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Augenlidstraffung - schonender Eingriff mittels Radiowellen ohne Skalpell

Lesezeit: 7 Min.

Über sanfte Verfahren und Möglichkeiten der Augenlidkorrektur

Augenlidstraffung - schonender Eingriff mittels Radiowellen ohne Skalpell
Augenlidstraffung - schonender Eingriff mittels Radiowellen ohne Skalpell

Augenlidkorrekturen umfassen nicht nur die Ober- und Unterlidstraffung sondern auch die Korrektur von Tränensäcken oder die Entfernung von Schlupflidern. Für geplagte Patienten ergeben sich beim Eingriff an der Augenpartie viele Möglichkeiten. Vom Ablauf bis hin zur Nachsorge bei einer Lidkorrektur geht unser Experte Dr. Eugen Höfter im nachfolgenden Interview näher auf viele gängige Fragen der Betroffenen ein. Als erfahrener plastischer Chirurg, hat sich Dr. Höfter in seiner Münchener Praxis unter anderem auf die schonende Augenlidstraffung spezialisiert.

Dr. Höfter, mit welchen Problemen kommen Ihre Patienten hauptsächlich zu Ihnen, wenn sie sich für eine Lidstraffung interessieren?

Dr. Höfter: Viele meiner Patienten werden von ihrem Umfeld auf ihren müden Gesichtsausdruck angesprochen. Hängende Oberlider können im schlimmsten Fall zu einem eingeschränkten Sichtfeld sowie zu einer Beeinträchtigung der Sehfähigkeit führen. Somit sind es durchaus nicht nur ästhetische Gründe, warum sich die Betroffenen an mich und meine Mitarbeiter wenden. Schlupflider sind vor allem für viele meiner weiblichen Patienten ein Problem. Sie erschweren das Auftragen von Kosmetik im Bereich der Augen ungemein. Damit müssen sich die Damen nicht zufriedenstellen, da eine Lidstraffung Abhilfe verspricht.

Welche Möglichkeiten der Lidstraffung stehen zur Auswahl? Welche Wirkung dürfen sich die Betroffenen von ihrer Augenlidkorrektur erhoffen?

Dr. Höfter: Bei einer Augenlidstraffung ist es mir möglich, die Schlupflider der Patienten entweder komplett zu entfernen oder diese zumindest zu verringern. Somit können mein Team und ich dafür sorgen, dass der müde Augenausdruck aus dem Gesicht der Patienten verschwindet. Ihre Augen wirken wieder deutlich größer, was zu einem jugendlicheren Aussehen beiträgt. Auch die Entfernung von Tränensäcken lässt den vorgealterten Gesichtsausdruck der Betroffenen verschwinden.
Gegen ein eingeschränktes Sichtfeld können wir mit einem entsprechenden Eingriff sehr gut angehen. Sollte zusätzlich eine deutliche Absenkung der Augenbrauen vorliegen, dann ist eine Lidstraffung allein nicht ausreichend. Vielmehr gilt es in Rücksprache mit den Patienten ein seitliches Stirnlift als zusätzliche Maßnahme in Erwägung zu ziehen.

Wie kommt es zu hängenden Oberlidern oder Tränensäcken, sodass eine Augenlidkorrektur erforderlich wird?

Dr. Höfter: Hängende Oberlider und Tränensäcke sind auf eine Reihe von Faktoren zurückführen, zu denen der natürliche Alterungsprozess gehört. Häufig tritt diese Problematik im Alter zwischen 35 und 40 Jahren auf und ist nicht allein auf einen gestressten Lebenswandel zurückzuführen. Auch zu viel Sonne und zu viel Schlafentzug begünstigen die Entstehung von Tränensäcken und Schlupflidern im Laufe der Jahre. Einige meiner Patienten sind darüber hinaus von einer familiären Veranlagung hin zu dieser Problematik betroffen. Sie können bei einem gesunden Lebenswandel nur bedingt vermeiden, dass ihre Oberlidhaut über die Augen herabsinkt oder ihre Fettpölsterchen im Unterlidbereich vermehrt als Tränensäcke hervortreten. In Kombination mit einer erschlafften Unterlidhaut tritt dieses Problem noch stärker auf.

Wie bereiten sich die Patienten am besten auf eine Augenlidkorrektur vor?

