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Risiken und Komplikationen einer Brustvergrößerung


Auch die Brustvergrößerung birgt Risiken, Komplikationen können nicht ausgeschlossen werden

Welche Risiken können durch eine Brustvergrößerung auftreten?
 
Keine Operation ist ohne Risiko. Auch die Brustvergrößerung nicht. Sogar bei größter Sorgfalt können während oder nach der Brustvergrößerung Komplikationen auftreten.
 
Während der Brustvergrößerung (Operation) kann es zu leichten Blutungen kommen. Größere Blutverluste können eine Bluttransfusion notwendig machen. Dies ist allerdings eine sehr seltetes Risiko. Äußerst selten kann es bei Bluttransfusionen zur Übertragung von Krankheitserregern kommen, z. B. dem HI-Virus (HIV) oder von Hepatitis-Viren (Leberentzündung). Um das Risiko einer Infektion zu vermeiden, besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob eine Eigenblutspende möglich und sinnvoll ist.
 
In seltenen Fällen können als Komplikation der Brustvergrößerung Druckschäden an Nerven und Weichteilen entstehen. Sie bilden sich in der Regel innerhalb weniger Wochen wieder zurück.

Nach der Brustvergrößerung können folgende Komplikationen (Risiken) auftreten:

  • Nachblutungen (selten), auch mehrere Tage nach einer Brustvergrößerung (in aller Regel bilden sich Nachblutungen innerhalb weniger Wochen wieder selbständig zurück)
     
  • Blutergüsse sind selten. Auch diese bilden sich in aller Regel innerhalb weniger Wochen nach einer Brustvergrößerung selbständig zurück
     
  • Ein Taubheitsgefühl kann sich durch Schädigung von Hautnerven einstellen. Innerhalb von einigen Monaten nach der Brustvergrößerungs-Operation kommt es im Normalfall zur vollständigen Wiederherstellung der Empfindungen der Haut. In Ausnahmenfälle kann ein Taubheitsgefühl verbleiben.
     
  • Schwellungen im Operationsgebiet kommen vor. Insbesondere in den ersten drei Tagen nach einer Brustvergrößerung besteht das Risiko, dass Schwellungen und Spannungsschmerzen auftreten. 
     
  • Durchblutungs- und Wundheilungsstörungen sind selten. Es kann dann zur Ausbildung von breiten Narben kommen, die möglicherweise einen Korrektureingriff erfordern, um ein optisch optimales Ergebnis zu erzielen.
  • Eine weitere Komplikation betrifft die Ausprägung von Narben. Sie ist von Patient zu Patient anlagebedingt unterschiedlich. Bei entsprechender Veranlagung können wulstige, dicke, verfärbte und schmerzhafte Narben (Keloid) entstehen. Solche Narben erfordern manchmal eine korrigierende Operation.
     
  • Blutgerinnsel (Thromben) sind selten, können aber zum Verschluss eines Blutgefäßes führen, der lebensbedrohlich werden kann (z. B. Lungenembolie) und auch zum Tod führen kann. Rauchen und die Einnahme der Antibabypille (Kontrazeptiva) sind Faktoren, die das Risiko einer Bildung von Blutgerinnsel (Thromben) begünstigen.
     
  • Überempfindlichkeitsreaktionen auf Betäubungsmittel oder Medikamente können Brechreiz, Juckreiz oder Hautausschlag auslösen. In seltenen Fällen kann es aber auch zu lebensbedrohlichen allergischen Reaktionen kommen, die manchmal bleibende Schäden hinterlassen können.
     
  • Kapselfibrose: Mit dem natürlichen Heilungsprozess bildet sich eine Bindegewebskapsel um die Implantate. Je nach Veranlagung kann sich diese Kapsel verhärten, wodurch sich die Brust fester als normal anfühlt und bei weiterem Fortschreiten zu Schmerzen führt. Das Risiko einer Kapselfibrose liegt bei 4% bis 5%. In einigen Fällen ist dann eine weitere Operation notwendig. Bei den Silikonimplantaten der neueren Generation ist das Risiko dieser Komplikation nach einer Brustvergrößerung zurückgegangen.
     
  • Defekte an den Implantaten sind durch doppelwandige Umhüllung sehr selten. Nach schweren Unfällen mit Verletzung des Brustkorbes können Implantate aufreißen. Bei Kochsalzfüllungen (werden in der Regel nicht mehr verwendet) ist das harmlos, bei anderen Füllstoffen kann eine Fremdkörperreaktion (z. B. Silikonome) auftreten. Dieses Risiko ist in den letzten Jahren deutlich geringer geworden, weil inzwischen das quervernetzte Silikongel verwendet wird.
     
  • Die Sensibilität der Brustwarze kann nach einer Brustvergrößerung durch die Gewebedehnung beeinträchtigt sein. Zudem kann sich auch ein Fremdkörpergefühl einstellen, dass meist im Verlauf der Zeit verschwindet.
  • Faltenbildung ist selten, kann aber bei schlanken Frauen und Implantaten mit einer rauhen Oberflächengestaltung und dünnflüssigen Füllmaterialien vorkommen. 
     
  • Infektionen im Inneren der Brust sind selten, können aber nach einer Brustvergrößerung vorkommen. Das Implantat muss in solchen Fällen oftmals ausgetauscht werden.
     
  • Die Stillfähigkeit kann durch eine Bruststraffung beeinträchtigt werden. Durch eine Brustvergrößerung wird die Stillfähigkeit nicht beeinträchtigt.

Durch moderne Techniken konnten in den letzten Jahren die Risiken nach einer Brustvergrößerung minimiert werden. Dennoch bleiben auch bei dieser Operation eine Fülle von Risiken, die durch die Wahl eines gut qualifizierten Arzten vermindert werden können.


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Letzte Aktualisierung am 03.05.2010.

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