Der Fachmann versteht unter einem Zahnimplantat eine künstliche Zahnwurzel. Zahnimplantate stellen heutzutage eine gute Alternative zur herkömmlichen Versorgung einer Lücke mit Brücken und Prothesen. Zahnimplantate können auch eine Prothese stabilisieren oder eine fest verankerte Brücke tragen.
Sie eignen sich aber nicht für jeden Patienten. Entscheidend sind Zustand des Kiefers (Oberkiefer, Unterkiefer, Höhe, Breite und Dichte des Knochens).
Bevor ein oder mehrere Zahnimplantate gelegt werden können, müssen Zähne und Zahnfleisch in Ordnung sein. Wenn eine Zahnfleischentzündung vorliegt, hat es keinen Sinn, teuere Zahnimplantate zu legen, weil die Gefahr besteht, dass es nicht einheilt. Also kommen zu den Kosten des Zahnimplantates auch Kosten für eine Grundsanierung auf den Patienten zu. Das macht diese Zahnbehandlung sehr teuer.
Im Unterkiefer ist der Knochen eher dicht, deshalb ist es auch leichter Zahnimplantate zu legen. Im Oberkiefer dagegen ist es schwieriger, Implantate zu setzen.
In einigen Fällen ist es notwendig, den Knochen zu verstärken und aufzubauen, damit die Zahnimplantate halten. Dieses Verfahren bezeichnen Mediziner als Augmentation (Anhebung, Verstärkung des Knochens).
Wenn die Voraussetzungen geschaffen sind, bohrt der Zahnarzt unter örtlicher Betäubung und Sedierung (selten in Vollnarkose) ein Loch in den Kieferknochen und schraubt das Zahnimplantat (künstliche Wurzen) ein. Anschließend näht er die Schleimhaut zu, um Entzündungen zu vermeiden und dem Zahnimplantat die Möglichkeit zu geben, einzuheilen.
Nach der Operation müssen Sie mit Schmerzen und Schwellungen rechen. Bei den Patienten sind diese sehr individuell ausgeprägt. Einige Patienten berichten darüber, dass sie über eine Woche außer Gefecht gesetzt waren.
Beim klassischen Verfahren wartet der Patient mehrere Monate bis der Zahnersatz auf die Zahnimplantate montiert werden kann. Die Implantate erhalten in dieser Zeit die Möglichkeit, sich mit dem Kieferknochen zu verbinden. Der Fachmann spricht von einer Osseointegration. Im Unterkiefer dauerte es etwa drei Monate, im Oberkiefer ca. sechs Monate bis sich die Zahnimplantate mit dem Kieferknochen fest verbunden haben.
Bei der Sofortimplantation wird der Zahnersatz unmittelbar nach dem Eingriff auf die künstliche Zahnwurzel (Zahnimplantate) montiert. Das bedeutet aber nicht, dass der Patienten den Zahn auch sofort belasten kann. Im Verhältnis zum klassischen Verfahren ist eine Sofortimplantation mit mehr Risiken verbunden.
Der Eingriff kann natürlich auch scheitern, zum Beispiel, wenn die Zahnimplantate nicht in den Knochen einwachsen. Das kann daran liegen, dass der Patient die Zahnimplantate zu früh überbelastet hat. Auch eine schlechte Durchblutung des Knochens ist ein Risikofaktor, dass dazu führen kann, dass die Zahnimplantate nicht richtig einheilen. Besonders ausgeprägt ist dieses Risiko bei Rauchern und Diabetikern.
Je größer die Zahl der Zahnimplantate, desto größer ist auch das Risiko, dass was daneben geht.
Natürliche Zähne bewegen sich immer ein wenig, Implantate nicht. Sitzen Zahnimplantate locker, dann ist das ein Hinweis auf eine mangelhafte Einheilung in den Knochen.
Entscheidend für die Haltbarkeit von Zahnimplantaten ist eine gute Mundhygiene. Bei schlechter Mundhygiene kann es zu lokalen Entzündungen kommen, die dazu führen, dass die Zahnimplantate abgestoßen werden.
Zahnimplantate haben sich inzwischen bewährt. Die Haltbarkeit nach fünf Jahren liegt bei 80 95 Prozent.
Die Kosten für ein Zahnimplantat (ca. 1500 2000 ) sind erheblich. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen für ein Zahnimplantat einen Festzuschuss. Zu den Kosten für das Zahnimplantat kommen noch andere Kosten hinzu.