Dr. Höfter: Zunächst rate ich allen Patienten davon ab, sich mit dieser Problematik an einen Augenarzt zu wenden. Eine operative Augenlidkorrektur ist rein die Aufgabe eines ästhetischen Gesichtschirurgen. Schließlich wirkt sich dieser Eingriff entscheidend auf die Ausstrahlung und das Auftreten der Betroffenen aus. Bei der Wahl des geeigneten Arztes lassen sich die Patienten am besten Vorher-Nachher-Bilder zeigen. Dies handhaben wir in meiner Praxis in München so. Ein Antrag auf eine Kostenübernahme kann bei den Krankenkassen zwar gestellt werden. Dieser wird jedoch häufig nicht bewilligt. Allerdings stehen die Chancen auf eine Kostenübernahme deutlich besser, wenn es bei den Patienten zu einer Beeinträchtigung der Sehfähigkeit durch ein eingeschränktes Sichtfeld gekommen ist. Fünf Tage vor dem Eingriff ist die Einnahme von Medikamenten gegen Schwellungen sinnvoll. Auch fünf Tage im Anschluss an die Lidkorrektur sollten die Medikamente weiterhin eingenommen werden. Sofern möglich, ist das Rauchen 14 Tage vor dem Eingriff stark zu reduzieren. Ein kompletter Verzicht wäre wünschenswert. Ich rate meinen Patienten dazu, sich auf maximal fünf Zigaretten pro Tag zu beschränken.

Wie gestaltet sich der Ablauf bei einer Augenlidkorrektur?

Dr. Höfter: Das hängt ganz davon ab, um welche Art des Eingriffs es sich handelt. Soll eine Oberlidstraffung zur Entfernung von Schlupflidern oder eine Unterlidstraffung vorgenommen werden, um gegen Tränensäcke vorzugehen?

Fangen wir mit dem Beispiel der Oberlidstraffung an.

Dr. Höfter: Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, um eine Oberlidkorrektur durchzuführen. Dieser Eingriff kann

  • per Skalpell,
  • mit dem Laser oder
  • mit Hilfe von Radiowellen, die für das weiche Gewebe im Bereich der Augen besonders gut geeignet sind,

durchgeführt werden. Zur Laser-Operation ist anzumerken, dass sich diese zeitlich aufwendiger als mit einem Skalpell gestaltet und der Wundheilungsverlauf mehr Zeit in Anspruch nimmt. Unabhängig von der gewählten Methode geht eine Oberlidstraffung grundsätzlich mit einer Kürzung oder Vorlagerung des Hebermuskels des Augenlids einher. Anteile des oberen Augenlids sollten nicht entfernt werden. Dies könnte das Augenlid instabil werden lassen und für erhebliche Probleme sorgen.

Wie steht es um die verschiedenen Methoden für eine Unterlidstraffung?

Dr. Höfter: Auch in diesem Fall ist der genaue Befund entscheidend. Es werden vorrangig zwei Methoden der Unterlidkorrektur eingesetzt. Zum einen besteht die Möglichkeit eines Schnitts unmittelbar durch die Bindehaut der Patienten. Dieser Eingriff wird als transkonjunktivaler Zugang bezeichnet. Somit kann das überflüssige Fettgewebe, aus dem die Tränensäcke bestehen, entfernt werden. Bei einem transkutanen Zugang erfolgt ein Schnitt durch die Haut. Dieser wird möglichst unauffällig knapp unter dem unteren Wimpernkranz gesetzt. Der Schnitt erstreckt sich über die komplette Lidbreite. Abhängig von dem Befund wird nicht nur Fettgewebe, sondern eventuell ein bisschen Haut im unteren Lidbereich entfernt.

Können Sie generell etwas zu dem Ablauf einer solchen Behandlung sagen?

Dr. Höfter: Sehr gerne. Schlupflider korrigieren wir in meiner Praxis meist in örtlicher Betäubung, wobei ein Dämmerschlaf optional möglich ist. Die Behandlungsdauer beläuft sich auf 60 bis 90 Minuten. Ich setze aufgrund der vielen Vorteile auf die Lidkorrektur mittels der Radiowellen-Chirurgie, die besonders schonend für den Patienten ist. Es dauert acht bis zehn Tage, bis die Betroffenen wieder gesellschaftsfähig sind. Arbeiten können die Patienten bereits nach zwei Tagen und auch das Duschen ist dann erlaubt. Sportliche Betätigungen sollten allerdings noch zwei Wochen pausieren. Im Anschluss an den ambulanten Eingriff ruhen sich die Patienten in unserem Aufwachraum aus. Danach kann der Patient entweder nach Hause entlassen werden oder sich wahlweise in einem unserer Partner-Hotels oder in einer Klinik unseres Vertrauens erholen. Eine Unterlidstraffung führen wir im Übrigen ebenfalls als ambulanten Eingriff, der nicht nur risikoarm, sondern für den Patienten auch schmerzfrei ist, durch. Ein kurzstationärer Aufenthalt ist bei Bedarf denkbar.

Können Sie bitte näher auf die von Ihnen angesprochenen Vorzüge der Radiowellen-Chirurgie eingehen?

