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Wangenlift / Minilift

Lesezeit: 4 Min.

So lassen sich eine erschlaffte Mundpartie und schlaffe Wangen korrigieren

Hängebacken, schlaffe Wangen und abgesunkene Mundwinkel lassen die Betroffenen viel älter wirken. Vor allem Menschen, die so jung aussehen möchten, wie sie sich fühlen, greifen gerne auf das sogenannte Wangenlifting zurück. Ein Wangenlifting wird häufit mit einem Stirnlift oder Halslift kombiniert. Der Eingriff wird auch als Minilift, Midface-Lift, S-Lift, Quick Minilift oder Weekend-Facelift bezeichnet.

Im Durchschnitt sind es vor allem Männer und Frauen im Alter von 35 bis 40, die diesen Eingriff durchführen lassen. Je eher dieser Eingriff durchgeführt wird, desto größer sind die Erfolge und desto natürlicher wirkt das Ergebnis.

Wie kommt es zu Hängebäckchen und erschlafften Wangen?

Im Laufe der Jahre verliert die Haut nicht nur an Elastizität. Vielmehr erschlafft die Wangenmuskulatur mit ansteigenden Alter immer mehr. Dies führt zu den Hängebacken. Als Folge daraus treten Falten im Bereich der Mundwinkel deutlicher hervor. Dies trägt dazu bei, dass der Gesichtsausdruck einiger Patienten marionettenartige Züge annimmt. Insgesamt lässt dies die Patienten müde und alt aussehen. Um dies zu ändern, bietet sich ein Wangenlifting an. Dessen Ziel ist es, den Patienten zu einem frischeren Aussehen zu verhelfen.

Welche Erfolge verspricht das Wangenlift?

Der Wangenlift wird in örtlicher Betäubung durchgeführt, sodass die Patienten die Klinik noch am gleichen Tag verlassen können. Schlaffe Wangen werden beim Wangenlifting wieder in Form gebracht, um den Patienten ein natürliches, verjüngtes Aussehen zu verleihen. Je früher das Wangelifting durchgeführt, desto besser ist das Ergebnis. Dann hängen die Wangen noch nicht so stark und die Mundwinkelfalten sind noch nicht so tief. Das finale Ergebnis ist erst nach ein paar Wochen zu sehen, wenn die letzten Schwellungen abgeklungen sind. Im Übrigen bleiben kleine Falten bei diesem Eingriff durchaus erhalten. Dies verhindert maskenhafte Gesichtszüge und sorgt für eine natürliche Ästhetik.

Für wen bietet sich ein Wangenlifting an?

Nur der behandelnde Arzt kann entscheiden, ob der Patient geeignet für dieses Verfahren ist. Bei tiefen Falten im Bereich zwischen Nase und Mund sowie abgeflachten, schlaffen Wangenkonturen ist ein Wangenlift zum Beispiel sinnvoll. Gleiches gilt bei Mundwinkeln, die im Laufe der Zeit immer stärker nach unten hängen. Auch wenn es zu kleinen Dellen oder Einsenkungen im Bereich der Wangen gekommen ist, ist eine Korrektur durch das Minilifting möglich.

Wie funktioniert das Wangenlifting?

Beim Wangenlifting ist es sinnvoll, nicht nur die obere Hautpartie zu straffen. Vielmehr sorgt eine Unterhautstraffung dafür, dass der Effekt des Lifts im mittleren Gesichtsbereich wesentlich länger anhält. Wird die Unterhaut gestrafft, so lastet der Zug der Straffung nicht auf der oberen Gesichtshaut. Dies geht mit einem entscheidenden Vorteil einher. Es bedeutet, dass die Narben, die bei diesem Eingriff entstehen, später kaum zu sehen sind. Auch ein Maskeneffekt ist nicht zu erwarten, sofern sich die Betroffenen in qualifizierte Hände begeben. Dieser Eingriff wird in circa anderthalb bis zwei Stunden durchgeführt. Da die Patienten in eine Art Dämmerschlaf versetzt werden, ist der Eingriff schmerzfrei.

Im Übrigen kommt es nicht nur zu einer Straffung des Binde- und Muskelgewebes im behandelten Bereich. Gelichzeitig wird der Arzt das Fettgewebe neu positionieren. Das Anheben und Neupositionieren der Wangen geschieht auf der Ebene, in der keine Nerven sowie keine Blutgefäße verlaufen. Das minimiert die möglichen Risiken bei diesem Eingriff. Der Schnitt für das Wangenlifting erfolgt unmittelbar am Haaransatz. Er verläuft von den Schläfen bis zur vorderen Ohrmuschelkante. Wenn eine Wangenstraffung mit einer Halsstraffung kombiniert wird, dann verläuft der Schnitt am Haaransatz, vor dem Ohr, um das Ohrläppchen herum und endet an der Nacken-Haar-Grenze. Nachdem der Chirurg die entsprechenden Hautschichten freigelegt hat, kommen dort spezielle Nähte zum Einsatz, um die Wangen zu straffen und diese von innen neu zu verankern. Möglicherweise wird überschüssige Haut entfernt, bevor der Schnitt am Haaransatz genäht wird.

Wann bin ich nach einem Wangenlifting wieder gesellschaftsfähig?

Da es sich um einen ambulanten Eingriff handelt, der mit kleinen Narben einhergeht, geht dies sehr schnell. Binnen weniger Tage sind die Patienten im Anschluss an ein Wangenlift gesellschaftsfähig. Die Fäden werden erst nach fünf bis zehn Tagen gezogen, um die Wundheilung zu begünstigen.

Was ist nach einem Wangenlift zu beachten?

Im Anschluss an das Wangenlift ist Sport für zwei Wochen Tabu. Zudem ist es sinnvoll, wenn die Patienten ihren Kopf in den ersten Tagen nach dem Eingriff nicht zu stark bewegen. Die korrekte Narbenpflege, über welche der behandelnde Arzt die Betroffenen aufklärt, begünstigt ein ästhetisches Ergebnis. Zur Nachbehandlung sind abschwellende Maßnahmen wie Kühlen sinnvoll. Auch eine Lymphdrainage wird empfohlen.

Mit welchen Risiken geht ein Wangenlifting einher?

Ein Wangenlifting geht häufig mit Blutergüssen und Schwellungen einher, die mit der Zeit von alleine verschwinden. Es ist möglich, dass sichtbare Narben entstehen. Bei den meisten Patienten fallen diese Narben kaum auf. Im schlimmsten Fall sind Lähmungen im Gesichtsbereich möglich. Durch ein fachkundiges Vorgehen treten diese nur sehr selten auf. Schädigungen im Bereich der Muskel- und Hautnerven sind nicht nur selten, sondern sie regenerieren sich meist wieder. Das Risiko von permanenten Nervenschädigungen ist extrem gering.

Was kostet ein Wangenlifting?

Ein Wangenlifting kostet in Deutschland ab 2500 Euro aufwärts. Wird eine Vollnarkose gewünscht oder hält sich der Patient über Nacht in der Klinik auf, so treibt dies die Kosten in die Höhe. Eine Vollnarkose ist nur in seltenen Fällen erforderlich.

Zudem ist es möglich, ein Wangenlifting mit den folgenden Eingriffen zu kombinieren:

Die Kombination mehrerer Eingriffe verursacht natürlich auch höhere Kosten.



M. Barnewitz Maria Barnewitz
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 11.04.2017
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