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Facelift mit Stammzellen

Lesezeit: 4 Min.

Stammzellen für einen frischeren, jugendlicheren Teint

Courtney Love macht es vor und auch Stars wie Kim Kardashian scheinen bereits Gefallen an dieser Methode gefunden zu haben. Beim Facelift mit Stammzellen werden diese wichtigen Bausteine des Lebens in den Dienst der Schönheit gestellt. Das hat viele Vorteile. Die Methode gilt nicht nur als sehr effektiv. Vielmehr sind Stammzellen auch sehr gut verträglich, da es sich dabei um körpereigene Zellen und keine Fremdstoffe handelt. Ob Falten, Altersflecken oder dünne Haut, Stammzellen können im Kampf für ein jugendlicheres Aussehen viel bewirken. Sie werden zunächst mittels einer Fettabsaugung gewonnen und dann zur Verjüngung des Gesichts gespritzt. Auch der Teint wirkt dann frischer.

Behandlungsvorbereitung für das Facelift mit Stammzellen

Auch wenn das Facelift mit Stammzellen minimalinvasiv ambulant durchgeführt wird, ist eine örtliche Narkose erforderlich. Diese wird dem Patienten an den entsprechenden Stellen gespritzt. Bevor dies geschieht, werden die Stammzellen für das Facelift zunächst gewonnen. Zu diesem Zweck saugt der Arzt dem Patienten Fett ab. Dieses wird gereinigt, damit es sich für die Unterspritzung im Gesichtsbereich eignet. Ein Teil des Fetts wird im Labor genutzt, um die Stammzellen daraus zu isolieren. Es dauert circa zwei Stunden, bis das Stammzellenpräparat für die Unterspritzung vorliegt. Beim eigentlichen Facelift kommt eine Mischung aus Fett und Stammzellen zum Einsatz. Auch die Fettabsaugung findet im Übrigen unter einer örtlichen Betäubung in einer Art Dämmerzustand statt. Wahlweise wird eine kleine oder große Menge Fett entnommen. Dies hängt davon ab, ob nur Fett für das Facelift gewonnen oder dieser Eingriff mit einer generellen Fettabsaugung kombiniert wird.

Stammzellen-Facelift - das Verfahren

Die eigentliche Behandlung unterscheidet sich kaum von einer Faltenunterspritzung. Das angereicherte Fett-Stammzellen-Gemisch wird mittels feiner Kanülen direkt an die zu behandelnden Stellen gespritzt. Allerdings wird das Verfahren immer mit einer Fettabsaugung kombiniert. Viele Patienten entscheiden sich gleichzeitig, eine Fettabsaugung bei einer Problemzone ihres Körpers vornehmen zu lassen.

Erfolgsaussichten beim Facelift mit Stammzellen

Das Facelift mit Stammzellen beugt den äußeren Zeichen des Alterns vor. Für Patienten, die unter den folgenden Problemen leiden, bietet sich diese Methode an:

  • Falten
  • weniger elastische, voluminöse Haut
  • dünne Haut
  • Altersflecken
  • Sonnenschäden
  • schlaffer, müder Teint

Stammzellen sind gleich in zweifacher Hinsicht hilfreich, um die äußeren Zeichen der Alterung zu bekämpfen. Zum einen regen die Zellen die Bildung von neuen Zellen an. Zum anderen helfen sie bei der Heilung. Im Vergleich zur reinen Eigenfettunterspritzung hat sich diese Methode als deutlich effektiver erwiesen.

Durch die Verwendung von Stammzellen kann ein größerer Teil des erreichten Volumens länger beibehalten werden. Somit sieht das Gesicht der Patienten nicht mehr so eingefallen aus, sondern wirkt frisch und jugendlich. Das liegt daran, dass die Stammzellen an der Bildung von reifen Fettzellen beteiligt sind.

Allerdings sollte an dieser Stelle gesagt sein, dass diese Methode nicht für alle Patienten sinnvoll ist. Das ist darauf zurückzuführen, dass nur begrenzte Schönheitseffekte möglich sind. Extrem tiefe Falten können auf diese Weise nicht vollständig korrigiert werden. Ein klassisches Facelift ist dann die logische, viel invasivere Alternative.

