Youtube
Folgen Sie uns auf  

Augenbrauenanhebung / Augenbrauenlifting

Lesezeit: 5 Min.

Die Schönheitskorrektur für die Augenbrauen

Wenn es um eine Augenbrauenanhebung geht, ist auch von einem Brauenlift oder einem Augenbrauenlifting die Rede. Dabei geht es grundsätzlich darum, die Augenbrauen durch einen chirurgischen Eingriff anzuheben. Somit werden nicht nur eine Verjüngung und ein jugendlicheres Aussehen erreicht. Vielmehr gibt es auch Krankheiten, die zu einer teilweisen Gesichtslähmung führen. Um derartige Asymmetrien im Bereich der Brauen auszugleichen, bietet sich eine Augenbrauenanhebung ebenso an.

Was ist eine Augenbrauenanhebung?

Bei einer Augenbrauenanhebung passiert das, was der Name vermuten lässt. Die Augenbrauen werden dauerhaft angehoben, sodass sich der Blick des Patienten öffnet. Dabei ist es nicht erforderlich, dass beide Brauen gleichmäßig stark angehoben werden. Ein unterschiedlich ausgeprägtes Lifting der zwei Brauen ist denkbar und bei Asymmetrien zu empfehlen. Gleichzeitig wird die Form der Augenbrauenlinie auf Wunsch des Patienten hin korrigiert. Somit wird eine ansprechendere Augenbrauenform erzielt, die den Typ des Patienten noch besser unterstreicht.

Wie sieht die Operation aus?

Abhängig davon, wie umfangreich sich die geplante Augenbrauenanhebung gestaltet, wird der Eingriff unter lokaler Betäubung oder unter Vollnarkose durchgeführt. Es kommen verschiedene Techniken zum Einsatz, um die Augenbrauenanhebung durchzuführen. Es kann zum Beispiel die Haut, die sich unmittelbar über den Augenbrauen befindet, herausgeschnitten werden. Wird die offene Wunde dann vernäht, führt dies zum gewünschten Augenbrauenlift. Es gibt auch Eingriffe, bei denen nicht nur die hängenden Augenbrauen korrigiert werden.

Vielmehr ist ein gleichzeitiges Stirnlift möglich, bei dem der Operateur von der Stirn aus arbeitet und seinen Schnitt am Haaransatz setzt. Wer viel Wert auf wenige OP-Narben legt, bevorzugt die endoskopische Augenbrauenanhebung. Hierbei wird mit drei bis maximal fünf kleinen Einschnitten gearbeitet, die nicht auffallen. Diese Einschnitte setzt der Operateur an ausgewählten, behaarten Stellen des Kopfes. Somit sind die Narben später durch Haare bedeckt und fast nicht zu sehen.

Darüber hinaus gibt es eine Technik, bei der keine Schnitte zur Augenbrauenanhebung erforderlich sind. Hierbei ist von der sogenannten Ankernähte-Technik die Rede. Die Augenbrauen werden gestrafft, indem dünne Fäden unter die Haut eingebracht und eingezogen werden. Allerdings handelt es sich um eines der weniger langanhaltenden Verfahren, da diese Methode eine Augenbrauenkorrektur für nur ein bis fünf Jahre und keine dauerhaften Ergebnisse ermöglicht.

Wer eignet sich für diese Operation?

Patienten, bei denen sich die Augenbrauen im Laufe der Jahre abgesenkt haben, profitieren von einem Augenbrauenlift. Ihr mürrischer Blick wird auf diese Art und Weise korrigiert. Auch bei Asymmetrien der Augenbrauen, die durch Krankheiten oder Gesichtslähmungen verursacht wurden, ist ein Brauenlift empfehlenswert.

Was muss ich vor der Operation beachten?

Ein Brauenlift sollte grundsätzlich nur von einem Fachmann durchgeführt werden. Daher ist es wichtig, dass sich die Patienten vor dem Eingriff umfangreich informieren und nach dem Arzt ihres Vertrauens suchen. Dieser wird sie umfassend beraten und über die Möglichkeiten des Eingriffs aufklären. Immerhin gibt es Patienten, deren Absenkung der Augenbrauen so minimal ausfällt, dass ein Augenbrauenlift vorerst keinen Sinn macht. Ein guter und qualifizierter Facharzt wird diesen Menschen von einem überstürzten Eingriff abraten.

Außerdem ist es denkbar, dass ein einfaches Brauenlift nicht alle Probleme des Patienten korrigieren kann. Vielmehr kann eine Kombination von verschiedenen Eingriffen erforderlich werden. Von einem Facelift bis hin zu einer Oberlidstraffung oder einer Korrektur tiefer Stirnfalten stehen viele Optionen zur Auswahl. Der behandelnde Arzt wird diese Optionen beurteilen und seine Empfehlung aussprechen. Da es sich bei einem Brauenlift um einen operativen Eingriff handelt, sind mögliche gesundheitliche Bedenken und Risiken abzuwägen.