Dr. Höfter: Bei der Augenlidstraffung mittels Radiowellen-Energie handelt es sich um einen sehr schonenden Eingriff. Schnitte sind nicht erforderlich, sodass keine Narben entstehen. Diese Operation lässt sich auch dank ihrer kurzen Behandlungszeit wunderbar ambulant durchführen. Bei dieser Behandlung kommt ein spezieller Applikator mit einer Vielzahl von Nadelelektroden zum Einsatz. Über die Radiowellen-Elektroden kann die Radiowellen-Wärme bis zu zwei Millimeter tief in das Unterhautgewebe eindringen. Es kommt somit zu einer kontrollierten Erhitzung der kollagenen und elastischen Hautfasern im Lidbereich. Auch die Bildung neuen Bindegewebes wird angeregt. Daher wird die Haut dreidimensional gestrafft. Die Kollagenneubildung, welche durch diesen Eingriff angeregt wird, bildet sich allerdings erst im Laufe mehrerer Monate final aus. Somit ist der abschließende Behandlungseffekt bei dieser schonenden Methode nicht sofort sichtbar.

Wie gestaltet sich die Nachsorge bei einer Ober- oder Unterlidkorrektur?

Dr. Höfter: Abhängig von der gewählten Methode werden die Fäden bei einer Augenlidstraffung binnen sieben Tagen gezogen. Auf Blutergüsse sollten sich die Betroffenen zwar einstellen, wobei diese sich nach zwei bis drei Tagen durch ein leichtes Make-up hervorragend kaschieren lassen. Größere Schwellungen sowie Blutergüsse klingen nach circa einer Woche ab, wobei der gesamte Heilungsprozess circa zwei bis drei Wochen in Anspruch nimmt. Dass Rötungen und Schwellungen bedeutend länger auftreten, ist erfahrungsgemäß selten. Dies hängt von dem jeweiligen Patienten und seiner individuellen Ausgangssituation ab. Zur Nachsorge bei einem solchen Eingriff gehört auch, dass auf das Tragen von Kontaktlinsen für drei Tage, besser noch für eine Woche  verzichtet wird. Ist die Bindehaut gereizt, sollte der Verzicht auf die Linsen solange andauern, bis sich die Bindehaut beruhigen konnte. Unmittelbar im Anschluss an den Eingriff ist die Verwendung eines Kühlpads im Bereich der Augen zu empfehlen. Die Augen sollten über einen Zeitraum von vier Wochen vor einer direkten Sonneneinstrahlung geschützt werden. Auch Solarium-Besuche sind im ersten Monat nach dem Eingriff zu meiden.

Wie lange hält der Effekt der Lidstraffung an?

Dr. Höfter: Im Normalfall sind unsere Patienten fünf bis zehn Jahre sehr zufrieden mit dem Ergebnis Ihrer Lidstraffung. Vor allem das Ergebnis der Unterlidstraffung führt in vielen Fällen zu einer dauerhaften Verbesserung. Gegen den natürlichen Alterungsprozess kann eine Augenlidstraffung nicht vorgehen. Daher gibt es Betroffene, die solch einen Eingriff nach vielen Jahren erneut durchführen lassen. Ich rate meinen Patienten auf jeden Fall dazu, mögliche Risikofaktoren wie Stress und einen dauerhaften Schlafmangel zu vermeiden. Denn so lässt sich die Entstehung neuer Schlupflider oder Tränensäcke in vielen Fällen hinauszögern.

Es gibt also durchaus Patienten, die sich trotz der Risiken für einen wiederholten Eingriff entscheiden. Mit welchen Risiken müssen die Betroffenen bei dieser Art der Operation rechnen?

Dr. Höfter: Wie bereits erwähnt, sind Schwellungen sowie Blutergüsse zu erwarten. Bei einer Oberlidkorrektur kann es darüber hinaus zu Verletzungen im Bereich der Muskulatur kommen. Dies wird zum Problem, da die betreffende Muskulatur für das Augenheben der Oberlider zuständig ist. Bei einem erfahrenen Operateur ist das Risiko solch einer Komplikation als gering zu bezeichnen. Infektionen oder Wundheilungsstörungen sind ebenfalls nicht auszuschließen, wenngleich sie in der Praxis eher selten sind. Inwiefern für die Betroffenen ein erhöhtes Risiko besteht, lässt sich in einem persönlichen Gespräch und im Anschluss an eine ausführliche Anamnese abschließend klären. Dazu laden wir alle Interessenten herzlich in unsere Münchener Praxis ein.

Wir bedanken uns bei Dr. Höfter für das ausführliche und aufschlussreiche Gespräch.

Dr. Eugen Höfter - Praxis für Plastische Chirurgie
Volkartstraße 5
80634 München
Tel. 089 15890540
eMail: praxis@plastischechirurgie-drhoefter.de
Web: www.plastischechirurgie-drhoefter.de

Letzte Aktualisierung am 01.09.2017.
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