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Thermage® – Hautstraffung ohne Operation

Lesezeit: 3 Min.

Faltenfreie, straffe und glatte Haut

Schlaffe, faltige Haut ist ein deutliches Zeichen des Alterns. Es ist vielen Menschen ein Dorn im Auge. Allerdings sind der Verlust an Elastizität und Spannkraft der Haut zwei ganz natürliche Prozesse. Wer sich eine jugendlichere Haut wünscht, sucht daher die Hilfe der ästhetischen Medizin. Mittels des sogenannten Thermage®-Verfahrens ist ein Hautlifting auch ohne Operation, Narben und Skalpell möglich. Zudem kann diese Methode der Hautstraffung bei verschiedenen Problemzonen angewendet werden.

Ziele der Thermage®-Behandlung: sanftes Lifting ohne Operation und Skalpell

Das Thermage®-Verfahren zielt auf eine Straffung der Haut ohne Operation und die damit verbundene Regenerationsphase ab. In folgenden Bereichen wird das Verfahren vor allem eingesetzt:

  • Augen
  • Gesicht und Hals
  • Körper (Bauch, Arme, Beine)

Der Lifting-Effekt und die Anregung der Kollagenbildung der Haut werden durch eine spezielle Radiofrequenztechnologie erreicht. Das neu gebildete Kollagen verleiht der Haut ein frisches, jüngeres Aussehen, welches nachhaltig anhält. Im Anschluss an die Behandlung dauert es allerdings zwei bis rund sechs Monate, bevor der gewünschte Glättungseffekt vollständig eintritt. Schließlich muss sich das Kollagen erst neu bilden. Erste Behandlungserfolge sind nach vier Wochen sichtbar. Bei ungefähr zehn Prozent der Patienten tritt die Wirkung sofort ein. 

Wie funktioniert die Thermage®-Behandlung?

Bei der Behandlung wird ein sogenanntes ThermaCool-System® verwendet. An der Spitze des Geräts befindet sich der ThermaTip. Kommt das Gerät mit den zu behandelnden Hautstellen in Kontakt, so wird die gewünschte Menge an Radiofrequenzenergie abgegeben. Dabei handelt es sich um eine Art Wärmeimpuls, dem es gelingt, besonders tief in die Haut einzudringen. Während sich die unteren Gewebeschichten erwärmen, wird die Hautoberfläche durchgehend gekühlt. Die Erwärmung führt zu der sofortigen Straffung, die mit dieser Lifting-Methode erzielt werden kann.

Da die Methode ohne Wunden, Narben und Schnitte auskommt, handelt es sich um ein nicht-invasives Verfahren. Der Patient verspürt eine kurze Tiefenerwärmung der Haut. Einige Patienten berichten aber durchaus, dass die Methode sehr schmerzhaft ist, obwohl sie ganz ohne Operation auskommt. Der Energieimpuls, der für die Ankurbelung der Kollagenbildung verantwortlich ist, wird vom zuständigen Arzt genau reguliert. Die Behandlung nimmt zwischen gut 20 und bis zu 120 Minuten in Anspruch. Dies hängt vor allem von der Größe des zu behandelnden Areals ab. Ein stationärer Aufenthalt ist anschließend nicht erforderlich. Eine Behandlung ist meist ausreichend. Die Methode ist für alle Hauttypen geeignet. Wie stark der Effekt ausfällt, hängt vom Zustand der zu behandelnden Hautstellen sowie dem Lebenswandel der Patienten ab.

Welche Problemzonen können per Thermage® behandelt werden?

Im Gesicht wird Thermage unter anderem eingesetzt, um die Konturen zu straffen. Vor allem im Wangen- und Kinnbereich profitieren die Patienten von dieser Methode. Neben der Faltenglättung und Straffung sorgt die Methode auch für einen besseren Teint. In der Augenregion sind folgenden Effekte möglich:

  • gemilderte Augenfalten
  • gestraffte Augenlider/Augenregion
  • gelinderte Krähenfüße
  • reduzierte Tränensäcke
  • gemilderte Falten an Hals und Dekolleté

Lose, herunterhängende Haut wird mittels Thermage® aber nicht nur im Bereich der Augen gestrafft. Ebenso ist die Straffung von Beinen und Armen möglich. Im Bauchbereich lässt sich maximal eine mittelschwere Hautschlaffheit, die zum Beispiel durch einen Gewichtsverlust oder eine Schwangerschaft verursacht wurde, per Thermage® straffen. Diese Hautstraffung ohne Operation ist im Bauchbereich für Patienten ab 35 bis circa 60 sinnvoll. Eine Hautglättung im Kniebereich ist ebenfalls denkbar.

Selbst zur Behandlung von Cellulite wird Thermage® sehr gerne eingesetzt. Unschönen Dellen und Wellen wird somit der Kampf angesagt. Eine Verjüngung der Handrücken gehört zu den weiteren Anwendungsgebieten der Thermage®-Methode. Auch diese Behandlung bietet sich für Patienten zwischen 35 und 60 besonders an. Allerdings lassen sich Hautschädigungen, Verfärbungen der Handrücken oder besonders tief eingefallene Handrücken per Thermage nicht korrigieren.

Risiken, Nebenwirkungen und Kritik

Besonders empfindliche Haut reagiert auf die Thermage®-Behandlung häufig mit:

  • Rötungen
  • Schwellungen
  • Bläschen
  • Dellen

Allerdings ist eine Rückbildung dieser Symptome binnen weniger Tage zu erwarten. Grundsätzlich gilt Thermage® als ein sicheres Verfahren zur Haut- und Gewebestraffung. Nebenwirkungen treten selten auf.

Allerdings gibt es auch Erfahrungsberichte von Patienten, die beschreiben, dass das Verfahren keine Auswirkung auf das Hautbild hat - weder positiv, noch negativ.

Wann sind die Patienten im Anschluss an die Thermage®-Behandlung wieder gesellschaftsfähig?

Gleich im Anschluss an die Behandlung sind die Patienten gesellschaftsfähig, deshalb wird das Verfahren auch als "Facelift to go" bezeichnet. Diese Methode geht mit keinen Einschränkungen im Alltag einher. Selbst Sonnenlicht ist nicht zu meiden. Eine spezielle Nachbehandlung oder Pflege sind somit nicht erforderlich. Theoretisch könnte die Behandlung somit sogar in der Mittagspause durchgeführt werden.

Wie teuer ist die Thermage®-Behandlung?

Die Kosten für die Behandlung hängen von dem Umfang der Behandlung und der Körperregion, die behandelt werden soll, ab. Ein umfangreiches Beratungsgespräch mit dem zuständigen Arzt ist erforderlich, um die Kosten genau abschätzen zu können. Grundsätzlich ist jedoch mit den folgenden Kosten zu rechnen:

  • Augen: mindestens 1500 Euro
  • Gesicht: ab circa 2000 Euro
  • Cellulite/Arme/Körperstraffung: jeweils rund 2500 Euro oder mehr
  • Beine/Bauch/Gesicht und Hals zusammen: je ab 2800 Euro

Von der Krankenkasse werden diese Kosten nicht übernommen.



M. Barnewitz Maria Barnewitz
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 18.04.2017
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