angewendet hat. Markante Eckpunkte dieses Verfahrens stellen Trink- und Trockentage dar, die ihren Sinn in einer Entgiftung des Körpers und damit  zu einer Steigerung der Selbstheilungskräfte führen soll. Angeboten wird die Schrothkur zumeist innerhalb einer Kur, da sie über einen Zweitraum von 2 bis 3 Wochen dauert. Oftmals wird die Schrothkur als Diät angepriesen, doch diese Klassifizierung wird von den meisten Medizinern strikt abgelehnt. Doch auch wenn diese Kur nicht als klassische Diät gilt und eingesetzt wird, ist ein Gewichtsverlust fast unvermeidlich. Modifizierungen der einstigen sehr rigorosen Form dieser Behandlung lassen die Schrothkur inzwischen als eine auf die modernen Ernährungsweisen eingestellte Entschlackungsvariante auftreten.

Die Schrothkur und ihre Anwendung

Die Grundlage der Schrothkur ist die Ernährungsweise, die sich sehr fett-, eiweiß- und salzarm zeigt. Zumeist sind Mahlzeiten aus Haferbrei, Gries- oder Reisbrei, sowie gekochtes Obst und Gemüse und auch trockene Brötchen. Die täglichen Kalorien liegen hier zwischen 500 und 1500, letztere sollen einen Jojo- Effekt vermeiden sobald man sich wieder normal ernährt. Die so genannte klassische Schrothkur beinhaltet drei Trockentage bei denen maximal ein halber Liter an Flüssigkeit erlaubt sind, denen sich weitere kleine und große Trinktage anschließen. Dieser Rhythmus erfolgt über die gesamte Dauer der Kur. Dunstwickel oder die Schrothschen Packungen werden über Nacht angelegt und mithilfe von Wärmeflasche in ihrer Wirkung verstärkt.

Die Schrothkur und ihre Anwendungsgebiete

Etwa zwanzig Indikationen werden genannt bei denen diese Kur angewendet werden kann. Unter anderem zählen das Burnout- Syndrom, verschiedene Allergien, eine Erkrankung an Gicht oder auch Migräne zu den möglichen Beschwerden, die durch diese Methode eine Linderung erhalten sollen. Absolut nicht geeignet ist die Schrothkur für Menschen mit Nierenfunktionsstörungen, Tuberkulose, Krebs, Leberzirrhose, einer bestehenden Schilddrüsenüberfunktion oder auch bei einer Schwangerschaft.

Extra-Tipp

Die Schrothkur als Diät durchzuführen beinhaltet zahlreiche gesundheitlichen Risiken, die selbst von Ernährungswissenschaftlern als äußerst gefährlich eingestuft werden. Neben Verdauungsschwierigkeiten, Schwindel, Übelkeit oder auch Kreislaufbeschwerden zeigt sich bei einer längeren Durchführung ein erheblicher Mangel an fast allen nötigen Nährstoffen. Diesen Mangel mit bestimmten Präparaten ausgleichen  zu wollen ist bei der Kur unerwünscht. Wer sich dennoch der Schrothkur unterziehen möchte sollte diese nur in einer dafür spezialisierten Klinik oder einer vergleichbaren Einrichtung durchführen.



Letzte Aktualisierung am 29.04.2010.

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