Risiken und Nachsorge

Da es sich um einen ambulanten Eingriff handelt, kann der Patient die Klinik noch am gleichen Tag schnell wieder verlassen. Sobald der Dämmerschlaf abgeklungen ist, ist dies möglich. Schwellungen und Blutergüsse treten häufig auf und gehören zu den Risiken solch eines Eingriffs. Sie klingen innerhalb von 14 Tagen ab. Wenn der behandelnde Arzt sein Handwerk nicht versteht, sind ungleichmäßige, wenig ästhetische Ergebnisse möglich. Die natürliche Symmetrie des Gesichts kann zum Beispiel aus dem Gleichgewicht geraten, falls in einer Gesichtshälfte zu viel Fett samt Stammzellen gespritzt wird.

Darüber hinaus birgt die Fettabsaugung ihre ganz eigenen Gefahren. Obwohl es sich um einen der häufigsten ästhetischen Eingriffe in ganz Deutschland handelt, kann es zu unschönen Beulen, Verwachsungen und Dellen kommen. Das gilt vor allem, wenn zu viel Fett abgesaugt worden ist. Dieses Risiko steigt somit mit dem Absaugen einer größeren Fettmenge. Die Fettabsaugung zieht Blutergüsse und meist stärkere Schmerzen als die eigentliche Faltenunterspritzung nach sich. Auch Schwellungen treten oft auf. Verschwiegen werden darf auch nicht, dass in der Vergangenheit durch die Fettabsaugung vereinzelt Todesfälle aufgetreten sind.

Zur Nachsorge trinken die Patienten im Anschluss an einen solchen Eingriff am besten viel. Eventuell ist ein Korsett zu tragen. Die Nachsorgetermine beim Arzt sind einzuhalten. Sowohl die Einstichstellen im Gesicht sowie die Fettentnahmestellen am Körper werden am besten gekühlt. Autofahren sollten die Patienten im Anschluss an das Facelift mit Fettabsaugung besser nicht. Eine Begleitperson kann die Patienten kurz nach dem Eingriff abholen. Sport ist in den ersten vier bis sechs Wochen zu vermeiden. Vor direkter Sonneneinstrahlung ist die Haut unbedingt zu schützen.

Behandlungsalternativen zum Facelift mit Stammzellen

Ein Facelift mit Stammzellen führt bei sehr tiefen Falten nicht immer zu den gewünschten Resultaten. Daher sehen sich Patienten mit tiefen Zornesfalten nach anderen Alternativen um, wie zum Beispiel dem klassischen Facelift. Dabei handelt es sich um einen operativen Eingriff, der mit Narben und einem größeren Risiko verbunden ist. Gleichzeitig verspricht diese Methode sichtbarere Erfolge. Vor allem bei älteren Patienten mit einer stark vorangeschrittenen Hautalterung ist ein Facelift mit Stammzellen nicht die beste Wahl. Wer ein Facelift mit Stammzellen frühzeitig durchführt, kann sehr gute Ergebnisse erzielen und der weiteren Hautalterung vorbeugen. Immerhin wirken die Stammzellen revitalisierend.

Zur Faltenbehandlung von kleinen Falten können künstliche Filler oder reines Eigenfett eingesetzt werden. Allerdings besteht das Problem bei Fillern darin, dass es zu Abstoßungsreaktionen kommen kann. Dies ist bei Eigenfett, genau wie bei Stammzellen auch, nicht der Fall, da es sich um körpereigene Substanzen handelt. Eigenfett baut sich jedoch schneller ab als das Stammzellen-Fett-Gemisch. Ein Facelift mit Eigenfett muss somit innerhalb kürzerer Zeit wiederholt werden, um auf Dauer den gleichen Effekt wie das Facelift mit Stammzellen zu erzielen. Die Haltbarkeit der Ergebnisse ist eines der Hauptargumente für das minimalinvasive Facelift mit den körpereigenen Stammzellen des Patienten.

Kosten für ein solches Facelift

Ein traditionelles Facelift, bei dem operiert wird, kommt den Patienten weitaus teurer zu stehen als ein Facelift mit Stammzellen. Immerhin ist für diesen Eingriff nur eine örtliche Betäubung erforderlich. Die genauen Kosten hängen vor allem davon ab, wie viel Fett abgesaugt wird und wie groß der zu behandelnde Bereich ist. Je aufwendiger die Fettabsaugung, desto höher die Kosten. Allerdings lassen die Patienten in diesem Fall gleich zwei ästhetische Maßnahmen durchführen. Generell ist mit Kosten von mindestens 1500 Euro zu rechnen. Ein klassisches Facelift kann hingegen 4000 bis 6000 Euro oder mehr kosten.



M. Barnewitz Maria Barnewitz
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 16.03.2017
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