Ist der Patient in einer körperlichen Verfassung, die eine OP möglich macht? Gibt es Gründe, die bei diesem Patienten gegen eine Vollnarkose sprechen? Hat der Patient bestimmte Allergien, die beim Brauenlift zum Problem werden könnten? Diese Fragen sind mit dem behandelnden Arzt abzuklären, damit der Eingriff ohne unnötige Komplikationen möglich ist. Bei einer Augenbrauenanhebung unter Vollnarkose ist es wichtig, dass die Patienten vor der OP nichts essen und nüchtern zu ihrem Termin erscheinen.

Mögliche Alternativen – Augenbrauenanhebung mit Botolinumtoxin

Wenn es darum geht, die Augenbrauen des Patienten um wenige Millimeter anzuheben, bietet sich eine Behandlung mit Botolinumtoxin an. Eine Anhebung zwischen einem und drei Millimetern ist möglich. Hierbei handelt es sich um eine sanftere Alternative, da keine chirurgischen Schnitte und keine OP-Narben zur Korrektur der Augenbrauen erforderlich sind. Auch wenn die Brauen ambulant nur wenige Millimeter mit Botolinumtoxin angehoben werden, hat dies einen deutlichen Effekt. Das Gesicht wirkt wacher und frischer und der Blick weniger mürrisch.

Eine Anhebung der äußeren Enden der Brauen ist mit Botolinumtoxin ebenfalls möglich. Asymmetrien lassen sich ausgleichen, indem unterschiedlich viel Botolinumtoxin in die linke und rechte Braue injiziert wird. Grundsätzlich ist die Wahl des geeigneten Arztes bei dieser Methode extrem wichtig. Es ist viel Fingerspitzengefühl erforderlich, um das Augenbrauenlift mit Botolinumtoxin korrekt durchzuführen. Dazu gilt es die Stirnmuskeln so zu beeinflussen, dass die Brauen optisch angehoben werden.

Komplikationen und Risiken

Wie bei jedem chirurgischen Eingriff, können auch bei diesem Eingriff Komplikationen auftreten:

  • Infektionen
  • Hämatome
  • Blutungen
  • Narbenbildung
  • Asymmetrie
  • Schmerzen
  • Taubheitsgefühl durch eine Nervenschädigung
  • Verschiebung des Haaransatzes
  • Wundheilungsstörungen

Was muss ich nach der Operation beachten?

Im Anschluss an die OP sind nicht allzu starke Schmerzen zu erwarten, die mit den gängigen Schmerzmittel (Analgetika) problemlos zu behandeln sind. Schwellungen und kleine blaue Flecken sind denkbar. Auch die Lider und Wangen schwellen unter Umständen an. Außerdem gibt es bei einigen Eingriffen Narben, die erst noch verheilen müssen. Die betroffenen Partien sind am besten zu kühlen und frische Narben dürfen nicht verunreinigt werden.

Das Pflaster oder die Bandagen sind gemäß der Anweisungen des Arztes zu wechseln. Nachsorgetermine sind unter Umständen erforderlich. Spätestens zum Fädenziehen werden die Patienten gebeten, wieder beim Arzt zu erscheinen. Dies kann auch der Hausarzt übernehmen. Es wird empfohlen, dass sich die Patienten in den ersten vier Wochen im Anschluss an einen derartigen Eingriff schonen. Extreme körperliche Anstrengungen, zu viel Sonne sowie ein Besuch im Sonnenstudio, Solarium oder in der Sauna sind zu meiden. Entspannung und Ruhe fördern den Heilungsprozess.

Wann bin ich wieder gesellschaftsfähig?

Wann der Patient wieder gesellschaftsfähig ist, hängt vor allem von der Art des Eingriffs ab. Bei Eingriffen mit örtlicher Betäubung verlassen die Patienten die Klinik noch am gleichen Tag. Bei Eingriffen mit Vollnarkose schickt der behandelnde Arzt die Patienten frühestens am nächsten Tag nach Hause. Wer sich nicht mit blauen Flecken und Schwellungen im Gesicht in der Öffentlichkeit zeigen will, ist erst nach circa zwei Wochen gesellschaftsfähig.

Kosten für eine Augenbrauenanhebung

Die Augenbrauenanhebung, die mit einer lokalen Betäubung durchgeführt wird, ist deutlich günstiger als ein Eingriff mit OP und Vollnarkose. Ab 800 Euro ist ein Brauenlift möglich. Sind eine OP und ein Krankenhausaufenthalt erforderlich, so ist mit Kosten in Höhe von 1500 Euro oder mehr zu rechnen. Wird der Eingriff mit einem Stirnlift kombiniert, fallen die Kosten noch höher aus.



M. Barnewitz Maria Barnewitz
Gesundheitsredakteurin

aktualisiert am 27.03.2017
War dieser Artikel hilfreich?